St. Benedikt leben und lernen in Hermetschwil ist ein Sonderschulheim für normalbegabte, männliche Kinder und Jugendliche im Schulalter, welche sich in einer psychosozial belastenden Situation befinden.

Kinderheim St. Benedikt: Abschluss der Untersuchungen

Christian Breitschmid, 12.3.20

Zum Abschluss der Untersuchungen betreffend Übergriffe in Form von sexueller Gewalt und Machtmissbrauch im Kinderheim St. Benedikt, Hermetschwil, in den Jahren 1946 bis 2006 (Horizonte berichtete), hat die zuständige Kommission heute Nachmittag ihren Bericht vorgestellt. Daraus geht hervor, dass sich neben Andreas Santoni, der seine Geschichte 2015 publik machte, noch fünf weitere ehemalige Bewohner des Kinderheims bei der Untersuchungskommission gemeldet haben. Eine Person bestätigte die sexuellen Übergriffe durch Pfarrer Thomas
Hardegger, und alle fünf beschrieben Vorfälle mit einzelnen Lehrpersonen bzw. Erziehern, «die auf einen sehr autoritären Umgang bis hin zu körperlicher und psychischer Demütigung hinweisen», wie es in der Medienmitteilung zum Untersuchungsbericht heisst. Die Gesamtleiterin des Sonderschulheims St. Benedikt, Pia Iff, sagte dazu: «
Auch mit der Aufarbeitung durch die Untersuchungskommission können wir die damaligen Ereignisse nicht rückgängig machen. Dies ist uns bewusst und ist belastend. Trotzdem ist der offensive Umgang mit den <dunklen> Seiten für die aktuelle pädagogische Arbeit sehr wichtig. Wir sind noch mehr sensibilisiert, wachsam, aufgerüttelt.» Die Medienmitteilung des Kinderheims St. Benedikt und des Klosters Muri-Gries sowie die Stellungnahme des Abts von Muri-Gries, Beda Szukics, hängen hier an.

MM_Kinderheim StBenedikt_Hermetschwil_200312

Stellungnahme Abt Beda_Kinderheim StBenedikt_Hermetschwil_200312

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