Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. | © kna-bild

St. Galler Bischof wünscht sich Eigeninitiative

Marie-Christine Andres Schürch, 30.8.18

Die Bildung grösserer Seelsorgeräume sei ein riesiger Prozess, sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel im Rahmen eines öffentlichen Gesprächs in St. Gallen. Danach stünde aber «eine nächste Planungsphase» an. Eine Gemeinde von Getauften müsste aus sich heraus das Glaubensleben entwickeln und auch dafür sorgen, dass der Glaube nach aussen ausstrahle, sagte Bischof Markus Büchel. «Wir sind nicht einfach ein Dienstleistungsbetrieb», in dem die Gläubigen von Profis versorgt würden. «Es müsste viel mehr Eigeninitiative in den Gemeinden geben.» Der Bischof räumte dann aber gleich ein, dass es hier eine «heikle Stelle» gebe: «Wie kooperieren angestellte Seelsorger mit Gläubigen, die ehrenamtlich arbeiten?» Sehr schnell tauche die Frage auf, wieso einer entlöhnt werde für seine Tätigkeit und der andere nicht. «In Frankreich, wo alle unbezahlt aktiv sind, ist das einfacher», meinte Büchel.

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