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Noch bis am Dienstag 12.11.2019 kann in die geplanten Moschee-Baupläne in Reinach (Symbolbild) eingesehen werden. | zvg
Noch bis am Dienstag 12.11.2019 kann in die geplanten Moschee-Baupläne in Reinach (Symbolbild) eingesehen werden. | zvg

Einsicht in Neubau-Pläne der Moschee Reinach

11.11.2019, 14:07

Am Tag der offenen Moscheen der Aargauer Muslime sprach der Imam in Reinach über Sorgen und Pläne der albanischen Gemeinschaft. Noch bis Dienstag liegt das Baugesuch für das Kulturzentrum Tulipan des Vereins Albanische Gemeinschaft Reinach mit rund 300 Mitgliedern auf. Das neue Zentrum ist noch Zukunftsmusik. «Es umfasst drei Teile», sagt Liridon Racaj, im Verein für die Medienarbeit zuständig: «Öffentliche Kindertagesstätte, wo Deutsch gesprochen wird, öffentliches Restaurant, Mehrzweckhalle.» Dieser letzte Teil wird als Gebetsraum genutzt, kann aber auch zu anderen Zusammenkünften wie Hochzeiten, Verlobungen oder bei Todesfällen gemietet werden. Am Tag der offenen Moschee-Türen konnte man die Pläne sehen.
Die Preisträgerin 2019, Daniela Fleischmann (Mitte) zusammen mit Pia Viel, Präsidentin des Aargauischen-Katholischen Frauenbunds (links) sowie Vroni Peterhans, Frauenpreis-Kommissions-Präsidentin. | © Marie-Christine Andres
Die Preisträgerin 2019, Daniela Fleischmann (Mitte) zusammen mit Pia Viel, Präsidentin des Aargauischen-Katholischen Frauenbunds (links) sowie Vroni Peterhans, Frauenpreis-Kommissions-Präsidentin. | © Marie-Christine Andres

AKF-Frauenpreis geht an Daniela Fleischmann

10.11.2019, 12:00

Am Freitagabend, 8. November, verlieh der Aargauische Katholische Frauenbund im reformierten Kirchgemeindehaus Baden den Frauenpreis 2019. Der mit 20'000 Franken dotierte AKF-Frauenpreis ging dieses Jahr an Daniela Fleischmann, die Geschäftsführerin des Sozialwerks HOPE und Mitbegründerin der kürzlich eröffneten Notschlafstelle Baden. Die frisch gewählte EVP-Nationalrätin Lilian Studer und die Badener Stadträtin Sandra Kohler überbrachten Grussworte. Danach  würdigte Vroni Peterhans, die Präsidentin der AKF-Frauenpreis-Kommission, das grosse und langjährige Engagement von Daniela Fleischmann zugunsten des christlichen Sozialwerks HOPE, das unter ihrer Leitung zu bedeutender Grösse gewachsen ist. Die Preisträgerin wandte sich mit den Worten ans Publikum: «Ich habe mit Spannung zugehört und gedacht: das ist eine tolle Person, über die hier gesprochen wird.» In einer bewegenden Rede erklärte sie, ihre Fähigkeiten seien ein Geschenk Gottes und ihr Lebenswerk die Menschen. Dank Gottes Hilfe, der Unterstützung ihrer Familie und der Mitarbeit ihrer Wegbegleiterinnen sei über die Jahre aus dem Sozialwerk ein Betrieb mit 22 Angestellten geworden. Auch die im vor zwei Monaten eröffnete Notschlafstelle in Baden - die einzige im Aargau - ist aus Daniela Fleischmanns Engagement heraus entstanden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Daniela Fleischmann bei Kurt Adler von der Fachstelle Diakonie der katholischen Landeskirche für die wertvolle Zusammenarbeit. Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom Bruder der Preisträgerin, Bruno Borner, mit Gitarre und Bluesharp.
Wer einmal wissen will, wie das staatliche Archivwesen (Symbolbild) funktioniert, dem bietet der «Tag des offenen Archivs» eine willkommene Gelegenheit. | © Marie-Christine Andres
Wer einmal wissen will, wie das staatliche Archivwesen (Symbolbild) funktioniert, dem bietet der «Tag des offenen Archivs» eine willkommene Gelegenheit. | © Marie-Christine Andres

Offenes Aargauer Staatsarchiv am 16. November

07.11.2019, 20:54

Am Samstag, 16. November von 13.30 bis 17.00 Uhr findet im Staatsarchiv Aargau an der Entfelderstrasse 22 in Aarau der «Tag des offenen Archivs» mit Ausstellung und Referaten statt. Die Referenten Dr. Ernst Guggisberg und Dr. Kevin Heiniger haben in der vom Bund eingesetzten Expertenkommission mitgewirkt, die kürzlich ihre Forschungsresultate zur Geschichte der administrativen Versorgung in der Schweiz publiziert hat. Bei Zehntausenden von Menschen waren in der Vergangenheit fürsorgerische Zwangsmassnahmen in verschiedenen Formen angeordnet oder Fremdplatzierungen vorgenommen worden. Ein detailliertes Programm zum Tag des offenen Archivs ist zu finden unter: www.ag.ch/staatsarchiv 
Vroni Peterhans ist eines der Mitglieder des neu gegründeten internationalen katholischen Frauennetzwerks. | © Vera Rüttimann
Vroni Peterhans ist eines der Mitglieder des neu gegründeten internationalen katholischen Frauennetzwerks. | © Vera Rüttimann

Internationales Netzwerk katholischer Frauen gegründet

05.11.2019, 11:28

In Stuttgart haben katholische Frauen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein ein internationales Frauen-Netzwerk gegründet, dies meldet das katholische Medienzentrum kath.ch. In diesem sind katholische Frauenorganisationen, politisch engagierte Katholikinnen und Frauenklöster verbunden, erklärte Martha Heizer von «Wir sind Kirche – Österreich» auf Anfrage. Als «Koordinatorin» des Netzwerks wirkt die Polin Zuzanna Flisowska von «Voices of Faith». Das Gründungstreffen fand vom 1. bis 3 November in Stuttgart statt. Bei dem Treffen in Stuttgart waren gemäss Heizer unter anderem aus der Schweiz die Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, die Präsidentin des Synodalrates der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Franziska Driessen-Reding, die Präsidentin des Verbandsvorstands des «Schweizerischen Katholischen Frauenbundes» (SKF), Simone Curau-Aepli, und die Co-Vorsitzende der «Europäischen Allianz Katholischer Frauenverbände» Andante, Vroni Peterhans-Suter, dabei. 

Am Samstag, 9. November, öffnen die Moscheen im Aargau ihre Türen für Interessierte. | © Marie-Christine Andres
Am Samstag, 9. November, öffnen die Moscheen im Aargau ihre Türen für Interessierte. | © Marie-Christine Andres

Tag der offenen Moschee am 9. November

31.10.2019, 10:23

Am Samstag, 9. November findet im Aargau der Tag der offenen Moscheen statt. Bereits seit dreizehn Jahren lädt der Verband Aargauer Muslime (VAM) zu diesem Tag ein. Mitbürgerinnen und Mitbürgern sollen die Gelegenheit haben, sich aus erster Hand über den Islam und die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. Der VAM leistet dadurch einen aktiven Beitrag zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen in der Bevölkerung und trägt zum friedlichen Zusammenleben bei. Am 9. November haben die Moscheen in Aarburg, Buchs, Gebenstorf, Lenzburg, Oberentfelden, Reinach, Rheinfelden und Wohlen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es jeweils zur vollen Stunde.
Am 7. November erscheint die interreligiöse Zeitung «zVisite» zum Thema «Mode und Religion». | © Nora Steffen und Dominic Wenger
Am 7. November erscheint die interreligiöse Zeitung «zVisite» zum Thema «Mode und Religion». | © Nora Steffen und Dominic Wenger

Vernissage im Haus der Religionen in Bern

29.10.2019, 10:55

Jeweils zur Woche der Religionen im November erarbeitet eine interreligiös zusammengesetzte Redaktion die Zeitung «zVisite». Auch das Aargauer Pfarrblatt Horizonte beteiligt sich seit vielen Jahren an der interreligiösen Publikation. Die diesjährige Ausgabe der «zVisite» erscheint im Aargau am 7. November. Die Fotos dieser Ausgabe wurden von den beiden Fotografen Nora Steffen und Dominic Wenger gemacht und sind im Haus der Religionen Bern in Grossformat zu sehen – ebenso ein Video. Die Vernissage findet am Mittwoch, 6. November um 19 Uhr statt. In einem Referat wird der Historiker und Religionswissenschaftler Valentino Leanza die Frage «Mode und Religion – alles eine Frage der Perspektive(n)?» zu beantworten versuchen. Die Finissage am 19. Januar 2020 bietet Workshops zum Thema Kleidung. www.haus-der-religionen.ch
Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula zum Abschluss der Amazonas-Bischofssynode am 26. Oktober 2019 im Vatikan. | zvg
Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula zum Abschluss der Amazonas-Bischofssynode am 26. Oktober 2019 im Vatikan. | zvg

Verheiratete Männer als Priester zugelassen

27.10.2019, 17:45

Mit einem Votum für die Zulassung verheirateter Priester in entlegenen Regionen ist die Amazonas-Synode im Vatikan zu Ende gegangen. Die Zulassung von Frauen zum Diakonat unterstützte die Versammlung nicht. Und die Zulassung der sogenannten «viri probati» gilt auch explizit nur für Gemeinden des Amazonasgebiets, die besonders unter Priestermangel leiden. Eine allgemeine Aufhebung des Zölibats ist damit nicht verbunden - das heisst: Ein Übertrag dieser Lösung auf Gebiete in Mitteleuropa ist nicht vorgesehen.  
Kostbare Gefässe für die Feier der Eucharistie. | © pajala, Pixabay
Kostbare Gefässe für die Feier der Eucharistie. | © pajala, Pixabay

Kirche soll auf Gold verzichten

23.10.2019, 16:44

Einen Verzicht auf neue liturgische Gefässe aus Gold sowie auf goldene Eheringe hat der Amazonas-Missionar Dario Bossi am Rande der in Rom tagenden Bischofssynode gefordert. Der aus Italien stammende Bossi berichtete, dass die Goldsuche und Goldgewinnung im Amazonasgebiet zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden, insbesondere bei Indigenen, führe. Daher wäre es ein wichtiger symbolischer Akt, wenn kirchliche Stellen bewusst auf die Nutzung von weiterem Gold in der Liturgie verzichten würden. In der katholischen Liturgie werden seit vielen Jahrhunderten vorzugsweise Kelche, Hostienschalen und andere liturgische Geräte benutzt, die vergoldet sind, oder aus sonstigen Edelmetallen bestehen.
Neue CVP-Nationalrätin aus dem Aargau: Partei-Präsidentin Marianne Binder-Keller. | © Roger Wehrli
Neue CVP-Nationalrätin aus dem Aargau: Partei-Präsidentin Marianne Binder-Keller. | © Roger Wehrli

Wahlen: CVP überrascht

21.10.2019, 09:53

Im Aargau hat die CVP überrascht und nach dem Einbruch vor vier Jahren wieder 1,3 Prozent ugelegt. Damit gehört die Mitte-Partei mit dem «C» im Namen neben den Grünen und Grünliberalen zu den grossen Gewinnern im Rüebliland. Nicht zuletzt dank ihrer Unterliste mit den Bauern gewinnt sie überraschend einen Sitz und schickt neu zwei Frauen nach Bern: Neben der Bisherigen Ruth Humbel schafft neu auch Parteipräsdientin Marianne Binder-Keller den Sprung nach Bern.
Klimademo in Luzern. | © Sylvia Stam
Klimademo in Luzern. | © Sylvia Stam

Vatikan unterstützt «Fridays for Future»

18.10.2019, 11:30

Der Vatikan hat das Recht künftiger Generationen auf einen intakten Planeten bekräftigt und mahnt ein «konzertiertes Engagement» gegen die Auswirkungen des Klimawandels an. Wenn man Probleme aus Vergangenheit und Gegenwart nicht den kommenden Generationen aufbürden wolle, könne man sich nicht länger darauf beschränken, einfach Sorge um die Umwelt zu bekunden, heisst es in einem vom Vatikan verbreiteten Redeskript. Ohne die Bewegung namentlich zu nennen, stellte sich der Vatikan damit hinter ein Anliegen von «Fridays for Future» und die Schülerstreiks für eine andere Klimapolitik.

In Ergänzung zum traditionellen Rosenkranz gibt es neu eine digitale Version. Insbesondere  junge Menschen, so die Erwartung, sollten mit dem neuen Angebot für das Rosenkranzbeten gewonnen werden. | © Roger Wehrli
In Ergänzung zum traditionellen Rosenkranz gibt es neu eine digitale Version. Insbesondere junge Menschen, so die Erwartung, sollten mit dem neuen Angebot für das Rosenkranzbeten gewonnen werden. | © Roger Wehrli

Digitaler Rosenkranz für junge Leute

16.10.2019, 11:01

Mit einem elektronischen Rosenkranz will die katholische Kirche junge Menschen für die traditionelle Gebetsform interessieren. «Click To Pray eRosary» heisst das Smart-Armband in Form einer Perlenkette mit Kreuz, das in Verbindung mit einer App am Dienstag im Vatikan vorgestellt wurde. Der Smart-Rosenkranz wird ums Handgelenk gelegt und aktiviert, indem der Träger damit ein Kreuzzeichen macht. Per Bluetooth ist der «e-Rosary» mit einer kostenlosen App synchronisiert, deren Audio-Guide personalisierte Bilder und Texte zum Rosenkranz-Gebet beinhaltet.
Es werde, so der Hochschulpfarrer, alles um den Priester und den Priestermangel herum organsisiert. Dies sei das grundsätzliche Problem der Überhöhung von Ämtern in der katholischen Kirche. | © Symbolbild/Anne Burgmer
Es werde, so der Hochschulpfarrer, alles um den Priester und den Priestermangel herum organsisiert. Dies sei das grundsätzliche Problem der Überhöhung von Ämtern in der katholischen Kirche. | © Symbolbild/Anne Burgmer

Provokanter Vorschlag: Priesteramt auf Zeit?

14.10.2019, 15:33

Ein zunächst ungewohnt anmutender Vorschlag kommt von einem Priester aus Deutschland. Hochschulpfarrer Burkhard Hose kann sich die Vergabe von kirchlichen Weiheämtern wie das des Priesters auf Zeit vorstellen. Der Provokation dieser Idee sei er sich gemäss Mitteilung durchaus bewusst. Er sei dafür, dass man an der Idee der Sukzession festhalte, wonach heutige Ämter in direkter Verbindung zu den Aposteln stünden, sagte Burkhard Hose am Sonntag im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). «Aber warum muss jemand sein ganzes Leben lang dieses Amt haben, um diesen Bezug zu gewährleisten?»
(Symbolbild) Jüdische Einrichtungen, besonders Synagogen, stehen oft unter hohem Schutz. Im Fall des Terroraktes von Halle, hielt die Tür der Synagoge den Versuchen des Täters stand. | © Roger Wehrli
(Symbolbild) Jüdische Einrichtungen, besonders Synagogen, stehen oft unter hohem Schutz. Im Fall des Terroraktes von Halle, hielt die Tür der Synagoge den Versuchen des Täters stand. | © Roger Wehrli

Bestürzung nach rechtem Terror in Halle

10.10.2019, 18:24

Mit Bestürzung haben insbesondere jüdische Gemeinschaften auf den rechten Terrorakt im deutschen Halle an der Saale reagiert. Ein bewaffneter deutscher mutmasslicher Rechtsextremist hatte versucht an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, die Synagoge in Halle an der Saale zu betreten, um die dort Feiernden zu erschiessen. Sein Versuch scheiterte. Er schoss daraufhin vor der Synaoge und in einem Döner-Imbiss um sich und tötete dabei zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt. Gemäss Medienberichten gehen die Ermittler davon aus, dass er Mann ein Massaker anrichten wollte.
«Die Taufe stellt eine persönliche Verbindung zwischen Christus und dem Getauften her: Der Getaufte ist von Natur aus Missionar», so Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten beim Auftakt im Baptisterium von Riva san Vitale im Tessin. | © zvg missio
«Die Taufe stellt eine persönliche Verbindung zwischen Christus und dem Getauften her: Der Getaufte ist von Natur aus Missionar», so Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten beim Auftakt im Baptisterium von Riva san Vitale im Tessin. | © zvg missio

Ausserordentlicher Missionsmonat Oktober

07.10.2019, 09:12

Der Ausserordentliche Monat der Weltmission wurde am 1. Oktober mit einer Feier im Baptisterium von Riva San Vitale (Tessin) eröffnet, so die entsprechende Medienmitteilung von missio. Das Baptisterium ist das älteste noch erhaltene christliche Bauwerk der Schweiz. Die Schweizer Katholikinnen und Katholiken sind während des Monats Oktober eingeladen, das Bewusstsein der missio ad gentes (der Sendung an die Völker) wieder stärker wachzurufen und mit neuem Schwung die missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge wiederaufzunehmen. Dieser Wunsch Papst Franziskus' fügt sich in seine stete Erinnerung ein, die Neuevangelisation zu stärken. www.missio.ch
Priorin Irene Gassmann vom Kloster Fahr, eine der Mitinitiantinnen der Initiative. | zvg
Priorin Irene Gassmann vom Kloster Fahr, eine der Mitinitiantinnen der Initiative. | zvg

Initiative zur sakramentalen Sendung von Frauen

04.10.2019, 08:43

Engagierte Menschen aus Pfarreien und Gemeinschaften sowie Ordensfrauen und Seelsorger*innen, die sich in den sakramentalen Dienst der Kirche stellen möchten, haben sich zur #JuniaInitiative zusammengeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich für eine sakramentale Sendung von Frauen* ein. Am 17. Mai 2020, am Festtag der Heiligen Junia, schlagen Pfarreien und Gemeinschaften ihren Bischöfen bewährte und berufene Frauen* zur sakramentalen Sendung vor. Konkret heisst das, dass Frauen zwar nicht für eine Priesterweihe, aber für die Spende von Sakramenten wie Krankensalbung, Busssakrament und Eucharistie vorgeschlagen werden. Die entsprechenden Seelsorger*innen und Ordensfrauen wiederum bekennen ihre Bereitschaft zur Sendung.
«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey
«Es ist nach wie vor unverständlich, weshalb Ordensbrüder, die nicht Priester sind, ein Stimmrecht an Bischofssynoden haben, Ordensfrauen jedoch nicht», so Priorin Irene Gassmann. | © Felix Wey

Livestream im Kloster Fahr

02.10.2019, 15:02

Priorin Irene vom Kloster Fahr reist mit sieben Mitschwestern vor der Bischofssynode nach Rom, um ein Zeichen zu setzen. Auch Ordensfrauen sollen an Bischofssynoden ein Stimmrecht bekommen. Mit diesem Ziel findet am 3. Oktober 2019 in Rom eine Konferenz von Ordensfrauen statt. Unter den Referentinnen ist auch Priorin Irene. Sie wird zusammen mit Bischof Felix Gmür, Basel, über konkrete Schritte zur Partizipation von Frauen in Entscheidungsprozessen der Diözesen, Bischofskonferenzen und Synoden diskutieren. Die daheimbleibenden Schwestern im Kloster Fahr öffnen am 3. Oktober die Pforten, um mit Interessierten die Gespräche in Rom über Livestream gemeinsam zu verfolgen. Die Konferenz von vom 3. Oktober kann ab 11.30 Uhr via Livestream mitverfolgt werden. Das Kloster Fahr öffnet um 11 Uhr seine Pforte für alle, die den Livestream gemeinsam im Kloster schauen wollen. Anschliessend sind alle eingeladen zu einer «Teilete». Das Kloster bittet um Anmeldung: 043 455 10 40 oder info@kloster-fahr.ch
Über Hunderttausend Menschen demonstrierten dieses Wochenende an der Klima-Kundgebung in Bern. | © Delia Frauenfelder
Über Hunderttausend Menschen demonstrierten dieses Wochenende an der Klima-Kundgebung in Bern. | © Delia Frauenfelder

100 000 demonstrieren fürs Klima

29.09.2019, 11:23

Drei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen haben am Samstag in Bern mehrere zehntausend Personen für ein «Klima des Wandels» demonstriert. Die Organisatoren schätzten die Zahl auf gegen 100’000 Teilnehmende. Um die Dringlichkeit des Klimaschutzes akustisch zu betonen, läuteten am Samstag um 14.30 Uhr schweizweit die Glocken von zahlreichen Kirchen - in Bern diejenigen des Münsters. An mehreren Turmuhren wurde die Uhrzeit bei fünf vor zwölf angehalten. Insgesamt beteiligten sich laut den Organisatoren über 150 Kirchgemeinden an der Aktion. Die Klimademo in Bern bildete den Schweizer Schlusspunkt der «Global Week for Future», während der weltweit Aktionen und Demonstrationen stattfanden.
Wie hier in Basel demonstrieren heute Freitag in den Schweizer Städten wieder Jugendliche fürs Klima. | zvg
Wie hier in Basel demonstrieren heute Freitag in den Schweizer Städten wieder Jugendliche fürs Klima. | zvg

Kirchen an Klima-Demo

27.09.2019, 11:17

Unter dem Motto «Kl!ma des Wandels» ruft ein breites Bündnis von über 80 Organisationen und Gruppierungen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft zur nationalen Klima-Demo am 28.September 2019 auf. Bereits heute Freitag finden im Rahmen der internationalen Klimastreikwoche Demonstrationen in den grösseren Schweizer Städten wie Zürich, Aarau, Genf und Bern statt. Man kämpfe für eine griffige und gerechte Klimapolitik: «Drei Wochen vor den Wahlen setzen wir am 28. September als breite Klimabewegung ein kräftiges Zeichen», erklärt Stefan Salzmann, Co-Präsident Klima-Allianz und Klimaspezialist von Fastenopfer.
Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe «für eine Kirche umfassender Gerechtigkeit» beim Gespräch in Solothurn. | zvg
Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe «für eine Kirche umfassender Gerechtigkeit» beim Gespräch in Solothurn. | zvg

Ernüchternde Gesprächsbilanz

25.09.2019, 11:14

Die Theologinnen und Theologen für «eine Kirche umfassender Gleichwertigkeit» blicken nach drei Monaten ernüchtert auf das Gespräch mit Bischof Felix Gmür zurück. Am 19. Juni hatte das Gespräch mit Bischof Felix Gmür und Generalvikar Markus Thüring stattgefunden, zu dem eine Gruppe von fünf Theologinnen und zwei Theologen eingeladen worden war. Sie hatten umfassende Reformen von den Schweizer Bischöfen gefordert. Das Ziel sei gewesen, die beiden Kirchenvertreter als Bundesgenossen für einen gemeinsamen Weg hin zu konkreten erfahrbaren Veränderungen um des Evangeliums Willen zu gewinnen. «Heute spüren wir noch deutlicher, dass wir nicht Seite an Seite stehen, um durch alle Kirchenskandale hindurch den Dienst und die Freude am Evangelium ganz neu zu gestalten. Es fühlt sich für uns eher so an, dass das Gespräch umsonst war.» Man wolle aber gleichwohl an den gestellten Forderungen festhalten und dranbleiben, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die Klimademonstration in Bern wird mit einem spirituellen Schwerpunkt beginnen. Um 12.30 Uhr findet in der Heiliggeistkirche ein interreligiöses Klimagebet statt. | © Andreas Krummenacher
Die Klimademonstration in Bern wird mit einem spirituellen Schwerpunkt beginnen. Um 12.30 Uhr findet in der Heiliggeistkirche ein interreligiöses Klimagebet statt. | © Andreas Krummenacher

Kirchen unterstützen Klimastreik am Samstag

23.09.2019, 20:51

Am 28. September 2019 findet in Bern eine nationale Klimademonstration statt. Sie hat in kirchlichen Kreisen grossen Rückhalt. Denn in über zweihundert Kirchen werden die Kirchenglocken läuten oder die Turmuhr wird um «5 vor 12» stehen bleiben. Dies als Zeichen für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. Zur Aktion aufgerufen haben unter anderen Brot für alle, Fastenopfer, die Evangelischen Frauen Schweiz, der Schweizerische Katholische Frauenbund, HEKS sowie oeku Kirche und Umwelt. In den Kantonen Zürich und Bern hat der Aufruf zudem die Unterstützung der Kantonalkirchen gefunden. So verabschiedete die reformierte Kirchensynode Zürich Ende Juni eine Resolution «Handeln gegen den Klimawandel». In Bern stellt sich der Synodalrat in einem neuen Standpunkt hinter die Forderungen der Jugend zum Schutz des Klimas. Einzelne Kirchgemeinden läuten nicht nur die Glocken, sondern führen Andachten durch oder fahren gemeinsam zur Demonstration nach Bern.