Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula zum Abschluss der Amazonas-Bischofssynode am 26. Oktober 2019 im Vatikan. | zvg
Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula zum Abschluss der Amazonas-Bischofssynode am 26. Oktober 2019 im Vatikan. | zvg

Verheiratete Männer als Priester zugelassen

27.10.2019, 17:45

Mit einem Votum für die Zulassung verheirateter Priester in entlegenen Regionen ist die Amazonas-Synode im Vatikan zu Ende gegangen. Die Zulassung von Frauen zum Diakonat unterstützte die Versammlung nicht. Und die Zulassung der sogenannten «viri probati» gilt auch explizit nur für Gemeinden des Amazonasgebiets, die besonders unter Priestermangel leiden. Eine allgemeine Aufhebung des Zölibats ist damit nicht verbunden - das heisst: Ein Übertrag dieser Lösung auf Gebiete in Mitteleuropa ist nicht vorgesehen.

 

Kostbare Gefässe für die Feier der Eucharistie. | © pajala, Pixabay
Kostbare Gefässe für die Feier der Eucharistie. | © pajala, Pixabay

Kirche soll auf Gold verzichten

23.10.2019, 16:44

Einen Verzicht auf neue liturgische Gefässe aus Gold sowie auf goldene Eheringe hat der Amazonas-Missionar Dario Bossi am Rande der in Rom tagenden Bischofssynode gefordert. Der aus Italien stammende Bossi berichtete, dass die Goldsuche und Goldgewinnung im Amazonasgebiet zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden, insbesondere bei Indigenen, führe. Daher wäre es ein wichtiger symbolischer Akt, wenn kirchliche Stellen bewusst auf die Nutzung von weiterem Gold in der Liturgie verzichten würden. In der katholischen Liturgie werden seit vielen Jahrhunderten vorzugsweise Kelche, Hostienschalen und andere liturgische Geräte benutzt, die vergoldet sind, oder aus sonstigen Edelmetallen bestehen.

Neue CVP-Nationalrätin aus dem Aargau: Partei-Präsidentin Marianne Binder-Keller. | © Roger Wehrli
Neue CVP-Nationalrätin aus dem Aargau: Partei-Präsidentin Marianne Binder-Keller. | © Roger Wehrli

Wahlen: CVP überrascht

21.10.2019, 09:53

Im Aargau hat die CVP überrascht und nach dem Einbruch vor vier Jahren wieder 1,3 Prozent ugelegt. Damit gehört die Mitte-Partei mit dem «C» im Namen neben den Grünen und Grünliberalen zu den grossen Gewinnern im Rüebliland. Nicht zuletzt dank ihrer Unterliste mit den Bauern gewinnt sie überraschend einen Sitz und schickt neu zwei Frauen nach Bern: Neben der Bisherigen Ruth Humbel schafft neu auch Parteipräsdientin Marianne Binder-Keller den Sprung nach Bern.

Klimademo in Luzern. | © Sylvia Stam
Klimademo in Luzern. | © Sylvia Stam

Vatikan unterstützt «Fridays for Future»

18.10.2019, 11:30

Der Vatikan hat das Recht künftiger Generationen auf einen intakten Planeten bekräftigt und mahnt ein «konzertiertes Engagement» gegen die Auswirkungen des Klimawandels an. Wenn man Probleme aus Vergangenheit und Gegenwart nicht den kommenden Generationen aufbürden wolle, könne man sich nicht länger darauf beschränken, einfach Sorge um die Umwelt zu bekunden, heisst es in einem vom Vatikan verbreiteten Redeskript. Ohne die Bewegung namentlich zu nennen, stellte sich der Vatikan damit hinter ein Anliegen von «Fridays for Future» und die Schülerstreiks für eine andere Klimapolitik.

In Ergänzung zum traditionellen Rosenkranz gibt es neu eine digitale Version. Insbesondere  junge Menschen, so die Erwartung, sollten mit dem neuen Angebot für das Rosenkranzbeten gewonnen werden. | © Roger Wehrli
In Ergänzung zum traditionellen Rosenkranz gibt es neu eine digitale Version. Insbesondere junge Menschen, so die Erwartung, sollten mit dem neuen Angebot für das Rosenkranzbeten gewonnen werden. | © Roger Wehrli

Digitaler Rosenkranz für junge Leute

16.10.2019, 11:01

Mit einem elektronischen Rosenkranz will die katholische Kirche junge Menschen für die traditionelle Gebetsform interessieren. «Click To Pray eRosary» heisst das Smart-Armband in Form einer Perlenkette mit Kreuz, das in Verbindung mit einer App am Dienstag im Vatikan vorgestellt wurde. Der Smart-Rosenkranz wird ums Handgelenk gelegt und aktiviert, indem der Träger damit ein Kreuzzeichen macht. Per Bluetooth ist der «e-Rosary» mit einer kostenlosen App synchronisiert, deren Audio-Guide personalisierte Bilder und Texte zum Rosenkranz-Gebet beinhaltet.

Es werde, so der Hochschulpfarrer, alles um den Priester und den Priestermangel herum organsisiert. Dies sei das grundsätzliche Problem der Überhöhung von Ämtern in der katholischen Kirche. | © Symbolbild/Anne Burgmer
Es werde, so der Hochschulpfarrer, alles um den Priester und den Priestermangel herum organsisiert. Dies sei das grundsätzliche Problem der Überhöhung von Ämtern in der katholischen Kirche. | © Symbolbild/Anne Burgmer

Provokanter Vorschlag: Priesteramt auf Zeit?

14.10.2019, 15:33

Ein zunächst ungewohnt anmutender Vorschlag kommt von einem Priester aus Deutschland. Hochschulpfarrer Burkhard Hose kann sich die Vergabe von kirchlichen Weiheämtern wie das des Priesters auf Zeit vorstellen. Der Provokation dieser Idee sei er sich gemäss Mitteilung durchaus bewusst. Er sei dafür, dass man an der Idee der Sukzession festhalte, wonach heutige Ämter in direkter Verbindung zu den Aposteln stünden, sagte Burkhard Hose am Sonntag im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). «Aber warum muss jemand sein ganzes Leben lang dieses Amt haben, um diesen Bezug zu gewährleisten?»

(Symbolbild) Jüdische Einrichtungen, besonders Synagogen, stehen oft unter hohem Schutz. Im Fall des Terroraktes von Halle, hielt die Tür der Synagoge den Versuchen des Täters stand. | © Roger Wehrli
(Symbolbild) Jüdische Einrichtungen, besonders Synagogen, stehen oft unter hohem Schutz. Im Fall des Terroraktes von Halle, hielt die Tür der Synagoge den Versuchen des Täters stand. | © Roger Wehrli

Bestürzung nach rechtem Terror in Halle

10.10.2019, 18:24

Mit Bestürzung haben insbesondere jüdische Gemeinschaften auf den rechten Terrorakt im deutschen Halle an der Saale reagiert. Ein bewaffneter deutscher mutmasslicher Rechtsextremist hatte versucht an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, die Synagoge in Halle an der Saale zu betreten, um die dort Feiernden zu erschiessen. Sein Versuch scheiterte. Er schoss daraufhin vor der Synaoge und in einem Döner-Imbiss um sich und tötete dabei zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt. Gemäss Medienberichten gehen die Ermittler davon aus, dass er Mann ein Massaker anrichten wollte.

«Die Taufe stellt eine persönliche Verbindung zwischen Christus und dem Getauften her: Der Getaufte ist von Natur aus Missionar», so Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten beim Auftakt im Baptisterium von Riva san Vitale im Tessin. | © zvg missio
«Die Taufe stellt eine persönliche Verbindung zwischen Christus und dem Getauften her: Der Getaufte ist von Natur aus Missionar», so Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten beim Auftakt im Baptisterium von Riva san Vitale im Tessin. | © zvg missio

Ausserordentlicher Missionsmonat Oktober

07.10.2019, 09:12

Der Ausserordentliche Monat der Weltmission wurde am 1. Oktober mit einer Feier im Baptisterium
von Riva San Vitale (Tessin) eröffnet, so die entsprechende Medienmitteilung von missio. Das Baptisterium ist das älteste noch erhaltene christliche Bauwerk der Schweiz. Die Schweizer Katholikinnen und Katholiken sind während des Monats Oktober
eingeladen, das Bewusstsein der missio ad gentes (der Sendung an die Völker) wieder stärker wachzurufen und mit neuem
Schwung die missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge wiederaufzunehmen. Dieser Wunsch Papst Franziskus' fügt sich in seine stete Erinnerung ein, die Neuevangelisation zu stärken.

www.missio.ch

Priorin Irene Gassmann vom Kloster Fahr, eine der Mitinitiantinnen der Initiative. | zvg
Priorin Irene Gassmann vom Kloster Fahr, eine der Mitinitiantinnen der Initiative. | zvg

Initiative zur sakramentalen Sendung von Frauen

04.10.2019, 08:43

Engagierte Menschen aus Pfarreien und Gemeinschaften sowie Ordensfrauen und Seelsorger*innen, die sich in den sakramentalen Dienst der Kirche stellen möchten, haben sich zur #JuniaInitiative zusammengeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich für eine sakramentale Sendung von Frauen* ein. Am 17. Mai 2020, am Festtag der Heiligen Junia, schlagen Pfarreien und Gemeinschaften ihren Bischöfen bewährte und berufene Frauen* zur sakramentalen Sendung vor. Konkret heisst das, dass Frauen zwar nicht für eine Priesterweihe, aber für die Spende von Sakramenten wie Krankensalbung, Busssakrament und Eucharistie vorgeschlagen werden. Die entsprechenden Seelsorger*innen und Ordensfrauen wiederum bekennen ihre Bereitschaft zur Sendung.

«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey
«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey

Livestream im Kloster Fahr

02.10.2019, 15:02

Priorin Irene vom Kloster Fahr reist mit sieben Mitschwestern vor der Bischofssynode nach Rom, um ein Zeichen zu setzen. Auch Ordensfrauen sollen an Bischofssynoden ein Stimmrecht bekommen. Mit diesem Ziel findet am 3. Oktober 2019 in Rom eine Konferenz von Ordensfrauen statt. Unter den Referentinnen ist auch Priorin Irene. Sie wird zusammen mit Bischof Felix Gmür, Basel, über konkrete Schritte zur Partizipation von Frauen in Entscheidungsprozessen der Diözesen, Bischofskonferenzen und Synoden diskutieren. Die daheimbleibenden Schwestern im Kloster Fahr öffnen am 3. Oktober die Pforten, um mit Interessierten die Gespräche in Rom über Livestream gemeinsam zu verfolgen. Die Konferenz von vom 3. Oktober kann ab 11.30 Uhr via Livestream mitverfolgt werden. Das Kloster Fahr öffnet um 11 Uhr seine Pforte für alle, die den Livestream gemeinsam im Kloster schauen wollen. Anschliessend sind alle eingeladen zu einer «Teilete». Das Kloster bittet um Anmeldung: 043 455 10 40 oder info@kloster-fahr.ch

Über Hunderttausend Menschen demonstrierten dieses Wochenende an der Klima-Kundgebung in Bern. | © Delia Frauenfelder
Über Hunderttausend Menschen demonstrierten dieses Wochenende an der Klima-Kundgebung in Bern. | © Delia Frauenfelder

100 000 demonstrieren fürs Klima

29.09.2019, 11:23

Drei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen haben am Samstag in Bern mehrere zehntausend Personen für ein «Klima des Wandels» demonstriert. Die Organisatoren schätzten die Zahl auf gegen 100’000 Teilnehmende. Um die Dringlichkeit des Klimaschutzes akustisch zu betonen, läuteten am Samstag um 14.30 Uhr schweizweit die Glocken von zahlreichen Kirchen - in Bern diejenigen des Münsters. An mehreren Turmuhren wurde die Uhrzeit bei fünf vor zwölf angehalten. Insgesamt beteiligten sich laut den Organisatoren über 150 Kirchgemeinden an der Aktion. Die Klimademo in Bern bildete den Schweizer Schlusspunkt der «Global Week for Future», während der weltweit Aktionen und Demonstrationen stattfanden.

Wie hier in Basel demonstrieren heute Freitag in den Schweizer Städten wieder Jugendliche fürs Klima. | zvg
Wie hier in Basel demonstrieren heute Freitag in den Schweizer Städten wieder Jugendliche fürs Klima. | zvg

Kirchen an Klima-Demo

27.09.2019, 11:17

Unter dem Motto «Kl!ma des Wandels» ruft ein breites Bündnis von über 80 Organisationen und Gruppierungen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft zur nationalen Klima-Demo am 28.September 2019 auf. Bereits heute Freitag finden im Rahmen der internationalen Klimastreikwoche Demonstrationen in den grösseren Schweizer Städten wie Zürich, Aarau, Genf und Bern statt. Man kämpfe für eine griffige und gerechte Klimapolitik: «Drei Wochen vor den Wahlen setzen wir am 28. September als breite Klimabewegung ein kräftiges Zeichen», erklärt Stefan Salzmann, Co-Präsident Klima-Allianz und Klimaspezialist von Fastenopfer.

Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe «für eine Kirche umfassender Gerechtigkeit» beim Gespräch in Solothurn. | zvg
Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe «für eine Kirche umfassender Gerechtigkeit» beim Gespräch in Solothurn. | zvg

Ernüchternde Gesprächsbilanz

25.09.2019, 11:14

Die Theologinnen und Theologen für «eine Kirche umfassender Gleichwertigkeit» blicken nach drei Monaten ernüchtert auf das Gespräch mit Bischof Felix Gmür zurück. Am 19. Juni hatte das Gespräch mit Bischof Felix Gmür und Generalvikar Markus Thüring stattgefunden, zu dem eine Gruppe von fünf Theologinnen und zwei Theologen eingeladen worden war. Sie hatten umfassende Reformen von den Schweizer Bischöfen gefordert. Das Ziel sei gewesen, die beiden Kirchenvertreter als Bundesgenossen für einen gemeinsamen Weg hin zu konkreten erfahrbaren Veränderungen um des Evangeliums Willen zu gewinnen. «Heute spüren wir noch deutlicher, dass wir nicht Seite an Seite stehen, um durch alle Kirchenskandale hindurch den Dienst und die Freude am Evangelium ganz neu zu gestalten. Es fühlt sich für uns eher so an, dass das Gespräch umsonst war.» Man wolle aber gleichwohl an den gestellten Forderungen festhalten und dranbleiben, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Klimademonstration in Bern wird mit einem spirituellen Schwerpunkt beginnen. Um 12.30 Uhr findet in der Heiliggeistkirche ein interreligiöses Klimagebet statt. | © Andreas Krummenacher
Die Klimademonstration in Bern wird mit einem spirituellen Schwerpunkt beginnen. Um 12.30 Uhr findet in der Heiliggeistkirche ein interreligiöses Klimagebet statt. | © Andreas Krummenacher

Kirchen unterstützen Klimastreik am Samstag

23.09.2019, 20:51

Am 28. September 2019 findet in Bern eine nationale Klimademonstration statt. Sie hat in kirchlichen Kreisen grossen Rückhalt. Denn in über zweihundert Kirchen werden die Kirchenglocken läuten oder die Turmuhr wird um «5 vor 12» stehen bleiben. Dies als Zeichen für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. Zur Aktion aufgerufen haben unter anderen Brot für alle, Fastenopfer, die Evangelischen Frauen Schweiz, der Schweizerische Katholische Frauenbund, HEKS sowie oeku Kirche und Umwelt. In den Kantonen Zürich und Bern hat der Aufruf zudem die Unterstützung der Kantonalkirchen gefunden. So verabschiedete die reformierte Kirchensynode Zürich Ende Juni eine Resolution «Handeln gegen den Klimawandel». In Bern stellt sich der Synodalrat in einem neuen Standpunkt hinter die Forderungen der Jugend zum Schutz des Klimas. Einzelne Kirchgemeinden läuten nicht nur die Glocken, sondern führen Andachten durch oder fahren gemeinsam zur Demonstration nach Bern.

Das Thema «Erneuerung der Kirche» war Schwerpunkt der 325. Vollversammlung der Schweizer Bischöfe vom 16. bis 18. September in St. Maurice. | © Werner Rolli
Das Thema «Erneuerung der Kirche» war Schwerpunkt der 325. Vollversammlung der Schweizer Bischöfe vom 16. bis 18. September in St. Maurice. | © Werner Rolli

Schweizer Bischöfe planen Erneuerungsprozess

20.09.2019, 09:25

Das Thema «Erneuerung der Kirche» war Schwerpunkt der 325. Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz vom 16. bis 18. September in St. Maurice. Eine aus zwei bis drei Personen bestehende Steuerungsgruppe soll einen «Prozess zur Erneuerung der Kirche» planen, gab SBK-Präsident Felix Gmür an der Medienorientierung bekannt. Namen könne die SBK derzeit noch nicht bekanntgeben. Aber es sei klar, dass die Steuerungsgruppe Personen aus der Deutsch-, Westschweiz und dem Tessin enthalten und beide Geschlechter vertreten sein sollen. Ziel des Prozesses sei es, die aktuelle Glaubwürdigkeitskrise zu überwinden. «Wir sehen, dass vielerorts die Frustration hoch ist», so Felix Gmür. Der SBK-Präsident sagte aber auch, dass man sich genug Zeit für den Prozess lassen wolle, wie es in der Schweiz üblich sei nach dem Motto: «Was lange währt, wird endlich gut.» Einen Terminplan für den Prozess gibt es laut SBK noch nicht. Dieser werde von der Steuerungsgruppe definiert, sobald diese ihre Arbeit aufgenommen habe.

Der Verein oeku Kirche und Umwelt ruft die Kirchgemeinden auf, am 28. September ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. | © Roger Wehrli
Der Verein oeku Kirche und Umwelt ruft die Kirchgemeinden auf, am 28. September ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. | © Roger Wehrli

Kirchenuhren sollen am 28. September stehen bleiben

17.09.2019, 10:41

Am 28. September findet die nationale Klima-Demo in Bern statt. Zu dieser laden eine ganze Reihe von Organisationen ein. Die kirchlichen Hilfswerke sind über die gemeinsame entwicklungspolitische Plattform «Alliance Sud» im Organisationskomitee vertreten. Die Botschaft der Demonstrierenden vor dem Bundeshaus soll auch in den Pfarreien sichtbar werden. Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» ruft die Pfarreien auf, am übernächsten Samstag um 14.30 Uhr die Glocken zu läuten. Die Turmuhren sollen auf «fünf vor zwölf» blockiert werden. Auf diese Weise könnten die Pfarreien «am Tag der nationalen Klimademonstration ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung setzen», heisst es im Aufruf des Vereins. An der Klima-Demo in Bern werden eine konsequente Klimapolitik, der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas sowie Klimagerechtigkeit gefordert. 

Für koptische Christen begann am Donnerstag, 12. September 2019, das Jahr 1736. | © Roger Wehrli
Für koptische Christen begann am Donnerstag, 12. September 2019, das Jahr 1736. | © Roger Wehrli

Koptische und äthiopische Christen feiern Neujahr

12.09.2019, 21:59

Für koptische Christen in Ägypten hat am Donnerstag das Jahr 1736 begonnen. Das koptische Neujahrs- und Märtyrerfest Nairuz markiert zugleich den Beginn des ägyptischen Jahres 6261, wie das katholische Medienzentrum kath.ch berichtet. Der alt-ägyptische Sonnenkalender, dem die koptisch-orthodoxe Kirche folgt, gilt als einer der ältesten Kalendersysteme der Menschheit. Ein Jahr umfasst zwölf Monate mit je 30 Tagen sowie fünf beziehungsweise in Schaltjahren sechs Einschubtagen am Jahresende. Die Jahreszählung der Kopten beginnt mit dem Jahr 284 nach Christus. Mit dem Fest «Enkutatasch» hat auch in Äthiopien das neue Jahr begonnen. Die äthiopische Jahreszählung beginnt mit dem Jahr 7 nach Christus und folgt einem vergleichbaren Kalendersystem wie in Ägypten. Der Beginn des islamischen Jahres fiel in diesem Jahr auf den 30. August.

Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Regenbogenfahne ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Dieses Regenbogenbanner enthält nur sechs Farben und Rot ist zuoberst. | © Marie-Christine Andres
Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Regenbogenfahne ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Dieses Regenbogenbanner enthält nur sechs Farben und Rot ist zuoberst. | © Marie-Christine Andres

«Gottes Liebe ist bunt» Herbert Haag Preis 2020

10.09.2019, 11:37

Der Herbert Haag Preis 2020 stellt die konstruktive Auseinandersetzung mit sexueller Vielfalt ins Zentrum. Den Preis erhalten Menschen, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz zu ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung bekennen. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass alle vollwertig am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben teilnehmen können. «Wir glauben, dass Gott die Menschen vielfältiger geschaffen hat, als viele sich vorstellen können. Und wir sind überzeugt, dass es den Kirchen schlecht ansteht, Gottes schöpferische Liebe einzugrenzen. Die Sexualität ist wie das Leben selbst ein Geschenk des Himmels. Solidarität und nicht Diskriminierung ist darum Christenpflicht», schreibt die Herbert Haag-Stiftung in ihrer Medienmitteilung. Mit je 10’000 Franken ausgezeichnet werden die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, die evangelisch-lutherische Pfarrerin Hedwig Porsch aus Coburg, der lutherische Theologe Ondrej Prostredník aus Bratislava und der Schweizer Autor und spirituelle Begleiter Pierre Stutz.

Hospiz-Gründerin Luise Thut (Bildmitte) zusammen mit Anna Schütz, Vorstandsvorsitzende des Hospizvereins (rechts) und Beatrice Koller-Bichsel. | © zvg
Hospiz-Gründerin Luise Thut (Bildmitte) zusammen mit Anna Schütz, Vorstandsvorsitzende des Hospizvereins (rechts) und Beatrice Koller-Bichsel. | © zvg

Hospiz Aargau feiert 25 Jahre

05.09.2019, 14:57

Gestern Mittwoch, 4. September 2019, feierte der Verein Hospiz Aargau auf Einladung der Stadt Brugg und Gemeinde Windisch im mondänen Campussaal mit fast 400 Personen sein 25-jähriges Bestehen. Der Philosoph Dr. Ludwig Hasler hielt das Eingangsreferat unter dem Titel «Ein Leben ohne Tod? Tödlich!», derweil der bekannte Songwriter Adrian Stern für die musikalische Unterhaltung sorgte. Anwesend waren neben zahlreicher Aargauer Politprominenz, angeführt von Nationalrätin Ruth Humbel, auch die Gründerin des Hospiz-Vereins, Luise Thut, sowie Vertreter der bestehenden Netzwerkpartner, aktuelle und ehemalige Mitarbeiter und Freiwillige von Hospiz Aargau. Was vor einem Vierteljahrhundert aus einer Idee mit einer Handvoll ehrenamtlich tätiger Hospiz- und Sterbebegleiter heraus geboren wurde, hat sich im Laufe der Zeit zu einer festen Grösse im Aargauer Gesundheitsnetzwerk gemausert und etabliert.

Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt  die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres

Jubla feiert mit 2000 Leitern

03.09.2019, 19:22

Am vergangenen Wochenende durften rund 2’000 Leitende und Ehemalige aus der ganzen Deutschschweiz auf dem Pfannenstielgelände in Härkingen SO feiern und geniessen. Das diesjährige Lieder- und Kulturfest, kurz Kulti, stand unter dem Motto «Heldenhaft aus Leidenschaft». Rund 10‘000 junge Leitende leisten jährlich über 3 Millionen Stunden ehrenamtliches Engagement in Jungwacht Blauring. Als Dankeschön für diesen heldenhaften Einsatz durften diejenigen, die wollten, vom 30. August bis zum 01. September eine wohlverdiente Auszeit geniessen. Ab dem frühen Freitagnachmittag pilgerten die Besucherinnen und Besucher in den Kanton Solothurn. Der Festplatz war mit der mehrstöckigen «JungleBar» und zwei gigantischen Blachenzelten, weitherum sichtbar.