Das Kloster befindet sich am Fusse des Passwang zwischen Unter- und Oberbeinwil im solothurnischen Jura. 1648 zogen die letzten Benediktinermönche von dort weg nach Mariastein. | © Andreas C. Müller
Das Kloster befindet sich am Fusse des Passwang zwischen Unter- und Oberbeinwil im solothurnischen Jura. 1648 zogen die letzten Benediktinermönche von dort weg nach Mariastein. | © Andreas C. Müller

Neues orthodoxes Kloster

18.11.2018, 10:42

Wie das Regionaljournal Aargau-Solothurn am  Freitag vermeldete, werden im Kloster Beinwil im solothurnischen Schwarzbubenland nächstes Jahr  vier Männer und eine Frau einziehen. Ziel ist der Aufbau eines griechisch-orthodoxen Klosters für Männer und Frauen. Die bisher dort ansässige ökumenische Gemeinschaft beendet auf Ende Jahr ihr Engagement (Horizonte berichtete). Laut Präsident des Stiftungsrates Kloster Beinwil, Franz Christ, wollen die ausgewählten Bewerber in Beinwil ein monastisches Leben aufbauen: «Leben in Gebet und Stille nach orthodoxer Tradition, aber auch Gastfreundschaft». Mit der Gemeinschaft sei zunächst ein 10-Jahres-Vertrag vorgesehen. Miete bezahlt wird nicht, allerding muss der Liegenschaftsunterhalt aus eigenen Mitteln finanziert werden. Von reformierter und katholischer Seite war keine Bewebung eingegangen, erklärte Franz Christ gegenüber Radio SRF.

 

 

Als Engel auf Charme-Offensive: Auch Aargauer Jugendliche beteiligen an der Aktion Angel Force. | © Roger Wehrli
Als Engel auf Charme-Offensive: Auch Aargauer Jugendliche beteiligen an der Aktion Angel Force. | © Roger Wehrli

Angelforce ist wieder unterwegs

16.11.2018, 05:41

Zum 11. Mal findet dieses Jahr im November die Aktion Angelforce statt: Während einer Woche engagieren sich Jugendliche in ihrer Umgebung mit eigenen Aktionen für die Allgemeinheit. Spass und Lebenslust stehen im Vordergrund. Laut Koordinatorin Christina Schenker beteiligen sich dieses Jahr acht Kantone (AG, BL, BS, FR, LU, SO, TG und ZH) mit rund 1 100 Jugendlichen an der Aktion. Allein im Aargau sind es 23 Gruppen mit gegen 330 Teilnehmern. Für die diesjährige Aktionswoche hat die Koordinationsstelle dem Projekt eine neue Webseite und ein neues Logo verpasst. Erstmalig steht die Aktion auch unter einem Motto. Dieses Jahr: Federleicht. Laut Christina Schenker dient das Motto als Inspiration: «Die Jugendlichen müssen nicht zwingend etwas zu diesem Motto machen, aber kann bei der Ideenfindung eine Hilfe sein. «Vielleicht, um eine öffentliche Kissenschlacht anzubieten oder selbstgebastelte Traumfänger zu verteilen». Die einzelnen Gruppen werden mehrheitlich am kommenden Samstag, 17. November, unterwegs sein.

Besinnung und Totengedenken zu Beginn der Herbstsynode 2018. Als pastoralen ersten Teil, referierte Nadia Rudolf von Rohr über die Bereitschaft, Ja zu jedem neuen Lebensabschnitt zu sagen. Dies anhand der fernnahen Liebe  von Dorothea und Nikolaus von Flüe. | © Anne Burgmer
Besinnung und Totengedenken zu Beginn der Herbstsynode 2018. Als pastoralen ersten Teil, referierte Nadia Rudolf von Rohr über die Bereitschaft, Ja zu jedem neuen Lebensabschnitt zu sagen. Dies anhand der fernnahen Liebe  von Dorothea und Nikolaus von Flüe. | © Anne Burgmer

Herbstsynode tagt in Aarau

14.11.2018, 15:01

Zur Zeit tagt die letzte Synode der ausklingenden Legislatur der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau in Grossratssaal in Aarau. Zum Schluss der Mitteilungen aus dem Kirchenrat, konnte Kirchenratspräsident Luc Humbel noch Breaking News verkünden: Alle Kirchenratsmitglieder werden sich an der Wahlsynode im Januar 2019 erneut zur Wahl stellen. Die Bereitschaft, gemeinsam eine weitere Legislatur zu bestreiten, sei Zeichen für die gute Zusammenarbeit des Gremiums, so Luc Humbel. Die offiziellen Ergebnisse der Herbstsynode lesen sie demnächst im Aargauer Pfarrblatt.

Seit 1992 unterhält der Türkisch-Islamische Verein Buchs an der Brummelstrasse einen Gebetsraum. Die Gebetsnische für den Vorbeter und der Gebetsteppich sind nach Mekka ausgerichtet. Zu den Freitagsgebeten kommen jeweils mindestens 200 Menschen. | © Andreas C. Müller
Seit 1992 unterhält der Türkisch-Islamische Verein Buchs an der Brummelstrasse einen Gebetsraum. Die Gebetsnische für den Vorbeter und der Gebetsteppich sind nach Mekka ausgerichtet. Zu den Freitagsgebeten kommen jeweils mindestens 200 Menschen. | © Andreas C. Müller

Tag der offenen Moschee

12.11.2018, 17:21

Fast schon traditionsgemäss fand am vergangenen Samstag, 10. November, am zweiten Samstag im Monat, der Tag der offenen Moschee im Aargau statt. Insgesamt zehn islamische Gebetszentren aus dem ganzen Kanton beteiligten sich dieses Jahr an der Nachmittagsaktion. Zu Kaffee und Kuchen konnte man mit Musliminnen und Muslimen ins Gespräch kommen, einem Gebet beiwohnen und mehr über den Islam erfahren.

Dank weiterer Spenden sind zum jetztigen Zeitpunkt bereits 60 Prozent der für eine dreijährige Pilotphase erforderlichen Mittel beisammen. Mit 80 Prozent des Budgets könne man starten, so die Verantwortlichen. | kna-bild
Dank weiterer Spenden sind zum jetztigen Zeitpunkt bereits 60 Prozent der für eine dreijährige Pilotphase erforderlichen Mittel beisammen. Mit 80 Prozent des Budgets könne man starten, so die Verantwortlichen. | kna-bild

Badener Notschlafstelle kommt definitiv

09.11.2018, 09:39

Bis diese Woche war unsicher, ob die für die geplante erste Aargauer Notschlafstelle in Baden eruierte Liegenschaft auch wirklich zur Verfügung gestellt wird. «Diese Woche nun hat die Vermieterschaft ihr Einverständnis gegeben», erklärt Daniela Fleischmann von der zuständigen Interessengemeinschaft unter der Führung der unabhängigen christlichen Sozialinstitution «Hope». Da allerdings noch brandschutztechnische Auflagen erfüllt werden müssen, wird die in Kombination mit einer Notpension geführte Notschlafstelle noch nicht diesen Winter Obdachbedürfte empfangen. «Wir werden erst im Dezember die Baueingabe machen können», so Daniela Fleischmann gegenüber Horizonte. Und dann wisse man halt nicht, wie lange es gehe, bis man die Anpassungen durchführen könne. Auch zum genauen Standort will Daniela Fleischmann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen. Man möchte zuerst im Quartier informieren.

Patrizia Bertschi, Präsidentin des Vereins Netzwerk Asyl, engagiert sich mit viel Energie für die Belange der Asylsuchenden. | © Roger Wehrli
Patrizia Bertschi, Präsidentin des Vereins Netzwerk Asyl, engagiert sich mit viel Energie für die Belange der Asylsuchenden. | © Roger Wehrli

Patrizia Bertschi als Aargauerin des Jahres?

06.11.2018, 23:05

Seit 13 Jahren ist Patrizia Bertschi Präsidentin des Vereins Netzwerk Asyl Aargau. Als solche hat sich die frühere SP-Grossrätin  ehrenamtlich für Asylsuchende eingesetzt mit dem Ziel: die Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen zu verbessern. Ihr Netzwerk aus 300 Freiwilligen betreibt sieben Treffpunkte für Asylsuchende im Aargau. Nachdem Patrizia Bertschi bereits 2014 mit dem Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes geehrt wurde, ist sie dieses Jahr nun neben sechs weiteren Kandidaten für den NAB-Award Aargauer des Jahres nominiert. Unter den weiteren Anwärtern auf den Preis befinden sich auch der Radrennfahrer Silvan Dillier und Urs Wehrli vom schweizweit bekannten Komikerduo Ursus & Nadeschkin. Der Preis von der Neuen Aargauer Bank NAB ausgerichtete Preis ist mit 5000 Schweizer Franken dotiert.

 

Synagoge in Lengnau im Aargauer Surbtal. | © Barbara Ludwig
Synagoge in Lengnau im Aargauer Surbtal. | © Barbara Ludwig

Beleuchtete Synagogen in der ganzen Schweiz

04.11.2018, 10:22

Vor achtzig Jahren – in der Nacht vom 8. auf den 9. November 1938 –  brannten im damaligen Deutschen Reich die Synagogen. In Erinnerung an diese Reichspogromnacht werden die Synagogen in der Schweiz am 8. November beleuchtet, teilten die jüdischen Dachverbände mit. Parallel dazu finden laut Mitteilung Veranstaltungen statt, an denen Gemeindemitglieder, Fachleute und Überlebende der Schoah zusammenkämen, «um gemeinsam zu gedenken und zu erinnern». Die Schweizer Juden möchten damit die Erinnerung an «die grösste Katastrophe des 20. Jahrhunderts» als Mahnung für künftige Generationen aufrechterhalten.

«Wir stellen fest, dass schon die Kleinen für Gruppenerlebnisse, wie wir sie bei der Jubla bieten, sehr offen sind», erklärt der Jubla-Co-Präsident Silvio Foscan. | © Werner Rolli
«Wir stellen fest, dass schon die Kleinen für Gruppenerlebnisse, wie wir sie bei der Jubla bieten, sehr offen sind», erklärt der Jubla-Co-Präsident Silvio Foscan. | © Werner Rolli

Jublinis: Neues Angebot für Vorschulkids

01.11.2018, 05:34

Der Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring Schweiz (Jubla) hat an der Generalversammlung am Wochenende die Förderung neuer Angebote für Kinder ab fünf Jahren beschlossen. Unter dem Namen «Jublinis» sollen neu Angebote für Kinder von 5 bis 7 Jahren einheitlich gefördert werden. Solche Gruppen seien ein Bedürfnis, heisst es von Seiten der Jubla. An vielen Orten bestünden bereits Gruppen für Kinder im Vorschulalter. Bislang aber sei diese Altersgruppe noch nicht in der Strategie des Verbands enthalten. Nun soll das bereits bestehende Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich Kindersport zusätzlich gestärkt werden.

In der Benediktinerinnen-Abtei Hermetschwil kommt am 8. November, nach dem Besuch der Kloster-Hostienbäckerei, das Brot im Judentum, Christentum und Islam zur Sprache. | © Cleto Cudini
In der Benediktinerinnen-Abtei Hermetschwil kommt am 8. November, nach dem Besuch der Kloster-Hostienbäckerei, das Brot im Judentum, Christentum und Islam zur Sprache. | © Cleto Cudini

Lustbetonte «Woche der Religionen»

30.10.2018, 08:48

«Sind Religionen so körperfeindlich, wie ihnen oft vorgeworfen wird, oder haben sie gar das Potential, dem von Medien und Gesellschaft diktierten normierten Körperideal ein freieres, gelasseneres und lustvolleres Verhältnis zum Körper entgegenzustellen?» Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Körperlichkeit und Schönheit beschäftigt sich die diesjährige «Woche der Religionen», die traditionellerweise immer in der ersten Novemberwoche begangen wird. Dieses Jahr finden verschiedene Anlässe vom 3.-11. November 2018 statt. Koordiniert wird die Woche vom Verein Iras Cotis. Horizonte veröffentlicht anlässlich der Woche der Religionen jeweils ein Themendossier im Rahmen der «Z'Visite»-Zusammenarbeit.

Auch ein Lügendetektor erwartet die Besucherinnen und Besucher der neuen Stapferhaus-Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit.» | © Andreas C. Müller
Auch ein Lügendetektor erwartet die Besucherinnen und Besucher der neuen Stapferhaus-Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit.» | © Andreas C. Müller

Neue Stapferhaus-Ausstellung eröffnet

28.10.2018, 06:49

Mit einem grossen Aktionstag eröffnet das Stapferhaus heute seine neue Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit» im neuen Gebäude direkt beim Bahnhof Lenzburg. Die Ausstellung stellt Lüge und Wahrheit kulturhistorisch in einen grösseren Rahmen, auf dass man für die aktuellen Herausforderungen rund um Fake-News und alternative Fakten besser gewappnet sei, erklärte Kurator Daniel Tyradellis an der gestrigen Medienpräsentation. Im Rahmen einer vom Stapferhaus in Auftrag gegebenen Sotomo-Untersuchung habe sich zudem gezeigt, dass Fake-News die Demokratie bedrohten, erklärte Sibylle Lichtensteiger vom Stapferhaus-Team die Motivation für die Themenwahl. Zudem tangiere das «schillernde Feld der Lügen» täglich unser Leben auf verschiedenste Art und Weise. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Rundgang in einem fiktiven «Amt für die ganze Wahrheit.»