Vom 6. bis 27. Oktober tagt im Vatikan eine Bischofssynode zu Amazonien. Innerkirchlich könnten neue Wege der Seelsorge im Amazonasgebiet Modellcharakter für schrumpfende Kirchen in Europa haben. | © Adveniat

Arbeitspapier zu Amazonas-Synode auf Deutsch

Andreas C. Müller, 22.7.19

Seit letzter Woche liegt die deutsche Übersetzung des Arbeitspapiers zur Amazonas-Synode vor. Die Übersetzung erfolgte im Auftrag der deutschen kirchlichen Hilfswerke Misereor und Adveniat. Die Synode, an der Bischöfe und andere Kirchenvertreter teilnehmen, will über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten, die Rechte von Indigenen stärken und die ökologische Situation der arten- und rohstoffreichen Urwaldregion in Lateinamerika in den Blick nehmen. Zugleich steht das Treffen im Vatikan auch für einen Wandel in der Kirche. Es gelte, die «Komfortzonen» zu verlassen und an die Ränder zu gehen; «dahin, wo Menschen nichts zählen und keine Rechte haben». Statt römischer Zentralisierung sei «Dezentralisierung angesagt», damit die Ortskirchen «selbst entscheiden können, was sie direkt betrifft».

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