Story der Woche
Wenn heute in Russland die Fussball-Weltmeisterschaft startet, stehen Armut, Kriegs- und Flüchtlingselend im Abseits. Horizonte blickte hinter die Fassade der teuren neuen Stadien. | © Roger Wehrli
Wenn heute in Russland die Fussball-Weltmeisterschaft startet, stehen Armut, Kriegs- und Flüchtlingselend im Abseits. Horizonte blickte hinter die Fassade der teuren neuen Stadien. | © Roger Wehrli

Fussball inmitten von Problemen

  • Wenn heute Abend Gastgeber Russland im Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien die Fussball-Weltmeisterschaft eröffnet, erhält das von Präsident Vladimir Putin geführte Land die Möglichkeit, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Im Schatten der sportlichen Euphorie stehen der Ukraine-Konflikt, aber auch die Situation der Menschen in Russland.
  • In Südrussland befinden sich sechs der zwölf WM-Austragungsorte. In diesem Gebiet amtet bereits seit vielen Jahren der gebürtige Deutsche Clemens Pickel als Bischof von Saratow. Er sagt: «Die Fussball-WM ist kein Anlass für die Menschen in Russland, auch wenn sie hoffen, dass der Anlass hilft, das Image von Russland in der westlichen Welt zu verbessern.»
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Am 21. Juni kommt Papst Franziskus nach Genf, wo er am Abend eine Messe zelebriert. Bischof Felix setzte sich dafür ein, dass auch nicht-ordinierte Theologinnen und Theologen ihren Platz in diesem Gottesdienst bekommen. Denn Pastoralassistentinnen - im Bild die Institutiofeier in Buchs letztes Jahr - sowie Gemeindeleitende ohne Weihe bewältigen einen grossen Teil der Pastoral in der katholischen Kirche der Schweiz. | © Roger Wehrli
Am 21. Juni kommt Papst Franziskus nach Genf, wo er am Abend eine Messe zelebriert. Bischof Felix setzte sich dafür ein, dass auch nicht-ordinierte Theologinnen und Theologen ihren Platz in diesem Gottesdienst bekommen. Denn Pastoralassistentinnen - im Bild die Institutiofeier in Buchs letztes Jahr - sowie Gemeindeleitende ohne Weihe bewältigen einen grossen Teil der Pastoral in der katholischen Kirche der Schweiz. | © Roger Wehrli

Die Schweizer Realität soll sichtbar sein

  • Am 21. Juni verbringt Papst Franziskus einen Tag in Genf. Er besucht den Ökumenischen Rat der Kirchen und trifft eine Delegation des Bundesrates. Am Abend zelebriert er in der Palexpo-Halle eine Messe.
  • Das Anmeldeformular für die Papstmesse sorgte im Bistum Basel für Befremden, weil nicht-ordinierte Theologinnen und Theologen mit keinem Wort erwähnt wurden.
  • Auf Initiative zweier Theologinnen aus Basel setzte sich Bischof Felix Gmür dafür ein, dass auch nicht-ordinierte Seelsorgende einen Platz im Gottesdienst bekommen. (mehr …)
Die veränderte Beichtpraxis schlägt sich in der Nutzung der klassischen Beichtstühle nieder. Die Umnutzung von Beichtstühlen ist allerdings nicht neu. Bereits vor 18 Jahren wurde in Sankt Anton ein Beichstuhl zum Notausgang. Horizonte hat noch andere Beispiele gefunden.| © Werner Rolli
Die veränderte Beichtpraxis schlägt sich in der Nutzung der klassischen Beichtstühle nieder. Die Umnutzung von Beichtstühlen ist allerdings nicht neu. Bereits vor 18 Jahren wurde in Sankt Anton ein Beichstuhl zum Notausgang. Horizonte hat noch andere Beispiele gefunden.| © Werner Rolli

Der Beichtstuhl heute: Lädeli, Abstellraum und Notausgang

  • seit Jahren verändert sich die Beichtpraxis. Statt der Einzelbeichte besuchen Menschen gemeinschaftliche Bussfeiern, Beichtgespräche oder Versöhnungswege. Mit Konsequenzen für den traditionellen Beichtstuhl.
  • Horizonte ging der Frage nach, wie denn die traditionellen Beichtstühle heutzutage noch verwendet werden und entdeckte Erstaunliches.
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Der Fluchttruck von Missio steht am 2. und 3. Mai 2018 auf dem Bahnhofplatz in Aarau. Heute Donnerstag, 3. Mai 2018, am Nachmittag (14-17 Uhr) sind die Türen für Interessierte offen. In der interaktiven Ausstellung «Menschen auf der Flucht» haben Besuchende (ab 13 Jahren) die Möglichkeit, hautnah zu erleben, wie es ist, auf der Flucht sein zu müssen. | © Roger Wehrli
Der Fluchttruck von Missio steht am 2. und 3. Mai 2018 auf dem Bahnhofplatz in Aarau. Heute Donnerstag, 3. Mai 2018, am Nachmittag (14-17 Uhr) sind die Türen für Interessierte offen. In der interaktiven Ausstellung «Menschen auf der Flucht» haben Besuchende (ab 13 Jahren) die Möglichkeit, hautnah zu erleben, wie es ist, auf der Flucht sein zu müssen. | © Roger Wehrli

Flucht nachempfinden: Eine interaktive Ausstellung

  • Nach 2015 ist dieses Jahr der bekannte Fluchttruck von Missio wieder für eine Woche in der Schweiz. Der Lastwagen ermöglicht im Rahmen einer interaktiven Simulation das Nacherleben von Flüchtlingsschicksalen.
  • Noch heute Donnerstag macht der Fluchttruck Station in Aarau. Am Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr steht er für die Öffentlichkeit offen. Darüber hinaus gibt es geschlossene Gruppenführungen für Kantonsschulklassen und Firmgruppen mit vertiefenden Ateliers.
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Die Propstei Wislikofen als Kraftort? Horizonte hat der Ausstrahlung des Bildungshauses nachgespürt. Eine «tour d'horizon», in welcher der Glauben und das Gebet, aber auch die Geobiologie eine Rolle spielen. | © Marie-Christine Andres
Die Propstei Wislikofen als Kraftort? Horizonte hat der Ausstrahlung des Bildungshauses nachgespürt. Eine «tour d'horizon», in welcher der Glauben und das Gebet, aber auch die Geobiologie eine Rolle spielen. | © Marie-Christine Andres

Die Kraft der Propstei Wislikofen

 
  • Immer wieder wird die Propstei Wislikofen von Besuchern als Ort zum Innehalten, Entschleunigen und Auftanken gelobt.
  • Das Bildungshaus der römisch-katholischen Kirche im Aargau mit seiner reichen Vergangenheit scheint über eine besondere Ausstrahlung zu verfügen. Horizonte hat dieser Kraft der Propstei Wislikofen nachgespürt. Eine «Tour d'horizon», in welcher der Glaube und das Gebet, aber auch die Geobiologie eine Rolle spielen.
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Die Aargauer Konferenz der Religionen hatte für den 4. April 2018 an die Neue Kantonsschule Aarau geladen, gegen 90 Schülerinnen und Schüler der Frei- und Ergänzungsfächer Religion aus dem ganzen Kanton Aargau kamen, um sich mit dem Thema Extremismus auseinanderzusetzen. | © Roger Wehrli
Die Aargauer Konferenz der Religionen hatte für den 4. April 2018 an die Neue Kantonsschule Aarau geladen, gegen 90 Schülerinnen und Schüler der Frei- und Ergänzungsfächer Religion aus dem ganzen Kanton Aargau kamen, um sich mit dem Thema Extremismus auseinanderzusetzen. | © Roger Wehrli

Jugendliche beschäftigen sich mit Extremismus

  • Gestern fand an der Neuen Kantonsschule Aarau zum ersten Mal ein Projekthalbtag statt, zu dem die Schülerinnen und Schüler der Ergänzungs- und Freifächer Religion aller Aargauer Kantonsschulen eingeladen waren. Thema war der Umgang mit Extremismus und Radikalismus.
  • Der Projekthalbtag in Aarau wurde gestaltet von bekannten Schweizer Persönlichkeiten wie beispielsweise dem streitbaren Basler Soziologen Ueli Mäder. Dieser bezeichnete den finanzgetriebenen Liberalismus als prägenden Extremismus der Gegenwart in der Schweiz
  • Eingeladen zum Projekthalbtag hatte die Aargauer Konferenz der Religionen, der neben den Aargauer Landeskirchen auch die israelitische Kultusgemeinde Baden und der Verband Aargauer Muslime (VAM) angehört.
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Head-Hunter für die Kirche? «Der Vorschlag ist absurd», findet Thomas Leist von der Informationsstelle für Kirchliche Berufe (IKB). Diese managt die Informationskampagne «Chance Kirchenberufe.» | © kath.ch
Head-Hunter für die Kirche? «Der Vorschlag ist absurd», findet Thomas Leist von der Informationsstelle für Kirchliche Berufe (IKB). Diese managt die Informationskampagne «Chance Kirchenberufe.» | © kath.ch

«Jesus war der erste Head-Hunter»

  • Der kirchliche Personalmarkt ist ausgedünnt. Personalexperten raten der Kirche, Head-Hunter einzusetzen und die Hürden für potentielle Quereinsteiger zu senken.
  • Aber es krankt auch anderswo: Personalexperte Matthias Mölleney beklagt eine fehlende Strategie, das Bistum Basel ärgert sich über das eigenwillige Vorgehen der Kirchgemeinden und letztere bemängeln unklare Stellenprofile.
  • Immerhin: Die 2013 lancierte Kampagne «Chance Kirchenberufe» sorgt für steigende Studierendenzahlen im Bereich Theologie.
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Mit der Pfingstmission Baden-Wettingen (im Bild mit Pastorin Corina Peter), der Baptistengemeinde, der Freien Evangelischen Gemeinde Baden-Wettingen (FEG), den Mormonen und der Neuapostolischen Kirche sind in Wettingen fünf Freikirchen vertreten. Horizonte hat sich im Aargauer Freikirchenmekka umgesehen. | © Vera Rüttimann
Mit der Pfingstmission Baden-Wettingen (im Bild mit Pastorin Corina Peter), der Baptistengemeinde, der Freien Evangelischen Gemeinde Baden-Wettingen (FEG), den Mormonen und der Neuapostolischen Kirche sind in Wettingen fünf Freikirchen vertreten. Horizonte hat sich im Aargauer Freikirchenmekka umgesehen. | © Vera Rüttimann

In Wettingen fühlen sich Freikirchen wohl

  • Mit der Pfingstmission Baden-Wettingen, der Baptistengemeinde, der Freien Evangelischen Gemeinde Baden-Wettingen (FEG), den Mormonen und der Neuapostolischen Kirche sind in Wettingen fünf Freikirchen vertreten.
  • Die freikirchliche Szene wächst. Allein die Baptisten konnten in den vergangenen vier Jahren die Zahl der Gottesdienstbesucher verdoppeln.
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Seit sechs Jahren bieten die reformierte und die katholische Kirche in verschiedenen Aargauer Regionen Wegbegleitungen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen an. In der Region Aarau neu auch für Jugendliche und junge Erwachsene. Horizonte sprach unter anderem mit Eveline Kohler (Bildmitte), der Leiterin der Vermittlungsstelle für Wegbegleitungen in der Region Aarau, und einem 52-Jährigen, der dank einer Wegbegleitung aus einer persönlichen Krise fand. | © Roger Wehrli
Seit sechs Jahren bieten die reformierte und die katholische Kirche in verschiedenen Aargauer Regionen Wegbegleitungen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen an. In der Region Aarau neu auch für Jugendliche und junge Erwachsene. Horizonte sprach unter anderem mit Eveline Kohler (Bildmitte), der Leiterin der Vermittlungsstelle für Wegbegleitungen in der Region Aarau, und einem 52-Jährigen, der dank einer Wegbegleitung aus einer persönlichen Krise fand. | © Roger Wehrli

Wegbegleitung hilft Menschen aus der Krise

  • Seit sechs Jahren unterstützt das Projekt Wegbegleitung der reformierten und der römisch-katholischen Kirche im Aargau Menschen in schwierigen Situationen. Die Arbeit machen geschulte Freiwillige. Allein 2017 wurden kantonsweit 186 Wegbegleitungen durchgeführt. Der Arbeitsaufwand der Freiwilligen umfasste 2’975 Arbeitsstunden.
  • In der Region Aarau werden seit Beginn dieses Jahres auch Wegbegleitungen für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten.
  • Bei der Organisation des Projekts ziehen Reformierte und Katholiken partnerschaftlich an einem Strick. Bei der Umsetzung in den Gemeinden hinken die Reformierten den Katholiken jedoch hinterher. Der Grund ist nicht nur das fehlende Geld.
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In der Diskussionen über die «No Billag»-Initiative ist meist vom SRF Fernsehen die Rede. Doch das beliebte Radio SRF wäre ebenfalls durch die Initiative gefährdet. Betroffen wären auch die Radio-Religionssendungen. Horizonte hat Judith Wipfler und ihr Team am Standort Basel besucht. Die reformierte Theologin ist die Team-Leiterin der Fachredaktion Religion Radio SRF und verantwortet zum Beispiel die Radiopredigten oder den «Zwischenhalt». | © Werner Rolli
In der Diskussionen über die «No Billag»-Initiative ist meist vom SRF Fernsehen die Rede. Doch das beliebte Radio SRF wäre ebenfalls durch die Initiative gefährdet. Betroffen wären auch die Radio-Religionssendungen. Horizonte hat Judith Wipfler und ihr Team am Standort Basel besucht. Die reformierte Theologin ist die Team-Leiterin der Fachredaktion Religion Radio SRF und verantwortet zum Beispiel die Radiopredigten oder den «Zwischenhalt». | © Werner Rolli

Radio liefert mehr als blosse Information

  • Am 4. März entscheidet die Schweiz über die Beibehaltung der Radio- und Fernsehempfangsgebühren. Deren Abschaffung hätte wohl auch Konsequenzen für die Religionssendungen. Horizonte begleitete die Fachredaktion Religion von Schweizer Radio SRF bei der Arbeit.
  • Schweizer Radio und Fernsehen SRF produzieren unter dem Label «Sternstunden Religion» insgesamt elf verschiedene Religionssendungen. Sieben davon sind Radioproduktionen, die zwischen 60`000 und 260`000 Hörerinnen und Hörer erreichen.
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