Die Absolventen von links nach rechts: Sara Bandlow, Therese Dörflinger, Melanie Erdin-Kym, Patricia Fragnito, Ursula Gut, Michelle Ithen, Esther Joho-Burkhalter, Fabienne Mangold, Hanna Mehl und Sandro Oldani. 
Nicht auf dem Bild: Martin Schumann und Marius Imholz. | zvg
Die Absolventen von links nach rechts: Sara Bandlow, Therese Dörflinger, Melanie Erdin-Kym, Patricia Fragnito, Ursula Gut, Michelle Ithen, Esther Joho-Burkhalter, Fabienne Mangold, Hanna Mehl und Sandro Oldani. Nicht auf dem Bild: Martin Schumann und Marius Imholz. | zvg

12 neue Aargauer Kirchenmusiker

05.07.2019, 12:21

Nach zweijähriger Ausbildung konnten neun Frauen und drei Männer das Diplom in Kirchenmusik C an der Kirchenmusikschule Aargau entgegen nehmen. Die Ausbildung beinhaltet die Fächer Chorleitung, Kantorengesang, Orgelspiel und Orgelbau, Musiktheorie, Liturgik, Hymnologie und Gregorianik sowie Popularmusik. Der Unterricht im Rahmen dieser Ausbildung findet jeweils an Samstagvormittagen in den Räumlichkeiten des Klosters Wettingen statt. Die aargauische Kirchenmusikschule ist die einzige in der Schweiz, die ökumenisch geführt wird. Finanziell getragen wird sie durch die Römisch-Katholische die Reformierte Landeskirche.

Gemäss den Organisatoren der Kundgebung in Bern blieben alle Anstrenungen gegen Missbrauch in der Kirche lediglich Symptombekämpfung, wenn man nicht auch auf struktureller Ebene ansetze. So seien Änderungen beim Amtsverständnis und den Zulassungsbedingungen zum Priesteramt nötig. | © Roger Wehrli
Gemäss den Organisatoren der Kundgebung in Bern blieben alle Anstrenungen gegen Missbrauch in der Kirche lediglich Symptombekämpfung, wenn man nicht auch auf struktureller Ebene ansetze. So seien Änderungen beim Amtsverständnis und den Zulassungsbedingungen zum Priesteramt nötig. | © Roger Wehrli

Zeichen gegen Missbrauch in der Kirche

01.07.2019, 14:15

An einer Kundgebung in Bern setzten Katholikinnen und Katholiken ein «Zeichen gegen Missbrauch». Rund 150 Personen hatten sich an diesem heissen und sonnigen Samstag auf dem Berner Helvetiaplatz eingefunden. Bernd Siemes vom organisierenden Aktionsbündnis erklärte, Auslöser für die Kundgebung sei die nach wie vor empfundene Gleichgültigkeit gewesen, die man seitens von Rom erlebe. Die Kundgebung richtete sich primär an den Vatikan, weniger an die Schweizer Bischöfe. Denn zum Thema Missbrauchsprävention werde in der Schweiz schon viel gemacht, heisst es von Seiten des Aktionsbündnisses. Den Ort der Kundgebung auf dem Berner Helvetiaplatz wählten die Veranstalter nach eigenen Angaben bewusst in nächster Nähe zur Nuntiatur, also der diplomatischen Vertretung des Papstes in der Schweiz. Nuntius Thomas E. Gullickson wollen die Organisatoren denn auch die von Unterstützern unterzeichneten Forderungen übergeben. 

RKZ-Präsident Luc Humbel bezog sich an der Versammlung auf die folgenden Aussagen der Schweizer Bischöfe: «Die Sorgen der Gläubigen sind auch die Sorgen der Bischöfe!» Und weiter: «Bei der Frage der zu wählenden Methode spielt das synodale Vorgehen eine wichtige Rolle.» Laut Humbel müssten den Worten nun noch Taten folgen. | © Andreas C. Müller
RKZ-Präsident Luc Humbel bezog sich an der Versammlung auf die folgenden Aussagen der Schweizer Bischöfe: «Die Sorgen der Gläubigen sind auch die Sorgen der Bischöfe!» Und weiter: «Bei der Frage der zu wählenden Methode spielt das synodale Vorgehen eine wichtige Rolle.» Laut Humbel müssten den Worten nun noch Taten folgen. | © Andreas C. Müller

RKZ will Bischöfe beim Wort nehmen

28.06.2019, 07:35

An der Plenarversammlung der Schweizerischen Zentralkonferenz RKZ (Zentralorgan der Schweizer Landekirchen)  in La Chaux-de-Fonds äusserte sich Präsident Luc Humbel erfreut über den Entschluss der Schweizer Bischofskonferenz SBK, einen synodalen Prozess einzuleiten: «Wir haben wenige Tage vor der letzten Vollversammlung der Schweizer Bischöfe mit deren Vertretern im Kooperationsrat auf Augenhöhe über die Krise der katholischen Kirche und über die Chancen eines synodalen Weges gesprochen.» Er sei deshalb erfreut und vor allem beruhigt, dass die Bischofskonferenz sich der schwierigen Situation bewusst sei und sie unter Einbezug der Gläubigen angehen wolle. Er danke den Bischöfen für ihr offenes Ohr und für die klaren und wichtigen Worte. Zugleich formulierte Luc Humbel eine zentrale Erwartung aus RKZ-Sicht: Rechtsverbindliche Mitentscheidung der Getauften an allem, was sie betrifft. Darunter falle nicht nur Mitentscheidung bei den Finanzen und bei Behördenwahlen, sondern auch bei der Bestellung von Seelsorgenden.

Per 1. August 2019 verabschiedet sich das Bistum Basel von der Bezeichnung «Laientheologe/Laientheologin» und ersetzt diese durch die Bezeichnung «Theologe/Theologin». | © Anne Burgmer
Per 1. August 2019 verabschiedet sich das Bistum Basel von der Bezeichnung «Laientheologe/Laientheologin» und ersetzt diese durch die Bezeichnung «Theologe/Theologin». | © Anne Burgmer

Laientheologen werden abgeschafft

26.06.2019, 08:28

Das Bistum Basel schafft die Berufsbezeichnungen «Laientheologe/in» und «Pastoralassistent/in» ab. Die Begriffe enthalten Elemente, die seit Jahren als störend empfunden wurden. Mit dem Begriff «Laientheologe» wurden Personen bezeichnet, die ein Theologiestudium absolviert hatten, aber nicht die Weihe zum Diakon oder Priester empfangen hatten. Der Begriff «Laie» werde  als «Nicht-Fachmann» verstanden, begründet Markus Thürig, Generalvikar beim Bistum Basel, den Entscheid. Gleichzeitig mit dem Laientheologen verschwindet auch der Pastoralassistent. Beim Begriff «Pastoralassistent/in» störe seit Jahren, dass «jemand beruflich immer Assistent beziehungsweise Assistentin bleibt», so Markus Thürig. Neu spricht das Bistum Basel von «Pfarreiseelsorgern» und «Pfarreiseelsorgerinnen».

Das Zwingli-Denkmal bei der Zürcher Wasserkirche steht am diesjährigen Züri-Fäscht mitten im Festgeschehen. | © Georges Scherrer
Das Zwingli-Denkmal bei der Zürcher Wasserkirche steht am diesjährigen Züri-Fäscht mitten im Festgeschehen. | © Georges Scherrer

Zürich: Zwingli steigt vom Sockel

24.06.2019, 17:53

Am «Züri Fäscht 2019» heben die Reformierten das Zwingli-Denkmal bei der Wasserkirche vom Sockel und stellen es auf die Strasse. Auf die Strasse gestellt, feiere Zwingli «mittendrin», so die Reformierte Kirche Zürich. Jede und jeder könne sich so neben zwingli stellen, knipsen und posten. Danach könne an der Zwinglibar das exklusive Zwingli-Bier genossen werden. Das «Züri Fäscht 2019» findet vom 5. bis zum 7. Juli im Zentrum von Zürich statt.

Vertreterinnen und Vertreter der Initiativgruppe «Wir haben es satt!» im Gespräch mit Bischof Felix Gmür (3. Person von rechts) und Generalvikar Markus Thürig (5. Person von rechts). | zvg
Vertreterinnen und Vertreter der Initiativgruppe «Wir haben es satt!» im Gespräch mit Bischof Felix Gmür (3. Person von rechts) und Generalvikar Markus Thürig (5. Person von rechts). | zvg

Basler Bischof trifft Vorkämpferinnen der Frauenordination

21.06.2019, 13:19

Bei einer ersten Aussprache zwischen dem Bischof von Basel, Felix Gmür, und Vertretenden der kirchlichen Initiative «Wir haben es satt!» von dieser Woche sind Vorschläge zu einer Kultur der Gleichwertigkeit der Geschlechter gemacht worden. Alle seien sich einig gewesen, dass strukturelle Veränderungen notwendig sind, so die Mitteilung. Gleichzeitig sei allen klar gewesen, dass solche Veränderungen «nicht von heute auf morgen» realisierbar seien, wie Monika Hungerbühler auf Nachfrage von kath.ch sagte. Strukturelle Forderungen wie die Frauenordination sind laut Hungerbühler weiterhin «oberstes Ziel» ihrer Initiative. Für deren Behandlung hat Bischof Gmür nach der letzten Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz eine nationale Arbeitsgruppe in Aussicht gestellt. Ob darin auch Vertreterinnen von «Wir haben es satt!» Einsitz haben werden, ist unklar. «Wir haben signalisiert, dass wir mitarbeiten möchten», so Monika Hungerbühler.

Wird die Ermutigungsfeier in Rheinfelden gestalten: Claudia Mennen, Theologin und Leiterin der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau. Im Zentrum der Andacht stehen Gebet und Stille - anschliessend Brot und Wein. | © Felix Wey
Wird die Ermutigungsfeier in Rheinfelden gestalten: Claudia Mennen, Theologin und Leiterin der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau. Im Zentrum der Andacht stehen Gebet und Stille - anschliessend Brot und Wein. | © Felix Wey

Frauenkirchenstreik: Aargauer Fachstelle führt Andachten weiter

19.06.2019, 11:17

Damit das Feuer der vielen Initiativen weiter brennen könne, wolle man vor der Kirchentüre weiter Ermutigungsfeiern durchführen, «damit der Skandal weithin sichtbar wird», erklärt Susanne Andrea Birke von der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau. Dies als Fortführung einer Initiative zum Frauenkirchenstreik vom 14.-16. Juni 2019. In Anlehnung an Aktionen wie «Gleichberechtigung. Punkt, Amen», «Maria 2.0», das Donnerstagsgebet vom Kloster Fahr oder «Wir haben es satt» findet unter dem Titel «Gleichberechtigung für Frauen ist in der Kirche möglich: Der Klerikalismus hat nicht das letzte Wort!» am Montag, den 22. Juli, um 19 Uhr bei der katholischen Kirche in Rheinfelden eine nächste Ermutigungsfeier statt. Diese wird gestaltet von Monika Lauper und Claudia Mennen. Laut Susanne Andrea Birke sollen solche Ermutigungfeiern bis auf Weiteres monatlich stattfinden - jedes Mal an einem anderen Ort im Kanton Aargau.

Vielerorten wurden die Namen von auf der Flucht Verstorbenen auf weisse Bänder geschrieben und aufgehängt. | © Vera Rüttimann
Vielerorten wurden die Namen von auf der Flucht Verstorbenen auf weisse Bänder geschrieben und aufgehängt. | © Vera Rüttimann

Flüchtlingstag gedenkt der Toten

17.06.2019, 08:03

Im Gegensatz zum Kanton Aargau, der seinen kantonalen Flüchtlingstag am kommenden Wochenende begeht, fand gestern Sonntag bereits der nationale Flüchtlingstag der Kirchen statt. Unter dem Slogan «Beim Namen nennen» wurde der «35 597 Opfer der Festung Europa» gedacht. Im Zentrum des Gedenkens standen die toten Flüchtlinge. Deren Schicksale wurden vielerorts in Gottesdiensten verlesen, um den Namenlosen eine Stimme zu geben.

Auf dem Schlossplatz in Aarau warten Frauen und solidarisierende Männer auf den Beginn der Kundgebung um 17 Uhr. | © Foto: Anne Burgmer
Auf dem Schlossplatz in Aarau warten Frauen und solidarisierende Männer auf den Beginn der Kundgebung um 17 Uhr. | © Foto: Anne Burgmer

Katholische Frauen am Frauenstreik

14.06.2019, 16:20

An verschiedenen Orten finden heute anlässlich des Frauenstreiks Manifestationen statt - mit Beteiligung der Kantonalverbände des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF. In Bern, wo ab 17.30 Uhr die grösste Demonstration erwartet wird, hat der Berner Katholische Frauenbund einen Stand aufgestellt. Nach ersten Schätzungen haben sich bereits Tausende am Streik beteiligt. Die Forderungen der Streikenden sind: Finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit von Frauen, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit sowie Respekt statt Sexismus am Arbeitsplatz. Für die Kirchenfrauen geht es vor allem um Gleichberechtigung in der Ämterhierarchie.

Neben zwei Verpflichtungskrediten ging es um Validierungen von Ersatzwahlen, die Protokolle der vergangen ordentlichen (14. November 2018) und konstituierenden Synode (9. Januar 2019), Mitteilungen aus Kirchenrat, den Jahresbericht 2018 und die Jahresrechnung 2018 der Landeskirche. Zum letzten Mal gab Gabriele Tietze die Neuigkeiten aus der Bistumsregionalleitung bekannt und wurde angemessen verabschiedet. | © Anne Burgmer
Neben zwei Verpflichtungskrediten ging es um Validierungen von Ersatzwahlen, die Protokolle der vergangen ordentlichen (14. November 2018) und konstituierenden Synode (9. Januar 2019), Mitteilungen aus Kirchenrat, den Jahresbericht 2018 und die Jahresrechnung 2018 der Landeskirche. Zum letzten Mal gab Gabriele Tietze die Neuigkeiten aus der Bistumsregionalleitung bekannt und wurde angemessen verabschiedet. | © Anne Burgmer

Frühjahrssynode tagte in Aarau

12.06.2019, 17:05

122 Mitglieder trafen am 12. Juni 2019 in Aarau im Grossratssaal zur ersten ordentlichen Synode der neuen Legislatur. «Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Lasst sie uns vielmehr so suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei», zitierte Daniel Holenstein, Präsident der Synode, zur Eröffnung den Heiligen Augustinus. Es gehe allerdings weniger um Wahrheit, als um Mehrheit, leitete der Synodenpräsident dann über.

Zwei Anträge brachte der Kirchenrat vor die Synode. Einerseits für einen Verpflichtungskredit von 350‘000 Franken für die Renovation und Neu-Möblierung des grossen Saals und des Speisesaals der Propstei Wislikofen. Damit die Propstei weiterhin konkurrenzfähig bleibe, müssten Interieur und Technik dringend erneuert werden, so Kirchenrat Rolf Steinemann in seinem Votum. Der Antrag des Kirchenrates wurde ohne Gegenvoten einstimmig angenommen.

Andererseits stimmte die Synode über die Finanzierung der neuen Mitgliederdatenverwaltung ab. Der Antrag beinhaltete einen Verpflichtungskredit von 130‘000 Franken und einen Nachtragskredit für die jährlichen Bruttokosten von 60‘000 Franken für 2019 beziehungsweise der Budgetierung für die Folgejahre. Marcel Notter, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, stellte das neue Adressverwaltungsprogramm vor. Nach zwei Voten wurde der Antrag des Kirchenrates in ergänzter Form mit grosser Mehrheit angenommen. Die Ergänzung sieht zur Entlastung kleiner Kirchgemeinden gestaffelte und an die Katholikenzahl gekoppelte Beiträge vor.

Im pastoralen Teil gab David Meier, ehemaliger KV-Lernender bei der Katholischen Landeskirche im Aargau, einen lebhaften Einblick in seinen Dienst als Schweizer Gardist in Rom. Er habe sich extra noch ins Archiv begeben und herausgefunden, dass mit 6 Prozent die Aargauer am drittstärksten in der Garde nach den Fribourgern und Wallisern seit fast Gründung der Garde um 1509.

Er habe die Gelegenheit, zur Garde zu gehen, einfach beim Schopf ergreifen müssen. Seit Juni 2018 ist er im Dienst, wurde im Mai 2019 vereidigt. Neben Dienstgeschichten gab David Meier einen pointierten Überblick über die wichtigsten historischen Momente der Garde. Wer dem Papst die Hand schütteln wolle, müsse Sorge tragen, dass die Söhne und Enkel zur Garde gehen, sagte David Meier und erntete Szenenapplaus.

Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer geöffneten Tür des Hauptportals der gelöschten Kathedrale Notre-Dame am 16. April 2019 in Paris und schauen in die Kirche. | © kna-bild
Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer geöffneten Tür des Hauptportals der gelöschten Kathedrale Notre-Dame am 16. April 2019 in Paris und schauen in die Kirche. | © kna-bild

Erste Messe nach Brand in Notre-Dame

10.06.2019, 15:36

Zwei Monate nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame soll dort am Wochenende 15./16. Juni erstmals wieder eine Messe gefeiert werden, heisst es in einer Mitteilung des Rektors der Kirche, Patrick Chauvet, in der Pfingstausgabe des Magazins «Famille Chretienne» (Christliche Familie). Anlass für die Messe ist das jährlich begangene Fest der Altarweihe der Kathedrale. Diese war am 15. April durch einen Grossbrand in Teilen zerstört worden. In einer kleinen, weitgehend unbeschädigten Seitenkapelle, solle die Messe mit nur wenigen Teilnehmenden, darunter der Pariser Erzbischof, gefeiert werden. Aus Sicherheistgründen müssten alle Feuerwehrhelme tragen, heisst es gemäss kath.ch in der Mitteilung.

Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). An der Pressekonferenz betonte er mit Blick auf die ganz unterschiedlichen Appelle und offenen Briefe zu Strukturveränderungen in der Kirche, dass die SBK nun eine Auslegeordnung der komplexen Themen erarbeiten wolle. Darüber hinaus müsse man einen sinnvollen Weg des Austausches finden. Es sei ihm ein Anliegen, so Felix Gmür auf Nachfragen, dass die Beschäftigung mit diesem Themenkomplex nicht verschleppt werde. | © Werner Rolli
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). An der Pressekonferenz betonte er mit Blick auf die ganz unterschiedlichen Appelle und offenen Briefe zu Strukturveränderungen in der Kirche, dass die SBK nun eine Auslegeordnung der komplexen Themen erarbeiten wolle. Darüber hinaus müsse man einen sinnvollen Weg des Austausches finden. Es sei ihm ein Anliegen, so Felix Gmür auf Nachfragen, dass die Beschäftigung mit diesem Themenkomplex nicht verschleppt werde. | © Werner Rolli

Wir sind nicht gegen Organspende!

07.06.2019, 08:05

An der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), am 6. Juni 2019, informierte Präsident Felix Gmür, Bischof von Basel über die Themenschwerpunkte der 324. Ordentlichen Vollversammlung der SBK. Dies fand aufgrund von Baumassnahmen in Einsiedeln in der österreichischen Propstei St. Gerold, einer Filialniederlassung Einsiedelns statt. Als Themenschwerpunkte benannte Bischof Felix Gmür unter anderen die Diskussion über verschiedene Appelle zur Erneuerung der Kirche, die Positionierung der SBK zur Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten». Letztere kommentierte Bischof Felix Gmür mit den Worten «Wir sind nicht gegen die Organspende, wir sind gegen den Automatismus, der durch die Initiative angestrebt wird.» Hier finden Sie die vollständige Medienmitteilung.

Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zur marokkanischen Firma OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. | © zvg
Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zur marokkanischen Firma OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. | © zvg

Fastenopfer beobachtet Menschenrechtsverletzungen

06.06.2019, 00:19

Der marokkanische Staatskonzern OCP verschmutzt mit seinen Düngerfabriken die Luft und schädigt damit die Gesundheit von Angestellten und Bevölkerung. Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zu OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. Dies schreibt Fastenopfer in einer Mitteilung vom Dienstag, 4. Juni. Die Entwicklungsorganisationen fordern OCP und die Schweizer Düngerhändler auf, eine umfassende Sorgfaltsprüfung durchzuführen und Massnahmen zur Vermeidung von Menschrechtsverletzungen zu treffen. Dies sieht auch die Konzernverantwortungsinitiative vor, welche Schweizer Unternehmen zum Einhalten von Menschenrechten und Umweltstandards weltweit verpflichten will. Der Nationalrat wird sich nächste Woche erneut zu Initiative und Gegenvorschlag äussern. Scheitert der Gegenvorschlag, dürfte die Initiative 2020 zur Abstimmung kommen.

Immer wieder waren Frauen und Männer der Region Brugg-Windisch als Pioniere unterwegs: Das zeigt auch die Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken». Im Bild ein Gospelchor.  | © zvg
Immer wieder waren Frauen und Männer der Region Brugg-Windisch als Pioniere unterwegs: Das zeigt auch die Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken». Im Bild ein Gospelchor. | © zvg

Webseite zur Geschichte der Katholiken in der Region Brugg

03.06.2019, 22:09

Mit der Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken» liegt nun online eine um weitere Dokumente ergänzte 2. Auflage auf www.geschichte-kathbrugg.ch vor. Die historischen Bilder geben einen Überblick über die Ereignisse seit dem Mittelalter, die Chronik listet wichtige Daten auf. Dank der Suchfunktion erhalten Leser Zugriff auf den integralen Textkorpus des Buchs. Eingebettet in die Homepage www.kathbrugg.ch erwartet nun eine Art erweiterbare Geschichts- und Geschichten-Schatzkiste die Besucherinnen und Besucher. Für das vertiefte Lesevergnügen bietet sich nach wie vor das gebundene Buch an. Es kann bestellt werden bei der Verwaltung der Röm.-Kath. Kirchgemeinde Brugg, Postfach 615, 5201 Brugg, verwaltung@kathbrugg.ch

Nachdem Papst Franziskus in mehreren internen Ansprachen Mentalität und Funktionsweise der römischen Kurie scharf kritisiert hatte, legt er nun einen Reformentwurf vor. | © Reuters
Nachdem Papst Franziskus in mehreren internen Ansprachen Mentalität und Funktionsweise der römischen Kurie scharf kritisiert hatte, legt er nun einen Reformentwurf vor. | © Reuters

Entwurf der Kurienreform veröffentlicht

31.05.2019, 14:09

Mehr Laien in Leitungsorganen, Relativierung der Glaubenskongregation und eine Stärkung von Verkündigung und caritativen Elementen der Kirche: Das sind die zentralen Änderungen der Kurienreform. Das US-amerikanische Portal «National Catholic Register» veröffentlichte am Mittwoch Auszüge aus dem Entwurf, der derzeit den katholischen Bischofskonferenzen weltweit zur Stellungnahme zugesandt ist. Auffallend: Die seit Jahrhunderten bestehende herausgehobene Stellung der einstigen Inquisitionsbehörde wird relativiert. Künftig werde die «Römische Glaubenskongregation» «Dikasterium für die Glaubenslehre» benannt. Ihr vorangestellt wird ein «Dikasterium für die Evangelisierung», das die Verkündigung der christlichen Botschaft in allen Teilen der Erde fördern soll.

Der Schweizer Predigtpreis wird in zwei Sprachkategorien verliehen: französisch und italienisch, deutsch und rätoromanisch. In jeder Kategorie wählt eine Jury die Autorin oder den Autor der besten gehaltenen Predigt aus. | © Roger Wehrli
Der Schweizer Predigtpreis wird in zwei Sprachkategorien verliehen: französisch und italienisch, deutsch und rätoromanisch. In jeder Kategorie wählt eine Jury die Autorin oder den Autor der besten gehaltenen Predigt aus. | © Roger Wehrli

Predigtpreis zum Dritten

29.05.2019, 16:30

«Kreuz im Licht»: Zu diesem Thema vergibt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) im Jahr 2020 zum dritten Mal den Schweizer Predigtpreis. Dem Gewinner winken 3000 Franken. Der SEK such aktuell nach Predigten, die vor dem Einreichen für den Wettbewerb bereits gehalten worden sind. Alle Personen, die in einer reformierten Gemeinde ein Predigtmandat haben, sind zur Teilnahme an der Ausschreibung eingeladen. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2020 in Sion statt.

Anwesende aus Wohlen: Projektleiterin Susanne Siebenhaar (vierte von links) und Freiwillige in der Administrativen Unterstützung in Wohlen. | zvg
Anwesende aus Wohlen: Projektleiterin Susanne Siebenhaar (vierte von links) und Freiwillige in der Administrativen Unterstützung in Wohlen. | zvg

Caritas: Dank an 450 Freiwillige

27.05.2019, 00:50

Am Freitag, 24. Mai 2019, bedankten sich CARITAS Aargau und CARITAS Solothurn bei ihren Freiwilligen mit einem Fest. Rund 70 ehrenamtlich Engagierte kamen zum Anlass in den Hof der Pfarrei St. Peter und Paul in Aarau. Sie wurden kulinarisch verwöhnt und konnten Musik und Tanz geniessen. Bei CARITAS Aargau und CARITAS Solothurn sind über 450 Freiwillige in gut 12 Projekten engagiert. Allein 2018 leisteten diese Freiwilligen fast 20 000 Stunden, resp. 500 Arbeitswochen Freiwilligenarbeit - zum Beispiel in den Tandemprojekten «Co-Pilot» (Begleitung von Flüchtlingen) oder als Gotti oder Götti im Patenschaftsprojekt «mit mir».

 

 

Ziel der Aktion ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen. | © screenshot
Ziel der Aktion ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen. | © screenshot

Zum 13. Mal: Tag der Nachbarn 2019

24.05.2019, 09:19

Heute, 24. Mai 2019, ist wieder Tag der Nachbarn. Zum 13. Mal wird dieser Anlass gefeiert. Im Aargau wirbt Benevol Aargau für den Tag, der deutlich machen soll, dass das Gute häufig näher liege, als man denkt. «Gute Nachbarschaft hilft, die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Deshalb rufen wir initiative Bewohnerinnen und Bewohner auf, gemeinsam ein unkompliziertes Fest unter Nachbarn zu organisieren. Ziel ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen», heisst es in der Medienmitteilung. Wer noch mehr Infos und konkrete Ideen für einen gelungen Nachbarschaftsanlass sucht, findet diese auf der Website der Aktion www.tagdernachbarn.ch 

Bischof

Bischofsweihe am 8. September 2007 in der Klosterkirche Einsiedeln. Vitus Huonder, der neu gewählte Bischof des Bistums Chur, ist von seinem Vorgänger Amédée Grab geweiht, mit den bischöflichen Insignien versehen und ins Amt eingesetzt worden.

REUTERS/Steffen Schmidt/Pool (SWITZERLAND)
Bischof Bischofsweihe am 8. September 2007 in der Klosterkirche Einsiedeln. Vitus Huonder, der neu gewählte Bischof des Bistums Chur, ist von seinem Vorgänger Amédée Grab geweiht, mit den bischöflichen Insignien versehen und ins Amt eingesetzt worden. REUTERS/Steffen Schmidt/Pool (SWITZERLAND)

Bistum Chur hat einen Administrator

20.05.2019, 17:31

Seit Ostern wurd darauf gewartet, dass die Nachfolge von Bischof Vitus Huonder geregelt wird. Seit heute ist klar: Die Nachfolge des  übernimmt einstweilen der von Papst Franziskus ernannte Apostolische Administrator des Bistums Chur, Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik. In der Medienmitteilung des Bistums Chur sind sowohl ein Abschiedsgruss von Vitus Huonder, als auch ein Willkommensbrief von Peter Bürcher verlinkt. Der emeritierte Bischof von Reykjavik, der im Wallis auf die Welt kam, bezeichnet seine Berufung nicht nur als totale Überraschung, sondern schreibt auch, dass er sich der grossen Herausforderung bewusst sei, die dieses Mandat bedeute.

Der richtige Umgang mit Nähe und Distanz müsse zum Alltag gehören, so der Basler Bischof Felix Gmür gegenüber dem Seelsorgepersonal. | © Werner Rolli
Der richtige Umgang mit Nähe und Distanz müsse zum Alltag gehören, so der Basler Bischof Felix Gmür gegenüber dem Seelsorgepersonal. | © Werner Rolli

Missbrauch: Bischof fordert Verantwortung

17.05.2019, 10:55

Der Bischof von Basel, Felix Gmür, hat das Kirchenpersonal im Zusammenhang mit der Missbrauchs-Thematik an die Eigenverantwortung erinnert. Das bedeute, dass das Kirchenpersonal auch bei Erwachsenen bei einem Verdacht auf ein Offizialdelikt gegen den Willen des Opfers Anzeige erstatten müsse. Dabei gehe es einerseits um das Aufklären einer Straftat und anderseits um den Schutz künftiger Opfer. Weiter verlange sein Bistum von allen, die aktiv im Dienst der Kirche stehen, bis am 30. September 2019, einen Strafregister- und Sonderprivatauszug. «Wir sammeln das und geben es an die Anstellungsbehörde weiter», so Felix Gmür.