Die Wandergruppe bei der Erstbegehung des Barth-Thurneysen-Wegs vor der Tafel am Wöschhüsli neben der reformierten Kirche Uerkheim. | © Frank Worbs
Die Wandergruppe bei der Erstbegehung des Barth-Thurneysen-Wegs vor der Tafel am Wöschhüsli neben der reformierten Kirche Uerkheim. | © Frank Worbs

Ein Weg für die Aargauer Theologen Karl Barth und Eduard Thurneysen

29.08.2019, 06:44

2019 feiern die Reformierte Landeskirche Aargau und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund ein Karl-Barth-Jahr aufgrund des 50. Todestags Karl Barths am 10. Dezember 1918 und des Erscheinens seines Römerbriefkommentars vor genau 100 Jahren. Aus diesem Anlass wurde am Freitag in Safenwil, wo Karl Barth seine erste und einzige Pfarrstelle hatte, der Barth-Thurneysen-Weg mit Stationen in fünf reformierten Kirchen zwischen Safenwil und Leutwil eröffnet. Der Barth-Thurneysen-Weg erinnert an das grosse Wirken des bedeutendsten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts, der seine radikale «dialektische Theologie» auch in langen Gesprächen und Wanderungen mit seinem besten Freund, dem Pfarrer Eduard Thurneysen aus Leutwil, entwickelte. Karl Barth (1886 –1968) und Eduard Thurneysen (1888 –1974) waren in den 1910er-Jahren Pfarrer in den reformierten Kirchgemeinden Safenwil und Leutwil-Dürrenäsch. In diesen Jahren begründeten sie ein neues theologisches Denken, in dem das Wort Gottes wieder im Zentrum stand. Diese Theologie entwickelten sie in vielen gemeinsamen Gesprächen, Briefen und auf Wanderungen. Den Barth-Thurneysen-Weg von Safenwil über Uerkheim, Schöftland und Unterkulm nach Leutwil legten sie in diesen Jahren bei gegenseitigen Besuchen häufig zurück.  www.ref-ag.ch

Besorgt angesichts der Brände im Amazonasgebiet: Papst Franziskus. | © Oliver Sittel
Besorgt angesichts der Brände im Amazonasgebiet: Papst Franziskus. | © Oliver Sittel

Papst: Gebet für Regenwald

26.08.2019, 13:49

Papst Franziskus hat zu schneller Eindämmung der Brände im Regenwald aufgerufen. Der Regenwald als grüne Lunge sei «lebensnötig für unseren Planeten», sagte der Papst am Sonntag. «Lasst uns dafür beten, dass sie mit vereinten Kräften schnellstmöglich gebändigt werden», sagte das Kirchenoberhaupt nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Die Amazonas-Waldbrände sind die schwersten seit Jahren. Neben Brasilien spitzte sich auch in Bolivien die Situation zu.

 

Protestierende an der Kundgebung vom Juni in Bern. | © Ueli Abt
Protestierende an der Kundgebung vom Juni in Bern. | © Ueli Abt

Missbrauch - Forderungen an Papst

22.08.2019, 06:07

Am 29. Juni waren rund 150 Menschen persönlich zur Kundgebung «Zeichen gegen Missbrauch» nach Bern gekommen. Zu den Forderungen des Bündnisses, das Zürcher Theologinnen und Theologen im Mai gebildet hatten, gehören die vollumfängliche Akteneinsicht für die Opfer von sexuellem Missbrauch sowie die Einrichtung unabhängiger Beratungsstellen in allen Ländern. Auch das kirchliche Strafrecht soll ergänzt werden: Jede sexuelle Ausbeutung soll unter Strafe gestellt werden. Mittlerweile stehen 620 Menschen hinter den Forderungen des Aktionsbündnisses. Diesen Mittwoch hat das Komitee Nuntius Thomas E. Gullickson eine Petition mit den Unterschriften  übergeben. Ob allerdings das Anliegen Papst Franziskus persönlich erreicht, ist ungewiss. Der Nuntius habe zugesichert, den Brief des Aktionsbündnisses mit einem persönlichen Begleitschreiben dem Substitut des Staatssekretariats, Edgar Peña Parra, per diplomatischer Post zu schicken.

Simone Curau-Aepli kritisiert den Ausschluss der Frauen von Weiheämtern | © zVg
Simone Curau-Aepli kritisiert den Ausschluss der Frauen von Weiheämtern | © zVg

Kampagne für Gleichstellung mobilisiert Schweizerinnen

20.08.2019, 07:59

Das Netzwerk «Voices of faith» sammelt weltweit Voten von Menschen, die sich für Gleichberechtigung in der katholischen Kirche einsetzen. Diese sollen als «visuelle Petition» am Internationalen Tag der Frau im März 2020 dem Papst und der Kurie übergeben werden. Bereits 1053 Personen sind dem Aufruf von «Voices of faith» gefolgt und haben ihr Votum für Gleichberechtigung in der Kirche auf der Webseite der Kampagne «Overcomingsilence» publiziert. Ein Blick auf die Fotos zeigt: Geschätzt 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Darunter auch Frauen aus der Schweiz. Etwa Simone Curau-Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. «Wir Frauen, die wir die Kirche massgeblich prägen und tragen, sind auch im 21. Jahrhundert von den Weiheämtern ausgeschlossen und damit nicht zugelassen, mitzudiskutieren und zu entscheiden über die wesentlichen Fragen des Lebens und damit der Kirche», schreibt sie in ihrem «Overcomingsilence»-Votum. Das müsse sich ändern, wenn die Kirche im aufgeklärten Europa zukunftsfähig sein wolle.

Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann
Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann

Gottfried Locher befürwortet Homo-Ehe

18.08.2019, 08:03

Gottfried Locher hat sich in einem Interview für die Ehe für alle ausgesprochen. Homosexualität entspreche Gottes Schöpfungswillen, sagte der höchste Reformierte der Schweiz. Locher sagte, er sei persönlich der Meinung, dass Ehe und Trauung auch für gleichgeschlechtliche Paare gelten sollen. Es stehe der Landeskirche gut an, den neuen gesellschaftlichen Konsens ernst zu nehmen. Die Ehe sei für die Reformierten keine Bekenntnisfrage und gehöre nicht zu den Grundfragen des Glaubens. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat nicht explizit Stellung bezogen zur Öffnung der «Ehe für alle». Die Bischöfe warnen dennoch vor einem überstürzten Vorgehen, das die Folgen einer Einführung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ausser Acht lässt.

Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt  die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres

Jubla will Kirchenerneuerung mitgestalten

15.08.2019, 07:50

Die öffentlichen Diskussionen rund um die Stellung der Frauen und den Machtmissbrauch in der Kirche häufen sich. Nun kündigen die Schweizer Bischöfe einen «synodalen Prozess» an. Sie wollen Reformanliegen unter breitem Miteinbezug ihrer Gläubigen angehen. In einem Brief an die Bischöfe erklärt sich Jungwacht Blauring Schweiz bereit, sich aktiv an diesem Erneuerungsprozess zu beteiligen. Der grösste katholische Kinder- und Jugendverband der Schweiz setzt sich seit Jahrzehnten für eine offene, tolerante und zeitgemässe Kirche ein.

Höhere Kirchensteuereinnahmen in Deutschland wegen der allgemeinen Entwicklung der Löhne und Einkommen. Diese sind seit 2017 gestiegen und somit auch die Lohn- und Einkommensteuern. | © pixabay.com fotoblend CC0
Höhere Kirchensteuereinnahmen in Deutschland wegen der allgemeinen Entwicklung der Löhne und Einkommen. Diese sind seit 2017 gestiegen und somit auch die Lohn- und Einkommensteuern. | © pixabay.com fotoblend CC0

Deutsche Kirchen: Rekordhoch bei Steuereinnahmen

12.08.2019, 10:13

Die beiden grossen Kirchen in Deutschland haben 2018 so viel Kirchensteuer erhalten wie nie. Trotz sinkender Mitgliederzahlen erreichten die Einnahmen im Vorjahr mit insgesamt rund 12,4 Milliarden Euro ein Rekordhoch. Fachleute machen dafür vor allem die gute Konjunktur verantwortlich. Bei den Katholiken war der Anstieg mit 3,3, Prozent gegenüber 2,1 Prozent bei den Reformierten höher. Eine Studie der Universität Freiburg stellte indessen unlängst die Prognose, dass sich die Kaufkraft der Kirchensteuereinnahmen bis 2060 in etwa halbieren dürfte.

Motti Wolkenbruch (Joel Basman) und seine Schickse (Noémie Schmidt) | © DCM
Motti Wolkenbruch (Joel Basman) und seine Schickse (Noémie Schmidt) | © DCM

Film «Wolkenbruch» soll Oscar holen

10.08.2019, 09:00

Die Schweiz bewirbt sich mit dem Film «Wolkenbruch» von Michael Steiner um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Der Film spielt im jüdisch-orthodoxen Milieu von Zürich. Die Komödie ist eine Adaptation von Thomas Meyers Bestseller «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». 2018 war «Wolkenbruch» der erfolgreichste Schweizer Film in den hiesigen Kinos mit bislang rund 300’000 Eintritten. Das Bundesamt für Kultur gab die Nomination am Freitag in Locarno bekannt.

Die Street Parade, laut Organisatoren die grösste House- und Technoparade weltweit, führt auch dieses Jahr rund um das Zürcher Seebecken. 25 so genannte Love Mobiles – bunt dekorierte Trucks mit DJs und Musikanlagen – starten um 13 Uhr beim Utoquai. | © streetparade
Die Street Parade, laut Organisatoren die grösste House- und Technoparade weltweit, führt auch dieses Jahr rund um das Zürcher Seebecken. 25 so genannte Love Mobiles – bunt dekorierte Trucks mit DJs und Musikanlagen – starten um 13 Uhr beim Utoquai. | © streetparade

Kirchen an der Street Parade

08.08.2019, 07:57

Im Vorfeld der Street Parade, die am 10. August in Zürich zum 28. Mal stattfindet, laden die katholische und die reformierte Kirche der Stadt zu einer ökumenischen Feier ein. Als ein «besinnlicher, ruhiger, spiritueller Input», umschreibt Meinrad Furrer, spiritueller Beauftragter von «Katholisch Stadt Zürich«, die ökumenische Feier, die am Samstagmittag zum Auftakt der Street Parade in der Wasserkirche Zürich stattfindet. Der katholische Theologe sieht dies nicht als Gegenprogramm, sondern als Ergänzung zur Parade, die schrill und laut ist. «Das Motto der Streetparade – Colours of Unitiy – steht für Werte wie Frieden, Liebe Toleranz», erläutert Furrer. Das seien Werte, für die auch die Kirchen einstünden. Auf dem vordersten Wagen der Street Parade wird ausserdem eine Zwingli-Statue mitgeführt. Die Initiative für die ökumenische Feier zum Auftakt der Parade, die im Zusammenhang mit dem Zwingli-Jubiläum steht, sei von den Organisatoren der Street Parade ausgegangen.

Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild

Kritik an Strafen für Seenotretter

06.08.2019, 11:57

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat sich besorgt über die neuen drakonischen Strafen Italiens für Seenotretter geäussert. Der italienische Senat hatte am Montagabend eine Verschärfung des sogenannten Sicherheitsdekrets gebilligt. In der neuen Form sieht es für Schiffsbetreiber und Kapitäne, die mit Migranten unerlaubt in italienische Hoheitsgewässer einfahren, Strafen bis zu einer Million Euro und eine Beschlagnahmung der Schiffe vor. Mit der Verschärfung der Rechtslage könnten Rettungsaktivitäten in einem Moment verhindert werden, in dem die europäischen Staaten ihre Unterstützung für die Operationen im zentralen Mittelmeer massgeblich zurückgezogen hätten, teilte das UNHCR am Dienstag in Rom mit. Nichtregierungsorganisationen spielten eine entscheidende Rolle bei der Rettung von Flüchtlingen und Migranten auf der gefährlichen Überfahrt. Ihr Engagement und die Humanität, von der sie sich leiten liessen, dürften nicht kriminalisiert werden.

Wenn der Mensch die Schöpfung weiter ausbeute, werde sie «eine schreckliche Lektion erteilen», warnte das Kirchenoberhaupt bei einem Treffen mit 5000 Jugendlichen am Samstag in Rom. | © Reuters
Wenn der Mensch die Schöpfung weiter ausbeute, werde sie «eine schreckliche Lektion erteilen», warnte das Kirchenoberhaupt bei einem Treffen mit 5000 Jugendlichen am Samstag in Rom. | © Reuters

Umwelt-Engagement: Papst bestärkt Jugendliche

04.08.2019, 20:27

Papst Franziskus hat katholische Pfadfinder zum Engagement für die Umwelt und für Begegnung in Europa aufgerufen. Dies im Rahmen eines Treffens mit 5000 Jugendlichen in Rom. Zugleich erinnerte er daran, die Natur kenne keine Landesgrenzen. Mit dem Treffen im Vatikan beendeten die Mitglieder der Internationalen Union der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas (UIGSE-FSE) eine mehrtägige Pilgerreise. Dem Verband gehören in Deutschland und Österreich die Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE) an, in der Schweiz die Schweizerische Pfadfinderschaft Europas (SPE).

In leichter blauer Sommertracht führt Priorin Irene Gassmann den Moderator Oliver Steffen über das Gelände des Klosters Fahr und erzählt von ihrer Arbeit und dem Moment, der sie zur engagierten Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche machte. | © screenshot telezüri
In leichter blauer Sommertracht führt Priorin Irene Gassmann den Moderator Oliver Steffen über das Gelände des Klosters Fahr und erzählt von ihrer Arbeit und dem Moment, der sie zur engagierten Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche machte. | © screenshot telezüri

Telezüri: Sommertalk mit Priorin Irene

02.08.2019, 15:14

«Die Kirche kann nur gesunden und erstarken, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt miteinander in die Zukunft gehen». Irene Gassmann setzt sich seit Jahren dafür ein, dass beide Geschlechter in der Kirche gleich- und vollwertige Mitglieder werden. Regelmässig wird im Benediktiner-Kloster Fahr speziell dafür gebetet, so der Anreisser zum Telezüri - Sommertalk mit Priorin Irene Gassmann auf der Homepage des Senders. In unterhaltsamen 25 Minuten erzählt Priorin Irene Gassmann vom Klosteralltag und ihrem ersten Gang zur Pforte.

In einer Jahreszeit, in der in vielen Dörfern und Städten der Zirkus Halt macht und für glänzende Augen und klopfende Herzen sorgt, widmet sich das neue jumi-Heft dem Thema Akrobatik. | © screenshort
In einer Jahreszeit, in der in vielen Dörfern und Städten der Zirkus Halt macht und für glänzende Augen und klopfende Herzen sorgt, widmet sich das neue jumi-Heft dem Thema Akrobatik. | © screenshort

Neues jumi-Heft: Thema Akrobatik

31.07.2019, 14:11

Auf der Homepage des jumi gibt es einen Vorgeschmack auf den Inhalt des aktuellen jumi-Heftes: Das jumi hat bei kleineren und grösseren Zirkussen unter das Dach geschaut und nachgefragt, wie es ist, ein Akrobat oder eine Artistin zu sein: Hat Ivan Knie Angst, wenn er auf den Pferderücken steht? Wie balanciert Freddy Nock auf dem Seil und wie läuft das Training bei einem Jugendzirkus ab? Zu den besten Kletterkünstlern gehört übrigens das Eichhörnchen und die jumi-Eule Guri radebrecht in diesem Heft als Wort-Akrobatin. www.jumi.ch

1948 trat sie ins Kloster Fahr ein, wo sie ein Jahr danach ihre ersten Gelübde ablegte und den Ordensnamen Schwester Maria Hedwig erhielt. Silja Walter veröffentlichte über 60 Werke. Neben zahlreichen lyrischen Werken schrieb sie auch Mysterienspiele und Theaterstücke. Im Paulusverlag ist eine Gesamtausgabe ihrer Schriften und ihre Autobiografie Das dreifarbene Meer erschienen. Sie verstarb im Alter von 91 Jahren im Kloster Fahr. | © Kloster Fahr
1948 trat sie ins Kloster Fahr ein, wo sie ein Jahr danach ihre ersten Gelübde ablegte und den Ordensnamen Schwester Maria Hedwig erhielt. Silja Walter veröffentlichte über 60 Werke. Neben zahlreichen lyrischen Werken schrieb sie auch Mysterienspiele und Theaterstücke. Im Paulusverlag ist eine Gesamtausgabe ihrer Schriften und ihre Autobiografie Das dreifarbene Meer erschienen. Sie verstarb im Alter von 91 Jahren im Kloster Fahr. | © Kloster Fahr

Sommerimpulse von Martin Werlen

29.07.2019, 13:49

Ab diesem Montag, 29. Juli 2019, wird auf Radio Vatikan in Sendungen bis Ende August jeweils ein kurzer Impuls des Benediktinerpaters Martin Werlen zu hören sein, so eine Mitteilung des Senders. Ausgehend von Texten der Schweizer Autorin und Ordensfrau Silja Walter, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, erläutert Martin Werlen das Tagesevangelium oder den Tagesheiligen. Die Impulse des Benediktinerpaters, der in den Jahren 2001 bis 2013 Abt des Kloster Einsiedeln war, sind etwa zwei Minuten lang. Bereits seit Februar 2019 twittert Martin Werlen als @MoenchMartin einen täglichen Impuls, meist ein Zitat aus den Texten Silja Walters.

Kleidung und Ausstattung der Zwingli-Figuren wird jeweils dem Thema angepasst. Nebst einem Klima-Zwingli wird es einen Zwingli auf Wohnungssuche geben (Schaffhauserplatz), einen «Suchtzwingli» (Lindenplatz), einen «Pionierzwingli» (Flughafen), einen «Schrägervogel-Zwingli» (Idaplatz) und andere. | © Screenshot Telezüri
Kleidung und Ausstattung der Zwingli-Figuren wird jeweils dem Thema angepasst. Nebst einem Klima-Zwingli wird es einen Zwingli auf Wohnungssuche geben (Schaffhauserplatz), einen «Suchtzwingli» (Lindenplatz), einen «Pionierzwingli» (Flughafen), einen «Schrägervogel-Zwingli» (Idaplatz) und andere. | © Screenshot Telezüri

Zwingli-Klone für Zürich

26.07.2019, 11:32

Von August bis November werden 15 Zwingli-Statuen in der Stadt Zürich aufgestellt. Sie sind Teil des Projekts «Zwingli-Stadt 2019». Die Statuen aus Glasfaserkunststoff seien dem Zwingli-Denkmal, das bei der Wasserkirche steht, nachempfunden. Jede Statue ist einem aktuellen Thema gewidmet und entsprechend ausgestattet. Den Anfang macht ein Klima-Zwingli am 1. August auf dem Bürkliplatz. Die Aktion wird getragen von der reformierten und von der römisch-katholischen Kirche in Stadt und Kanton Zürich sowie von der christkatholischen Kirche der Stadt Zürich.  Die einzelnen Statuen werden individuell nach einem bestimmten Thema dekoriert. Die Idee dahinter ist laut Organisatoren, dass Zwingli gleichsam vom Sockel steigt – wie das bereits am Zürifest mit der Statue bei der Wasserkirche geschah – um «seine Stadt wiederzuentdecken».

«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey
«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey

Stimmrecht für Ordensfrauen

24.07.2019, 19:03

Ordensfrauen sollen an Bischofssynoden ein Stimmrecht bekommen. Mit diesem Ziel findet am 3. Oktober in Rom ein Austauschtreffen von Ordensfrauen statt. Unter den Referierenden sind auch die Schweizer Ordensfrau Irene Gassmann, Priorin des Klosters Fahr, und der Basler Bischof Felix Gmür. Letzterer wird sich an der Konferenz in Rom mit den Ungleichheitserfahrungen der Ordensfrauen auseinandersetzen und zusammen mit ihnen über Lösungsschritte nachdenken», beschreibt das Bistum Basel die Aufgabe von Felix Gmür. Ausserdem soll es um «konkrete Schritte zur Partizipation von Frauen in Entscheidungsprozessen der Diözesen, Bischofskonferenzen und Synoden» gehen, so Priorin Irene Gassmann.

Vom 6. bis 27. Oktober tagt im Vatikan eine Bischofssynode zu Amazonien. Innerkirchlich könnten neue Wege der Seelsorge im Amazonasgebiet Modellcharakter für schrumpfende Kirchen in Europa haben. | © Adveniat
Vom 6. bis 27. Oktober tagt im Vatikan eine Bischofssynode zu Amazonien. Innerkirchlich könnten neue Wege der Seelsorge im Amazonasgebiet Modellcharakter für schrumpfende Kirchen in Europa haben. | © Adveniat

Arbeitspapier zu Amazonas-Synode auf Deutsch

22.07.2019, 20:51

Seit letzter Woche liegt die deutsche Übersetzung des Arbeitspapiers zur Amazonas-Synode vor. Die Übersetzung erfolgte im Auftrag der deutschen kirchlichen Hilfswerke Misereor und Adveniat. Die Synode, an der Bischöfe und andere Kirchenvertreter teilnehmen, will über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten, die Rechte von Indigenen stärken und die ökologische Situation der arten- und rohstoffreichen Urwaldregion in Lateinamerika in den Blick nehmen. Zugleich steht das Treffen im Vatikan auch für einen Wandel in der Kirche. Es gelte, die «Komfortzonen» zu verlassen und an die Ränder zu gehen; «dahin, wo Menschen nichts zählen und keine Rechte haben». Statt römischer Zentralisierung sei «Dezentralisierung angesagt», damit die Ortskirchen «selbst entscheiden können, was sie direkt betrifft».

Ambrose Olowo aus Nigeria wird ab 1. August leitender Priester im Pastoralraum Region Brugg-Windisch. | © zvg
Ambrose Olowo aus Nigeria wird ab 1. August leitender Priester im Pastoralraum Region Brugg-Windisch. | © zvg

Pastoralraumleitung wieder komplett

18.07.2019, 13:44

Ab 1. August 2019 wird der katholische Pastoralraum Region Brugg-Windisch wieder einen leitenden Priester mit Pfarrverantwortung haben. Der 48-jährige Ambrose Olowo stammt aus Nigeria, wo er zwischen 1996 und 2011 in der Gemeinde- und Gefängnisseelsorge tätig war. Die letzten sieben Jahre studierte und arbeitete er als Priester in Österreich. Godwin Ukatu, der seit Februar 2019 als mitarbeitender Priester im Pastoralraum tätig war, wird seine priesterlichen Dienste noch bis Ende Juli wahrnehmen.

Immer wieder - wie hier an einem Ostermarsch - wird gefordert, dass die Schweiz ihre Rüstungsexporte reduzieren möge. Jetzt kritisiert die GSoA die Schweiz erneut: «Zwischen Januar und Juni 2019 exportierte die Schweiz Kriegsmaterial für 272,69 Millionen. Das ist deutlich mehr als im ersten halben Jahr 2018 (205,1 Millionen) sowie auch 2017 (166,6 Millionen).» Dies vertrage sich nicht mit dem Bild der neutralen Schweiz. | © zvg
Immer wieder - wie hier an einem Ostermarsch - wird gefordert, dass die Schweiz ihre Rüstungsexporte reduzieren möge. Jetzt kritisiert die GSoA die Schweiz erneut: «Zwischen Januar und Juni 2019 exportierte die Schweiz Kriegsmaterial für 272,69 Millionen. Das ist deutlich mehr als im ersten halben Jahr 2018 (205,1 Millionen) sowie auch 2017 (166,6 Millionen).» Dies vertrage sich nicht mit dem Bild der neutralen Schweiz. | © zvg

Erneut mehr Schweizer Waffenexporte

17.07.2019, 12:43

Die Kriegsmaterialexporte aus der Schweiz nahmen gemäss einer Medienmitteilung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die das Medienportal kath.ch veröffentlichte, im ersten Halbjahr 2019 erneut zu. Die Schweiz exportierte für fast 273 Millionen Franken Waffen ins Ausland – im Vergleich zur Vorjahresperiode sind dies fast 70 Millionen mehr. Insbesondere der Munitionsverkauf für fast 13 Millionen Franken an Pakistan und die Exporte an die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar sei besorgniserregend, da beide Länder am Krieg im Jemen beteiligt seien, so die GSoA.

Am 16. und 21. Juli 2019 steht die Schwarze Madonna im Mittelpunkt wenn Einsiedeln seine Patronin, die Gottesmutter Maria feiert. Auf diesem Bild trägt die schwarze Madonna das schlichte grüne Gewand, welches zum 888. Jubiläum des Klosters Fahr in den eigenen Werkstätten hergestellt wurde. | © kath.ch
Am 16. und 21. Juli 2019 steht die Schwarze Madonna im Mittelpunkt wenn Einsiedeln seine Patronin, die Gottesmutter Maria feiert. Auf diesem Bild trägt die schwarze Madonna das schlichte grüne Gewand, welches zum 888. Jubiläum des Klosters Fahr in den eigenen Werkstätten hergestellt wurde. | © kath.ch

Kloster Einsiedeln feiert seine Patronin

15.07.2019, 15:51

Zwar gibt es nur eine Jungfrau Maria, aber sie wird auf der ganzen Welt in unzähligen (Gnaden-) Bildern verehrt. Die bedeutendsten Wallfahrtsorte feiern seit alter Zeit den Festtag «ihrer» Muttergottes zusätzlich zu den üblichen Marienfesten. In Einsiedeln ist es immer am 16. Juli soweit. Da der 16. Juli meist auf einen Wochentag fällt, wird am Sonntag darauf nochmals gefeiert, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung des Klosterst Einsiedeln, die vom Medienportal kath.ch veröffentlich wurde. Am 21. Juli bildet das feierliche Pontifikalamt mit Abt Urban um 9.30 Uhr den Höhepunkt des Festes der Schwarzen Madonna. Die Pontifikalvesper um 16.30 Uhr mit dem «Salve Regina» bei der Gnadenkapelle bildet den festlichen Schlusspunkt.