Zwingli zeigt in gelungener Verdichtung die Schlüsselmomente und das Wirken des Zürcher Reformators. Horizonte verlost zwei Kinokarten für den Film. | © Ascot Elite

Horizonte verlost zwei Kinokarten für Zwingli

Andreas C. Müller/abu, 23.1.19
  • Zur Zeit läuft Stefan Haupts Zwingli-Film auch in den Aargauer Kinos.
  • Die Mundart-Produktion führt ins Zürich der Renaissance-Zeit und bietet anschaulichen Geschichtsunterricht. Horizonte verlost zwei Kinotickets für den Film.

 

Es ist eine raue Umgebung, die Zwingli im Jahre 1519 in Zürich vorfindet: Überall Schmutz, herumlungernde Strassenkinder und elend anmutende Gestalten, welche die Menschen auf dem Weg zum Kirchgang um Geld angehen. «Wer kümmert sich um die?», fragt der frischgebackene Leutpriester. «Niemand», erhält er zur Antwort, derweil dem Kinopublikum gezeigt wird, wie katholische Geistliche auf der Strasse Ablassbriefe verkaufen oder in der Kirche die hohle Hand fürs Lesen von Messen machen.

Reformation auf den Punkt gebracht

Bereits in der ersten Viertelstunde schafft es der Film, die Gründe für reformatorisches Bestreben verständlich zu machen. Und er bringt Zwinglis Theologie in einfachen Sätzen auf den Punkt: Gott ist barmherzig und bestraft uns nicht, wir sollen Gottes Wort in unserer eigenen Sprache verstehen, daraufhin selbständig darüber nachdenken und uns nichts von kirchlichen Autoritäten vorkauen lassen.

Im Laufe der folgenden zwei Stunden bleibt der Kinobesucher an Zwinglis Seite bis zu dessen Tod im Jahre 1531 auf dem Schlachtfeld. Die Zeitraffung erfolgt subtil, schliesst vieles ein. Geschichtskundige vermögen sich anhand der verschiedenen im Film verarbeiteten Ereignisse der Chronologie entlang zu hangeln: Darunter die Herausgabe verschiedener Schriften, das Wurstessen zur Fastenzeit, die Klosteraufhebungen oder die Bibelübersetzung. Anstelle von eigentlich drei Zürcher Disputationen gibt es im Film allerdings nur eine. Und auch nur einen Kappeler Krieg. Die Episode rund um die berühmte Kappeler Milchsuppe wurde ausgespart.

Ein Aargauer rettet die Zürcher Reformation

Immer wieder vermag der Film in konzentrierter Dichte die Bedeutung von Schlüsselentwicklungen auf den Punkt zu bringen. Beispielsweise die Aufhebung der Klöster: Die Zürcher Obrigkeit stimmt dem zu, weil ihr auf diesem Weg eine finanzierte Möglichkeit geboten wird, die Verhältnisse in der Stadt zu verbessern. Die Armen und Kranken in der Stadt können versorgt werden, herumlungernde Strassenkinder erhalten ein Dach über dem Kopf und für junge, ins Kloster abgeschobene Frauen eröffnen sich neue Perspektiven. Obschon der Film in diesem Zusammenhang aus didaktischer Notwendigkeit heraus verkürzt, differenziert er ausreichend genug und deutet zumindest an, dass für einzelne Klosterfrauen eben gerade jenes Leben im Konvent eine sinnstiftende Existenz bedeutete, die mit der Aufhebung der Stifte zerstört wird.

Aus Aargauer Sicht erfreulich: Heinrich Bullinger kommt im Film ebenfalls vor. Ihm gebührt laut den Machern das Verdienst, dass sich Zwinglis Reformation durchsetzen konnte.

Horizonte verlost unter allen Zuschriften bis Sonntag, 27. Januar, zwei Kinotickets für den Besuch des Films in einem Aargauer Kino in Ihrer Näher. Schreiben Sie einfach Ihren Namen und die vollständige Adresse an redaktion@horizonte-aargau.ch

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