«Die reformierte Kirche hat Bullinger mehr zu verdanken als Zwingli, der nur den Anstoss gegeben hat», so der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici. | © Christoph Wider
«Die reformierte Kirche hat Bullinger mehr zu verdanken als Zwingli, der nur den Anstoss gegeben hat», so der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici. | © Christoph Wider

«Bullinger war wichtiger als Zwingli»

25.01.2019, 07:28

Dieses Jahr finden die Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Jubiläum der Zürcher Reformation statt. In einem Interview mit dem katholischen Medienzentrum erklärt der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici, dass die Bedeutung des Aargauer Reformators Heinrich Bullinger für den Verlauf der Zürcher Reformation ungleich wichtiger war als jener von Zwingli. «Heinrich Bullinger war ein grosser Theologe. Er hat die Zürcher Reformation in die Welt hinausgetragen», so Peter Henrici. «Zwingli hat im Kleinen politisch etwas bewirkt. Ausser seiner Zürcher Bibel hat er aber nicht viel geschaffen. Bullinger war hingegen der Promoter, der als reformierter Theologe sehr lange gewirkt hat».

Papst Franziskus am Weltjugendtag in Krakau vor zwei Jahren. Als Höhepunkte am diesjährigen Weltjugendtag wird das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche am Samstagabend eine Vigil und am Sonntagmorgen die grosse Abschlussmesse abhalten. | © flickr/mazur/episkopat.pl
Papst Franziskus am Weltjugendtag in Krakau vor zwei Jahren. Als Höhepunkte am diesjährigen Weltjugendtag wird das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche am Samstagabend eine Vigil und am Sonntagmorgen die grosse Abschlussmesse abhalten. | © flickr/mazur/episkopat.pl

Weltjugendtag in Panama eröffnet

23.01.2019, 08:59

Vom 22. – 27. Januar 2019 findet der Internationale Weltjugendtag in Panama statt. Es handelt sich um das weltweit grösste Jugendfestival und wird von der katholischen Kirche organisiert. Papst Franziskus bricht heute Mittwoch nach Panama-Stadt auf. Bis zum Sonntag nimmt das Kirchenoberhaupt an den Hauptveranstaltungen des internationalen Jugendtreffens in der zentralamerikanischen Handels- und Bankenmetropole teil. Die Organisatoren vor Ort rechnen mit 150 000 Teilnehmenden aus aller Welt. Aus der Schweiz sind insgesamt um die 160 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahre angereist; davon knapp 100 aus der Deutschschweiz.

«Wenn es das SPI nicht gäbe, hätten die Verantwortlichen für die Zukunft der Kirche vor 50 Jahren etwas falsch gemacht», sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Festakt. Dass es das SPI noch immer gebe, sei ein Zeichen für die Überzeugungskraft und den Durchhaltewillen, «eine als notwendig erkannte Aufgabe durchzuhalten», so der SBK-Vizepräsident.| © Barbara Ludwig
«Wenn es das SPI nicht gäbe, hätten die Verantwortlichen für die Zukunft der Kirche vor 50 Jahren etwas falsch gemacht», sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Festakt. Dass es das SPI noch immer gebe, sei ein Zeichen für die Überzeugungskraft und den Durchhaltewillen, «eine als notwendig erkannte Aufgabe durchzuhalten», so der SBK-Vizepräsident.| © Barbara Ludwig

50 Jahre Pastoralsoziologie

21.01.2019, 10:58

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) hat am Freitag seinen 50. Geburtstag gefeiert. Die Tagung mit Vorträgen und Ateliers zu kirchlichen «Baustellen» stiess auf grosses Interesse. Der St. Galler Bischof Markus Büchel und RKZ-Generalsekretär Daniel Kosch würdigten das Forschungsinstitut beim abendlichen Festakt im St. Galler Pfalzkeller. Das SPI untersurcht das Zusammenwirken von Seelsorge und sich wandelnder Gesellschaft. Fragen, die aus Sicht von SPI-Leiter Arnd Bünker (49) immer noch aktuell sind.

Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Das Ziel? Mit der eigenen Gruppe innerhalb von 72 Stunden ein etwas verrücktes Projekt umsetzen und damit zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen. | © zvg SAJV/CSAJ
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Das Ziel? Mit der eigenen Gruppe innerhalb von 72 Stunden ein etwas verrücktes Projekt umsetzen und damit zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen. | © zvg SAJV/CSAJ

Aktion 72 Stunden im Jahr 2020

16.01.2019, 15:06

Gemäss Medienmitteilung wird in genau einem Jahr der Startschuss für die Aktion 72 Stunden 2020 gegeben, das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz. Von Genf bis zum Bodensee, von Basel bis Chiasso werden vom 16. bis am 19. Januar 2020 über 20’000 Kinder und Jugendliche in nur 72 Stunden ungefähr 350 nachhaltige und gemeinnützige Projekte umsetzen. Die Aktion 72 Stunden ist ein Projekt der Schweizer Jugendorganisationen und wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) koordiniert. Bereits 2005, 2010 und 2015 gab es die Aktion. 2020 wird sie allerdings erstmals im Winter durchgeführt.

Die Kirche äussere sich zu oft und zu moralisierend zu politischen Themen, so die Kritik des neu gegründeten Thinktank «Kirche/Politik» an pointierten Positionierungen von Kirchenleuten zu Abstimmungsthemen. Wo Kernthemen der Kirchen berührt seien, solle sie auch nach wie vor eine Meinung verteten. | © Symbolbild Anne Burgmer
Die Kirche äussere sich zu oft und zu moralisierend zu politischen Themen, so die Kritik des neu gegründeten Thinktank «Kirche/Politik» an pointierten Positionierungen von Kirchenleuten zu Abstimmungsthemen. Wo Kernthemen der Kirchen berührt seien, solle sie auch nach wie vor eine Meinung verteten. | © Symbolbild Anne Burgmer

«Kirche/Politik» - Neuer Thinktank übt Kritik

14.01.2019, 16:04

Seitdem die Gründung eines Thinktank «Kirche/Politik» durch den CVP-Präsidenten Gerhard Pfister und die Theologin und FDP-Politikerin Beatrice Acklin publik wurde, flammt die Diskussion um die Einmischung der Kirchen in das politische Tagesgeschäft wieder auf. Dem Thinktank gehören verschiedene Persönlichkeiten aus Kirche und Politik an, wie das katholische Nachrichtenportal kath.ch in einem Bericht schreibt. Nach teils scharfen Äusserungen Gerhard Pfisters gegen die politische Positionierung der Kirchen und ihrer Vertreter sprachen Kritiker von einem Maulkorb für die Kirchen. Demgegenüber betonen die Mitglieder des Thinktank, dass es ihnen um das wann und wie der kirchlichen Positionierung gehe.

Dreissig Jahre nach dem Ende der Spaltung Europas warnt Papst Franziskus vor «neuen Zentrifugalkräften und der Versuchung zur Errichtung neuer Eiserner Vorhänge». Europa dürfe nicht vergessen, welchen Nutzen es von der wachsenden Freundschaft und Annäherung seit dem Zweiten Weltkrieg gewonnen habe, sagte er beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps.| © REUTERS/Luca Zennaro
Dreissig Jahre nach dem Ende der Spaltung Europas warnt Papst Franziskus vor «neuen Zentrifugalkräften und der Versuchung zur Errichtung neuer Eiserner Vorhänge». Europa dürfe nicht vergessen, welchen Nutzen es von der wachsenden Freundschaft und Annäherung seit dem Zweiten Weltkrieg gewonnen habe, sagte er beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps.| © REUTERS/Luca Zennaro

Papst warnt vor Nationalismus

11.01.2019, 16:40

Papst Franziskus bereiten wieder erstarkende nationalistische Tendenzen auf der Welt Sorge. Als Grund nannte er in seiner Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps «eine gewisse Unfähigkeit des multilateralen Systems, wirksame Lösungen für verschiedene seit langer Zeit ungelöste Situationen sowie einige ‘eingefrorene’ Konflikte zu finden». Das Kirchenoberhaupt machte vor den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern auch eine stellenweise zu schnell und chaotisch erfolgte Globalisierung als Ursache aktueller Probleme aus. Wo Globalisierung nur als Gleichmachung mit Verlust örtlicher Eigenheiten gesehen werde, erstarke Nationalismus schnell.

Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. | © kna-bild
Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. | © kna-bild

Wahlen: «Kirchen sollen sich engagieren»

09.01.2019, 23:09

Im aktuellen Wahljahr müssen die Kirchen für die Benachteiligten reden, die ohne Lobby sind, forderte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Montag bei seinem Neujahrsempfang. Am kommenden 20. Oktober wählt das Schweizer Stimmvolk ein neues Parlament. Unlängst haben CVP-Präsident Gerhard Pfister und die Freiburger FDP-Politikerin und Theologin Béatrice Acklin Zimmermann  einen Thinktank «Kirche/Politik» gegründet. Diesem gehören verschiedene Persönlichkeiten aus Kirche und Politik an. Bis jetzt haben die FDP-Lokalpolitikerin und der CVP-Präsident in diesem Zusammenhang allerdings lediglich mit Breitseiten gegen Kirchenvertreter auf sich aufmerksam gemacht - und erneteten dafür Kritik.

Kam von Bern nach Muri und hat die Bildung des Pastoralraums «Muri AG und Umgebung» in zwei Jahren durchgebracht: Pfarrer Georges Schwickerath. | © Werner Rolli
Kam von Bern nach Muri und hat die Bildung des Pastoralraums «Muri AG und Umgebung» in zwei Jahren durchgebracht: Pfarrer Georges Schwickerath. | © Werner Rolli

Georges Schwickerath wird Bischofsvikar

07.01.2019, 23:27

Bischof Felix Gmür hat den zweisprachigen Priester Georges Schwickerath zum Nachfolger von Arno Stadelmann als Bischofsvikar für die zweisprachige Bistumsregion St. Verena mit Sitz in Biel ernannt. Arno Stadelmann erreicht das Pensionsalter und tritt am 31. Juli als Bischofsvikar zurück. Georges Schwickerath ist in Luxemburg aufgewachsen. Er studierte in Luzern und Paris Theologie. Gegenwärtig ist er als Pfarrer des Pastoralraumes Muri im Kanton Aargau tätig. Mit Antritt der neuen Stelle auf 1. August 2019 wird Georges Schwickerath den Aargau verlassen. Das Bistum Basel ist in die drei Bistumsregionen St. Urs (Kantone Aargau und beide Basel), St. Verena (Kantone Bern, Jura und Solothurn) und St. Viktor (Luzern, Schaffhausen, Thurgau und Zug) unterteilt. Für jede Bistumsregion ist ein Bischofsvikariat zuständig. Der Bischofsvikar und die Regionalverantwortlichen vertreten den Bischof in der jeweiligen Bistumsregion.

Immer wieder äussern sich die Schwestern vom Fahr pointiert und gehen eigene, neue Wege in der Gestaltung ihres benediktinischen Alltags. Im Artikel im Osservatore Romano von Anfang Januar 2019 wird eine Schwester mit den Worten zitiert, dass es Veränderung in der Kirche geben müsse, sonst wüsste sie nicht, wohin es die Kirche führe. Damit diese Veränderung gelinge, brauche es notwendig die Frauen. Im Bild sind die Fahrer Schwestern am Startanlass zum Pilgerprojekt «Für eine Kirche mit* den Frauen» im Mai 2016 zu sehen. | © Anne Burgmer
Immer wieder äussern sich die Schwestern vom Fahr pointiert und gehen eigene, neue Wege in der Gestaltung ihres benediktinischen Alltags. Im Artikel im Osservatore Romano von Anfang Januar 2019 wird eine Schwester mit den Worten zitiert, dass es Veränderung in der Kirche geben müsse, sonst wüsste sie nicht, wohin es die Kirche führe. Damit diese Veränderung gelinge, brauche es notwendig die Frauen. Im Bild sind die Fahrer Schwestern am Startanlass zum Pilgerprojekt «Für eine Kirche mit* den Frauen» im Mai 2016 zu sehen. | © Anne Burgmer

Fahrer Schwestern im Osservatore Romano

04.01.2019, 09:18

Aus Tradition zur Prophezeiung, so könnte grob übersetzt der Titel lauten. Die Schwestern aus dem Fahr sind im Osservatore Romano gelandet. Anlass war ein Foto, welches die Fahrer Schwestern im Rahmen der Aktion «Votes for catholic women» im Oktober mit Flyern demonstrierend vor dem Fahr zeigte. Der Kontext war eine Bewegung von Ordensfrauen, die für Mitbestimmung von Frauen an den Bischofssynoden im Rom kämpft. Nicht ordinierte Ordensbrüder können mittlerweile teilnehmen und stimmen. Für Ordensfrauen gilt das nicht. Im Beitrag kommt Priorin Irene Gassemann zu Wort und erklärt von der langen Beschäftigung der Fahrer Schwestern mit dem Thema Gleichstellung der Frauen beispielsweise im Projekt «Für eine Kirche mit* den Frauen», bei welchem Pilgerinnen von St. Gallen bis Rom liefen, um Papst Franzsikus ihr Anliegen zu unterbreiten.

Ein Job, um den man nicht beneidet wird: Mediensprecher des Vatikan. Seinen überraschenden Rücktritt kommentierte Greg Burke auf twitter mit den Worten: «An diesem Punkt des Übergangs in der Vatikan-Kommunikation meinen wir, es ist am besten, wenn der Heilige Vater völlig frei ist, ein neues Team zusammenzustellen». | © Michael Jablonowski
Ein Job, um den man nicht beneidet wird: Mediensprecher des Vatikan. Seinen überraschenden Rücktritt kommentierte Greg Burke auf twitter mit den Worten: «An diesem Punkt des Übergangs in der Vatikan-Kommunikation meinen wir, es ist am besten, wenn der Heilige Vater völlig frei ist, ein neues Team zusammenzustellen». | © Michael Jablonowski

Trubel im Vatikan

01.01.2019, 16:31

Das neue Jahr beginnt für den Vatikan mit Turbulenzen. Vatikansprecher Greg Burke, Direktor des Presseamts, und seine Vize-Direktorin Paloma Garcia Ovejero, die erste Frau, die auf diesem Posten arbeitete, traten zurück. Gemäss dem katholischen Nachrichtenportal katholisch.de erwische die Kündigung  den Vatikan nach einem schweren Jahr 2018 und nur wenige Wochen vor dem Bischofs-Gipfeltreffen zu Missbrauch und Prävention, von dessen Verlauf und Präsentation viel für die katholische Kirche abhängt. Selbst Journalisten, die mit dem Innenleben des vatikanischen Medienapparats gut vertraut sind, seien überrascht über den Rücktritt am Silvestertag gewesen. Papst Franziskus hat den Rücktritt angenommen. Interimistisch versieht nun der Soical-Media-Koordinator des Vatikan die Kommunikation.