Frère Alois Löser ist seit August 2005 der Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé. | © Wiesia Klemens
Frère Alois Löser ist seit August 2005 der Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé. | © Wiesia Klemens

Nächstes Taizé-Jugendtreffen in Polen

30.12.2018, 20:30

In Madrid, wo über 15.000 Jugendliche zum 41. Europäischen Jugendtreffen von Taizé zusammengekommen sind, kündigte Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé, das nächste Europäische Jugendtreffen an. Es wird vom 28. Dezember 2019 bis 1. Januar 2020 im südpolnischen Wrocław stattfinden. Es wird nach 1989 und 1995 das dritte ökumenische Europäische Jugendtreffen in Wrocław sein, und nach Warschau 1999 und Poznan 2009 das fünfte in Polen.

Bereits 2017 erleuchtete das Lichtspektakel «Schattenwurf Zwingli» von Gerry Hofstetter die Limmatstadt Zürich. | © sekfeps
Bereits 2017 erleuchtete das Lichtspektakel «Schattenwurf Zwingli» von Gerry Hofstetter die Limmatstadt Zürich. | © sekfeps

2019 wird Zwingli-Jahr

27.12.2018, 07:01

2019 feiern wir den Beginn der Reformation in der Schweiz. Rechtzeitig zum Auftakt ins Zwingli-Jahr bringt der Beobachter bereits einen grossen Aufmacher zum bekannten Zürcher Reformator. Weiter kommt bereits im Januar ein Film über Huldrych Zwingli in die Schweizer Kinos. Dieser richtet sich explizit auch an Schulen. Auf der Webseite steht ein Angebot an Materialien zum Download bereit. In Zürich sind für das kommende Jahr verschiedene Aktivitäten geplant. Auf der Webseite der Stadt Zürich heisst es, «Stadt und Kanton Zürich, die reformierte Kirche und Zürich Tourismus spannen für die Gestaltung des Reformationsjubiläums zusammen und haben dafür den Verein 500 Jahre Zürcher Reformation gegründet. Mit dem gemeinsamen Auftreten unterstreichen Kanton, Stadt, Kirche und Tourismus die grosse Bedeutung der Reformation für Zürich».

Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg
Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg

Ranftreffen immer erfolgreicher

24.12.2018, 22:22

Jungwacht Blauring Schweiz blickt auf ein erfolgreiches Ranfttreffen 2018 zurück. Am vergangenen Wochenende nahmen 1’600 Kinder und Jugendliche am Anlass in der Ranftschlucht teil - so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die Morgenfeier um drei Uhr in der Frühe gestaltete der Basler Bischof Felix Gmür. An diesem Gottesdienst wurde auch das Friedenslicht aus Bethlehem weitergegeben.

Papst Franziskus sendete mit der Einberufung der Jugendsynode das Signal aus, dass er wirklich etwas bewegen und Verantwortung nach unten delegieren möchte. | © kna-bild
Papst Franziskus sendete mit der Einberufung der Jugendsynode das Signal aus, dass er wirklich etwas bewegen und Verantwortung nach unten delegieren möchte. | © kna-bild

Jugendsynode: Schlussdokument auf Deutsch

22.12.2018, 13:48

Das Abschlussdokument der Jugendsynode, welche diesen Oktober in Rom abgehalten wurde, ist nun auch auf Deutsch einsehbar. Am Donnerstag veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn eine eigene Übersetzung. Das Dokument fasst die gut dreiwöchige Arbeit der Weltbischofssynode zum Thema «Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung» zusammen. Darin geht es um die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen weltweit, ihr Verhältnis zu Kirche und Glauben sowie die Frage, wie die Kirche sich ändern muss, um Jugendliche besser begleiten zu können.

Ausgelassene Stimmung: Das Praisecamp wird seit 2014 jedes Jahr in Basel von evangelischen Freikirchen organisiert. Unter den Teilnehmenden sind auch Katholiken. | © Matthias Felix
Ausgelassene Stimmung: Das Praisecamp wird seit 2014 jedes Jahr in Basel von evangelischen Freikirchen organisiert. Unter den Teilnehmenden sind auch Katholiken. | © Matthias Felix

6000 Jugendliche beten in Basel

20.12.2018, 15:20

5'800 junge Menschen im Alter von 13 bis 25 Jahren nehmen am diesjährigen Praisecamp in Basel teil. Vom 27. Dezember bis 1. Januar finden Seminare, Konzerte und Gebetszeiten statt, wie einer Mitteilung der Organisatoren zu entnehmen ist. Beim Praisecamp handelt es sich laut Angaben der Organisatoren um das «grösste christliche Jugendcamp». Unter dem Motto «Pray – Wie im Himmel so auf Erden» setzt es den Fokus auf das Gebet. Ziel sei es, die jungen Menschen darin zu unterstützen, «ihren persönlichen und individuellen Zugang zu Gott zu finden» und «ihre Beziehung mit Gott aktiv zu gestalten».

Seit über 150 Jahren engagiert sich die Inländische Mission dafür, dass finanzschwache Kirchgemeinden oder Pfarreien für den Erhalt von Bauten und anderen Kulturgütern finanzielle Unterstützung erhalten. Dieses Jahr soll unter anderem die Klosterkirche Wonnenstein in Niederteufen über die Epiphanie-Kollekte Geld erhalten. | zvg
Seit über 150 Jahren engagiert sich die Inländische Mission dafür, dass finanzschwache Kirchgemeinden oder Pfarreien für den Erhalt von Bauten und anderen Kulturgütern finanzielle Unterstützung erhalten. Dieses Jahr soll unter anderem die Klosterkirche Wonnenstein in Niederteufen über die Epiphanie-Kollekte Geld erhalten. | zvg

Dreikönigskollekte für Sanierung von Kirchen

18.12.2018, 07:34

Auch am kommenden 6. Januar wird die Epiphaniekollekte wiederum für Gotteshäuser aufgenommen, für deren notwendige Sanierung zu wenig Geld vorhanden ist. Dieses Mal bittet die Inländische Mission (IM) um Spenden für Pfarreien im Bündnerland, im Kanton Genf und ein Frauenkloster im Kanton Appenzell Innerrhoden. Für die Gesamtsanierung der Kirche Sogn Gion in Domat/Ems im Umfang von fünf Millionen Franken fehlen noch zwei Millionen Franken. Weiter sollen die Pfarrkirche Heiligkreuz in Carouge und die Klosterkirche Wonnenstein in Niederteufen im Kanton Appenzell Innerrhoden unterstützt werden.

Die geplante Wohngemeinschaft soll sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen zusammensetzen (katholisch, reformiert, freikirchlich). | © Marie-Christine Andres
Die geplante Wohngemeinschaft soll sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen zusammensetzen (katholisch, reformiert, freikirchlich). | © Marie-Christine Andres

Kloster Fahr: Bäuerinnenschule wird Wohnraum

14.12.2018, 05:04

Ein Jahr Nach Bekanntgabe der Absicht, die Bäuerinnenschule sowie wie Betriebe und Annexgebäude in eine neue Nutzungsform zu überführen, hat das Kloster Fahr nun einen Entscheid gefällt: Den Zuschlag erhalten die Vertreter des Projektes «erfahrbar» - lokal verankerte Familien und die PROSPERITA Stiftung für berufliche Vorsorge als Investorin. «Diese haben ein Gesamtkonzept mit christlichem, gemeinschaftlichem Mehrgenerationenwohnen, nachhaltiger Landwirtschaft und Ausflugs-Gastronomie eingereicht», heisst es in einer Medienmitteilung des Klosters. Künftig werde die Bäuerinnenschule als Raum für eine innovative, ökumenische und klosternahe Lebensform dienen: «Das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach begegnet der Vereinsamung in der Gesellschaft und knüpft dabei an die benediktinische Tradition des Klosters an. Zudem könne das Ensemble erhalten bleiben und das Areal in einem ausgewogenen Ausmass mit Jung und Alt belebt werden. Die Landwirtschaft und die Gastronomie würden den heutigen Bedürfnissen und Möglichkeiten.

Neun Frauen aus dem Aargau, eine aus Solothurn und ein Mann aus Baselland feierten zusammen mit Gästen am 7. Dezember 2018 im Bullingerhaus Aarau den Abschluss ihrer rund vierjährigen Ausbildung zur Katechetin/zum Katecheten nach ForModula. | © Claudia Rüegsegger
Neun Frauen aus dem Aargau, eine aus Solothurn und ein Mann aus Baselland feierten zusammen mit Gästen am 7. Dezember 2018 im Bullingerhaus Aarau den Abschluss ihrer rund vierjährigen Ausbildung zur Katechetin/zum Katecheten nach ForModula. | © Claudia Rüegsegger

11 neue Katechese-Lehrpersonen

12.12.2018, 08:25

Zur Fachausweis-Übergabe am vergangenen 7. Dezember 2018 hatten die Fachstelle Katechese–Medien der Römisch Katholischen Kirche und die Fachstelle Kirchlicher Religionsunterricht der Reformierten Landeskirche im Aargau eingeladen. Mit eindrücklichen persönlichen Statements beschrieben die Absolventinnen und Absolventen ihre wichtigsten Lernerfahrungen während ihrer katechetischen Ausbildung. Dazu legten sie passende Gegenstände in einen bereitgestellten Lern-Koffer, der sie symbolisch auf ihrer weiteren katechetischen Reise begleiten wird. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Dieter Wagner, dem Leiter der Kirchenmusikschule, und Claudia Rüegsegger, Ausbildungsleiterin katholisch bei ModulAar.

In der Schweiz wurde zuletzt im Rahmen des Abstimmungskampfes über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP über die Menschenrechte diskutiert. Die Initiative verlangte, dass Schweizer Recht vor europäischem Recht Vorrang haben sollte, beziehungsweise Urteile des Euopäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg für die Schweiz nicht mehr automatisch bindend sein sollten. | © Andreas C. Müller
In der Schweiz wurde zuletzt im Rahmen des Abstimmungskampfes über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP über die Menschenrechte diskutiert. Die Initiative verlangte, dass Schweizer Recht vor europäischem Recht Vorrang haben sollte, beziehungsweise Urteile des Euopäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg für die Schweiz nicht mehr automatisch bindend sein sollten. | © Andreas C. Müller

70 Jahre Menschenrechte

10.12.2018, 08:52

Am 10. Dezember 1948 – also vor 70 Jahren – verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Seitdem erinnert der Internationale Tag der Menschenrechte immer am 10. Dezember an deren Verabschiedung. Erstmals wurden die Menschenrechte allerdings im Zuge der französischen Revolution von 1789 proklamiert. Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs einigten sich dann die Vereinten Nationen auf einen Katalog von Grundrechten, der gleichermaßen für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, politischer Überzeugung oder Religion – gelten sollte. Allerdings dauerte es weitere 18 Jahre, bis die Menschenrechte als ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf globaler Ebene verankert werden konnten.

Ein junger Patient auf der Pflegestation. Im südlichen Westjordanland leben rund 330'000 Kinder unter 14 Jahren. Wenn sie krank werden, ist das Caritas Baby Hospital in Bethlehem die zentrale Anlaufstelle. Die Mitarbeitenden des Caritas Baby Hospital kümmern sich inmitten der angespannten Situation im Nahen Osten um alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft und Religion. Das Spital ist wichtiger Stützpfeiler des palästinensischen Gesundheitssystems und der lokalen Wirtschaft. | © Kinderhilfe Bethlehem
Ein junger Patient auf der Pflegestation. Im südlichen Westjordanland leben rund 330'000 Kinder unter 14 Jahren. Wenn sie krank werden, ist das Caritas Baby Hospital in Bethlehem die zentrale Anlaufstelle. Die Mitarbeitenden des Caritas Baby Hospital kümmern sich inmitten der angespannten Situation im Nahen Osten um alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft und Religion. Das Spital ist wichtiger Stützpfeiler des palästinensischen Gesundheitssystems und der lokalen Wirtschaft. | © Kinderhilfe Bethlehem

Weihnachtskollekte für Caritas Baby Hospital

07.12.2018, 17:33

Katholische Pfarreien in der ganzen Schweiz sammeln gemäss einer Medienmitteilung von Kinderhilfe Bethlehm auch dieses Jahr im Rahmen der Weihnachtsmesse für die Kinderhilfe Bethlehem, die das Caritas Baby Hospital im Westjordanland betreibt. Eingeläutet wird die Weihnachtskollekte am Sonntag, 16. Dezember 2018 mit einem Zirkusgottesdienst im Circus GO in Solothurn unter der Leitung von Zirkuspfarrer Adrian Bolzern. Das von einem Schweizer gegründete Spital ist bis heute das einzige ausschliesslich auf Kinder spezialisierte Krankenhaus im Westjordanland. Etwa 50'000 Kinder wurden dort in diesem Jahr behandelt. 

«Es braucht verbindliche Aussagen, wo und wie ernsthaft die römisch-katholische Kirche in der Frauenfrage auf dem Weg ist. Dieser Weg ist auch steinig, schon lange. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass dieser Weg in die Sackgasse führt, werden weitere Kirchenmitglieder resignieren, sich abwenden und andere Wege einschlagen», so Luc Humbel, Präsident der RKZ in seiner Eingangsrede. | © Roger Wehrli
«Es braucht verbindliche Aussagen, wo und wie ernsthaft die römisch-katholische Kirche in der Frauenfrage auf dem Weg ist. Dieser Weg ist auch steinig, schon lange. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass dieser Weg in die Sackgasse führt, werden weitere Kirchenmitglieder resignieren, sich abwenden und andere Wege einschlagen», so Luc Humbel, Präsident der RKZ in seiner Eingangsrede. | © Roger Wehrli

RKZ-Präsident Luc Humbel kritisiert Amtskirche

05.12.2018, 08:42

Luc Humbel, Präsident der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ), drückte an der Plenarsitzung des Gremiums am Wochenende in Zürich seine Sorgen im Hinblick auf den Weg der Katholischen Kirche aus. Sowohl die grosse Zahl von öffentlich gewordenen Missbrauchsfällen, als auch die umstrittenen Äusserungen von Papst Franziskus zum Thema Abtreibung gäben Anlass zur Sorge über den zukünftigen Weg der Kirche. Die Bischöfe forderte er dazu auf, Pfadfinder in steinigem Gelände zu sein. Luc Humbel bedauerte, dass die Amtskirche bisher nicht auf den Austritt von sechs prominenten Katholikinnen reagiert hat. Hier finden Sie die Rede im Wortlaut.

Priesterseminare und Orden müssten Kandidaten strenger auf homosexuelle Neigungen prüfen, so der Papst. Wenn bei Kandidaten für geistliche Berufe keine sorgfältige Prüfung der affektiven Reife und der sexuellen Ausrichtung erfolge, gebe es später Probleme, so heisst es zu den Aussagen von Franziskus in einer Meldung des Medienzentrums kath.ch | © Andrea Krogmann
Priesterseminare und Orden müssten Kandidaten strenger auf homosexuelle Neigungen prüfen, so der Papst. Wenn bei Kandidaten für geistliche Berufe keine sorgfältige Prüfung der affektiven Reife und der sexuellen Ausrichtung erfolge, gebe es später Probleme, so heisst es zu den Aussagen von Franziskus in einer Meldung des Medienzentrums kath.ch | © Andrea Krogmann

Papst äussert sich zu homosexuellen Priester

03.12.2018, 16:45

Erneut hat es Papst Franziskus mit umstrittenen Äusserungen in die Medien geschafft. Die Deutschen Presseagentur dpa zitiert aus einem spanischen Interview mit dem Papst, welches in einem Buch erscheinen soll. Darin heisst es gemäss dpa: «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche». Weiter betont der Papst mit Blick auf die Ausbildung von Priester und Ordensleuten, dass diese Art von Zuneigung im geweihten Leben und im priesterlichen Leben keinen Platz habe. Im Buch, das der dpa vorliegt, geht es vor allem um die Berufung und das geweihte Leben. Vom Priester- oder Ordensleben abgesehen spricht sich Papst Franziskus immer wieder dafür aus, homosexuelle Menschen nicht zu diskriminieren.

Von der Schweizer Bischofskonferenz war Alain de Raemy als Vertreter an der Bischofssynode in Rom. | © kath.ch
Von der Schweizer Bischofskonferenz war Alain de Raemy als Vertreter an der Bischofssynode in Rom. | © kath.ch

Jugendsynode: Bischof fordert Umsetzung

30.11.2018, 18:38

Jugendbischof Alain de Raemy betont, dass für die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Schlussdokument der im Oktober abgehaltenen Jugendsynode in Rom jede einzelne Diözese gefordert sei. Der synodale Prozess müsse nun «vor Ort» weitergehen. Alle Getauften - also nicht nur die Amtsträger - seien aufgefordert, den Jugendlichen höchste Priorität beizumessen. In erster Linie seien die Pfarrgemeinden und die Jugendverbände gefordert, so Alain de Raemy an der 322. ordentlichen Vollversammlung der Schweizerischen Bischofskonferenz vom 26.-28. November 2018. Der Jugendbischof  betonte auch, dass jeder Bischof herausgefordert sei, Initiativen zu fördern, die allen Jugendlichen eine konkrete Unterstützung im Lichte des Glaubens bieten.

Tritt zusammen mit fünf anderen prominenten Schweizer Katholikinnen aus der katholischen Kirche aus: Die feministische Theologin und Publizistin Doris Strahm. | © Vera Rüttimann
Tritt zusammen mit fünf anderen prominenten Schweizer Katholikinnen aus der katholischen Kirche aus: Die feministische Theologin und Publizistin Doris Strahm. | © Vera Rüttimann

Bischöfe wollen mit Ausgetretenen sprechen

28.11.2018, 08:20

Vor einer Woche sind sechs namhafte feministisch engagierte Frauen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Reaktionen seitens der Bischöfe gab es dazu bislang keine. Eine Delegation der Schweizer Bischofskonferenz möchte nun aber das Gespräch mit den Frauen suchen, wie deren Sprecherin Encarnacion Berger-Lobato auf Anfrage mitteilte. Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz SBK – dazu gehören Charles Morerod, Felix Gmür und Urban Federer – möchte sich allerdings nicht via  Medien dazu äussern, «sondern lieber das Gespräch mit ihnen suchen, wie es dies auch in anderen Fällen getan hat», ergänzte Mediensprecherin Encarnacion Berger-Lobato auf Anfrage. «Zu diesem Zweck wird eine Delegation der SBK die sechs Frauen  zu einem Gespräch einladen», stellte die Sprecherin in Aussicht.

Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft hätten mehr Solidarität verdient, so der Zürcher Generalvikar Josef Annen gestern nach der Abstimmung. Der Präsident von Caritas Zürich hatte sich im Vorfeld gegen die Vorlage ausgesprochen. | © Christoph Wider
Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft hätten mehr Solidarität verdient, so der Zürcher Generalvikar Josef Annen gestern nach der Abstimmung. Der Präsident von Caritas Zürich hatte sich im Vorfeld gegen die Vorlage ausgesprochen. | © Christoph Wider

Abstimmung: Kirchen sind bedingt erleichert.

26.11.2018, 08:27

Die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter», (so genannte Selbstbestimmungsinitiative SBI) ist gescheitert. 66,2 Prozent der Stimmberechtigten sagten Nein zur SBI, Ja-Stimmen gab es von 33,8 Prozent. In kirchlichen Kreisen ist man erleichtert. Das Gesetz zur Überwachung von Versicherten wurde am Sonntag hingegen mit knapp 65 Prozent der Stimmen angenommen. Der Zürcher Generalvikar und Präsdient von Caritas Zürich, Josef Annen, sieht im Ja eine Belastung für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Mit der Annahme der Vorlage hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung dafür ausgesprochen, dass Versicherte versteckt beobachtet werden können, wenn ein Verdacht auf unrechtmässigen Leistungsbezug besteht. Ebenfalls, und zwar mit 55 Prozent der Stimmen, wurde die Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere» (so genannte «Hornkuhinitiative»)  angelehnt, mit der kirchliche Kreise sympathisiert hatten. Das Volksbegehren sah eine finanzielle Unterstützung für die Haltung von Nutztieren mit Hörnern vor.

 

Die Aktion Sternsingen 2019 wird vom Hilfswerk Missio organisiert. Sie steht unter dem Motto «Wir gehören zusammen». | © kna-bild
Die Aktion Sternsingen 2019 wird vom Hilfswerk Missio organisiert. Sie steht unter dem Motto «Wir gehören zusammen». | © kna-bild

Aktion Sternsingen 2019

20.11.2018, 10:11

Im Zentrum der Aktion Sternsingen 2019 stehen Kinder mit Behinderungen. Nach offiziellen Schätzungen haben 165 Millionen Kinder weltweit eine Behinderung. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Alltag für diese Menschen nicht leicht. Oft leben sie in grosser Armut und werden nicht ihren Bedürfnissen entsprechend betreut. Dieses Jahr erfahren die Sternsingerinnen und Sternsinger am Beispielland Peru, was es bedeutet, dort als Kind mit einer Behinderung aufzuwachsen. Dabei stellt Missio das Zentrum Yancana Huasy vor, ein langjähriger Partner des Kindermissionswerks, der sich für die Inklusion von Kindern mit Behinderungen in der peruanischen Gesellschaft einsetzt. Gleichzeitig bringt die Aktion Sternsingen 2019 den Sternsinger-Gruppen näher, wie wichtig der Einsatz für Kinder mit Behinderungen hier in der Schweiz ist, damit diese am Alltag teilhaben können. Unter dem Motto «Wir gehören zusammen» lädt Missio dazu ein, für Kinder mit Behinderung einzustehen.

Das Kloster befindet sich am Fusse des Passwang zwischen Unter- und Oberbeinwil im solothurnischen Jura. 1648 zogen die letzten Benediktinermönche von dort weg nach Mariastein. | © Andreas C. Müller
Das Kloster befindet sich am Fusse des Passwang zwischen Unter- und Oberbeinwil im solothurnischen Jura. 1648 zogen die letzten Benediktinermönche von dort weg nach Mariastein. | © Andreas C. Müller

Neues orthodoxes Kloster

18.11.2018, 10:42

Wie das Regionaljournal Aargau-Solothurn am  Freitag vermeldete, werden im Kloster Beinwil im solothurnischen Schwarzbubenland nächstes Jahr  vier Männer und eine Frau einziehen. Ziel ist der Aufbau eines griechisch-orthodoxen Klosters für Männer und Frauen. Die bisher dort ansässige ökumenische Gemeinschaft beendet auf Ende Jahr ihr Engagement (Horizonte berichtete). Laut Präsident des Stiftungsrates Kloster Beinwil, Franz Christ, wollen die ausgewählten Bewerber in Beinwil ein monastisches Leben aufbauen: «Leben in Gebet und Stille nach orthodoxer Tradition, aber auch Gastfreundschaft». Mit der Gemeinschaft sei zunächst ein 10-Jahres-Vertrag vorgesehen. Miete bezahlt wird nicht, allerding muss der Liegenschaftsunterhalt aus eigenen Mitteln finanziert werden. Von reformierter und katholischer Seite war keine Bewebung eingegangen, erklärte Franz Christ gegenüber Radio SRF.

 

 

Als Engel auf Charme-Offensive: Auch Aargauer Jugendliche beteiligen an der Aktion Angel Force. | © Roger Wehrli
Als Engel auf Charme-Offensive: Auch Aargauer Jugendliche beteiligen an der Aktion Angel Force. | © Roger Wehrli

Angelforce ist wieder unterwegs

16.11.2018, 05:41

Zum 11. Mal findet dieses Jahr im November die Aktion Angelforce statt: Während einer Woche engagieren sich Jugendliche in ihrer Umgebung mit eigenen Aktionen für die Allgemeinheit. Spass und Lebenslust stehen im Vordergrund. Laut Koordinatorin Christina Schenker beteiligen sich dieses Jahr acht Kantone (AG, BL, BS, FR, LU, SO, TG und ZH) mit rund 1 100 Jugendlichen an der Aktion. Allein im Aargau sind es 23 Gruppen mit gegen 330 Teilnehmern. Für die diesjährige Aktionswoche hat die Koordinationsstelle dem Projekt eine neue Webseite und ein neues Logo verpasst. Erstmalig steht die Aktion auch unter einem Motto. Dieses Jahr: Federleicht. Laut Christina Schenker dient das Motto als Inspiration: «Die Jugendlichen müssen nicht zwingend etwas zu diesem Motto machen, aber kann bei der Ideenfindung eine Hilfe sein. «Vielleicht, um eine öffentliche Kissenschlacht anzubieten oder selbstgebastelte Traumfänger zu verteilen». Die einzelnen Gruppen werden mehrheitlich am kommenden Samstag, 17. November, unterwegs sein.

Besinnung und Totengedenken zu Beginn der Herbstsynode 2018. Als pastoralen ersten Teil, referierte Nadia Rudolf von Rohr über die Bereitschaft, Ja zu jedem neuen Lebensabschnitt zu sagen. Dies anhand der fernnahen Liebe  von Dorothea und Nikolaus von Flüe. | © Anne Burgmer
Besinnung und Totengedenken zu Beginn der Herbstsynode 2018. Als pastoralen ersten Teil, referierte Nadia Rudolf von Rohr über die Bereitschaft, Ja zu jedem neuen Lebensabschnitt zu sagen. Dies anhand der fernnahen Liebe  von Dorothea und Nikolaus von Flüe. | © Anne Burgmer

Herbstsynode tagt in Aarau

14.11.2018, 15:01

Zur Zeit tagt die letzte Synode der ausklingenden Legislatur der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau in Grossratssaal in Aarau. Zum Schluss der Mitteilungen aus dem Kirchenrat, konnte Kirchenratspräsident Luc Humbel noch Breaking News verkünden: Alle Kirchenratsmitglieder werden sich an der Wahlsynode im Januar 2019 erneut zur Wahl stellen. Die Bereitschaft, gemeinsam eine weitere Legislatur zu bestreiten, sei Zeichen für die gute Zusammenarbeit des Gremiums, so Luc Humbel. Die offiziellen Ergebnisse der Herbstsynode lesen sie demnächst im Aargauer Pfarrblatt.

Seit 1992 unterhält der Türkisch-Islamische Verein Buchs an der Brummelstrasse einen Gebetsraum. Die Gebetsnische für den Vorbeter und der Gebetsteppich sind nach Mekka ausgerichtet. Zu den Freitagsgebeten kommen jeweils mindestens 200 Menschen. | © Andreas C. Müller
Seit 1992 unterhält der Türkisch-Islamische Verein Buchs an der Brummelstrasse einen Gebetsraum. Die Gebetsnische für den Vorbeter und der Gebetsteppich sind nach Mekka ausgerichtet. Zu den Freitagsgebeten kommen jeweils mindestens 200 Menschen. | © Andreas C. Müller

Tag der offenen Moschee

12.11.2018, 17:21

Fast schon traditionsgemäss fand am vergangenen Samstag, 10. November, am zweiten Samstag im Monat, der Tag der offenen Moschee im Aargau statt. Insgesamt zehn islamische Gebetszentren aus dem ganzen Kanton beteiligten sich dieses Jahr an der Nachmittagsaktion. Zu Kaffee und Kuchen konnte man mit Musliminnen und Muslimen ins Gespräch kommen, einem Gebet beiwohnen und mehr über den Islam erfahren.