Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zur marokkanischen Firma OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. | © zvg

Fastenopfer beobachtet Menschenrechtsverletzungen

Marie-Christine Andres Schürch, 6.6.19

Der marokkanische Staatskonzern OCP verschmutzt mit seinen Düngerfabriken die Luft und schädigt damit die Gesundheit von Angestellten und Bevölkerung. Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zu OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. Dies schreibt Fastenopfer in einer Mitteilung vom Dienstag, 4. Juni. Die Entwicklungsorganisationen fordern OCP und die Schweizer Düngerhändler auf, eine umfassende Sorgfaltsprüfung durchzuführen und Massnahmen zur Vermeidung von Menschrechtsverletzungen zu treffen. Dies sieht auch die Konzernverantwortungsinitiative vor, welche Schweizer Unternehmen zum Einhalten von Menschenrechten und Umweltstandards weltweit verpflichten will. Der Nationalrat wird sich nächste Woche erneut zu Initiative und Gegenvorschlag äussern. Scheitert der Gegenvorschlag, dürfte die Initiative 2020 zur Abstimmung kommen.

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