Nach Pennsylvania nun Deutschland. Und - so heisst es in einem Kommentar - die Ortskirchen anderer Länder haben mit der Aufklärung noch nicht begonnen. | © screenshot/katholisch.de

Nach Pennsylvania nun Deutschland

Anne Burgmer, 15.9.18

Die Nachrichten um Missbrauchsfälle in der Römisch-Katholischen Kirche reissen nicht ab. In Deutschland sickerten nun erste Zahlen durch, die im Magazin Der Spiegel veröffentlicht wurden. Die Zahlen, die aus einer Zusamenfassung einer Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz stammen, beziffert insgesamt 3677 Opfer, die von mindestens 1670 Priestern und Ordensleuten in den Jahren von 1946 bis 2014 Opfer von Missbrauch geworden seien, so das Nachrichtenportal katholisch.de. Erste Reaktionen der Bischöfe thematisierten vor allem Erschrecken und Scham über das Ausmass des Missbrauchs. Gleichzeitig kritisierten die Bischöfe die Indiskretion, durch die die Zahlen vor dem 26. September 2018 bekannt wurden. Dann sollte die Studie an der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe in Fulde vorgestellt werden.

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