Mahnwache der Initiative «Maria 2.0» in Münster: Frauen halten Plakate, darunter eines, das die Muttergottes mit zugeklebtem Mund zeigt. | © kna-bild

Frauenstreik in Deutschland

Andreas C. Müller, 14.5.19

Die Initiative von fünf Münsteranerinnen hat sich in Deutschland zu einer landesweiten Protestwelle entwickelt: Die Bewegung «Maria 2.0» demonstrierte an hunderten Orten gegen eine männerdominierte Kirche. So auch vor dem Dom in Münster, wo weit über 500 Frauen zu einer Mahnwache zusammenkamen. In Freiburg demonstrierten rund 400 rot gekleidete Aktivistinnen vor dem Münster, während Erzbischof Stephan Burger im Gotteshaus sechs Männer zu Priestern weihte. Bis kommenden Samstag wollen die Frauen kein Gotteshaus betreten und keine ehrenamtlichen Dienste verrichten. Am Sonntag fanden vielerorts Gottesdienste in Eigenregie vor den Kirchentüren statt – ein Statement für veränderte Machtstrukturen und gegen die Zölibatspflicht für Priester.

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