Das Team des Kirchlichen Regionalen Sozialdienstes Region Aarau der Caritas übernimmt neu auch die Jugendberatung in Aarau und Umgebung: Leiterin Isabel Borges, Luzia Capanni, Tanja Schneider und Azubi Matthias Hürzeler (von links). | © Caritas Aargau

In Aarau hat die Jugend auch weiterhin eine Anlaufstelle

Nathalie Philipp, Caritas Aargau / acm, 18.1.18
  • Am 21. Januar ist der «Sonntag der Caritas Aargau. Das Hilfswerk der katholischen Kirche engagiert sich unter anderem im Bereich Flüchtlingsingsintegration.
  • Nachdem nach 40 Jahren der Regionale Jugendberatungsdienst in Aarau RJD  per Ende 2017 schloss, bietet nun Caritas Aargau Jugendlichen im Raum Aarau eine Anlaufstelle.

 

Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren aus der Region Aarau gibt es ab diesem Jahr ein neues Beratungsangebot, denn der Regionale Jugendberatungsdienst in Aarau (RJD) schloss Ende 2017 seine Türen. Dies nachdem Reformierte und Katholiken während über 40 Jahren gemeinsam die Jugendarbeit in der Region gestemmt hatten.

Am Anfang: Das Ende einer Ökumenischen Zusammenarbeit

Per Ende 2014 zogen sich die Reformierten zurück – aus Spargründen (das Angebot kostete jährlich 350 000 Franken), und um auf eigene Angebote in den Kirchgemeinden zu setzen. Die Katholische Kreiskirchgemeinde Aarau führte das Angebot bis Ende 2017 in abgespeckter Form für 160 000 Franken weiter. Per 2018 übernimmt nun Caritas Aargau.

Die neue Jugendberatung des Kirchlichen Regionalen Sozialdienstes KRSD ist ein reduziertes Nachfolgeangebot der Caritas für Jugendliche, die Probleme haben oder in einer schwierigen Lebensphase stecken. Dise finden beim Kirchlichen Regionalen Sozialdienst neu eine kompetente Ansprechpartnerin bei Fragen zu Schule, Familie, Lehrstelle und Finanzen oder werden weiter vermittelt.

Hauptziel ist Zuhören

Für die Beratungen zuständig sind Luzia Capanni und Tanja Schneider. Der Leitsatz des neuen Angebotes lautet: «Wir hören dir zu!» Luzia Capanni verdeutlicht: «Jugendliche befinden sich in Umbruchsituationen und fühlen sich häufig nicht verstanden und auch alleine gelassen. Unser Angebot ist niederschwellig, unkompliziert und fachkompetent.» Weil die Kapazitäten der Jugendberatung knapp sind, ist auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenprojekt Wegbegleitung geplant.

Neue Perspektiven in schwierigen Lebenssituationen

Geführt wird der Kirchliche Regionale Sozialdienst und damit auch die Jugendberatung von Caritas Aargau. Auftraggeber ist die Kreiskirchgemeinde Aarau zusammen mit dem Pastoralraum Aarau. Hauptziel des Auftrages ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer schwierigen Lebenssituation Orientierung und neue Perspektiven zu geben. Luzia Capanni erläutert: «Besonders wichtig ist uns der Empowerment-Ansatz, also die Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn es gelingt, die Jugendlichen zu motivieren, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, dann haben wir ein wichtiges Teilziel erreicht.»   Nathalie Philipp/acm

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