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Rauchwolke nach der Explosion im Beiruter Hafenviertel. | © Kirche in Not
Rauchwolke nach der Explosion im Beiruter Hafenviertel. | © Kirche in Not

«Kirche in Not» hilft im Libanon

06.08.2020, 23:25

Um den Betroffenen der Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut beizustehen, hat das weltweite katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» Lebensmittelhilfen in Höhe von 250'000 Euro auf den Weg gebracht. Damit sollen arme Familien versorgt werden, die von der Detonation unmittelbar betroffen sind oder ihr Zuhause verloren haben. Lokalen Quellen zufolge sind bei der Explosion im Beiruter Hafenviertel mindestens 130 Menschen ums Leben gekommen und über 4000 Personen verletzt worden. Internationale Medien berichteten, dass bis zu 300 000 Einwohner obdachlos geworden sind. Um den Überlebenden der Katastrophe in Beirut beistehen zu können, ruft «Kirche in Not (ACN)»zum Gebet für die Opfer und ihre Familien auf und bittet um Spenden.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. schreitet während der Eröffnung des Heiligen Jahres am 8. Dezember 2015 durch die Heilige Pforte des Petersdomes im Vatikan. Er wird gestützt von seinem Privatsekretär, Kurienerzbischof Georg Gänswein.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. schreitet während der Eröffnung des Heiligen Jahres am 8. Dezember 2015 durch die Heilige Pforte des Petersdomes im Vatikan. Er wird gestützt von seinem Privatsekretär, Kurienerzbischof Georg Gänswein.

Benedikt XVI nicht in Gefahr

04.08.2020, 20:06

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. soll einem Medienbericht zufolge nach seiner Regensburg-Reise ans Sterbebett seines Bruders Georg selbst schwer erkrankt sein. Dies dementiert nun sein Privatsekretär. Erzbischof Georg Gänswein, Sekretär von Papst Benedikt, liess am Montag über die vatikanische Pressestelle mitteilen, dass der 93-Jährige «sich in der akuten Phase einer schmerzhaften, aber nicht ernsten Krankheit befindet».
Adrian Bolzern ist Circus-, Schausteller- und Markthändlerseelsorger. | © Vera Rüttimann
Adrian Bolzern ist Circus-, Schausteller- und Markthändlerseelsorger. | © Vera Rüttimann

Lozärner Määs auch abgesagt

02.08.2020, 08:07

Nach der Basler Herbstmesse ist mit der Lozärner Määs auch der letzte grosse Jahrmarkt wegen der Coronapandemie abgesagt worden. Für die Schaustellerbranche bedeutet das eine Katastrophe - viele Familienbetriebe sind existenziell bedroht, der für die Branche zuständige Seeslorger Adrian Bolzern befürchtete unlängst sogar das «Sterben der Chilbi» (Horizonte berichtete). Die Verbände wollen nun versuchen, mit gezielten Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen und beim Bundesrat um Unterstützung weibeln. Für den 20. August ist auch eine Demonstration in Bern geplant.
Bischof Felix Gmür nimmt Stellung zur Instruktion der römischen Kleruskongregation | © Pia Neuenschwander
Bischof Felix Gmür nimmt Stellung zur Instruktion der römischen Kleruskongregation | © Pia Neuenschwander

Bischof Felix Gmür bezieht Stellung

30.07.2020, 09:57

Die von der römischen Kleruskongregation am 20. Juli verschickte Instruktion über «die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche» hat bei Kirchenmitgliedern Fragen und Unsicherheit hinsichtlich der Kirchenentwicklung ausgelöst. In einem Schreiben ordnet Bischof Felix Gmür den vatikanischen Text nun ein und bringt deutlich zum Ausdruck, dass der im Bistum Basel eingeschlagene Kurs besonnen weiterverfolgt werden kann. Der Bischof macht im Schreiben aber deutlich, dass er durchaus nicht mit allem einverstanden ist. So schreibt er beispielsweise: « Vor allem im Bereich des Rechts ist keine Innovation zu erkennen, so dass der schale Eindruck bleibt, es gehe letztlich eben doch um die Vorrangstellung des Klerus. Das ist schade und bereitet mir Sorge. Ich will mich darum weiterhin dafür einsetzen, dass das kirchliche Leben im Bistum Basel entwicklungsorientiert bleibt, auch in struktureller und rechtlicher Hinsicht.»

Wirksam gegen Einsamkeit und Isolation - die Kultur Legi der Caritas Aargau in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute | © Cleto Cudini
Wirksam gegen Einsamkeit und Isolation - die Kultur Legi der Caritas Aargau in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute | © Cleto Cudini

Gemeinsam für eine bessere Lebensqualität im Alter

28.07.2020, 22:13

Die Zahl der Personen, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, steigt. Was ist, wenn man in seinem Leben zwar viel gearbeitet, aber wenig verdient hat? Es droht die Altersarmut. Pro Senectute und die KulturLegi von Caritas haben als gemeinsames Ziel, die Lebensqualität und Gesundheit dieser Menschen zu stärken. Die KulturLegi ist dafür ein wichtiger Baustein. Personen, die Ergänzungsleistungen zur AHV beziehen, sind berechtigt, die KulturLegi zu beantragen. Neu gibt es für KulturLegi-Nutzende ab 60 Jahren attraktive Vergünstigungen. Das gesamte Kursangebot der Pro Senectute ist gratis, das gilt beispielsweise für einen Englisch-Kurs oder das Sportabo für die regelmässige Teilnahme in einer Wandergruppe. Auch Angebote wie der Mahlzeitendienst oder die Unterstützung beim Erledigen der Administration können verbilligt genutzt werden.
Ein Mitarbeiter der Diözese legt ein Geständnis ab. Kathedrale von Nantes wohl in Brand gesteckt. | © kath.ch
Ein Mitarbeiter der Diözese legt ein Geständnis ab. Kathedrale von Nantes wohl in Brand gesteckt. | © kath.ch

Kathedrale von Nantes wohl in Brand gesteckt

27.07.2020, 16:23

Der verheerende Brand der Kathedrale in Nantes hat aller Wahrscheinlichkeit nach einen kriminellen Hintergrund: Ein Kirchenhelfer gestand, drei Feuer in dem spätgotischen Gotteshaus gelegt zu haben. Das sagte der Staatsanwalt von Nantes, Pierre Sennès, am Sonntag laut der Regionalzeitung «Presse Océan». Die Justiz nahm den 39-Jährigen in Untersuchungshaft. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Gegen den Mann, der bereits unmittelbar nach dem Brand in Polizeigewahrsam genommen und dann wieder freigelassen worden war, laufe nun ein Ermittlungsverfahren wegen «Zerstörungen und Beschädigungen durch Feuer», schreibt kath.ch. Am Samstag vor einer Woche waren Teile der Kirche in Flammen aufgegangen, der Brand zerstörte unter anderem die Hauptorgel und beschädigte Fenster.
In den katholischen Kirchen in Buchs und Suhr wird die gesamte Glockenanlage erneuert und ab sofort aus der Ferne gesteuert.  | © Andreas C. Müller
In den katholischen Kirchen in Buchs und Suhr wird die gesamte Glockenanlage erneuert und ab sofort aus der Ferne gesteuert. | © Andreas C. Müller

Pastoralraum Region Aarau steuert Kirchenglocken bald aus der Ferne

23.07.2020, 14:21

In den katholischen Kirchen in Buchs und Suhr wird die gesamte Glockenanlage erneuert. Nach über 50 Jahren wird die gesamte Glockenanlage der Kirche St. Johannes in Buchs saniert. Elektroinstallation, Steuerung, Antrieb und alle Klöppel werden ersetzt. Die Tragsicherheit der Glockenaufhängungen wird überprüft und die Schwingungsisolation erneuert. Erhalten bleiben die fünf Glocken, von denen die grösste 2,5 Tonnen wiegt. Bald sind die Arbeiten abgeschlossen. Danach folgt die Sanierung in Suhr, in der Kirche Heilig Geist. Nach der Sanierung werden die Kirchenglocken drei Dezibel leiser läuten. Am 16. August wird die sanierte Glockenanlage in Buchs mit einem Dankesgottesdienst eingeweiht. Ab September werden die ersten Gebäude des Pastoralraums in Aarau, Suhr und Buchs über ein innovatives Gebäudeautomationssystem verbunden und aus der Ferne gesteuert werden können, wie kath.ch schreibt.

Im 91. Lebensjahr ist Kurt Walti in Aarau verstorben. | © Marie-Christine Andres
Im 91. Lebensjahr ist Kurt Walti in Aarau verstorben. | © Marie-Christine Andres

Pfarrer Kurt Walti verstorben

21.07.2020, 13:28

In Aarau ist im 91. Lebensjahr der Pfarrer Kurt Walti gestorben. Er war 20 Jahre lang Sekretär des Kirchenrates der Aargauer Reformierten. «Ab 1960 realisierte er als Projektleiter und Baukommissionspräsident die Bauten für das Wohnheim mit Schule in Zetzwil», hat der Stiftungsrat der Schürmatt in die Todesanzeige geschrieben. Pfarrer Kurt Walti war an vorderster Front bei der Gründung der Institution dabei, die heute mit 450 Mitarbeitenden an 14 Standorten im Aargau 550 kognitiv- und mehrfachbeeinträchtigte sowie entwicklungsverzögerte Kinder und Erwachsene betreut. Pfarrer Walti hat nicht nur beim Bau der Schürmatt eine wichtige Rolle gespielt, er war auch während 24 Jahre (1965 bis 1989) deren Stiftungsratspräsident. Mit Sorgfalt, Konstanz und Weitsicht habe er «den Grundstein für die erfreuliche Entwicklung der Stiftung im Dienste der behinderten Menschen gelegt», stand in der Todesanzeige, aus welcher die Aargauer Zeitung zitiert. Kurt Walti trat 1956 seine erste Pfarrstelle in Densbüren an. Ab 1965 war er in Birr tätig. 1974 wurde er Theologischer Sekretär des Kirchenrats. «Bis zu seiner Pensionierung 1994 prägte er die Reformierte Landeskirche Aargau massgeblich», heisst es in einer Würdigung aus Anlass seines Todes am 13. Juli.

Ab Sonntag, 26. Juli, nehmen die freiwilligen Pilgerbetreuerinnen in Einsiedeln ihren Dienst auf. | © kath.ch
Ab Sonntag, 26. Juli, nehmen die freiwilligen Pilgerbetreuerinnen in Einsiedeln ihren Dienst auf. | © kath.ch

Einsiedeln setzt ehrenamtliche Pilgerbetreuer ein

21.07.2020, 09:50

Ab kommendem Sonntag, 26. Juli, sind in der Klosterkirche sowie auf dem Klosterplatz in Einsiedeln freiwillige Pilgerbetreuer im Einsatz. Die Ansprechpersonen tragen ein Gilet mit dem Logo des Klosters und einem grossen «i» auf dem Rücken. Ausländische Wallfahrtsorte hätten schon seit längerem Freiwillige engagiert, die als Auskunftspersonen für Pilgerinnen und Pilger tätig seien, sagt Philipp Steiner, Wallfahrtspater in Einsiedeln, zu kath.ch. «Wir fanden, dies wäre auch bei uns sinnvoll. Heute brauchen die Leute mehr Orientierung als früher, insbesondere wenn sie zum ersten Mal nach Einsiedeln kommen.» Der neue Dienst soll zudem die Mönche bei der Betreuung der Pilger entlasten, damit sich diese auf ihr Kerngeschäft konzentrieren könnten. Dazu zählten etwa die Beichte, Seelsorgegespräche sowie die Feier der Gottesdienste. Zurzeit stellen sich 13 Personen, vorwiegend Frauen, für die Pilgerbetreuung zur Verfügung. Zum Einsatz kommen sie an Sonn- und Feiertagen, an denen besonders viele Pilger erwartet werden. Das Kloster suche weitere Freiwillige, um künftig möglichst viele Sonn- und Feiertage abdecken zu können.
Aktivisten der Konzernverantwortungsinitiative werben für Ihr Anliegen in Bern. | zvg
Aktivisten der Konzernverantwortungsinitiative werben für Ihr Anliegen in Bern. | zvg

Kirchen setzen auf Konzernverantwortungsinitiative

16.07.2020, 14:29

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) ab, welche die Schweizer Politik seit Jahren beschäftigt. Die Streitfrage ist einfach: Sollen Konzerne in der Schweiz dafür haften, wenn sie oder Tochterunternehmen im Ausland gegen Menschenrechte verstossen und Umweltstandards nicht einhalten? Die juristischen Details sind komplizierter. Das Parlament setzt auf einen Gegenvorschlag: Unternehmen müssen in ihren Jahresberichten nachweisen, was sie für Menschenrechte und Umweltstandards machen. Wie das Nachrichtenportal kath.ch berichtet, geht das den KVI-Unterstützern nicht weit genug. Hinter der KVI steht ein breites ökumenisches Bündnis – vom Fastenopfer bis zu lokalen Initiativen. Vier Schweizer Bischöfe haben sich vergangene Woche an einem internationalen Aufruf beteiligt: Markus Büchel (St. Gallen), Felix Gmür (Basel), Jean-Marie Lovey (Sitten) und Charles Morerod (Lausanne, Genf und Freiburg). Zusammen mit über hundert Bischöfen aus 30 Ländern fordern sie: «Sorgfaltspflichten für globale Lieferketten – gegen Menschenrechtsverstösse durch Unternehmen und für weltweite Solidarität!» Die «Risiken von Umwelt- und Menschenrechtsverstössen entlang der Lieferkette» müssten «identifiziert, bewertet, beendet, vermieden und gemildert werden». Die Bischöfe verweisen auch auf die Corona-Krise. Sie sehen sich «moralisch und spirituell in der Pflicht, eine Neuordnung von Prioritäten für diese Krise und die Zeit danach anzumahnen». Laut Katharina Boerlin vom Sekretariat «Kirche für Konzernverantwortung» engagieren sich bislang 400 Pfarreien und Kirchgemeinden für die Initiative: «Dieses kirchliche Engagement ist einmalig.»
Aktivistinnen der Initiative «Maria 2.0» demonstrieren für Geschlechtergerechtigkeit und Priesterinnenweihe in der katholischen Kirche. | © kna-bild
Aktivistinnen der Initiative «Maria 2.0» demonstrieren für Geschlechtergerechtigkeit und Priesterinnenweihe in der katholischen Kirche. | © kna-bild

Vizeprovinzial der Pallottiner ist für Frauenweihe

14.07.2020, 17:16

Der Vizeprovinzial der Pallottiner, Michael Pfenning, will das Priesteramt in der katholischen Kirche grundlegend reformieren. Im Interview der «Augsburger Allgemeinen» von Mittwoch forderte der Vertreter der ordensähnlichen Gemeinschaft aus dem deutschen Friedberg die Priesterinnenweihe und die Möglichkeit, nebenberuflich Priester sein zu können.«Es muss sich etwas ändern, man muss das Priesteramt für Frauen öffnen», sagte Michael  Pfenning. «Das ist schon eine Frage der Gleichberechtigung.» Man könne die Kirchenaustritte nicht nur mit Gottlosigkeit oder Glaubensverlust erklären: «Man mogelt sich um die Zeichen der Zeit herum! Gott will mit seiner Kirche einen neuen Weg gehen. Jede getaufte Frau und jeder getaufte Mann ist zum Dienst in der Kirche berufen.» Das Argument, Jesus habe nur Männer zu Aposteln berufen, sei ihm «theologisch nicht stichhaltig genug. Erste Zeugin der Auferstehung war beispielsweise eine Frau.» so Pfenning. Auch wenn er für die nächsten Jahre realistischerweise keine Öffnung für das Frauenpriestertum sehe, so müsse es jetzt und in aller Deutlichkeit vertreten werden, erklärte Michael Pfenninger. Die Pallottiner haben nach eigenen Angaben rund 2500 Mitglieder in weltweit 300 Kommunitäten; benannt sind sie nach dem italienischen Priester Vinzenz Pallotti (1795-1850).
An der kleinen Feier zur Eröffnung der Paulus Akademie am neuen Standort pflanzte Hans-Peter von Däniken einen Olivenbaum. | © kath.ch
An der kleinen Feier zur Eröffnung der Paulus Akademie am neuen Standort pflanzte Hans-Peter von Däniken einen Olivenbaum. | © kath.ch

Paulus Akademie an neuem Standort eröffnet

11.07.2020, 18:09

Mit einem offiziellen Akt wurde die Paulus Akademie in Zürich an ihrem neuen Standort eröffnet. Ein grosses Fest soll gemäss Akademie-Direktor Hans-Peter von Däniken nach der Corona-Zeit stattfinden, wie kath.ch berichtet. Die Akademie wollte ihren neuen Standort im Kreis 5 der Stadt Zürich bereits Ende März mit zwei grossen Feiern eröffnen. Doch stattdessen musste die  Akademie wegen der Corona-Pandemie ihren Betrieb einstellen. Nun wurde die Einweihung «als symbolischer Start» in kleinem Rahmen am 4. Juli nachgeholt. Die Paulus Akademie hat ihren Betrieb nach dem Lockdown unter erschwerten Bedingungen aufgenommen. Seit der Betriebsaufnahme am 6. Juni konnte das Bildungszentrum der Zürcher Katholiken vier grössere Veranstaltungen durchführen, erklärte Hans-Peter von Däniken, der Ende November in den Ruhestand geht. Auch die externe Vermietung von Räumen sei gut angelaufen, obwohl wegen der Pandemie-Einschränkungen nur etwa ein Drittel des Platzes vermietet werden kann. Gemäss Hans-Peter von Däniken soll später eine «Eröffnung» für das breite Publikum und die Zürcher Wirtschafts-, Kultur- und Politszene organisiert werden. Diese Aufgabe wird dem Nachfolger von Hans-Peter von Däniken als Akademie-Direktor zukommen. Er heisst Csongor Kozma und nimmt seine Arbeit am 1. August auf. Die eigentliche Stabsübergabe erfolgt im Laufe des Herbstes.
Seit vergangenem Montag, 6. Juli, ist das Tragen einer Hygienemaske in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch. | © Marie-Christine Andres
Seit vergangenem Montag, 6. Juli, ist das Tragen einer Hygienemaske in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch. | © Marie-Christine Andres

Teure Hygienemasken dürfen nicht zur Armutsfalle werden

09.07.2020, 14:48

In den Caritas-Märkten erhalten Kundinnen und Kunden bei jedem Einkauf gratis eine Hygienemaske. Das Hilfswerk hat 100’000 Masken vorrätig. Doch Caritas-Sprecher Stefan Gribi sagte gegenüber kath.ch, dass damit nur ein Bruchteil des Bedarfs gedeckt werden könne. Denn in der Schweiz lebten gemäss Bundesamt für Statistik 660’000 Menschen in Armut und eine halbe Million knapp über der Armutsgrenze. Gerade aus dieser Gruppe der Armutsgefährdeten seien sehr viele durch Einkommensverluste während der Corona-Pandemie in grosse finanzielle Schwierigkeiten geraten. «Für sie darf die Maskenpflicht nicht zusätzlich zur Armutsfalle werden», warnte Stefan Gribi. Caritas begrüsse daher «alle Initiativen von staatlicher und privater Seite, die dafür sorgen, dass auch Menschen in einer finanziellen Notlage Masken tragen und damit sich selbst und andere schützen können». Dass die Schutzmasken, die seit Anfang Woche im ÖV getragen werden müssen, ins Geld gehen, dringt langsam an die breite Öffentlichkeit. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) empfiehlt gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Städten und Gemeinden deshalb, sie kostenlos an Sozialhilfeempfänger abzugeben.
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres

Jubla Muri sagt Sola wegen Coronafall ab

07.07.2020, 17:16

Am Montag 6. Juli, wären 110 Kinder und gegen 50 Leiterinnen und Leiter der Jungwacht und des Blaurings Muri  für zwei Wochen ins Sommerlager nach Runcahez bei Surrein ins Bündnerland aufgebrochen. Doch am vergangenen Samstag musste das Lager wegen eines Covid19-Falls im engen Kreis der beiden Vereine und der nicht verfolgbaren Ansteckungskette abgesagt werden. Das berichtete die Aargauer Zeitung am Dienstag, 7. Juli. «Die Lagerleitung konnte die Durchführung des Solas nicht verantworten», teilte die Jubla Muri mit. Die Lagerleitung und die Präses hätten versucht, das Risiko abzuwägen, um eine Entscheidung treffen zu können. Dazu hielten sie auch Rücksprache mit medizinischen Fachpersonen und den zuständigen Behörden. Die Reaktionen der Eltern seien generell durchaus positiv gewesen, weil die Schar den Mut hatte, das Lager abzusagen. «Die Kinder reagierten verständlicherweise vor allem traurig, akzeptierten aber auch alle diese Entscheidung», sagt die Lagerleitung gegenüber der Aargauer Zeitung.
Die Kommission für Sozialethik der Schweizer Bischofkonferenz, Justitia et Pax, sieht in der Korrektur-Initiative «ein Minimum, um zu einer friedlicheren Welt beizutragen.» | © Screenshot Initativ-Website
Die Kommission für Sozialethik der Schweizer Bischofkonferenz, Justitia et Pax, sieht in der Korrektur-Initiative «ein Minimum, um zu einer friedlicheren Welt beizutragen.» | © Screenshot Initativ-Website

Justitia et Pax gegen Ausweitung von Rüstungsexporten

03.07.2020, 15:31

Justitia et Pax, die Kommission für Sozialethik der Schweizer Bischofkonferenz, spricht sich in ihrer Stellungnahme zu Handen des Bundesrates aus sozialethischer Perspektive gegen eine Ausweitung der Exporte von Rüstungsgütern aus und unterstützt deshalb die zweite Variante des indirekten Gegenvorschlags. Die Kommission ist überzeugt, dass Waffen und Kriege die Welt weder gerechter noch friedlicher machen, sie binden Ressourcen, die beim Aufbau einer friedlicheren und gerechteren Welt fehlen. Dies gilt auch für die Ausfuhr von Kriegs- und Sicherheitstechnik-Material. Deshalb spricht sie sich gegen die 2014 eingeführte Ausnahmeregel und gegen eine Abweichungskompetenz für den Bundesrat aus. Für eine ethische Beurteilung des Exports von Kriegsmaterial dürften nicht der wirtschaftliche Nutzen und damit auch nicht die Sicherung von Arbeitsplätzen im Vordergrund stehen. Vielmehr müsse das Wohlergehen aller Menschen das zentrale ethische Kriterium sein, hält die Nationalkommission in ihrem Schreiben fest, das hier einzusehen ist: KorrekturInitiative_JuP_def.
Ab heute, 1. Juli 2020, ist die Kathedrale von Santiago di Compostela und auch der Pilgerweg dahin für spirituelle Weitwanderer wieder geöffnet. | © Simon Hohler
Ab heute, 1. Juli 2020, ist die Kathedrale von Santiago di Compostela und auch der Pilgerweg dahin für spirituelle Weitwanderer wieder geöffnet. | © Simon Hohler

Jakobsweg ist für Pilger wieder geöffnet

01.07.2020, 17:14

Gute Nachrichten für alle Wandervögel und Pilgerfreunde: Nicht nur der Schweizer Abschnitt des europäischen Weitwanderweges «Via Columbani» (Kolumbansweg) ist dieser Tage eröffnet worden, sondern auch der Jakobsweg ist nach vier Monaten Corona-Schließung nun wieder gangbar. Die Kathedrale von Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens hat an diesem 1. Juli ihre Pforten wieder geöffnet. Aus diesem Anlass führte Radio Vatikan ein Gespräch mit Rudolf Hagmann, der als Pfarrer in Tettnang (Baden-Württemberg) sowie als Pilgerseelsorger in Santiago wirkt. Das Interview mit Rudolf Hagmann in Schrift und Ton finden Sie hier. Die Wiedereröffnung dieses bedeutenden europäischen Wallfahrtsortes erfüllt Pfarrer Hagmann, bei aller und immer noch gebotenen Vorsicht, nach eigener Aussage «mit tiefer Freude und Dankbarkeit.»
Der Bischof von Basel, Felix Gmür, setzt per 1. Juli 2020 das neu überarbeitete Konzept «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft. | © Pia Neuenschwander
Der Bischof von Basel, Felix Gmür, setzt per 1. Juli 2020 das neu überarbeitete Konzept «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft. | © Pia Neuenschwander

Neues Konzept gegen sexuelle Übergriffe

29.06.2020, 17:41

Am 1. Juli 2020 setzt Bischof Felix Gmür das überarbeitete Konzept «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft. Die kantonalen staatskirchenrchtlichen Exekutiven haben das Konzept zustimmend zur Kenntnis genommen und sich verpflichtet, die Massnahmen zur Intervention zu unterstützen. Als Basis des Präventionsteils gelten die Strafregisterauszüge, die regelmässig eingereicht werden müssen. Die Intervention folgt einem neuen Ablauf, etwa durch die Trennung zwischen «Forum externum» und «Forum internum» mit der Vorgabe, dass Amtspersonen wie der Bischof oder die Bischofsvikare nur im Forum externum handeln dürfen. Diesem Anliegen dient auch der Einsatz von kirchen-externen Beratungspersonen. Freiwillige, die in sensiblen Bereichen wie Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, werden ebenfalls verpflichtet, die Standards einzuhalten. Die Zusammenarbeit zwischen dem pastoralen Auftraggeber und der jeweiligen Anstellungsbehörde wird standardisiert. Musterformulare gewähren eine gleiche Behandlung in der Diözese.
CVP-Präsident Gerhard Pfister sieht sich mit der Tatsache konfrontiert, dass seinen Parteimitgliedern das C im Namen der Partei «zu katholisch» ist. | © Andreas C. Müller
CVP-Präsident Gerhard Pfister sieht sich mit der Tatsache konfrontiert, dass seinen Parteimitgliedern das C im Namen der Partei «zu katholisch» ist. | © Andreas C. Müller

Umfrage bestätigt: CVP will auf C verzichten

29.06.2020, 12:39

Gemäss einer noch nicht veröffentlichten, internen Studie der Christlichdemokratischen Volkspartei CVP erachten 79 Prozent der Parteimitglieder «einen Namen, der Bezug auf christliche Werte nimmt», also CVP, «für die unattraktivste aller Namensoptionen.» Dies berichtete die Sonntagszeitung in ihrer jüngsten Ausgabe. Auch Radio SRF hat im «Echo der Zeit» vom Sonntag über diese Studie und die daraus resultierenden Konsequenzen berichtet. Im Interview mit der Sonntagszeitung sagte CVP-Präsident Gerhard Pfister: «Die Art, wie die CVP und ihr Name wahrgenommen werden, ist ein Nachteil für uns. Die Studie bestätigt meine Vermutung aus dem Wahlkampf. Damals sagten mir viele Leute, dass sie Ziele und Werte der CVP teilen würden, sie uns aber nicht wählen könnten, weil wir zu religiös, zu katholisch seien.» Die Parteiverantwortlichen würden in den nächsten Wochen zusammen mit den kantonalen Parteien und den Parteigremien eine Strategie für eine Öffnung der CVP ausarbeiten. Gemäss Pfister umfasse diese «viele Elemente, darunter auch einen Wechsel zu einem neuen Namen.»
2019 haben rund 250 ausgebildete Personen im Palliative Care-Begleitdienst der Landeskirchen im Kanton Aargau 463 schwer kranke oder sterbende Menschen begleitet und dabei 7567 Stunden als Freiwillige geleistet. | © Roger Wehrli
2019 haben rund 250 ausgebildete Personen im Palliative Care-Begleitdienst der Landeskirchen im Kanton Aargau 463 schwer kranke oder sterbende Menschen begleitet und dabei 7567 Stunden als Freiwillige geleistet. | © Roger Wehrli

Landeskirchen bieten Palliative Care wieder an

26.06.2020, 07:00

Die Aargauer Landeskirchen haben ihren Palliative Care-Begleitdienst für schwer kranke und sterbende Menschen in Institutionen und in häuslicher Pflege wieder aufgenommen. Die dafür ausgebildeten Freiwilligen müssen dabei natürlich die Vorgaben und Schutzkonzepte der jeweiligen Institutionen beachten. Für die Einsätze ausserhalb von Institutionen wurde ein eigenes Schutzkonzept erstellt. Die Einsatzleitung für den Palliative Care-Begleitdienst stellt bei jeder Anfrage sicher, dass die Freiwilligen alle nötigen Schutzmassnahmen vor Ort einhalten können. Die Freiwilligen im Begleitdienst haben die Möglichkeit der persönlichen Begleitungen in der Zeit des Lockdowns sehr vermisst, das haben zahlreiche Telefongespräche gezeigt. Aber sie haben sich während dieser Zeit mit viel Fantasie telefonisch und schriftlich um Menschen mit Betreuungsbedarf gekümmert. Nun dürfen sie endlich auch wieder persönlich bei kranken und sterbenden Menschen präsent sein. Die Medienmitteilung der Landeskirchen mit den entsprechenden Kontaktinformationen lesen Sie hier: MM_Landeskirchen_PalliativeCare_Begleitdienst.
Auch nach den Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen durch den Bundesrat, liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. | © Christian Breitschmid
Auch nach den Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen durch den Bundesrat, liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. | © Christian Breitschmid

Bischöfe passen Schutzkonzept an

24.06.2020, 07:59

Am vergangenen Freitag, 19. Juni, hat der Bundesrat die Schutzmassnahmen zur Covid-19-Bekämpfung massgeblich gelockert. Die Vereinfachungen gelten auch für religiöse Veranstaltungen, Kinder- und Jugendarbeit sowie Vereinsanlässe. Es gilt nur noch die «besondere Lage». Damit geht die Zuständigkeit für Verordnungen zur Pandemie-Bekämpfung grundsätzlich vom Bund an die Kantone zurück. Die Schweizer Bischofskonferenz hat deshalb ihr Rahmenschutzkonzept per 22. Juni ausser Kraft gesetzt. Als Schutzkonzept für öffentliche Gottesdienste im Bistum Basel gilt seit dem 23. Juni ein vereinfachtes Konzept, wie es auf der Website des Ordinariats zu finden ist.  Die wesentlichen Neuerungen sind im angepassten Konzept grau hinterlegt. Es appelliert weiterhin an das eigenverantwortliche Handeln aller Bürger, vorab durch Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. Horizonte-Leser können das PDF des angepassten Schutzkonzeptes auch hier herunterladen: Praezisierungen_Schutzkonzept_200623.