Sechs Menschen mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund erzählen, warum sie es gern eng, bequem, mini oder maxi mögen. Und sie fragen sich , ob und wie sich ihr Glaube auf die Art, sich zu kleiden, auswirkt. Eine Modeschau mit Tiefgang. | © Nora Steffen, Dominic Wenger

Mit Turban, Kreuz und Fliege

Nicola Mohler, Katharina Kilchenmann, 6.11.19
  • Eine spannende Verwandlung: sechs junge Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit wechseln ihr Alltagsoutfit gegen festliche Kleidung.
  • Für die aktuelle Ausgabe der Zeitung «zVisite» erzählen sie, wie sich ihr Glaube auf ihre Kleidung und ihren Stil auswirkt.
  • Die interreligiöse Publikation «zVisite» erscheint deutschschweizweit anlässlich der «Woche der Religionen» vom 4. bis 11. November.

 

Auf Einladung von «zVisite» treffen sich sechs junge Erwachsene an einem Nachmittag in Bern. Im Gepäck haben sie Kleider, Schuhe und Accessoires. Alles, was sie brauchen, um sich für eine traditionelle Hochzeit zurechtzumachen. Bevor sie ihre Taschen auspacken, erzählen sie, woher sie kommen, woran sie glauben und ob ihre Religion ihren Kleiderstil beeinflusst. Dann zeigen sie ihre Auswahl und erklären, warum sie sich für dieses Outfit entschieden haben. Wo passen sie sich den Normen und Erwartungen in ihrer Religionsgemeinschaft an – wo nicht? «zVisite» dokumentiert die Verwandlung von der Alltags- zur Festtagskleidung.

Alltagskleider und Hochzeitsgarderobe

Shabin Shanmugalingam ist im Alltag ganz und gar westlich gekleidet. Im Hindu-Tempel aber tauscht er die Jeans gegen traditionelle Gewänder. Biramandeep Singh wird oft angesprochen auf seinen Turban, der nicht nur an einer Hochzeit ein Must ist. Auch im Alltag macht er deutlich, dass Singh der Sikh-Gemeinschaft angehört. Dania Murads Kleiderstil widerspiegelt nicht nur ihre Identität, sondern auch ihren muslimischen Glauben. Die serbisch-orthodoxe Christin Marija Mitic trägt meist ein Gebetsarmband, das aber kaum auffällt. Auch Rachel Grieders Halskette erzählt von ihren jüdischen Wurzeln. Und der einstige Reformierte Thomas Gfeller trägt immer Socken und Schlips im gleichen Design. In den Porträts erzählen die sechs jungen Menschen, was sie im Spannungsfeld von Mode und Religion bewegt.

Hier geht es zu den einzelnen Porträts:

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