Bruder Klaus auf der Bühne. Im Theaterstück «Der Eremit» des Aargauer Thaterautors Paul Steinmann sieht das Publikum die Proben und die Aufführung eines Dialogs zwischen dem Eremiten und einem unbekannten Mann. | © Fastenopfer

Bruder Klaus auf der Bühne

Dreimal gastiert das Stück «Der Eremit» im Aargau

Anne Burgmer, 2.8.17

Gipf-Oberfrick, Killwangen und Wohlen – an diesen Orten können Interessierte das Theaterstück des Aargauer Theaterautors und Regisseurs Paul Steinmann besuchen.

Im März 2017 war die Premiere des Stückes, welches Paul Steinmann, der auch Theologe ist, im Auftrag von Fastenopfer Schweiz zum 600. Geburtstag des Eremiten Niklaus von der Flüe geschrieben hat. Seitdem tourt es durch die Schweiz

Der Eremit und ein Skeptiker

Das Stück greift zwei Ebenen auf. Einerseits sehen die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Theaterprobe. Drei Protagonisten proben eine Szene. Geschrieben hat diese die 45-jährige Meret Salvisberg, Mutter von drei Kindern, gespielt von Monica Gasser Weickart. Weil sie schon lange fasziniert vom Leben und Wirken des Niklaus von Flüe ist, hat sie ein Theaterstück über den Eremiten geschrieben. Ausgangspunkt ist der sogenannte Pilgertraktat, einem Dokument aus dem 15. Jahrhundert. Inhalt ist ein Gespräch zwischen einem unbekannten Mann und Bruder Klaus.

Meret Salvisberg probt zusammen mit dem 60-jährigen Beat (gespielt von Josef Blättler) und dem jungen Mann Jan (gespielt von Elmar Büeler).  Wenn Meret Regie führt, lässt der theaterbegeisterte Beat alles stehen und liegen. Dass er den Eremiten spielen darf, empfindet er als Ehre. Ihm gegenüber ist Jan – jung, kirchenfern, skeptisch. Religionen und Kirchen tragen in seiner Überzeugung vor allem zur Verwirrung der Menschen bei. Über den Mystiker Niklaus weiss er kaum etwas.

Vergangenheit und Gegenwart

Es ist unvermeidlich, dass sich während der Proben zum Stück zwischen den Schauspielern Diskussionen ergeben. Diskussionen «über die Theater-Rollen, über die Zeit vor 600 Jahren, als die Eidgenossenschaft noch in den Kinderschuhen steckte», heisst es auf der Website zum Stück. «Ebenso folgerichtig machen die Gespräche auch nicht Halt vor aktuellen Themen wie dem Hunger in der Welt und was man dagegen tun kann». Schlussendlich kann die Szene gespielt werden  – der Dialog erscheint in neuem Licht.

Das Stück dauert etwas 45 Minunten. Regie bei «Der Eremit» führt der Solothurner Dieter Ockenfels, der als Theaterpädagoge tätig ist.

Spieldaten im Aargau

25.08.2017, 20:00 Uhr, Kath. Kirche, Gemeindenplatz 2, 5073 Gipf-Oberfrick
27.08.2017, 17:00 Uhr, Chappelehof, Kapellstrasse 4, 5610 Wohlen
03.09.2017, 17:00 Uhr, Kirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9, 8956 Killwangen

Der Eremit – Homepage

 

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