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4. August 2009

Wo Kinder sind, ist Gott schon da   

Ökumenisch leben und erziehen – Teil 2: Vom Sinn religiöser Erziehung

Nicht selten herrscht Ratlosigkeit, wenn Glaubensfragen am jungen Familientisch zur Sprache kommen. «Mir genügt der Wald- und Wiesengott, ich muss nicht in die Kirche», findet der Vater. Die Mutter hingegen möchte das Kind taufen lassen, um es vom Segen eines grösseren Ganzen getragen zu wissen. Dann sind da die Grosseltern, die den Nachwuchs ebenfalls betreuen und mit religiösen Ritualen vertraut machen wollen. Zur Entspannung der Lage raten Freunde schliesslich, das Kind später selber entscheiden zu lassen. «Dadurch wird dem Kind der Glaube vorenthalten. Denn ein Kind kann sich nicht für etwas entscheiden, das es nicht kennt», sagt Caroline Küng-Schweizer. Sie ist vierfache Mutter, Religionspädagogin RPI und leitet zusammen mit ihrem Mann Christoph die Fricktaler Pfarrei Wittnau. Unverständlich sind solche Entscheide für die 48-Jährige trotzdem nicht. «Es gibt so viele Vorurteile zu dem, was Kirche ist. Das Negative hat nach wie vor Nahrung.»

22. May 2013