Neben zwei Verpflichtungskrediten ging es um Validierungen von Ersatzwahlen, die Protokolle der vergangen ordentlichen (14. November 2018) und konstituierenden Synode (9. Januar 2019), Mitteilungen aus Kirchenrat, den Jahresbericht 2018 und die Jahresrechnung 2018 der Landeskirche. Zum letzten Mal gab Gabriele Tietze die Neuigkeiten aus der Bistumsregionalleitung bekannt und wurde angemessen verabschiedet. | © Anne Burgmer

Frühjahrssynode tagte in Aarau

Anne Burgmer, 12.6.19

122 Mitglieder trafen am 12. Juni 2019 in Aarau im Grossratssaal zur ersten ordentlichen Synode der neuen Legislatur. «Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Lasst sie uns vielmehr so suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei», zitierte Daniel Holenstein, Präsident der Synode, zur Eröffnung den Heiligen Augustinus. Es gehe allerdings weniger um Wahrheit, als um Mehrheit, leitete der Synodenpräsident dann über.

Zwei Anträge brachte der Kirchenrat vor die Synode. Einerseits für einen Verpflichtungskredit von 350‘000 Franken für die Renovation und Neu-Möblierung des grossen Saals und des Speisesaals der Propstei Wislikofen. Damit die Propstei weiterhin konkurrenzfähig bleibe, müssten Interieur und Technik dringend erneuert werden, so Kirchenrat Rolf Steinemann in seinem Votum. Der Antrag des Kirchenrates wurde ohne Gegenvoten einstimmig angenommen.

Andererseits stimmte die Synode über die Finanzierung der neuen Mitgliederdatenverwaltung ab. Der Antrag beinhaltete einen Verpflichtungskredit von 130‘000 Franken und einen Nachtragskredit für die jährlichen Bruttokosten von 60‘000 Franken für 2019 beziehungsweise der Budgetierung für die Folgejahre. Marcel Notter, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, stellte das neue Adressverwaltungsprogramm vor. Nach zwei Voten wurde der Antrag des Kirchenrates in ergänzter Form mit grosser Mehrheit angenommen. Die Ergänzung sieht zur Entlastung kleiner Kirchgemeinden gestaffelte und an die Katholikenzahl gekoppelte Beiträge vor.

Im pastoralen Teil gab David Meier, ehemaliger KV-Lernender bei der Katholischen Landeskirche im Aargau, einen lebhaften Einblick in seinen Dienst als Schweizer Gardist in Rom. Er habe sich extra noch ins Archiv begeben und herausgefunden, dass mit 6 Prozent die Aargauer am drittstärksten in der Garde nach den Fribourgern und Wallisern seit fast Gründung der Garde um 1509.

Er habe die Gelegenheit, zur Garde zu gehen, einfach beim Schopf ergreifen müssen. Seit Juni 2018 ist er im Dienst, wurde im Mai 2019 vereidigt. Neben Dienstgeschichten gab David Meier einen pointierten Überblick über die wichtigsten historischen Momente der Garde. Wer dem Papst die Hand schütteln wolle, müsse Sorge tragen, dass die Söhne und Enkel zur Garde gehen, sagte David Meier und erntete Szenenapplaus.

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