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Die geplante Wohngemeinschaft soll sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen zusammensetzen (katholisch, reformiert, freikirchlich). | © Marie-Christine Andres
Die geplante Wohngemeinschaft soll sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen zusammensetzen (katholisch, reformiert, freikirchlich). | © Marie-Christine Andres

Kloster Fahr: Bäuerinnenschule wird Wohnraum

14.12.2018, 05:04

Ein Jahr Nach Bekanntgabe der Absicht, die Bäuerinnenschule sowie wie Betriebe und Annexgebäude in eine neue Nutzungsform zu überführen, hat das Kloster Fahr nun einen Entscheid gefällt: Den Zuschlag erhalten die Vertreter des Projektes «erfahrbar» - lokal verankerte Familien und die PROSPERITA Stiftung für berufliche Vorsorge als Investorin. «Diese haben ein Gesamtkonzept mit christlichem, gemeinschaftlichem Mehrgenerationenwohnen, nachhaltiger Landwirtschaft und Ausflugs- Gastronomie eingereicht», heisst es in einer Medienmitteilung des Klosters. Künftig werde die Bäuerinnenschule als Raum für eine innovative, ökumenische und klosternahe Lebensform dienen: «Das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach begegnet der Vereinsamung in der Gesellschaft und knüpft dabei an die benediktinische Tradition des Klosters an. Zudem könne das Ensemble erhalten bleiben und das Areal in einem ausgewogenen Ausmass mit Jung und Alt belebt werden. Die Landwirtschaft und die Gastronomie würden den heutigen Bedürfnissen und Möglichkeiten.
Neun Frauen aus dem Aargau, eine aus Solothurn und ein Mann aus Baselland feierten zusammen mit Gästen am 7. Dezember 2018 im Bullingerhaus Aarau den Abschluss ihrer rund vierjährigen Ausbildung zur Katechetin/zum Katecheten nach ForModula. | © Claudia Rüegsegger
Neun Frauen aus dem Aargau, eine aus Solothurn und ein Mann aus Baselland feierten zusammen mit Gästen am 7. Dezember 2018 im Bullingerhaus Aarau den Abschluss ihrer rund vierjährigen Ausbildung zur Katechetin/zum Katecheten nach ForModula. | © Claudia Rüegsegger

11 neue Katechese-Lehrpersonen

12.12.2018, 08:25

Zur Fachausweis-Übergabe am vergangenen 7. Dezember 2018 hatten die Fachstelle Katechese–Medien der Römisch Katholischen Kirche und die Fachstelle Kirchlicher Religionsunterricht der Reformierten Landeskirche im Aargau eingeladen. Mit eindrücklichen persönlichen Statements beschrieben die Absolventinnen und Absolventen ihre wichtigsten Lernerfahrungen während ihrer katechetischen Ausbildung. Dazu legten sie passende Gegenstände in einen bereitgestellten Lern-Koffer, der sie symbolisch auf ihrer weiteren katechetischen Reise begleiten wird. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Dieter Wagner, dem Leiter der Kirchenmusikschule, und Claudia Rüegsegger, Ausbildungsleiterin katholisch bei ModulAar.
In der Schweiz wurde zuletzt im Rahmen des Abstimmungskampfes über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP über die Menschenrechte diskutiert. Die Initiative verlangte, dass Schweizer Recht vor europäischem Recht Vorrang haben sollte, beziehungsweise Urteile des Euopäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg für die Schweiz nicht mehr automatisch bindend sein sollten. | © Andreas C. Müller
In der Schweiz wurde zuletzt im Rahmen des Abstimmungskampfes über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP über die Menschenrechte diskutiert. Die Initiative verlangte, dass Schweizer Recht vor europäischem Recht Vorrang haben sollte, beziehungsweise Urteile des Euopäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg für die Schweiz nicht mehr automatisch bindend sein sollten. | © Andreas C. Müller

70 Jahre Menschenrechte

10.12.2018, 08:52

Am 10. Dezember 1948 – also vor 70 Jahren – verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Seitdem erinnert der Internationale Tag der Menschenrechte immer am 10. Dezember an deren Verabschiedung. Erstmals wurden die Menschenrechte allerdings im Zuge der französischen Revolution von 1789 proklamiert. Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs einigten sich dann die Vereinten Nationen auf einen Katalog von Grundrechten, der gleichermaßen für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, politischer Überzeugung oder Religion – gelten sollte. Allerdings dauerte es weitere 18 Jahre, bis die Menschenrechte als ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf globaler Ebene verankert werden konnten.
Ein junger Patient auf der Pflegestation. Im südlichen Westjordanland leben rund 330'000 Kinder unter 14 Jahren. Wenn sie krank werden, ist das Caritas Baby Hospital in Bethlehem die zentrale Anlaufstelle. Die Mitarbeitenden des Caritas Baby Hospital kümmern sich inmitten der angespannten Situation im Nahen Osten um alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft und Religion. Das Spital ist wichtiger Stützpfeiler des palästinensischen Gesundheitssystems und der lokalen Wirtschaft. | © Kinderhilfe Bethlehem
Ein junger Patient auf der Pflegestation. Im südlichen Westjordanland leben rund 330'000 Kinder unter 14 Jahren. Wenn sie krank werden, ist das Caritas Baby Hospital in Bethlehem die zentrale Anlaufstelle. Die Mitarbeitenden des Caritas Baby Hospital kümmern sich inmitten der angespannten Situation im Nahen Osten um alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft und Religion. Das Spital ist wichtiger Stützpfeiler des palästinensischen Gesundheitssystems und der lokalen Wirtschaft. | © Kinderhilfe Bethlehem

Weihnachtskollekte für Caritas Baby Hospital

07.12.2018, 17:33

Katholische Pfarreien in der ganzen Schweiz sammeln gemäss einer Medienmitteilung von Kinderhilfe Bethlehm auch dieses Jahr im Rahmen der Weihnachtsmesse für die Kinderhilfe Bethlehem, die das Caritas Baby Hospital im Westjordanland betreibt. Eingeläutet wird die Weihnachtskollekte am Sonntag, 16. Dezember 2018 mit einem Zirkusgottesdienst im Circus GO in Solothurn unter der Leitung von Zirkuspfarrer Adrian Bolzern. Das von einem Schweizer gegründete Spital ist bis heute das einzige ausschliesslich auf Kinder spezialisierte Krankenhaus im Westjordanland. Etwa 50'000 Kinder wurden dort in diesem Jahr behandelt. 
«Es braucht verbindliche Aussagen, wo und wie ernsthaft die römisch-katholische Kirche in der Frauenfrage auf dem Weg ist. Dieser Weg ist auch steinig, schon lange. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass dieser Weg in die Sackgasse führt, werden weitere Kirchenmitglieder resignieren, sich abwenden und andere Wege einschlagen», so Luc Humbel, Präsident der RKZ in seiner Eingangsrede. | © Roger Wehrli
«Es braucht verbindliche Aussagen, wo und wie ernsthaft die römisch-katholische Kirche in der Frauenfrage auf dem Weg ist. Dieser Weg ist auch steinig, schon lange. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass dieser Weg in die Sackgasse führt, werden weitere Kirchenmitglieder resignieren, sich abwenden und andere Wege einschlagen», so Luc Humbel, Präsident der RKZ in seiner Eingangsrede. | © Roger Wehrli

RKZ-Präsident Luc Humbel kritisiert Amtskirche

05.12.2018, 08:42

Luc Humbel, Präsident der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ), drückte an der Plenarsitzung des Gremiums am Wochenende in Zürich seine Sorgen im Hinblick auf den Weg der Katholischen Kirche aus. Sowohl die grosse Zahl von öffentlich gewordenen Missbrauchsfällen, als auch die umstrittenen Äusserungen von Papst Franziskus zum Thema Abtreibung gäben Anlass zur Sorge über den zukünftigen Weg der Kirche. Die Bischöfe forderte er dazu auf, Pfadfinder in steinigem Gelände zu sein. Luc Humbel bedauerte, dass die Amtskirche bisher nicht auf den Austritt von sechs prominenten Katholikinnen reagiert hat. Hier finden Sie die Rede im Wortlaut.
Priesterseminare und Orden müssten Kandidaten strenger auf homosexuelle Neigungen prüfen, so der Papst. Wenn bei Kandidaten für geistliche Berufe keine sorgfältige Prüfung der affektiven Reife und der sexuellen Ausrichtung erfolge, gebe es später Probleme, so heisst es zu den Aussagen von Franziskus in einer Meldung des Medienzentrums kath.ch | © Andrea Krogmann
Priesterseminare und Orden müssten Kandidaten strenger auf homosexuelle Neigungen prüfen, so der Papst. Wenn bei Kandidaten für geistliche Berufe keine sorgfältige Prüfung der affektiven Reife und der sexuellen Ausrichtung erfolge, gebe es später Probleme, so heisst es zu den Aussagen von Franziskus in einer Meldung des Medienzentrums kath.ch | © Andrea Krogmann

Papst äussert sich zu homosexuellen Priester

03.12.2018, 16:45

Erneut hat es Papst Franziskus mit umstrittenen Äusserungen in die Medien geschafft. Die Deutschen Presseagentur dpa zitiert aus einem spanischen Interview mit dem Papst, welches in einem Buch erscheinen soll. Darin heisst es gemäss dpa: «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche». Weiter betont der Papst mit Blick auf die Ausbildung von Priester und Ordensleuten, dass diese Art von Zuneigung im geweihten Leben und im priesterlichen Leben keinen Platz habe. Im Buch, das der dpa vorliegt, geht es vor allem um die Berufung und das geweihte Leben. Vom Priester- oder Ordensleben abgesehen spricht sich Papst Franziskus immer wieder dafür aus, homosexuelle Menschen nicht zu diskriminieren.
Von der Schweizer Bischofskonferenz war Alain de Raemy als Vertreter an der Bischofssynode in Rom. | © kath.ch
Von der Schweizer Bischofskonferenz war Alain de Raemy als Vertreter an der Bischofssynode in Rom. | © kath.ch

Jugendsynode: Bischof fordert Umsetzung

30.11.2018, 18:38

Jugendbischof Alain de Raemy betont, dass für die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Schlussdokument der im Oktober abgehaltenen Jugendsynode in Rom jede einzelne Diözese gefordert sei. Der synodale Prozess müsse nun «vor Ort» weitergehen. Alle Getauften - also nicht nur die Amtsträger - seien aufgefordert, den Jugendlichen höchste Priorität beizumessen. In erster Linie seien die Pfarrgemeinden und die Jugendverbände gefordert, so Alain de Raemy an der 322. ordentlichen Vollversammlung der Schweizerischen Bischofskonferenz vom 26.-28. November 2018. Der Jugendbischof  betonte auch, dass jeder Bischof herausgefordert sei, Initiativen zu fördern, die allen Jugendlichen eine konkrete Unterstützung im Lichte des Glaubens bieten.
Tritt zusammen mit fünf anderen prominenten Schweizer Katholikinnen aus der katholischen Kirche aus: Die feministische Theologin und Publizistin Doris Strahm. | © Vera Rüttimann
Tritt zusammen mit fünf anderen prominenten Schweizer Katholikinnen aus der katholischen Kirche aus: Die feministische Theologin und Publizistin Doris Strahm. | © Vera Rüttimann

Bischöfe wollen mit Ausgetretenen sprechen

28.11.2018, 08:20

Vor einer Woche sind sechs namhafte feministisch engagierte Frauen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Reaktionen seitens der Bischöfe gab es dazu bislang keine. Eine Delegation der Schweizer Bischofskonferenz möchte nun aber das Gespräch mit den Frauen suchen, wie deren Sprecherin Encarnacion Berger-Lobato auf Anfrage mitteilte. Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz SBK – dazu gehören Charles Morerod, Felix Gmür und Urban Federer – möchte sich allerdings nicht via  Medien dazu äussern, «sondern lieber das Gespräch mit ihnen suchen, wie es dies auch in anderen Fällen getan hat», ergänzte Mediensprecherin Encarnacion Berger-Lobato auf Anfrage. «Zu diesem Zweck wird eine Delegation der SBK die sechs Frauen  zu einem Gespräch einladen», stellte die Sprecherin in Aussicht.
Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft hätten mehr Solidarität verdient, so der Zürcher Generalvikar Josef Annen gestern nach der Abstimmung. Der Präsident von Caritas Zürich hatte sich im Vorfeld gegen die Vorlage ausgesprochen. | © Christoph Wider
Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft hätten mehr Solidarität verdient, so der Zürcher Generalvikar Josef Annen gestern nach der Abstimmung. Der Präsident von Caritas Zürich hatte sich im Vorfeld gegen die Vorlage ausgesprochen. | © Christoph Wider

Abstimmung: Kirchen sind bedingt erleichert.

26.11.2018, 08:27

Die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter», (so genannte Selbstbestimmungsinitiative SBI) ist gescheitert. 66,2 Prozent der Stimmberechtigten sagten Nein zur SBI, Ja-Stimmen gab es von 33,8 Prozent. In kirchlichen Kreisen ist man erleichtert. Das Gesetz zur Überwachung von Versicherten wurde am Sonntag hingegen mit knapp 65 Prozent der Stimmen angenommen. Der Zürcher Generalvikar und Präsdient von Caritas Zürich, Josef Annen, sieht im Ja eine Belastung für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Mit der Annahme der Vorlage hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung dafür ausgesprochen, dass Versicherte versteckt beobachtet werden können, wenn ein Verdacht auf unrechtmässigen Leistungsbezug besteht. Ebenfalls, und zwar mit 55 Prozent der Stimmen, wurde die Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere» (so genannte «Hornkuhinitiative»)  angelehnt, mit der kirchliche Kreise sympathisiert hatten. Das Volksbegehren sah eine finanzielle Unterstützung für die Haltung von Nutztieren mit Hörnern vor.  
Die Aktion Sternsingen 2019 wird vom Hilfswerk Missio organisiert. Sie steht unter dem Motto «Wir gehören zusammen». | © kna-bild
Die Aktion Sternsingen 2019 wird vom Hilfswerk Missio organisiert. Sie steht unter dem Motto «Wir gehören zusammen». | © kna-bild

Aktion Sternsingen 2019

20.11.2018, 10:11

Im Zentrum der Aktion Sternsingen 2019 stehen Kinder mit Behinderungen. Nach offiziellen Schätzungen haben 165 Millionen Kinder weltweit eine Behinderung. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Alltag für diese Menschen nicht leicht. Oft leben sie in grosser Armut und werden nicht ihren Bedürfnissen entsprechend betreut. Dieses Jahr erfahren die Sternsingerinnen und Sternsinger am Beispielland Peru, was es bedeutet, dort als Kind mit einer Behinderung aufzuwachsen. Dabei stellt Missio das Zentrum Yancana Huasy vor, ein langjähriger Partner des Kindermissionswerks, der sich für die Inklusion von Kindern mit Behinderungen in der peruanischen Gesellschaft einsetzt. Gleichzeitig bringt die Aktion Sternsingen 2019 den Sternsinger-Gruppen näher, wie wichtig der Einsatz für Kinder mit Behinderungen hier in der Schweiz ist, damit diese am Alltag teilhaben können. Unter dem Motto «Wir gehören zusammen» lädt Missio dazu ein, für Kinder mit Behinderung einzustehen.