06.05.2021

Propstei Wislikofen für «Swiss Location Award» nominiert

Die Propstei Wislikofen, das Bildungshaus der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, ist für den «Swiss Location Award» nominiert. Der Award zeichnet jährlich in verschiedenen Kategorien die besten Locations der Schweiz aus und ist damit ein wichtiges Gütesiegel der Eventbranche für «herausragende Hotels, Restaurants, Tagungs-, Kongress- und Eventlocations». Seit 2016 zeichnet der Swiss Location Award die besten Hotels, Restaurants, Kongress- und Eventlocations der Schweiz aus. Rund 900 Lokale sind in diesem Jahr nominiert, in der Kategorie Seminarhotels und Tagungslocations – zu denen die Propstei Wislikofen zählt – sind es 188 Nominierte. «Der Award ist ein wichtiges Gütesiegel. Ihn zu gewinnen, wäre wirklich toll», sagte Claudia Mennen, Leiterin Bildung und Propstei, gegenüber der Aargauer Zeitung.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten eine unabhängige Einschätzung durch Veranstalterinnen, Besucher und Fachjury und profitieren durch ihre Teilnahme von der Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher der nominierten Betriebe können online mitbestimmen. Wer die Propstei Wislikofen also kennt und schätzt, kann bis Ende Mai online die Stimme für sie abgeben (Hier geht es zur Abstimmung). Die Auszeichnung findet am Dienstag, 15. Juni 2021, statt.

04.05.2021

Gebenstorf-Turgi: Budget und Rechnung erneut abgelehnt

An der Urnenabstimmung in der Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi vom 2. Mai 2021 lehnte eine Mehrheit der Stimmberechtigten das Protokoll und die Rechnung 2019 sowie den Voranschlag für das laufende Jahr ab. Jeweils etwa zwei Drittel der Stimmenden legten bei den drei Abstimmungen ein Nein in die Urne. Hintergrund der Ablehnung sind die schon länger publik gewordenen grossen Differenzen zwischen Kirchenpflege und der Initiativgruppe Gebenstorf-Turgi. Die Gruppe hatte im Vorfeld der Abstimmung «gravierendes Misstrauen» gegenüber der Geschäftsführung der Kirchenpflege geltend gemacht und die Ablehnung der Rechnung und des Voranschlags gefordert. 

Bereits aus der ersten Abstimmung vom 24. Januar 2021 hatte die Ablehnung von Protokoll, Rechnung und Budget resultiert. Die erneute Rückweisung hat zur Folge, dass der Vorgang zur Prüfung an den Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau geht.

03.05.2021

Mediensonntag 2021: «komm und sieh»

Am Wochenende vom 15. / 16. Mai feiert die katholische Kirche den Mediensonntag. Dazu wird die Kollekte für die kirchliche Medienarbeit aufgenommen. Mit der Kollekte des Mediensonntags werden die katholischen Medienzentren von Zürich (kath.ch), Lausanne (cath.ch) und Lugano (catt.ch) vorrangig begünstigt. Diese Zentren stellen sowohl dem katholischen als auch dem nichtkatholischen Publikum Informationen über das Leben der Kirche und der religiösen Gemeinschaften in der Schweiz, im Vatikan und in der ganzen Welt zur Verfügung. Die Arbeit wird von professionellen Journalistinnen und Journalisten geleistet. Das gesammelte Geld dient ausserdem zur Finanzierung des Medienpreises der Schweizer Bischofskonferenz sowie der Aktivitäten der Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Schweizer Bischofskonferenz.

Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft zum diesjährigen Mediensonntag, der unter dem Leitspruch «komm und sieh» steht über die Arbeit der Journalisten: «Auch der Journalismus als Erzählung der Wirklichkeit erfordert die Fähigkeit, dorthin zu gehen, wo sonst niemand hingeht, also einen Aufbruch und den Wunsch, zu sehen. Neugierde, Offenheit und Leidenschaft. Wir müssen danken für den Mut und den Einsatz so vieler Medienschaffender – Journalisten, Kameraleute, Filmeditoren und Regisseure, die oft unter großen Gefahren arbeiten -, wenn wir heute zum Beispiel etwas über die schwierige Lage verfolgter Minderheiten in verschiedenen Teilen der Welt erfahren; wenn die vielfältige Gewalt und Ungerechtigkeit gegen die Armen und gegen die Schöpfung angeprangert werden; wenn über so viele vergessene Kriege berichtet wird. Es wäre ein Verlust nicht nur für die Information, sondern für die gesamte Gesellschaft und für die Demokratie, wenn diese Stimmen verschwinden würden: unsere Menschheit würde ärmer werden.

30.04.2021

Fastenopfer und Brot für alle lancieren Petition

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) soll aus Investitionen in fossile Energien aussteigen, die den Klimawandel anheizen. Dies fordern die Entwicklungsorganisationen Fastenopfer und Brot für alle mit einer von 14’000 Personen unterzeichneten Petition. Diese wurde der SNB am Mittwoch auf dem Berner Bundesplatz übergeben. Die Klimaverantwortung der SNB wird auch an der heutigen Generalversammlung der Bank ein Thema sein. 

Die Schweizerische Nationalbank ist als einer der grössten Investoren der Welt ein wichtiger Treiber der Klimakrise: Sie hielt Ende 2019 Aktien im Wert von fast sechs Milliarden US-Dollar an Firmen, die fossile Energien fördern und finanziert damit Emissionen von 43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Diese Emissionen sind fast gleich hoch wie die Inlandemissionen der Schweiz. In der Petition fordern die Entwicklungsorganisationen für alle die SNB auf, alle Investitionen in fossile Energien umgehend abzustossen. Die Hilfswerke werden die Klimaverantwortung der SNB auch an der heutigen Online-Generalversammlung (GV) zum Thema machen und die Bank mit entsprechenden Fragen zu deren Anlagestrategie konfrontieren.

28.04.2021

Referendum gegen «Ehe für alle» gilt

Das Referendum gegen die «Ehe für alle» ist zustandegekommen. Die katholische Kirche ist in der Frage gespalten. Drei Referendumskomitees haben am 12. April 69’392 Unterschriften gegen die «Ehe für alle» eingereicht. Gemäss der Bundeskanzlei ist das Referendum damit formell zustandegekommen. Die Überprüfung der 62’241 mit  Stimmrechtsbescheinigung eingereichten Unterschriften habe ergeben, dass davon 61’027 gültig sind, schreibt die Bundeskanzlei. Für das Zustandekommen eines Referendums sind 50’000 gültige Unterschriften innert hundert Tagen nötig. Die Schweizer Bischöfe sind gegen die «Ehe für alle». Die Argumente zugunsten einer «Ehe für alle» beruhten auf der Notwendigkeit, jegliche Diskriminierung zu beseitigen, erklärte die Schweizer Bischofskonferenz im vergangenen Dezember. Die SBK ist der Ansicht, dass es für gleichgeschlechtliche Paare vorteilhafter wäre, wenn die geltende Gesetzgebung im Hinblick auf die registrierte Partnerschaft angepasst würde, anstatt eine «Ehe für alle» einzuführen. Der Schweizerische Katholische Frauenbund spricht sich hingegen seit 2001 für eine zivile und kirchliche Ehe für alle aus. Das bestätigte auch SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli vor einem Jahr gegenüber kath.ch.

26.04.2021

Papst an Neupriester: Es geht um Dienst, nicht um Karriere

Papst Franziskus hat diesen Sonntag im Petersdom neun Priester für das Bistum Rom geweiht. In seiner Predigt gab er den neuen „Hirten“ mit, auf welche Weise sie ihren Dienst ausüben sollten: Er rief zu Nähe, Mitleid und Zärtlichkeit auf und mahnte, Karrierstreben und Geldgier zu entsagen. Noch im Vorjahr hatte Papst Franziskus, der auch Bischof von Rom ist, die Priesterweihen aufgrund der Corona-Pandemie nicht persönlich vornehmen können und dies stattdessen seinem Generalvikar überlassen. Dieses Jahr nun übernahm der inzwischen geimpfte Papst diese bedeutende Aufgabe am Welttag für geistliche Berufungen wieder selbst, wie vaticannews schreibt. In seiner Predigt legte Franziskus in freier Rede dar, was seiner Meinung nach für Priester besonders wichtig ist: „Seid Hirten für das heilige, gläubige Gottesvolk. Hirten, die mit dem Gottesvolk gehen: Mal voran, mal mittendrin in der Herde, mal hinter ihr – aber immer bei ihr, immer beim Gottesvolk.

24.04.2021

Kirchliche Hilfswerke sagen JA, zum CO2-Gesetz

Die kirchlichen Hilfswerke «Brot für alle» und HEKS sagen Ja zum CO2-Gesetz, über das am 13. Juni abgestimmt wird. Denn Klimagerechtigkeit kann es nur geben, wenn auch die Schweiz ihren Teil der Verantwortung für die Klimakrise übernimmt und entsprechende verbindliche Massahmen umsetzt. Das CO2-Gesetz ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. «Viele Menschen im globalen Süden, mit denen wir in unseren Projekten zusammenarbeiten, sind bereits heute in ihrem Alltag von den dramatischen Folgen der Klimaerhitzung betroffen», sagt Judith Macchi, Themenverantwortliche für Klimawandel und Resilienz bei HEKS. Das revidierte CO2-Gesetz stelle nun die richtigen Weichen für wesentlich effektivere Schweizer Klimaschutzmassnahmen ab 2022. Es definiere klare Emissionsreduktionsziele für die Schweiz, sowohl im Inland als auch im Ausland, erklärt Macchi weiter. 

21.04.2021

Neuer Auftritt von «oeku Kirchen für die Umwelt»

Der ökumenische Verein «oeku Kirchen für die Umwelt» vernetzt umweltengagierte Kirchgemeinden und weitere christliche Institutionen und Gruppierungen. Der neue Auftritt und die neue Website der oeku verbinden Schöpfungsspiritualität, Klimaschutz, Biodiversität und Umweltverantwortung. Die SchöpfungsZeit zum Motto «Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen» beginnt mit einem internationalen ökumenischen Tag der Schöpfung am 4. September am Bodensee und wird ebenso in Deutschland und Österreich gefeiert. Der Vorstand der «oeku» hat im vergangenen Jahr beschlossen, neu unter dem Namen «oeku Kirchen für die Umwelt» nach Aussen zu treten. Mit dem neuen Namen akzentuiert die «oeku» ihr anwaltschaftliches Engagement zugunsten der Schöpfung. In den vergangenen Jahren ist um die «oeku» ein Netzwerk von umweltengagierten Kirchgemeinden und Organisationen entstanden, insbesondere auch durch das Umweltmanagement Grüner Güggel. Der «5vor12-Aufruf» zur nationalen Klimademonstration vom 28. September 2019 hat gezeigt, wie breit die «oeku» abgestützt ist. Zunehmend werden Klima- und Umweltfragen auch von Kantonalkirchen und den Kirchenleitungen auf nationaler Ebene als wichtige gesellschaftliche Themen aufgegriffen. 

19.04.2021

Singen in Kirchen ist wieder möglich

Seit gestern Montag, 19. April, darf man in den Gottesdiensten wieder singen. Entgegen den Tendenzen in vielen anderen Ländern Europas, lockert die Schweiz ihre Coronamassnahmen. Öffentliche Veranstaltungen werden unter Beachtung der Sicherheitsmassnahmen wieder möglich sein. Die Bischofskonferenz reagierte mit einer Aktualisierung ihrer Empfehlungen für liturgische Feiern und kirchliche Zusammenkünfte. Zwar ändert sich die zugelassene Höchstzahl von 50 Gottesdienstbesuchern – einschliesslich der Pfarrer, Diakone und Ministranten, Musiker, Chormitglieder und anderer Mitgestalter der Feier – nicht, doch ist es der Gemeinde ab sofort wieder erlaubt, während der Feier mitzusingen. Allerdings müssen die Teilnehmer dabei Masken tragen und die Abstandspflicht einhalten. Den Kirchen obliegt es auch weiterhin, für die Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen zu sorgen.

16.04.2021

«Leben, was geht!» ab sofort in Wohlen

Ab Samstag, 17. April, um 17 Uhr ist die Ausstellung «Leben, was geht!» wieder in Wohlen zu sehen . Die Ausstellung thematisiert Suizid im Gespräch mit Hinterbliebenen. Was löst ein Suizid bei Hinterbliebenen, ihrem Umfeld und Helfenden aus? Welche Antworten und welche Sprache gibt es auf diese herausfordernde Lebenssituation? Beiträge von direkt und indirekt Betroffenen fassen das Unfassbare in Worte – sie alle geben dem tabuisierten Thema in Form einer «Living Library» eine lebensnahe Sprache. Horizonte hat letztes Jahr anlässlich der Ersteröffnung über die Entstehung und die Hintergründe der Ausstellung berichtet.

Die Ausstellung bleibt bis am 2. Mai im Chappelehof in Wohlen. Danach zieht sie weiter nach Bremgarten ins Alte Zeughaus, wo sie vom 6. bis am 20. Mai zu sehen ist. Alle Infos unter www.leben-was-geht.ch

14.04.2021

«Ohne Gebet keine Kirchenreform»

In seiner heutigen Generalaudienz betonte Papst Franziskus die unabdingbare Notwendigkeit des Gebets für den Fortbestand und für die Erneuerung der Kirche. In seiner Katechese, die er dem Thema «Die Kirche, Lehrmeisterin des Gebets» gewidmet hat, ermahnte der Papst: «Alles in der Kirche entsteht und wächst im Gebet. Wenn das Gebet aufhört, wird die Kirche zu einer leeren Hülle, die nicht mehr die Quelle der Wärme und Liebe besitzt.» Wenn der Teufel die Kirche bekämpfen wolle, dann tue er das, indem er versuche, ihre Quelle versiegen zu lassen, sie am Beten zu hindern, schreibt Silvia Kritzenberger, Korrespondentin von Vatican News, in ihrem Beitrag zur Generalaudienz. Franziskus erläuterte seine Gedanken am konkreten Beispiel: «Wir sehen das bei gewissen Gruppen, die sich darauf einigen, kirchliche Reformen voranzubringen, Änderungen im Leben der Kirche und aller Organisationen; die Medien informieren alle darüber. Aber das Gebet ist nicht zu sehen – da wird nicht gebetet. Wir müssen dies und jenes ändern, wir müssen diese Entscheidung treffen, die ein bisschen heikel ist, aber der Vorschlag ist interessant. Er ist interessant – nur mit Debatte, nur mit den Medien. Aber wo ist denn da das Gebet? Das Gebet ist es doch, das die Tür zum Heiligen Geist öffnet, er bringt uns voran.»

12.04.2021

Online-Meeting zu Extremismus und Radikalisierung

Die Fachstelle Integration Region Baden organisiert am Mittwoch, 28. April, eine virtuelle Podiumsdiskussion zu Extremismus und Radikalisierung. Gerade im Zusammenhang mit der Pandemie-Situation seien Fake News und Verschwörungstheorien alltäglich geworden. Diese extremistischen Inhalte bildeten den Nährboden für eine Polarisierung in der Gesellschaft, die zu Radikalisierung führen könne, schreibt die Fachstelle. In einem Online-Meeting diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus derWissenschaft, aus der Sicherheitsbehörde und aus der Sozialen Arbeit miteinander. Professor Doktor Dirk Baier erläutert im ersten Teil die Phänomene aus wissenschaftlicher Perspektive. Danach richtet Matthias Schildknecht, Dienstchef Kriminalprävention Kanton Aargau und Patric Nussli, Fachverantwortlicher Prävention und Lage Stadtpolizei Baden, den Fokus auf die aktuelle kantonale und regionale Situation. Urs Allemann, Leiter der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention Winterthur, berichtet aus seiner Tätigkeit in der Stadt, welche viel Aufmerksamkeit durch Dschihad-Reisende erlangte. Melanie Brühlmann und Urs Schildknecht stellen folgend die beiden Anlaufstellen Radikalisierung im Kanton Aargau vor und abschliessend bleibt Zeit für Fragen aus dem Plenum.

Online-Meeting: Mittwoch, 28. April 2021, 17.30 bis ca. 19.30 Uhr. Link für die Teilnahme: https://zoom.us/j/8432176512 / Meeting-ID: 843 217 6512 & Kenncode: 20210216. Die Teilnahme ist kostenlos und braucht keine Anmeldung.
 

10.04.2021

Erstkommunion in Zeiten von Corona

Der Religionspädagoge Stephan Leimgruber schreibt in seinem aktuellen Beitrag auf der Website des Bistums Basel über die Chancen der Erstkommunion in Zeiten von Corona. Vor einem Jahr ist die Erstkommunion wegen des Lockdowns ausgefallen. Dieses Jahr sind Gottesdienste mit bis zu 50 Personen wieder erlaubt. «Das bringt eine tiefgreifende Veränderung des Weissen Sonntags mit sich.» Die erste Veränderung spiele sich dabei in der Erfahrung der Kinder ab: «Sie begegnen Jesus Christus nicht in einer Grossgruppe mit einigen äusserlichen Festlichkeiten, sondern vermehrt und vielleicht inniger in der Kleingruppe.» Die zweite Herausforderung betrifft, nach Ansicht des emeritierten Professors für Religionspädagogik und Didaktik, die Katechese: «Die Katechetinnen sind zu vermehrtem Kleingruppenunterricht herausgefordert. Individualisiertes Lernen ist angesagt, selbst wenn es mehr Zeit und Kraft in Anspruch nimmt.» Auch die Eltern seien bei der Erstkommunion unter diesen speziellen Umständen besonders gefragt: «Wer lehrt die Kinder beten, wenn nicht Mutter und Vater? Wenn das Kind bei ihnen und den Geschwistern und weiteren Kindern ablesen kann, wie beten geht, dann bleibt das Gebet nichts Fremdes, sondern kann ins Leben aufgenommen werden.» Ganz wichtig seien auch die Grosseltern für die religiöse Beheimatung der Kinder: «Zahlreiche Grosskinder lernen bei ihren Grosseltern,  wie das Kreuzzeichen geht und wie sie beten. Gewiss, die Coronapandemie behindert auch den Kontakt mit den Grosseltern, insbesondere wenn sie fortgeschrittenen Alters und in Pflegeheimen sind. Viele Grosseltern gehören aber zu den ‹jungen Alten› und können durchaus mit den Kindern in Kontakt stehen.»

08.04.2021

Zum Tod von Hans Küng

Der bekannte Schweizer Theologe Hans Küng ist am Dienstag, 6. April 2021, im Alter von 93 Jahren in Tübingen verstorben. Hans Küng wurde 1928 in Sursee geboren. 1948 bis 1955 studierte er Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom; 1954 wurde er zum Priester geweiht. 1955 folgte ein Studium an der Sorbonne und am Institut Catholique in Paris, das er 1957 mit dem Doktorat der Theologie abschloss. 1960 erhielt Hans Küng den Ruf als Professor für Fundamentaltheologie an die Katholisch-Theologische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Weil Hans Küng die Strukturen der Katholischen Kirche kritisierte, und unter anderem auch die päpstliche Unfehlbarkeit in Frage stellte, entzog ihm die Deutsche Bischofskonferenz Ende 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis. Um ihm weiterhin die universitäre Lehre zu ermöglichen, gliederte die Universität Tübingen sein damaliges Institut für Ökumenische Forschung aus der Katholisch-Theologischen Fakultät aus. 1980 wurde Hans Küng fakultätsunabhängiger Professor für Ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für ökumenische Forschung. Hans Küng erhielt zahlreiche Auszeichnungen sowie Ehrendoktorate von Universitäten weltweit.

Das katholische Medienzentrum kath.ch hat zum Gedenken an Hans Küng ein Dossier unter dem Titel «Ein Liebhaber der Kirche» zusammengestellt.

08.04.2021

Pater Adam bleibt weiterhin suspendiert

In der heute erschienenen Ausgabe des Pfarrblatts Horizonte wendet sich auf den Seiten des Seelsorgeverbands Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi (S. 28) Bischof Felix mit einem offiziellen Schreiben direkt an die Gläubigen des Seelsorgeverbands. In seinem Brief weist der Bischof von Basel darauf hin, dass die von ihm veranlasste Enthebung des Salvatorianerpaters Adam Serafin von sämtlichen Ämtern, die er bis 31. Dezember 2020 im Seelsorgeverband innehatte, auch durch die eingereichte Beschwerde gegen die bischöflichen Dekrete nicht aufgehoben werde. Die seelsorgerische Verantwortung für den Seelsorgeverband Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi liegt seit der Amtsenthebung von Pater Adam direkt beim zuständigen Bischofsvikar, Valentine Koledoye.

07.04.2021

Frauen drängen auf Veränderung

Unter dem Titel «Frau.Macht.Kirche. – Eine Institution gerät ins Wanken» hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) einen Dokumentarfilm produziert, der den Kampf der Frauen für eine gerechtere und menschlichere Kirche zeigt. Der Film porträtiert dazu vier Frauen und ihr je eigenes Engagement im Bemühen um einen Richtungswechsel. Antonia Papenfuhs will Priesterin werden, Doris Bauer ist ausgetreten, Angelika Pohlers Kampf geht über die Kunst, und Schwester Maria Stadler diskutiert mit Bischöfen. Die katholische Kirche steht an einem Scheidepunkt. In den vergangenen zwei Jahren haben sich vor allem die Frauen in der katholischen Kirche organisiert und fordern Veränderungen.

 

05.04.2021

Papst fordert Impfstoff für arme Länder

In einem fast leeren Petersdom hat Papst Franziskus am Ostersonntag feierlich seinen Segen «Urbi et Orbi» erteilt. Wie schon im vergangenen Jahr waren angesichts der Coronapandemie fast keine Teilnehmer am Ostersegen und der vorangegangenen Eucharistiefeier zugelassen. Der Papst forderte in seiner Osterbotschaft eine solidarische Verteilung von Corona-Impfstoffen und zeigte sich solidarisch mit den Demonstranten in Myanmar. In seiner Osterbotschaft, so berichten die Vatican News auf ihrer Website, betonte Papst Franziskus: «Alle Menschen, vor allem die schwächsten, brauchen Betreuung und haben ein Recht darauf, Zugang zu der notwendigen Pflege zu erhalten. Dies wird in dieser Zeit noch deutlicher, in der wir alle aufgerufen sind, die Pandemie zu bekämpfen, und in diesem Kampf stellen die Impfstoffe ein wesentliches Instrument dar.»

03.04.2021

Hoffnung auf Erlösung hilft durch Pandemie

Unter dem Titel «Die Kraft der Zuversicht» schreibt Autor Matthias Drobinski von der Süddeutschen Zeitung über die Chancen, die der Kirche gerade durch das Osterfest aus der aktuellen Coronapandemie erwachsen. «Die Kirche steht als Institution in der Kritik», liest man im Artikel, den das katholische Medienzentrum kath.ch auf seiner Website publiziert. «Aber gerade dieses Osterfest in der Pandemie zeigt, wie wichtig der Auferstehungsglaube und die Erlösungshoffnung sind.» Matthias Drobinksi kritisiert die Kirchenspitze, die vielerorts den Glauben an das Osterwunder selber verloren hat: «Viele, die als Gläubige der Institution den Rücken kehren, merken genau das: wie wenig die Zuversicht und wie sehr die Verlustangst gerade die katholische Kirche treibt. Sie nehmen das übel, zu Recht.» Es brauchte aber die ganze Welt diese Osterzuversicht, «…selbst wenn nur noch eine Minderheit glaubt, dass dieser Jesus leibhaftig auferstanden ist. Es braucht sie in der quälend langen Pandemie und danach, wenn es darum geht, wie man leben soll, um die Erderhitzung zu begrenzen, wie eine global gerechte Welt und der Schutz der Menschenwürde hinzubekommen wären. Es braucht sie als eine Kraft von vielen Kräften. Doch ohne diese Zuversicht nähme das Ganze Schaden.»