Nicht nur kirchliche Kreise, auch alle politischen Parteien mit Ausnahme von FDP und SVP kritisieren den Bundesratsentscheid, Waffenexporte (Symbolbild) auch in Länder zuzulassen, die in bewaffnete Konflikte involviert sind. | © Andreas C. Müller

Christliche Basis gegen Waffenexporte

Andreas C. Müller, 25.6.18

Der Bundesrat will die Regeln zu Kriegsmaterialexporten lockern. Das hat er Mitte Monat entschieden. Schweizer Rüstungsfirmen sollen unter gewissen Umständen Waffen auch in Länder exportieren dürfen, die in einen internen bewaffneten Konflikt verwickelt sind. Bereits im November des vergangenen Jahres hatte die bischöfliche Kommission «Justitia et Pax» dieses Ansinnen kritisiert, unterstützt von der «Basisgruppen-Bewegung Schweiz». Die «Basisgruppen-Bewegung Schweiz» ist gemäss Definition auf der eigenen Webseite ein «loser Zusammenschluss von überschaubaren Gruppen und Gemeinschaften, in denen Christinnen und Christen zusammenfinden, um sich von der biblischen Botschaft bewegen und gemeinsam eine Spiritualität des Alltages lebendig werden zu lassen.». Nachdem die «Basisgruppen-Bewegung Schweiz» bereits im Februar mit einem offenen Brief an Bundesrat Johann Schneider Ammann gelangt war, veröffentlicht sie heute neuerlich einen offenen Brief an den Gesamtbundesrat, in welchem sie diesen für seinen Entscheid kritisiert.

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