Seit vergangenem Montag, 6. Juli, ist das Tragen einer Hygienemaske in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch. | © Marie-Christine Andres

Teure Hygienemasken dürfen nicht zur Armutsfalle werden

Marie-Christine Andres Schürch, 9.7.20

In den Caritas-Märkten erhalten Kundinnen und Kunden bei jedem Einkauf gratis eine Hygienemaske. Das Hilfswerk hat 100’000 Masken vorrätig. Doch Caritas-Sprecher Stefan Gribi sagte gegenüber kath.ch, dass damit nur ein Bruchteil des Bedarfs gedeckt werden könne. Denn in der Schweiz lebten gemäss Bundesamt für Statistik 660’000 Menschen in Armut und eine halbe Million knapp über der Armutsgrenze. Gerade aus dieser Gruppe der Armutsgefährdeten seien sehr viele durch Einkommensverluste während der Corona-Pandemie in grosse finanzielle Schwierigkeiten geraten. «Für sie darf die Maskenpflicht nicht zusätzlich zur Armutsfalle werden», warnte Stefan Gribi. Caritas begrüsse daher «alle Initiativen von staatlicher und privater Seite, die dafür sorgen, dass auch Menschen in einer finanziellen Notlage Masken tragen und damit sich selbst und andere schützen können». Dass die Schutzmasken, die seit Anfang Woche im ÖV getragen werden müssen, ins Geld gehen, dringt langsam an die breite Öffentlichkeit. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) empfiehlt gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Städten und Gemeinden deshalb, sie kostenlos an Sozialhilfeempfänger abzugeben.

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