Die Nachfrage nach einem temporären Unterschlupf für Männer als Opfer von häuslicher Gewalt im Aargau besteht (im Bild eine Aufnahme aus dem ehemaligen Männerhaus im Aargau), erklärt Oliver Hunziker vom Verein «Zwüschehalt». | © Roger Wehrli

Aargauer Männerhaus: Gespräche mit Kanton

Andreas C. Müller, 15.2.19

Auf Ende 2018 musste der «Zwüschehalt» im Aargau aufgegeben werden – das Haus, in welchem männliche Opfer von häuslicher Gewalt vorübergehend Aufnahme fanden. Auch die Aargauer Landeskirchen hatten das Projekt finanziell unterstützt. «Das an uns vermietete Objekt wurde verkauft», so Oliver Hunziker vom Verein «Zwüschehalt». Aktuell unterhalte man ein Provisorium mit zwei Plätzen im Aargau und leite bei zusätzlichem Bedarf die Männer in die beiden Häuser in Bern und Luzern weiter. «Aktuell sprechen wir mit dem Kanton Aargau und schauen, ob wir in der Standortfrage einen gemeinsamen Weg finden», erklärt Oliver Hunziker. Erste Signale seien positiv. In den kommenden Wochen könnte sich eine Lösung abzeichnen. Ziel sei es, dass die Institution Männerhaus auch im Kanton Aargau bestehen bleibt. Allerdings könne der Verein das nicht aus eigener Kraft stemmen.

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