Pater Martin Werlen, früherer Abt des Klosters Einsiedeln, ist für seine pointierten Aussagen bekannt. In seinem neuen Buch «Zu spät» nimmt er eine schonungslose Diagnose der Kirche vor.  | © Kloster Einsiedeln

Zu spät – eine schwierige Erkenntnis

Marie-Christine Andres Schürch, 2.9.18

An der diesjährigen Jahresversammlung der Pfarrei-initiative vom 27. August in Einsiedeln war Pater Martin Werlen eingeladen, ausgehend von seinem Buch «Zu spät» die Situation der Kirche und der Reformbemühungen zu reflektieren. Dabei hielt Martin Werlen fest, dass auch die Forderungen nach dem Ende des Zwangszölibats oder der Weihe der Frau für sich alleine keinen Umschwung in der Kirche bringen können, denn da habe man den richtigen Moment verpasst. «Der nächste Schritt kann nicht geschehen ohne  die schmerzliche Erkenntnis des «zu-späts» aller bisherigen Bemühungen.  Erst durch diese Einsicht werden wir frei, das neue in den Blick zu bekommen», lautete das Fazit von Markus Heil, dem Präsidenten des Vereins Pfarrei-Initiative. Die Pfarrei-Initiative wird zur Frage «Was jetzt?» mit interessierten Gläubigen auf verschiedenen Veranstaltungen auf der Suche bleiben.

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