Bei der «Ehe für alle» treffen verschiedene Weltbilder aufeinander. Reformierte in der Ostschweiz machen sich Sorgen um eine Kirchenspaltung. | © kna-bild

Droht den Reformierten die Kirchenspaltung?

Andreas C. Müller, 2.12.19

Bei der Debatte über die «Ehe für alle» haben sich in der reformierten Kirche zwei Lager gebildet. Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe argumentieren, dass sie nicht dem Schöpferwillen Gottes entspreche. Befürworter betonen, die Liebe Gottes gelte für alle Menschen gleichermassen. Pfarrpersonen in der Ostschweiz befürchten, dass sich die Kirche aufgrund dieser Frage spalten könnte. So jedenfalls schreibt das «St. Galler Tagblatt». Die Kirchenratspräsidenten teilen diese Angst jedoch nicht. Das Thema polarisiere stark, aber die Gefahr einer Spaltung bestehe nicht. Schon Luther habe gesagt, «die Ehe ist ein weltlich Ding», sagt beispielsweise Koni Bruderer, Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell. «Davon fällt die Kirche nicht auseinander.»

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