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Vielerorten wurden die Namen von auf der Flucht Verstorbenen auf weisse Bänder geschrieben und aufgehängt. | © Vera Rüttimann
Vielerorten wurden die Namen von auf der Flucht Verstorbenen auf weisse Bänder geschrieben und aufgehängt. | © Vera Rüttimann

Flüchtlingstag gedenkt der Toten

17.06.2019, 08:03

Im Gegensatz zum Kanton Aargau, der seinen kantonalen Flüchtlingstag am kommenden Wochenende begeht, fand gestern Sonntag bereits der nationale Flüchtlingstag der Kirchen statt. Unter dem Slogan «Beim Namen nennen» wurde der «35 597 Opfer der Festung Europa» gedacht. Im Zentrum des Gedenkens standen die toten Flüchtlinge. Deren Schicksale wurden vielerorts in Gottesdiensten verlesen, um den Namenlosen eine Stimme zu geben.
Auf dem Schlossplatz in Aarau warten Frauen und solidarisierende Männer auf den Beginn der Kundgebung um 17 Uhr. | © Foto: Anne Burgmer
Auf dem Schlossplatz in Aarau warten Frauen und solidarisierende Männer auf den Beginn der Kundgebung um 17 Uhr. | © Foto: Anne Burgmer

Katholische Frauen am Frauenstreik

14.06.2019, 16:20

An verschiedenen Orten finden heute anlässlich des Frauenstreiks Manifestationen statt - mit Beteiligung der Kantonalverbände des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF. In Bern, wo ab 17.30 Uhr die grösste Demonstration erwartet wird, hat der Berner Katholische Frauenbund einen Stand aufgestellt. Nach ersten Schätzungen haben sich bereits Tausende am Streik beteiligt. Die Forderungen der Streikenden sind: Finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit von Frauen, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit sowie Respekt statt Sexismus am Arbeitsplatz. Für die Kirchenfrauen geht es vor allem um Gleichberechtigung in der Ämterhierarchie.
Neben zwei Verpflichtungskrediten ging es um Validierungen von Ersatzwahlen, die Protokolle der vergangen ordentlichen (14. November 2018) und konstituierenden Synode (9. Januar 2019), Mitteilungen aus Kirchenrat, den Jahresbericht 2018 und die Jahresrechnung 2018 der Landeskirche. Zum letzten Mal gab Gabriele Tietze die Neuigkeiten aus der Bistumsregionalleitung bekannt und wurde angemessen verabschiedet. | © Anne Burgmer
Neben zwei Verpflichtungskrediten ging es um Validierungen von Ersatzwahlen, die Protokolle der vergangen ordentlichen (14. November 2018) und konstituierenden Synode (9. Januar 2019), Mitteilungen aus Kirchenrat, den Jahresbericht 2018 und die Jahresrechnung 2018 der Landeskirche. Zum letzten Mal gab Gabriele Tietze die Neuigkeiten aus der Bistumsregionalleitung bekannt und wurde angemessen verabschiedet. | © Anne Burgmer

Frühjahrssynode tagte in Aarau

12.06.2019, 17:05

122 Mitglieder trafen am 12. Juni 2019 in Aarau im Grossratssaal zur ersten ordentlichen Synode der neuen Legislatur. «Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Lasst sie uns vielmehr so suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei», zitierte Daniel Holenstein, Präsident der Synode, zur Eröffnung den Heiligen Augustinus. Es gehe allerdings weniger um Wahrheit, als um Mehrheit, leitete der Synodenpräsident dann über. Zwei Anträge brachte der Kirchenrat vor die Synode. Einerseits für einen Verpflichtungskredit von 350‘000 Franken für die Renovation und Neu-Möblierung des grossen Saals und des Speisesaals der Propstei Wislikofen. Damit die Propstei weiterhin konkurrenzfähig bleibe, müssten Interieur und Technik dringend erneuert werden, so Kirchenrat Rolf Steinemann in seinem Votum. Der Antrag des Kirchenrates wurde ohne Gegenvoten einstimmig angenommen. Andererseits stimmte die Synode über die Finanzierung der neuen Mitgliederdatenverwaltung ab. Der Antrag beinhaltete einen Verpflichtungskredit von 130‘000 Franken und einen Nachtragskredit für die jährlichen Bruttokosten von 60‘000 Franken für 2019 beziehungsweise der Budgetierung für die Folgejahre. Marcel Notter, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, stellte das neue Adressverwaltungsprogramm vor. Nach zwei Voten wurde der Antrag des Kirchenrates in ergänzter Form mit grosser Mehrheit angenommen. Die Ergänzung sieht zur Entlastung kleiner Kirchgemeinden gestaffelte und an die Katholikenzahl gekoppelte Beiträge vor. Im pastoralen Teil gab David Meier, ehemaliger KV-Lernender bei der Katholischen Landeskirche im Aargau, einen lebhaften Einblick in seinen Dienst als Schweizer Gardist in Rom. Er habe sich extra noch ins Archiv begeben und herausgefunden, dass mit 6 Prozent die Aargauer am drittstärksten in der Garde nach den Fribourgern und Wallisern seit fast Gründung der Garde um 1509. Er habe die Gelegenheit, zur Garde zu gehen, einfach beim Schopf ergreifen müssen. Seit Juni 2018 ist er im Dienst, wurde im Mai 2019 vereidigt. Neben Dienstgeschichten gab David Meier einen pointierten Überblick über die wichtigsten historischen Momente der Garde. Wer dem Papst die Hand schütteln wolle, müsse Sorge tragen, dass die Söhne und Enkel zur Garde gehen, sagte David Meier und erntete Szenenapplaus.
Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer geöffneten Tür des Hauptportals der gelöschten Kathedrale Notre-Dame am 16. April 2019 in Paris und schauen in die Kirche. | © kna-bild
Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer geöffneten Tür des Hauptportals der gelöschten Kathedrale Notre-Dame am 16. April 2019 in Paris und schauen in die Kirche. | © kna-bild

Erste Messe nach Brand in Notre-Dame

10.06.2019, 15:36

Zwei Monate nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame soll dort am Wochenende 15./16. Juni erstmals wieder eine Messe gefeiert werden, heisst es in einer Mitteilung des Rektors der Kirche, Patrick Chauvet, in der Pfingstausgabe des Magazins «Famille Chretienne» (Christliche Familie). Anlass für die Messe ist das jährlich begangene Fest der Altarweihe der Kathedrale. Diese war am 15. April durch einen Grossbrand in Teilen zerstört worden. In einer kleinen, weitgehend unbeschädigten Seitenkapelle, solle die Messe mit nur wenigen Teilnehmenden, darunter der Pariser Erzbischof, gefeiert werden. Aus Sicherheistgründen müssten alle Feuerwehrhelme tragen, heisst es gemäss kath.ch in der Mitteilung.
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). An der Pressekonferenz betonte er mit Blick auf die ganz unterschiedlichen Appelle und offenen Briefe zu Strukturveränderungen in der Kirche, dass die SBK nun eine Auslegeordnung der komplexen Themen erarbeiten wolle. Darüber hinaus müsse man einen sinnvollen Weg des Austausches finden. Es sei ihm ein Anliegen, so Felix Gmür auf Nachfragen, dass die Beschäftigung mit diesem Themenkomplex nicht verschleppt werde. | © Werner Rolli
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). An der Pressekonferenz betonte er mit Blick auf die ganz unterschiedlichen Appelle und offenen Briefe zu Strukturveränderungen in der Kirche, dass die SBK nun eine Auslegeordnung der komplexen Themen erarbeiten wolle. Darüber hinaus müsse man einen sinnvollen Weg des Austausches finden. Es sei ihm ein Anliegen, so Felix Gmür auf Nachfragen, dass die Beschäftigung mit diesem Themenkomplex nicht verschleppt werde. | © Werner Rolli

Wir sind nicht gegen Organspende!

07.06.2019, 08:05

An der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), am 6. Juni 2019, informierte Präsident Felix Gmür, Bischof von Basel über die Themenschwerpunkte der 324. Ordentlichen Vollversammlung der SBK. Dies fand aufgrund von Baumassnahmen in Einsiedeln in der österreichischen Propstei St. Gerold, einer Filialniederlassung Einsiedelns statt. Als Themenschwerpunkte benannte Bischof Felix Gmür unter anderen die Diskussion über verschiedene Appelle zur Erneuerung der Kirche, die Positionierung der SBK zur Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten». Letztere kommentierte Bischof Felix Gmür mit den Worten «Wir sind nicht gegen die Organspende, wir sind gegen den Automatismus, der durch die Initiative angestrebt wird.» Hier finden Sie die vollständige Medienmitteilung.
Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zur marokkanischen Firma OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. | © zvg
Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zur marokkanischen Firma OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. | © zvg

Fastenopfer beobachtet Menschenrechtsverletzungen

06.06.2019, 00:19

Der marokkanische Staatskonzern OCP verschmutzt mit seinen Düngerfabriken die Luft und schädigt damit die Gesundheit von Angestellten und Bevölkerung. Mindestens elf Schweizer Rohstoffhändler stehen gemäss einem neuen Bericht von Brot für alle, SWISSAID und Fastenopfer in Geschäftsbeziehung zu OCP und sind damit in die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung in Marokko verwickelt. Dies schreibt Fastenopfer in einer Mitteilung vom Dienstag, 4. Juni. Die Entwicklungsorganisationen fordern OCP und die Schweizer Düngerhändler auf, eine umfassende Sorgfaltsprüfung durchzuführen und Massnahmen zur Vermeidung von Menschrechtsverletzungen zu treffen. Dies sieht auch die Konzernverantwortungsinitiative vor, welche Schweizer Unternehmen zum Einhalten von Menschenrechten und Umweltstandards weltweit verpflichten will. Der Nationalrat wird sich nächste Woche erneut zu Initiative und Gegenvorschlag äussern. Scheitert der Gegenvorschlag, dürfte die Initiative 2020 zur Abstimmung kommen.
Immer wieder waren Frauen und Männer der Region Brugg-Windisch als Pioniere unterwegs: Das zeigt auch die Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken». Im Bild ein Gospelchor.  | © zvg
Immer wieder waren Frauen und Männer der Region Brugg-Windisch als Pioniere unterwegs: Das zeigt auch die Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken». Im Bild ein Gospelchor. | © zvg

Webseite zur Geschichte der Katholiken in der Region Brugg

03.06.2019, 22:09

Mit der Internet-Ausgabe des Geschichtsbuchs «Aufbau, Wandel und Wirken» liegt nun online eine um weitere Dokumente ergänzte 2. Auflage auf www.geschichte-kathbrugg.ch vor. Die historischen Bilder geben einen Überblick über die Ereignisse seit dem Mittelalter, die Chronik listet wichtige Daten auf. Dank der Suchfunktion erhalten Leser Zugriff auf den integralen Textkorpus des Buchs. Eingebettet in die Homepage www.kathbrugg.ch erwartet nun eine Art erweiterbare Geschichts- und Geschichten-Schatzkiste die Besucherinnen und Besucher. Für das vertiefte Lesevergnügen bietet sich nach wie vor das gebundene Buch an. Es kann bestellt werden bei der Verwaltung der Röm.-Kath. Kirchgemeinde Brugg, Postfach 615, 5201 Brugg, verwaltung@kathbrugg.ch
Nachdem Papst Franziskus in mehreren internen Ansprachen Mentalität und Funktionsweise der römischen Kurie scharf kritisiert hatte, legt er nun einen Reformentwurf vor. | © Reuters
Nachdem Papst Franziskus in mehreren internen Ansprachen Mentalität und Funktionsweise der römischen Kurie scharf kritisiert hatte, legt er nun einen Reformentwurf vor. | © Reuters

Entwurf der Kurienreform veröffentlicht

31.05.2019, 14:09

Mehr Laien in Leitungsorganen, Relativierung der Glaubenskongregation und eine Stärkung von Verkündigung und caritativen Elementen der Kirche: Das sind die zentralen Änderungen der Kurienreform. Das US-amerikanische Portal «National Catholic Register» veröffentlichte am Mittwoch Auszüge aus dem Entwurf, der derzeit den katholischen Bischofskonferenzen weltweit zur Stellungnahme zugesandt ist. Auffallend: Die seit Jahrhunderten bestehende herausgehobene Stellung der einstigen Inquisitionsbehörde wird relativiert. Künftig werde die «Römische Glaubenskongregation» «Dikasterium für die Glaubenslehre» benannt. Ihr vorangestellt wird ein «Dikasterium für die Evangelisierung», das die Verkündigung der christlichen Botschaft in allen Teilen der Erde fördern soll.
Der Schweizer Predigtpreis wird in zwei Sprachkategorien verliehen: französisch und italienisch, deutsch und rätoromanisch. In jeder Kategorie wählt eine Jury die Autorin oder den Autor der besten gehaltenen Predigt aus. | © Roger Wehrli
Der Schweizer Predigtpreis wird in zwei Sprachkategorien verliehen: französisch und italienisch, deutsch und rätoromanisch. In jeder Kategorie wählt eine Jury die Autorin oder den Autor der besten gehaltenen Predigt aus. | © Roger Wehrli

Predigtpreis zum Dritten

29.05.2019, 16:30

«Kreuz im Licht»: Zu diesem Thema vergibt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) im Jahr 2020 zum dritten Mal den Schweizer Predigtpreis. Dem Gewinner winken 3000 Franken. Der SEK such aktuell nach Predigten, die vor dem Einreichen für den Wettbewerb bereits gehalten worden sind. Alle Personen, die in einer reformierten Gemeinde ein Predigtmandat haben, sind zur Teilnahme an der Ausschreibung eingeladen. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2020 in Sion statt.
Anwesende aus Wohlen: Projektleiterin Susanne Siebenhaar (vierte von links) und Freiwillige in der Administrativen Unterstützung in Wohlen. | zvg
Anwesende aus Wohlen: Projektleiterin Susanne Siebenhaar (vierte von links) und Freiwillige in der Administrativen Unterstützung in Wohlen. | zvg

Caritas: Dank an 450 Freiwillige

27.05.2019, 00:50

Am Freitag, 24. Mai 2019, bedankten sich CARITAS Aargau und CARITAS Solothurn bei ihren Freiwilligen mit einem Fest. Rund 70 ehrenamtlich Engagierte kamen zum Anlass in den Hof der Pfarrei St. Peter und Paul in Aarau. Sie wurden kulinarisch verwöhnt und konnten Musik und Tanz geniessen. Bei CARITAS Aargau und CARITAS Solothurn sind über 450 Freiwillige in gut 12 Projekten engagiert. Allein 2018 leisteten diese Freiwilligen fast 20 000 Stunden, resp. 500 Arbeitswochen Freiwilligenarbeit - zum Beispiel in den Tandemprojekten «Co-Pilot» (Begleitung von Flüchtlingen) oder als Gotti oder Götti im Patenschaftsprojekt «mit mir».    
Ziel der Aktion ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen. | © screenshot
Ziel der Aktion ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen. | © screenshot

Zum 13. Mal: Tag der Nachbarn 2019

24.05.2019, 09:19

Heute, 24. Mai 2019, ist wieder Tag der Nachbarn. Zum 13. Mal wird dieser Anlass gefeiert. Im Aargau wirbt Benevol Aargau für den Tag, der deutlich machen soll, dass das Gute häufig näher liege, als man denkt. «Gute Nachbarschaft hilft, die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Deshalb rufen wir initiative Bewohnerinnen und Bewohner auf, gemeinsam ein unkompliziertes Fest unter Nachbarn zu organisieren. Ziel ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen», heisst es in der Medienmitteilung. Wer noch mehr Infos und konkrete Ideen für einen gelungen Nachbarschaftsanlass sucht, findet diese auf der Website der Aktion www.tagdernachbarn.ch 
Bischof

Bischofsweihe am 8. September 2007 in der Klosterkirche Einsiedeln. Vitus Huonder, der neu gewählte Bischof des Bistums Chur, ist von seinem Vorgänger Amédée Grab geweiht, mit den bischöflichen Insignien versehen und ins Amt eingesetzt worden.

REUTERS/Steffen Schmidt/Pool (SWITZERLAND)
Bischof Bischofsweihe am 8. September 2007 in der Klosterkirche Einsiedeln. Vitus Huonder, der neu gewählte Bischof des Bistums Chur, ist von seinem Vorgänger Amédée Grab geweiht, mit den bischöflichen Insignien versehen und ins Amt eingesetzt worden. REUTERS/Steffen Schmidt/Pool (SWITZERLAND)

Bistum Chur hat einen Administrator

20.05.2019, 17:31

Seit Ostern wurd darauf gewartet, dass die Nachfolge von Bischof Vitus Huonder geregelt wird. Seit heute ist klar: Die Nachfolge des  übernimmt einstweilen der von Papst Franziskus ernannte Apostolische Administrator des Bistums Chur, Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik. In der Medienmitteilung des Bistums Chur sind sowohl ein Abschiedsgruss von Vitus Huonder, als auch ein Willkommensbrief von Peter Bürcher verlinkt. Der emeritierte Bischof von Reykjavik, der im Wallis auf die Welt kam, bezeichnet seine Berufung nicht nur als totale Überraschung, sondern schreibt auch, dass er sich der grossen Herausforderung bewusst sei, die dieses Mandat bedeute.
Der richtige Umgang mit Nähe und Distanz müsse zum Alltag gehören, so der Basler Bischof Felix Gmür gegenüber dem Seelsorgepersonal. | © Werner Rolli
Der richtige Umgang mit Nähe und Distanz müsse zum Alltag gehören, so der Basler Bischof Felix Gmür gegenüber dem Seelsorgepersonal. | © Werner Rolli

Missbrauch: Bischof fordert Verantwortung

17.05.2019, 10:55

Der Bischof von Basel, Felix Gmür, hat das Kirchenpersonal im Zusammenhang mit der Missbrauchs-Thematik an die Eigenverantwortung erinnert. Das bedeute, dass das Kirchenpersonal auch bei Erwachsenen bei einem Verdacht auf ein Offizialdelikt gegen den Willen des Opfers Anzeige erstatten müsse. Dabei gehe es einerseits um das Aufklären einer Straftat und anderseits um den Schutz künftiger Opfer. Weiter verlange sein Bistum von allen, die aktiv im Dienst der Kirche stehen, bis am 30. September 2019, einen Strafregister- und Sonderprivatauszug. «Wir sammeln das und geben es an die Anstellungsbehörde weiter», so Felix Gmür.
Mahnwache der Initiative «Maria 2.0» in Münster: Frauen halten Plakate, darunter eines, das die Muttergottes mit zugeklebtem Mund zeigt. | © kna-bild
Mahnwache der Initiative «Maria 2.0» in Münster: Frauen halten Plakate, darunter eines, das die Muttergottes mit zugeklebtem Mund zeigt. | © kna-bild

Frauenstreik in Deutschland

14.05.2019, 10:16

Die Initiative von fünf Münsteranerinnen hat sich in Deutschland zu einer landesweiten Protestwelle entwickelt: Die Bewegung «Maria 2.0» demonstrierte an hunderten Orten gegen eine männerdominierte Kirche. So auch vor dem Dom in Münster, wo weit über 500 Frauen zu einer Mahnwache zusammenkamen. In Freiburg demonstrierten rund 400 rot gekleidete Aktivistinnen vor dem Münster, während Erzbischof Stephan Burger im Gotteshaus sechs Männer zu Priestern weihte. Bis kommenden Samstag wollen die Frauen kein Gotteshaus betreten und keine ehrenamtlichen Dienste verrichten. Am Sonntag fanden vielerorts Gottesdienste in Eigenregie vor den Kirchentüren statt – ein Statement für veränderte Machtstrukturen und gegen die Zölibatspflicht für Priester.
Papst Franziskus schrieb diese Woche eine weltweite Meldepflicht für Missbrauchsfälle ins kirchliche Gesetzbuch. In jedem Land muss zudem auch zwingend eine Anlaufstelle für Opfer geschaffen werden. | © Reuters
Papst Franziskus schrieb diese Woche eine weltweite Meldepflicht für Missbrauchsfälle ins kirchliche Gesetzbuch. In jedem Land muss zudem auch zwingend eine Anlaufstelle für Opfer geschaffen werden. | © Reuters

Missbrauch: Papst führt Anzeigepflicht ein

12.05.2019, 09:16

Papst Franziskus hat die Kirchenrechtsnormen im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch durch Geistliche drastisch verschärft. Ein derartiger Schritt war unter anderem von Opferverbänden, Politikern und zahlreichen Bischöfen der Weltkirche gefordert worden. Neu müssen kirchliche Stellen die staatlichen Strafermittler in ihrer Arbeit unterstützen. Zudem müssen alle Diözesen bis spätestens Juni 2020 ein leicht zugängliches Meldesystem für Anzeigen einrichten. Die Ankündigungen des Papstes wurden begrüsst, aber auch kritisiert. «Ein Zeichen, dass man mit den Bemühungen in der Schweiz auf dem richtigen Weg sei», erklärte beispielsweise Toni Brühlmann, Präsident des Fachgremiums «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld». Nicht zufrieden ist Jacques Nuoffer, der Vertreter der Westschweizer Organisation Sapec, die Opfer von Missbrauch in kirchlichem Kontext unterstützt. Jacques Nuoffer stört, dass das Beichtgeheimnis bestehen bleibt. Das schliesse eine Anzeige eines auf diesem Wege bekannt gewordenen Missbrauchs aus.
Den Frauen reicht es. Im Rahmen des Frauenstreiks im Juni formiert sich auch der Frauenkirchenstreik. Koordiniert werden die verschiedenen Aktionen über die Homepage des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF). | © Marie-Christine Andres/Montage
Den Frauen reicht es. Im Rahmen des Frauenstreiks im Juni formiert sich auch der Frauenkirchenstreik. Koordiniert werden die verschiedenen Aktionen über die Homepage des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF). | © Marie-Christine Andres/Montage

SKF forciert Engagement für Frauenstreik

10.05.2019, 14:01

An seiner Delegiertenversammlung vom 23. Mai 2019 in Basel will der Schweizerische Katholische Frauenbund nochmals besonders für den bevorstehenden Frauenstreik mobilisieren. Als Gäste haben sich die Basler Regierungsrätin Eva Herzog, die Grünen-Politikerin Maya Graf von «alliance F» und weitere Vertreterinnen von Frauendachverbänden angemeldet. Der Nachmittag stehe ganz im Zeichen des Frauen*KirchenStreiks, heisst es in einer Medienmitteilung.  Kirchenfrauen, egal ob in Lonharbeit oder freiwillig tätig, sollen am 14./15. und 16. Juni die Forderung nach Gleichberechtigung in die Kirchen tragen. Geplant seien verschiedene Aktionen, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass Frauen und Männer auf allen kirchlichen Ebenen gemeinsam entscheiden und gestalten.
Franziskus hatte vor drei Jahren die Einrichtung einer Expertenkommission bekanntgegeben. Diese sollte untersuchen, ob und in welcher Form es in der frühen Kirche weibliche Diakone gab. Eine Entscheidung, ein solches Amt heute wieder einzuführen, hatte er damit nicht verbunden. | © Roger Wehrli
Franziskus hatte vor drei Jahren die Einrichtung einer Expertenkommission bekanntgegeben. Diese sollte untersuchen, ob und in welcher Form es in der frühen Kirche weibliche Diakone gab. Eine Entscheidung, ein solches Amt heute wieder einzuführen, hatte er damit nicht verbunden. | © Roger Wehrli

Diakonat der Frau kommt nicht so bald

08.05.2019, 21:13

Zu einem möglichen Diakonat der Frau in der katholischen Kirche gibt es nach den Worten von Papst Franziskus in absehbarer Zeit keine Entscheidung. Man habe keine Gewissheit darüber, «ob dies eine Ordination mit derselben Form und Finalität war wie bei der von Männern», so Papst Franziskus in einer öffentlichen Stellungnahme. Einige bejahten dies, so Franziskus. Andere wiederum verstünden die frühere Beauftragung von Frauen zum Diakonat eher so wie heute die Segnung einer Äbtissin. Für eine Entscheidung bedürfe es weiterer Arbeit und Überlegungen.
Zunehmend weniger Gardisten werden Jahr für Jahr in Rom vereidigt. Um die Attraktivität des Dienstes zu verbesseren, sollen die päpstlichen Soldaten künftig Einzelzimmer erhalten und heiraten dürfen. | © Roger Wehrli
Zunehmend weniger Gardisten werden Jahr für Jahr in Rom vereidigt. Um die Attraktivität des Dienstes zu verbesseren, sollen die päpstlichen Soldaten künftig Einzelzimmer erhalten und heiraten dürfen. | © Roger Wehrli

Rom: Vereidigung neuer Gardisten

06.05.2019, 13:56

Heute Montag werden in Rom 23 neue Schweizer Gardisten vereidigt. Dies im Beisein von Bundesrat Iganzio Cassis. Der Dienst für den Heiligen Vater in Rom büsst jedoch zunehmend an Beliebtheit ein: Waren vor zwei Jahren noch 40 Rekruten vereidigt worden, stellten sich im vergangenen Jahr noch 32 junge Männer dem Dienst im Vatikan. Papst Franziskus, der die Vorschriften für die Truppe bereits gelockert hat, stattete seinen Soldaten am Samstag eigens einen Besuch ab und lobte den Soldatendienst in der päpstlichen Garde als Schule der Toleranz. Der Kasernenalltag lehre Werte wie Dialog und Treue, aber auch «Respekt vor den Eigenheiten und Vorstellungen anderer», sagte er bei dem Treffen mit Gardisten . F
Die Pilgerinnen auf dem Weg nach St. Gallen (im Hintergrund der Bodensee). | © Vera Rüttimann
Die Pilgerinnen auf dem Weg nach St. Gallen (im Hintergrund der Bodensee). | © Vera Rüttimann

Pilgern für Reformen in der Kirche

03.05.2019, 19:50

Am 2. Mai, dem Wiborada-Pilgertag, der 2016 aus dem Projekt «Für eine Kirche mit* den Frauen» entstanden ist, begaben sich 120 Frauen und einige Männer unter dem Motto «Nicht müde werden!» zu Fuss am 2. Mai von Rorschach nach St. Gallen. Mit dem Pilgermarsch sollte dem Wunsch nach Reformen in der katholischen Kirche Ausdruck verliehen werden. Um 16 Uhr erreichte die Gruppe, der unter anderem auch Hildegard Aepli, Initiantin des Pilgerprojekts «Für eine Kirchen mit* den Frauen» die Kathedrale St. Gallen. Noch einmal regten Impulse dazu an, den Kopf in der Kirche nicht hängen zu lassen, sondern hoffend aufrecht zu stehen und immer weiter zu gehen.
In Europa erheben sechs Staaten Kirchensteuern: Dänemark, Österreich, Deutschland, Finland, Schweden und die Schweiz. | © Andreas C. Müller
In Europa erheben sechs Staaten Kirchensteuern: Dänemark, Österreich, Deutschland, Finland, Schweden und die Schweiz. | © Andreas C. Müller

Kirchensteuern laut Studie breit akzeptiert

02.05.2019, 01:44

Kirchensteuern geniessen in Europa breiten Rückhalt. Religiöse Institutionen unterstützen das Gemeinwohl: Dieser Meinung ist laut einer amerikanischen Studie die Mehrheit in jenen europäischen Ländern, die Kirchensteuern erheben. Befragt wurden rund 25’000 Personen aus 15 verschiedenen Ländern, wobei sich der Fokus auf jene konzentrierte, die Kirchensteuern erheben. Die These, die Kirchensteuer sei für viele ein Grund zum Austritt aus der Kirche, sieht die Studie nicht bestätigt. Die Zahl jener, die sich selbst als Christen bezeichnen, gehe besonders in Belgien, den Niederlanden und Norwegen zurück – in allen drei Ländern erheben die Kirchen keine steuerähnlichen Beitragsgelder.