Simone Curau-Aepli kritisiert den Ausschluss der Frauen von Weiheämtern | © zVg

Kampagne für Gleichstellung mobilisiert Schweizerinnen

Andreas C. Müller, 20.8.19

Das Netzwerk «Voices of faith» sammelt weltweit Voten von Menschen, die sich für Gleichberechtigung in der katholischen Kirche einsetzen. Diese sollen als «visuelle Petition» am Internationalen Tag der Frau im März 2020 dem Papst und der Kurie übergeben werden. Bereits 1053 Personen sind dem Aufruf von «Voices of faith» gefolgt und haben ihr Votum für Gleichberechtigung in der Kirche auf der Webseite der Kampagne «Overcomingsilence» publiziert. Ein Blick auf die Fotos zeigt: Geschätzt 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Darunter auch Frauen aus der Schweiz. Etwa Simone Curau-Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. «Wir Frauen, die wir die Kirche massgeblich prägen und tragen, sind auch im 21. Jahrhundert von den Weiheämtern ausgeschlossen und damit nicht zugelassen, mitzudiskutieren und zu entscheiden über die wesentlichen Fragen des Lebens und damit der Kirche», schreibt sie in ihrem «Overcomingsilence»-Votum. Das müsse sich ändern, wenn die Kirche im aufgeklärten Europa zukunftsfähig sein wolle.

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