Die grüne Nationalrätin Adèle Thorens kritisierte unlängst die spanischen Provinz Almeria, «wo Erntehelfer praktisch Sklavenarbeit verrichten». Aus Spanien werden während des ganzen Jahres viel Gemüse und Früchte in die Schweiz importiert. | © Anne Burgmer

Verein «oeku»: Ja zu Fair-Food-Initiative

Andreas C. Müller, 11.8.18

Der Vorstand des Vereins «oeku-Kirche und Umwelt» empfiehlt – in Übereinstimmung mit Umweltorganisationen und kirchlichen Werken, die Fair-Food-Initiative anzunehmen. Die von den Grünen lancierte Initiative verlangt Lebensmittel aus einer naturnahen, umwelt- und tierfreundlichen Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen. Die ökologischen und sozialen Standards, die für in der Schweiz produzierte Nahrungsmittel gelten, sollen auch auf Importe angewendet werden, so die Initianten. Ihrer Ansicht nach müssen Menschen in bestimmten EU-Ländern unter unwürdigen Bedinungen Ernte-Arbeit verrichten.  Der Bundesrat äussert in seiner Botschaft Verständnis für die Anliegen der Initiative, ist aber der Meinung, dass die bestehende Verfassungsgrundlage genüge. Über die Initiative wird am 23. September abgestimmt.

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