So präsentiert sich der Innenhof der Kaserne der Schweizergarde im Vatikan zur Zeit. | © Marie-Christine Andres
So präsentiert sich der Innenhof der Kaserne der Schweizergarde im Vatikan zur Zeit. | © Marie-Christine Andres

Doris Leuthards Charisma für die neue Kaserne

24.04.2019, 23:41

Der Neubau der Kaserne der Schweizergarde im Vatikan kostet 55 Millionen. Die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard wird sich künftig für die Mittelbeschaffung einsetzen. Gemäss einer Meldung von cath.ch wird die ehemalige Bundesrätin ein Patronatskomitee für den Wiederaufbau der Kaserne der päpstlichen Schweizergarde im Vatikan leiten. Dies geht laut cath.ch aus einer Meldung des Nachrichtenportals tio.ch hervor. Eine einfache Renovation ist laut früheren Medienberichten nicht möglich. Das Tessiner Architekturbüro Durisch+Nolli wurde mit einem Vorprojekt für den Neubau beauftragt. Die Einweihung des neuen Gebäudes soll 2023 erfolgen. Die Stiftung für die Renovation der Kaserne hofft gemäss der Meldung von cath.ch, dass die Mittelbeschaffung «vom Charisma und der Dynamik der Ende 2018 aus dem Bund ausgeschiedenen Doris Leuthard profitieren wird». 

Vitus Huonder am Tag seiner Bischofsweihe im September 2007. | © KNA Bild
Vitus Huonder am Tag seiner Bischofsweihe im September 2007. | © KNA Bild

Bischof Huonder bleibt vorerst im Amt

22.04.2019, 22:03

Der Churer Bischof Vitus Huonder und die Bistumsleitung bleiben so lange im Amt, bis Huonders Nachfolge geregelt ist. Das teilte das Bistum Chur am Ostermontag, 22. April 2019, mit. Bischof Huonder hätte eigentlich am Ostersonntag, seinem 77. Geburtstag, nach knapp 12 Jahren im Bischofsamt abtreten sollen. Ein neuer Termin für das Ende seiner Amtszeit ist gemäss Mitteilung nicht bekannt. Offen ist auch, wer Vitus Huonder ablösen wird. Neu ist eine solche Verlängerung für das Bistum mit seinen knapp 700'000 Katholikinnen und Katholiken in sechs Kantonen nicht. Bereits Huonders Vorgänger, Bischof Amedée Grab, leitete nach seinem 77. Geburtstag noch fünf Monate die Diözese, als apostolischer Administrator. Huonder hingegen bleibt Bischof, wie ein Sprecher des Bistums Chur auf Anfrage präzisierte.

Bis zur Wahl eines neuen Bischofs von Chur könnte Vitus Huonder oder ein anderer Priester das Bistum als «Apostolischer Administrator» führen. | © Sylvia Stam
Bis zur Wahl eines neuen Bischofs von Chur könnte Vitus Huonder oder ein anderer Priester das Bistum als «Apostolischer Administrator» führen. | © Sylvia Stam

Tritt Vitus Huonder ab?

20.04.2019, 12:35

Am Ostersonntag endet die um zwei Jahre verlängerte Amtszeit des Churer Bischofs Vitus Huonder. Dass am Ostermontag ein neuer Bischof bekannt sein wird, gilt als unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Übergangslösung mit oder ohne Vitus Huonder. Für einen neuen Bischof muss der Apostolische Nuntius, Thomas E. Gullickson, zunächst Vorschläge nach Rom schicken. Der apostolische Stuhl trifft dann eine Auswahl, aus der heraus das 24-köpfige Domkapitel seinen Favoriten wählen muss. Dieser wird dann noch vom Papst bestätigt. Gegenwärtig ist noch nicht einmal bekannt, ob der Nuntius bereits seine Kandidatenvorschläge nach Rom geschickt hat. Am 22. April soll, so liess das Bistum Chur verlauten, ein «kurzes Communiqué» verbreitet werden.

Ostermärsche sind ein europäisches Phänomen und werden von pazifistischen Bewegungen getragen. Ihre Ursprünge gehen auf britische Atomwaffengegner der Kampagne für nukleare Abrüstung mit den «Aldermaston Marches» in den 1950er-Jahren zurück. | zvg
Ostermärsche sind ein europäisches Phänomen und werden von pazifistischen Bewegungen getragen. Ihre Ursprünge gehen auf britische Atomwaffengegner der Kampagne für nukleare Abrüstung mit den «Aldermaston Marches» in den 1950er-Jahren zurück. | zvg

Ostermarsch gegen Waffenexporte

17.04.2019, 08:33

Unter dem Motto «Frieden statt Krieg exportieren» will der diesjährige Ostermarsch am Ostermontag, 22. April, in Bern gegen Waffenexporte protestieren. «Die Schweiz ist pro Kopf die viertgrösste Waffenexporteurin weltweit», heisst es in einer Medienmitteilung. «Was im Ausland mit unseren Waffen geschieht, haben wir nicht in der Hand. Einschüchterung, Unterdrückung, offene Gewalt bis hin zu Kriegshandlungen sind möglich». Im Fokus der Kritik steht der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag. All dies liesse sich mit der humanitären Tradition der Schweiz nicht vereinbaren.

 

«Die DEZA-Gelder machen rund einen Viertel am Gesamtbudget bei Fastenopfer aus», erklärt Daniel Hostettler, bei Fastenopfer Leiter Internationale Programme. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe hätten somit auch Folgen für die Länderprogramme des kirchlichen Hilfswerks. | © Fastenopfer
«Die DEZA-Gelder machen rund einen Viertel am Gesamtbudget bei Fastenopfer aus», erklärt Daniel Hostettler, bei Fastenopfer Leiter Internationale Programme. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe hätten somit auch Folgen für die Länderprogramme des kirchlichen Hilfswerks. | © Fastenopfer

Entwicklungshilfe wird neu ausgerichtet

15.04.2019, 21:06

Während die kirchlichen Hilfswerke «Fastenopfer», «Brot für alle» und «Partner sein» am Wochenende in Bern das 50-jährige Bestehen der Ökumenischen Fastenkampagne feierten, sickerte durch: Bundesrat Ignazio Cassis möchte nun doch die Entwicklungshilfe neu ausrichten. Neu sollen Entwicklungshilfegelder nicht mehr einfach nur vorbehaltlos zur Armutsbekämpfung gesprochen werden, sondern neu gezielt Schweizer Interessen wie der Migrationspolitik dienen. Konkret: Schweizer Geld gibt's nur noch gegen Bedinungen. Das kirchliche Hilfswerk Fastenopfer, das zu einem Viertel mit Bundesgeldern operiert, müsste demzufolge, wie in einem Interview erwähnt, wohl Landesprogramme in Südamerika aufgeben.

Aufgrund der positiven Ergebnisse des Vorprojektes haben die beiden Stiftungsräte am 29. März beziehungsweise 5. April 2019 den Grundsatzentscheid getroffen, dass Brot für alle und Heks bis 2021 in eine gemeinsame Organisation zusammengeführt werden. Dabei sollen beide Marken vorläufig erhalten bleiben. Hauptsitz der neuen Organisation wird Zürich sein, die Geschäftsstellen der beiden Organisationen in Bern und Lausanne bleiben bestehen. | © screenshotmontage/abu
Aufgrund der positiven Ergebnisse des Vorprojektes haben die beiden Stiftungsräte am 29. März beziehungsweise 5. April 2019 den Grundsatzentscheid getroffen, dass Brot für alle und Heks bis 2021 in eine gemeinsame Organisation zusammengeführt werden. Dabei sollen beide Marken vorläufig erhalten bleiben. Hauptsitz der neuen Organisation wird Zürich sein, die Geschäftsstellen der beiden Organisationen in Bern und Lausanne bleiben bestehen. | © screenshotmontage/abu

Hilfswerke fusionieren per 2021

12.04.2019, 18:03

Gemäss einem Bericht von kath.ch werden das «Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz» (Heks) und «Brot für alle» (Bfa) per 2021 fusionieren. Initiativen für einen Zusammenschluss habe es in den vergangenen 30 Jahren des öfteren gegeben, doch nun soll er unter Dach und Fach: Damit wollen Brot für alle und Heks ihre Position in einem zunehmend kompetitiven Umfeld stärken und gleichzeitig die Wirkung ihrer Projekte und Aktivitäten im In- und Ausland weiter optimieren. Der Zusammenschluss soll bis im Jahr 2021 vollzogen werden. Der entsprechende Grundsatzbeschluss wurde durch die Stiftungsräte der beiden Hilfswerke auf der Grundlage eines im Oktober 2018 begonnenen Vorprojektes gefasst.

Das Orinariat des Bistums Basel in Solothurn. Hier erhielt das Missbrauchsofper Einsicht in die Personalakte des Täters. Im Bericht heisst es auch, das Bistum Basel habe die entsprechende Akte bereits im Februar 2019 an die Erzdiözese Freiburg weitergegeben. Dort will man die Post nicht erhalten haben. | © zvg/Bistum Basel
Das Orinariat des Bistums Basel in Solothurn. Hier erhielt das Missbrauchsofper Einsicht in die Personalakte des Täters. Im Bericht heisst es auch, das Bistum Basel habe die entsprechende Akte bereits im Februar 2019 an die Erzdiözese Freiburg weitergegeben. Dort will man die Post nicht erhalten haben. | © zvg/Bistum Basel

Akteneinsicht: Bistum Basel schneidet gut ab

10.04.2019, 14:48

Im Rahmen eines Missbrauchsfalles führten die Spuren des deutschen ARD Magazins Report Mainz auch nach Solothurn. Ein Missbrauchsopfer hatte in der eigentlich zuständigen Erzdiözese Freiburg um Akteneinsicht gebeten und war abgewiesen worden: es gebe keine entsprechende Personalakte zum Täter. Im Bistum Basel allerdings lag eine Akte zum Täter vor, hier bekam das Missbrauchsopfer Einsicht. Damit handhabt das Bistum Basel die Akteneinsicht, die für die Opfer ein zentraler Punkt ist, offener als die meisten deutschen Diözesen. Diese regeln die Akteneinsicht uneinheitlich, wie eine entsprechende Umfrage des TV-Magazins ergab.

Im Schreiben Christus vivit macht Franziskus keine konkreten Vorschläge für die Jugendarbeit, sondern spricht von «offenen Räumen» für die Jugend. | © screenshot
Im Schreiben Christus vivit macht Franziskus keine konkreten Vorschläge für die Jugendarbeit, sondern spricht von «offenen Räumen» für die Jugend. | © screenshot

Jugendsynode: «Christus vivit»

08.04.2019, 16:07

Am 24. März 2019 veröffentlichte Papst Franziskus das erwartete nachsynodale apostolische Schreiben zur Jugendsynode (3. bis 28. Oktober 2018). Christus vivit heisst das 299 Abschnitt lange Dokument. Im Interview mit kath.ch zeigt sich Jugendbischof und Synodenteilnehmer Alain de Reamy überzeugt, dass das Schreiben Wirkung entfalten werde. Er begründet das damit, dass « Reflexion des Papstes [auf den] Grundlagen des Glaubens [basiert]: Was ist Berufung? (…) Diese Überlegungen können auf alle Gläubigen angewendet werden. Der Text bleibt allgemein, ohne ins Oberflächliche zu fallen». Für die Schweiz unterstützt Alain de Raemy die Idee eines Jugendrates für junge und vor allem von jungen Menschen.

Wurde als Kind vom Pfarrer, der im Kinderheim St. Benedikt Hermetschwil als Religionslehrer ein und ausging, immer wieder sexuell missbraucht: Andreas Santoni. | © Roger Wehrli
Wurde als Kind vom Pfarrer, der im Kinderheim St. Benedikt Hermetschwil als Religionslehrer ein und ausging, immer wieder sexuell missbraucht: Andreas Santoni. | © Roger Wehrli

St. Benedikt: Untersuchungskommission

05.04.2019, 05:34

Vergangenen Sommer wurde publik, dass im Kinderheim St. Benedikt in Hermetschwil ein Knabe gegen Ende der 1970er Jahre mehrfach sexuell missbraucht worden war. Für die Aufarbeitung der bislang bekannten sowie weiteren, heute noch unbekannten Übergriffe, haben die Verantwortlichen nun eine unabhängige externe Untersuchungskommission eingesetzt. In dieser nehmen drei Personen Einsitz: Die ehemalige SP-Grossrätin und Friedensrichterin Edith Lüscher, der Historiker Bruno Meier und der Rechtsanwalt und ehemalige Eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür.

 

 

Wie die Katholiken verzeichneten auch die Reformierten im Aargau im vergangenen Jahr eine Zunahme an Austritten. | © kna-bild
Wie die Katholiken verzeichneten auch die Reformierten im Aargau im vergangenen Jahr eine Zunahme an Austritten. | © kna-bild

Reformierte: Höchstzahl an Austritten

03.04.2019, 11:48

3‘288 Personen oder 1,97 Prozent der Mitglieder sind laut einer Medienmitteilung der Reformierten Kirche Aargau im vergangenen Jahr aus den 75 reformierten Kirchgemeinden ausgetreten. «Das ist die höchste Zahl von Austritten bisher», heisst es. Die Zahl der Austritte habe gegenüber dem Vorjahr um 18,9 Prozent zugenommen. In Zahlen: 523 Austritte mehr als 2017 (2‘765 Austritte). Auch wenn mit 323 Eintritten (Erwachsene ohne Zuwanderung) im Gegensatz zu 2017  deutlich mehr Menschen (17 Prozent) den Weg zur reformierten Kirche fanden, bleibt die Bilanz negativ: Gemäss Medienmitteilung hat die Reformierte Kirche im Aargau nur noch 161‘317 Mitglieder. Somit vergrössert sich die Kluft zu den Katholiken, die den Kanton mit 215 984 Personen dominieren. Frank Worbs vom Informationsdienst der Reformierten Kirche erklärt auf Nachfragen, dass die Zunahme von Austritten in ähnlich starkem Umfange wie bei den Katholiken erfolgt sei, man aber aufgrund der Tatsache, dass nur 10 Prozent der Austritte begründet erfolgten, keine Angabe zu den Gründen machen könne. Die Vermutung von Seiten der Horizonte-Redaktion, wonach die Reformierten nach 2014 erneut infolge der Missbrauchskandale bei den Katholiken mehr Austritte zu verzeichnen hatten, wollte Frank Worbs nicht weiter kommentieren. Dass das Projekt «Lebenslang Mitglied bleiben», welches einen intensiveren Kontakt zu distanzierten Kirchenmitgliedern zur Aufgabe habe, Austritten vorbeugen könne, erachtet Frank Worbs als unwahrscheinlich. Die Zunahme an Eintritten führt Frank Worbs hingegen auf das Reformationsjubiläum zurück.