Politisch
43 neue Synodale erheben sich auf Aufforderung im Aargauer Grossratssaal. Alle 143 Mitglieder der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau wurden am Mittwoch, 9. Januar 2019, für die neue vierjährige Legislatur verpflichtet und wählten Präsidium und Exekutive. | © Andreas C. Müller
43 neue Synodale erheben sich auf Aufforderung im Aargauer Grossratssaal. Alle 143 Mitglieder der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau wurden am Mittwoch, 9. Januar 2019, für die neue vierjährige Legislatur verpflichtet und wählten Präsidium und Exekutive. | © Andreas C. Müller

«Gemeinsam attraktiv Kirche machen»

  • Die Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau bestätigt an ihrer konstituierenden Sitzung ihre Exekutive für die Amtsperiode 2019-2022 (siehe auch amtliche Nachricht: Synodenbeschluesse_09012019)
  • 43 neue Synodale wurden gestern Mittwoch in die Pflicht genommen. Luc Humbel wurde als Kirchenratspräsident bestätigt, ins Synodenpräsidium gewählt wurde Daniel Holenstein aus Bad Zurzach.
(mehr …)
Erneut tobt ein Plakatkrieg im Abstimmungskampf zur Selbstbestimmungsinitiative der SVP. Letzte Umfragen sehen die Gegner der Vorlage klar vorne. Die Entscheidung fällt am 25. November. | © Andreas C. Müller
Erneut tobt ein Plakatkrieg im Abstimmungskampf zur Selbstbestimmungsinitiative der SVP. Letzte Umfragen sehen die Gegner der Vorlage klar vorne. Die Entscheidung fällt am 25. November. | © Andreas C. Müller

SBI: «Ein Angriff auf die Gewaltenteilung»

  • Am 25. November wird wieder abgestimmt. Von allen nationalen Vorlagen polarisiert die Selbstbestimmungsinitiative am meisten: Sie mobilisiert nebst der Politik und den Wirtschaftsverbänden auch Kirchen und NGOs.
  • Während im Aargau die Reformierte Landeskirche klar gegen die Selbstbestimmungsinitiative Position bezieht, verzichtet die Römisch-Katholische Landeskirche auf eine Stellungnahme.
(mehr …)
Drei Jahre lang beschäftigten sich der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau und verschiedene Fachstellen und Initiativen mit dem selbst gesetzten Legislaturschwerpunkt «fremd-sein». Am Samstag, 10. November 2018 wurde unter dem Motto «fremd sein - Vielfalt leben» der Abschluss festlich begangen. | © Anne Burgmer
Drei Jahre lang beschäftigten sich der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau und verschiedene Fachstellen und Initiativen mit dem selbst gesetzten Legislaturschwerpunkt «fremd-sein». Am Samstag, 10. November 2018 wurde unter dem Motto «fremd sein - Vielfalt leben» der Abschluss festlich begangen. | © Anne Burgmer

Lebendig, lustig, laut – Legislaturziel Abschlussfest

  • Für die ausklingende Legislaturperiode hatte sich der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau 2015 das Schwerpunktthema «fremd-sein» gegeben.
  • Am Samstag feierten rund 200 Gäste ein vielfältiges und internationales Abschlussfest in der Pfarrei Peter und Paul in Aarau. Bei aller Feierstimmung gab es aber auch kritische Stimmen.
(mehr …)
Am 23. September finden wieder Kirchenpflegewahlen statt. Nicht alle Kirchgemeinden finden geeignetes Personal. | © Marie-Christine Andres
Am 23. September finden wieder Kirchenpflegewahlen statt. Nicht alle Kirchgemeinden finden geeignetes Personal. | © Marie-Christine Andres

Kirchenpflegen: Kandidatinnen gesucht

  • Wenn am 23. September die Schweizer Bevölkerung über drei eidgenössische Vorlagen abstimmt, müssen die Aargauer Katholikinnen und Katholiken auch ihre Kirchenpflegen wählen.
  • Nicht überall gelingt es, ausreichend Leute für die zu besetzenden Ämter zu finden. Aus diesem Grund organisierte die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau ein Informationspodium, an welchem erfahrene Kirchenpflegen Tipps und Tricks für die Personalsuche abgaben.
(mehr …)
Der Sozialethiker Thomas Wallimann gibt zu bedenken, dass die Vollgeld-Initiative, über die wir am 10. Juni abstimmen, äusserst komplex ist und das System der Geldschöpfung von den meisten Stimmberechtigten gar nicht verstanden wird. Vor diesem Hintergrund bestehe die Gefahr, dass die Menschen kaum Gründe sehen, warum sie dagegen sein sollten. | © Andreas C. Müller
Der Sozialethiker Thomas Wallimann gibt zu bedenken, dass die Vollgeld-Initiative, über die wir am 10. Juni abstimmen, äusserst komplex ist und das System der Geldschöpfung von den meisten Stimmberechtigten gar nicht verstanden wird. Vor diesem Hintergrund bestehe die Gefahr, dass die Menschen kaum Gründe sehen, warum sie dagegen sein sollten. | © Andreas C. Müller

Vollgeld-Initiative: Zu komplex?

  • Am 10. Juni stimmen wir über die «Vollgeld-Initiative» ab. Alle politischen Parteien mit Ausnahme der Grünen (Stimmfreigabe) empfehlen die Vorlage zur Ablehnung. Gleichwohl macht sie bei der Stimmbevölkerung Boden gut.
  • Laut «bref», dem Magazin der Reformierten, weibeln Kirchenvertreter unter den Befürwortern und Gegnern gleichermassen. Und selbst Papst Franziskus wurde bereits eingespannt.
  • Der Sozialethiker Thomas Wallimann gibt zu bedenken, dass die Komplexität der Vorlage ihresgleichen sucht und das System der Geldschöpfung von den meisten Stimmberechtigten gar nicht verstanden wird. Vor diesem Hintergrund bestehe die Gefahr, dass die Menschen kaum Gründe sehen, warum sie dagegen sein sollten.
(mehr …)
Soll sich die Kirche in die Politik einmischen? Diese Frage diskutierten am 20. März in Brugg (von rechts nach links): Thomas Wallimann-Sasaki, Präsident der bischöflichen Kommission «Justitia et Pax», CVP-Präsidentin Marianne Binder-Keller, Moderator Jürgen Heinze, Béatrice Acklin-Zimmermann, FDP Freiburg, und Kommunikationsfrau Carmen Frei, ehemals Redaktionsleitung Horizonte. | © Andreas C. Müller
Soll sich die Kirche in die Politik einmischen? Diese Frage diskutierten am 20. März in Brugg (von rechts nach links): Thomas Wallimann-Sasaki, Präsident der bischöflichen Kommission «Justitia et Pax», CVP-Präsidentin Marianne Binder-Keller, Moderator Jürgen Heinze, Béatrice Acklin-Zimmermann, FDP Freiburg, und Kommunikationsfrau Carmen Frei, ehemals Redaktionsleitung Horizonte. | © Andreas C. Müller

«Kirche ist nicht Partei, aber immer parteiisch»

  • Ob No Billag-Initiative, Asylgesetzreform oder Präimplantationsdiagnostik: Immer wieder äussern sich kirchliche Vertreter zu politischen Fragen und Abstimmungen. Ein Podium am Dienstagabend, 20. März, im Kulturhaus Odeon, ging der Frage nach, inwieweit sich Kirchen in die Politik einmischen sollten.
  • Über den Auftrag der Kirche mit Blick auf die Politik diskutierten die Aargauer CVP-Präsidentin Marianne Binder-Keller, der Sozialethiker Thomas Wallimann-Sasaki, die ehemalige Horizonte-Redaktionsleiterin Carmen Frei und die Freiburger FDP-Parlamentsabgeordnete Béatrice Acklin-Zimmermann.
  • Einig waren sich alle in einem Punkt: Den moralischen Anspruch der Kirchen auf die Politik abzuleiten, geht gar nicht. Ob und wie Kirchenvertreter sich politisch äussern sollten, darüber gingen die Meinungen hingegen stark auseinander.
(mehr …)
Justitia et Pax ist die Nationale Ethikommission der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Sie veröffentlicht Stellungnahmen zu verschiedenen Themen. Ihr Präsident, Thomas Wallimann-Sasaki, erklärt im Interview, wie Justitia et Pax und die SBK zusammenhängen. | © Screenshot (14. Februar 2018)
Justitia et Pax ist die Nationale Ethikommission der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Sie veröffentlicht Stellungnahmen zu verschiedenen Themen. Ihr Präsident, Thomas Wallimann-Sasaki, erklärt im Interview, wie Justitia et Pax und die SBK zusammenhängen. | © Screenshot (14. Februar 2018)

«Kirche muss nicht geliebt, sondern respektiert werden» – Wenn Bischöfe politisch werden

  • Thomas Wallimann-Sasaki ist Sozialethiker und Präsident a.i. von Justitia et Pax, der Nationalkommission der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Im Interview erklärt er, dass Kirche immer politisch ist, auch wenn sie schweigt.
  • Die Kirche sollte mehr Mut zeigen, als Gemeinwohl-orientiertes Gewissen auf die unangenehmen Widersprüche in der Gesellschaft hinzuweisen, fordert der Thomas Wallimann, der ebenso das sozialethische Institut «ethik22» leitet, das aus dem Sozialinstitut der KAB heraus entstanden ist.
(mehr …)
Die finanziellen Ressourcen der Kirchen in den verschiedenen Kantonen sind unterschiedlich. Einen Finanzausgleich, wie ihn die Schweiz auf staatlicher Ebene zwischen den Kantonen kennt, gibt es in der Kirche nicht. Mit der RKZ steht der katholischen Kirche seit 1971 aber eine Organisation zur Verfügung, die sich um die Finanzierung gesamtschweizerischer kirchlicher Aufgaben kümmert. | © Roger Wehrli
Die finanziellen Ressourcen der Kirchen in den verschiedenen Kantonen sind unterschiedlich. Einen Finanzausgleich, wie ihn die Schweiz auf staatlicher Ebene zwischen den Kantonen kennt, gibt es in der Kirche nicht. Mit der RKZ steht der katholischen Kirche seit 1971 aber eine Organisation zur Verfügung, die sich um die Finanzierung gesamtschweizerischer kirchlicher Aufgaben kümmert. | © Roger Wehrli

Kirchenfinanzen: Solidarität ist gefragt

  • Wird die Kirche in Zukunft genug Geld haben, um alle ihre Leistungen finanzieren zu können?
  • Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) wirkt als Scharnier zwischen den verschiedenartigen Strukturen der Kantone, hat aber nur einen begrenzten Handlungsspielraum.
  • Für RKZ-Präsident Luc Humbel und Generalsekretär Daniel Kosch heisst der zentrale Begriff in der Frage der Kirchenfinanzen Solidarität.
(mehr …)
Dieses Jahr fällt der Heiligabend auf einen Sonntag. In den Kantonen Zürich, Basel-Landschaft und Zug dürfen die Gemeinden auch am 24. Dezember 2017 die Läden öffnen. Die Bischöfe und andere Gruppierungen fordern die Gewerbetreibenden auf, die Sonntagsruhe zu achten und die Läden geschlossen zu halten. | © Werner Rolli
Dieses Jahr fällt der Heiligabend auf einen Sonntag. In den Kantonen Zürich, Basel-Landschaft und Zug dürfen die Gemeinden auch am 24. Dezember 2017 die Läden öffnen. Die Bischöfe und andere Gruppierungen fordern die Gewerbetreibenden auf, die Sonntagsruhe zu achten und die Läden geschlossen zu halten. | © Werner Rolli

Am Heiligabend keine «Einkaufsschlacht» im Aargau

  • Dieses Jahr fällt der Heiligabend auf einen Sonntag. Im Gegensatz zum Aargau haben in den Kantonen Zürich, Basel-Landschaft und Zug die Geschäfte an jenem Tag geöffnet.
  • Die Schweizer Bischöfe und verschiedene Gruppierungen rufen dazu auf, die Läden an Heiligabend geschlossen zu halten.
  • Die in den letzten Tagen teils sehr emotional geführte Debatte zum Thema Sonntagsverkauf an Heiligabend zeigt: Viele Menschen haben Angst, dass Weihnachten nicht mehr zählt, sondern nur noch der Konsum.
(mehr …)
Bischof Bohdan Dzyurakh ist Generalsekretär der Bischofssynode der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche und in Kiew stationiert. Von dort aus engagiert er sich für die über 1,8 Millionen Binnenflüchtlinge des Ukraine-Konflikts. Das Hilfswerk «Kirche in Not» unterstützt ihn dabei. | © Andreas C. Müller
Bischof Bohdan Dzyurakh ist Generalsekretär der Bischofssynode der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche und in Kiew stationiert. Von dort aus engagiert er sich für die über 1,8 Millionen Binnenflüchtlinge des Ukraine-Konflikts. Das Hilfswerk «Kirche in Not» unterstützt ihn dabei. | © Andreas C. Müller

«Die Kirche hat bei ihren Gläubigen ausgeharrt»

Bischof Bohdan Dzyurakh hat die Maidan-Proteste in der Ukraine miterlebt und sich mit seiner Kirche auf die Seite der Demonstranten geschlagen. Im Interview mit Horizonte berichtet er von den damaligen Erfahrungen und äussert sich zur Situation im Osten des Landes, wo ein bewaffneter Konflikt noch immer die Menschen in Atem hält. (mehr …)