03.12.2021

Alter Adventsbrauch zum Barbaratag

Am 4. Dezember ist Barbaratag. Es ist der Namenstag der heiligen Barbara, einer christlichen Märtyrerin und Schutzpatronin der Bergleute, Artilleristen, Maurer, Glockengiesser und Zimmerleute. Nach der Legende lebte Barbara in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei, wo sie im Jahr 306 den Märtyrertod erlitt. Weil sie sich zum Christentum bekannte, sperrte ihr eigener Vater sie ein und enthauptete sie. Auf dem Weg ins Gefängnis blieb ein Kirschzweig in Barbaras Gewand hängen. Nachdem sie ihn ins Wasser gestellt hatte, blühte er genau am Tag ihrer Hinrichtung, obwohl Winter war. Auf diesen Teil der Legende geht der Brauch zurück, am 4. Dezember Kirschzweige zu schneiden und sie in der Stube in eine Vase zu stellen.

Barbara schneidet man traditionell von Kirschbäumen. Es eignen sich aber auch andere Obstbäume oder Ziergehölze. Wichtig ist, die Zweige nach einer Nacht mit Minustemperaturen zu schneiden oder sie nach dem Schneiden zwei, drei Tage ins Gefrierfach zu legen. Die Kälte signalisiert den Knospen Winterruhe. Danach schneidet man die Zweigenden schräg an und stellt sie in lauwarmes Wasser, das man regelmässig wechselt. Wenn die Blüten am Heiligabend aufgehen, ist das ein Symbol für das neue Leben und die Übernatürlichkeit der Geburt Christi. Ausserdem verheissen die blühenden Zweige Glück und Segen für das neue Jahr.

02.12.2021

Anne Burgmer wird neue Leiterin OKE

Der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt (RKK BS) hat die Theologin und vormalige Horizonteredaktorin Anne Burgmer als Nachfolgerin der im Januar 2022 frühpensionierten Monika Hungerbühler zur neuen Leiterin der Offenen Kirche Elisabethen (OKE) gewählt. Die römisch-katholische Theologin wird damit die Kollegin des reformierten OKE-Leiters Frank Lorenz, der seit Februar 2014 im Amt ist. Burgmer tritt ihr Amt offiziell am 1. August 2022 in einem 80%-Pensum an. Die Wahlkommission, die sich für Burgmer entschieden hat, bestand aus Entscheidungsträgern der OKE und der RKK BS und wurde von der OKE-Präsidentin Brigitta Gerber und Sarah Biotti, der Leiterin Spezialseelsorge der RKK BS, gesteuert. Gerber sagt: «Wir freuen uns sehr, dass wir mit Anne Burgmer eine starke, projekterfahrene und herzliche Frau gewinnen konnten. Zusammen mit Frank Lorenz wird sie die grossen Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigen, wie beispielsweise die Kirchenrenovation und die Umsetzung der Vorgaben des internen Strategieprozesses, den wir während der Pandemie durchgeführt haben.»

Die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin Burgmer (Jahrgang 1977) wurde einer grösseren Öffentlichkeit bekannt, als sie zwischen 2016 und 2018 die an Sexarbeitende gerichtete «Seelsorge im Tabubereich» der römisch-katholischen Kirchen beider Basel aufbaute und leitete. Burgmer hat – nicht nur durch diese Erfahrungen – einen spontan guten Zugang zu Menschen am Rande der Gesellschaft, an die sich auch die OKE wendet. Sie sagt: «Die OKE hilft den Menschen dieser Stadt, ihre Hoffnung auf ein ‹Mehr›, das ich Gott nenne, in den Boden der Tatsachen zu pflanzen und neu und anders sichtbar zu machen. Daran will ich im Herzen von Basel von Herzen gerne mitwirken.» Burgmer hat auch grosse Erfahrung im Medienbereich, die sie etwa als Redaktorin des Aargauer Pfarrblatts Horizonte unter Beweis stellte. Sie hat einen Master in Theologie und absolviert das Nachdiplomstudium zur Vorbereitung auf den Dienst in kirchlichen Institutionen. Burgmer wird, wie schon ihre Vorgängerin Hungerbühler, vom Basler Bischof Felix die Missio für ihre Arbeit in der OKE erhalten.

30.11.2021

Rückblick auf Ad-limina-Besuch der Schweizer Bischöfe

Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte waren vom 22.-27. November für den Ad-limina-Besuch in Rom. Anschliessend haben sie, am 29. November, in der Casa Santa Marta im Vatikan ihre 334. ordentliche Vollversammlung abgehalten. Die Begegnungen standen ganz im Zeichen des weltweiten synodalen Prozesses. Sie waren geprägt vom festen Willen zur spirituellen Erneuerung der Kirche, einem geschwisterlichen und freundschaftlichen Ton, vom Zuhören und Ratschlagen und dem Ziel, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und bei Fragen gemeinsam Lösungen zu suchen. Zentrale und wiederkehrende Gesprächsthemen waren die christliche Anthropologie und das christliche Zeugnis, Chancen heutiger Glaubensweitergabe, kirchliche Dienste und Ämter sowie das Zusammenspiel von Klerus und Laien, insbesondere Frauen. Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz stellten in Rom auch ein zunehmend besseres Verständnis des dualen Systems fest. Einzelheiten in der Medienmitteilung der SBK.

25.11.2021

St. Martin Entfelden hat allen Grund zu feiern

Die Pfarrei St. Martin in Entfelden feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum ausgiebig. «Der Effekt ist gross», sagt Gemeindeleiter Samuel Behloul im Bericht des Badener Tagblatts. Nach dem Jubiläums-Auftakt mit dem Besuch des Disentiser Abts Vigeli Monn im letzten Dezember folgten in den vergangenen Monaten diverse Jubiläumsaktivitäten. So wurden unter anderem die Ausstellung «50 Interviews zum 50-Jahr Jubiläum» realisiert, in deren Rahmen 50 Mitglieder aller Altersstufen der Pfarrei über Gott und die Welt befragt wurden. Und für kommenden Sonntag, 28. November, steht nun der grosse Festgottesdienst an, 50 Jahre nach der Kirchweihe. Treibende Kraft hinter all diesen Feiern ist die Ortskirchenpflege mit dem Gemeindeleiter Samuel Behloul. Im Interview mit der AZ berichtet er: «Die Gemeinde ist im Jubiläumsjahr regelrecht aufgeblüht. Nicht nur, dass so viele Taufen gefeiert wurden, wie schon lange nicht mehr und der Adventsnachmittag mit Basteln und Geschichtenhören für Kinder über 80 Anmeldungen verzeichnet, es haben sich auch rekordverdächtig viele Kinder für das Ministrieren angemeldet.» Das gemeinsame Feiern der eigenen Wurzeln habe der Gemeinde neuen Schwung gegeben.

22.11.2021

Schweizer Bischöfe besuchen den Papst

Gestern Sonntag sind die Schweizer Bischöfe nach Rom gereist. Bis zum 27. November absolvieren sie eine Woche lang rund 20 Termine bei Kurienbehörden und beim Schweizer Vatikan-Botschafter Denis Knobel. Höhepunkte ihrer Visite sind die Gespräche mit der Schweizergarde und Papst Franziskus am kommenden Freitag. Ad-limina-Besuch nennt man eine kirchenrechtliche Verpflichtung der römisch-katholischen Bischöfe, in der Regel alle fünf Jahre dem Papst einen Besuch abzustatten und dabei Bericht über den Zustand der jeweiligen Diözese zu geben. Anstatt wie früher wird der Papst keine von seiner Kurie vorbereitete Rede verlesen, in der zusammengefasst ist, was die Zentrale der Ortskirche mit auf den Weg geben will. Stattdessen sitzen der Bischof von Rom und seine Schweizer Kollegen in einer Runde und tauschen sich über das aus, was ihnen jeweils auf dem Herzen liegt oder unter den Nägeln brennt. «Die Bischöfe werden sich mit dem Papst über ihre Erfahrungen bei der Vorbereitung zur nächsten Bischofssynode austauschen sowie die Frauenfrage ansprechen», teilte die Schweizer Bischofskonferenz laut kath.ch mit.

17.11.2021

Rote Kirchen machen auf verfolgte Christen aufmerksam

2021 steht noch immer im Zeichen der Coronapandemie. In vielen Ländern der Projektpartner von «Kirche in Not (ACN)» leiden die Menschen unter den Folgen dieser Pandemie und der daraus resultierenden Armut. Dies führt an vielen Orten zu sozialen Unruhen und Gewalt. Oft sind es gerade Minderheiten, die darunter zu leiden haben. Häufig sind es Christinnen und Christen, die diskriminiert, bedrängt und bisweilen verfolgt werden. 

Um auf die verfolgten Christen aufmerksam zu machen, lanciert die Organisation «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein erstmals im Zeitraum vom 20. bis 28. November die «Red Week». Das Hilfswerk ruft in dieser Zeit auf, die bedrängten und verfolgten Christen in den Mittelpunkt zu stellen. In vielen Ländern werden in dieser Woche Kirchen rot angestrahlt, um auf das Schicksal der 200 Millionen verfolgten Christen aufmerksam zu machen. In der Schweiz beteiligen sich viele Gemeinden. So werden unter anderem die Kathedralen von Sion, Lugano und Vaduz in Rot erstrahlen, und es gibt spezielle Gottesdienste. In der Deutschschweiz ist Pater Georges Aboud aus dem Libanon zu Gast.

16.11.2021

Gehörlosenseelsorge neu aufgestellt

Nach 13 Jahren verändert sich die Struktur der Gehörlosenseelsorge der Nordwestschweiz. Bis anhin wurde das Pfarramt administrativ begleitet und verwaltet von der reformierten Landeskirche Aargau. Seit dem 1. August 2021 ist die Gehörlosenseelsorge Nordwestschweiz bei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau angesiedelt. Die ökumenische Stelle wird getragen von den katholischen Landeskirchen Baselstadt, Baselland Solothurn und Aargau sowie den reformierten Landeskirchen Baselland, Solothurn und Aargau. Diese mutige und ökumenisch weitgreifende Massnahme führt einen Schritt weiter auf dem Weg der Inklusion und zu einem Verständnis von Kirche als Teilhabe aller an der Vision des Reich Gottes. In der Regel werden je eine reformierte und eine katholische Seelsorgerin oder Seelsorger die gesamthaft 80% Stelle versehen. Aktuell sind die 40% der katholischen Gehörlosenseelsorge vakant.

Die Gehörlosenseelsorge Nordwestschweiz ist unter folgender Adresse zu erreichen:

Gehörlosenseelsorge Nordwestschweiz, Feerstrasse 2, 5000 Aarau
Sekretariat: Tel: 062 832 42 89, Email: gehoerlosenseelsorge@kathaargau.ch
Seelsorgerin Anita Kohler, SMS: 079 940 47 27, Email: anita.kohler@kathaargau.ch

12.11.2021

Auch Kantone sollen Kasernenbau in Rom unterstützen

Seit 500 Jahren bewacht die Schweizergarde den Papst. Die Kaserne, in der die Gardisten stationiert sind, ist 150 Jahre alt. Nun soll sie für 50 Millionen Franken renoviert werden, finanziert durch Spenden, die durch eine Stiftung eingesammelt werden. Präsidentin des Patronatskomitees dieser Stiftung ist Alt-Bundesrätin Doris Leuthard. In erster Linie treibt die Stiftung das Geld bei Privatpersonen ein. Sie sieht jedoch auch die Schweizer Behörden in der Pflicht, einen Beitrag zu leisten. «Unsere Schweizergarde ist weltweit bekannt und die Gardisten beste Botschafter», so Doris Leuthard. «Wir betrachten es daher als Aufgabe unseres Landes, sie zu unterstützen.» Allerdings gehen nicht alle Kantone mit der Alt-Bundesrätin einig. Bern und Zürich lehnten bereits ab und nun formiert sich auch im katholischen Luzern Widerstand. Und dies, obwohl 24 der bisher 35 Kommandanten der Garde aus Luzern stammten.

Das Geld für die neue Kaserne käme wahrscheinlich auch ohne den Luzerner Zustupf zusammen, heisst es im Bericht der Sendung« Echo der Zeit» auf Radio SRF1. Laut Angaben der Stiftung seien bereits gut 40 Millionen Franken zugesichert und weitere knapp 3 Millionen beinahe spruchreif. Der Bund beteilige sich mit fünf Millionen Franken und bisher seien bereits zwölf Kantone mit an Bord, lässt sich die Stiftung im Beitrag zitieren. Erst drei hätten definitiv abgesagt. Man sei deshalb zuversichtlich, im Jahr 2023 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.  

09.11.2021

25 Frauen vom Frauenbund geehrt

Seit 25 Jahren verleiht der Aargauische Katholische Frauenbund (AKF) alljährlich den Frauenpreis. Dieser Preis ist eine Auszeichnung in Höhe von 20’000 Franken für einzelne Frauen oder Organisationen, die sich ehrenamtlich durch besonderes Engagement im sozialen Bereich auszeichnen. Dieses Jahr, im Jubiläumsjahr des AKF-Frauenpreises, ging der Preis an 25 Frauen, die «unsichtbar Grossartiges» tun, wie es in der Laudatio hiess. Es sind Frauen, die man nicht kennt in der breiten Öffentlichkeit. Sie würden aber für all die Frauen stehen, die quer durch den Aargau ehrenamtlich arbeiteten. Und so durften am Samstag, 6. November, stellvertretend für all diese Frauen, 25 Preisträgerinnen ihren Preis in Höhe von jeweils 1000 Franken in einer würdigen Feier entgegennehmen. Dieser besondere Anlass fand in festlichem Ambiente im Integra-Restaurant Hans & Heidi in Wohlen statt und wurde feierlich von der Integra-Band «Go Wanderer» mit stimmungsvoller und fröhlicher Musik umrahmt. Den Bericht dazu kann man hier nachlesen. Selbst Radio SRF hat im Regionaljournal Aargau-Solothurn über diese besondere Feier berichtet (ab Minute 7:40).

06.11.2021

Heute ist die Aktionswoche «Angelforce» gestartet

Schon seit 15 Jahren engagieren sich Kinder und Jugendliche während einer Woche im November, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Die Aktion heisst «Angelforce», was man mit Engelskraft oder auch Engelsheer übersetzen kann. Ab heute, 6. November, und noch bis 13. November werden in den Kantonen Solothurn, Thurgau, Luzern, Deutsch-Freiburg, Zürich, Aargau und den beiden Basel Jugendliche in kleinen und grösseren Gruppen unterwegs sein, um caritative Werke jeglicher Art zu tun. Erkennbar sind diese «Engel» an ihren leuchtend gelb-orange gestreiften Pudelmützen mit der Stirnaufschrift «angelforce». Ihr Logo ist ein kleines A, das einen stilisierten Flügel umschliesst. Jedes Jahr wird für die beteiligten Engel eine neue Mütze oder auch ein Baseballkappe entworfen und verteilt.

Allein im Kanton Aargau sind heuer elf Gruppen mit ganz unterschiedlichen Aktionen unterwegs. Das sind etwa 270 der total rund 630 Jugendlichen, die sich dieses Jahr bei «Angelforce» angemeldet haben. Die einen backen Guetzli und überraschen damit Senioren zu Hause und in Altersheimen, andere bieten einen Weihnachtspäckli-Packworkshop an, eine Gruppe baut Insektenhotels, eine andere sammelt Esswaren für die Notschlafstelle und bringt sie da vorbei, Bäume werden in Naturschutzgebieten gepflanzt und Geschenke gebastelt, um Passanten im Dorf oder in der Stadt damit zu erfreuen. Organisiert werden all diese Aktionen von den jeweiligen Fachstellen vor Ort. Im Kanton Aargau ist das die Fachstelle Jugend und junge Erwachsene der Landeskirche. Mehr Informationen rund um die Aktion «Angelforce», laufend aktualisiert, findet man auf der Webiste www.angelforce.ch, aber auch auf Instagram unter «angelforce.ch» oder auf Facebook unter «angelforce».  

04.11.2021

Ranfttreffen am 18./19. Dezember 2021

«Stell dir vor, du weisst nicht, was morgen ist – und das macht dir nichts aus. Stell dir vor, die Welt um dich herum dreht sich und du entscheidest dich stillzustehen und dich umzusehen. Durchzuatmen. Dir die Freiheit zu nehmen zum Nachdenken. Neue Wege einzuschlagen. Oder auf dem Alten zu bleiben. Weil du es so willst.» – Mit diesen Fragen und Denkanstössen will Jungwacht Blauring Schweiz das Ranfttreffen 2021 zu einer Tankstelle für Kraft und Energie machen. Nach einer Zwangspause im letzten Jahr kann das Ranftreffen dieses Jahr dank Schutzkonzept und Zertifikatspflicht für über 16-Jährige wieder stattfinden.

Das Treffen in der Schlucht bei Flüeli-Ranft gibt es seit 40 Jahren. Jeweils vor Weihnachten treffen sich Jugendliche aus der ganzen Schweiz in der Ranftschlucht mit ihrer speziellen Atmosphäre. Auch in diesem Jahr werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich besinnen, sowie einander begegnen. Das Ranfttreffen findet am 18./19. Dezember, unter dem Motto «ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt» statt.

Familienweg und Erlebnisnacht

Der Anlass startet am Nachmittag mit dem «Familienweg». Sechs- bis zehnährige Kinder begeben sich zusammen mit ihren Eltern auf einen Postenlauf und basteln etwas Weihnächtliches. Um 19 Uhr versammeln sie sich in der Ranftschlucht zu einem Wortgottesdienst. Am frühen Abend brechen Jugendgruppen aus der ganzen Deutschschweiz ab Sarnen und Sachseln in die Winternacht auf. Gemeinsam setzen sie sich spielerisch mit den Gestaltungsmöglichkeiten der persönlichen Welt auseinander. Dabei werden sie sich bewusst, dass sie und ihre Welt zusammen mit allen anderen Menschen und ihren Welten die grosse Welt bilden. Eine Welt, welche divers und vielfältig sein muss – da sie sonst grau und trostlos zu werden droht. Am Sonntagmorgen um 3 Uhr versammeln sich die über 1000 Teilnehmenden in der Ranftschlucht. Im Wortgottesdienst freuen sich die Organisatoren auf den Besuch von Hanspeter Wasmer, Bischofsvikar der Bistumsregion St. Viktor. Durch das Teilen des Friedenslichtes wird die Hoffnung nach Frieden in den Alltag und an die familiären Weihnachtsfeierlichkeiten mitgenommen.

01.11.2021

Allerheiligen und Allerseelen

Heute und morgen, 1. und 2. November, begeht die katholische Kirche Allerheiligen und Allerseelen. Allerheiligen ist der Gedenktag aller bekannten und unbekannten Heiligen und wird in der katholischen Kirche als Hochfest gefeiert. Die liturgische Farbe an Allerheiligen ist weiss. Am Tag nach Allerheiligen feiern wir den Totengedenktag, das Fest Allerseelen. Durch Gebet und Fürbitte wird der Verstorbenen gedacht. Hier finden Sie mehr zu den beiden Festen und dem zugehörigen Brauchtum.


27.10.2021

Offene Türen für neue Freiwillige

Zusammen mit acht weiteren Deutschschweizer Regionen lanciert benevol Aargau, das Komptenzzentrum für freiwilliges Engagement, vom 5. November bis 5. Dezember die Aktion generation-f. Schweizweit bieten in diesem Zeitraum über 160 Organisationen und Vereine Einblick in ihr Tun. Freiwillige bilden das Fundament der Gesellschaft und schaffen mehr Lebensqualität. benevol nennt sie die generation-f: alle Personen, die sich freiwillig und unentgeltlich in irgendeiner Weise für das Gemeinwohl engagieren.

Vom 5. November bis 5. Dezember geben 25 Aargauer Vereine und Organisationen spannende Einblicke ins freiwillige Engagement und animieren zum Mitmachen. Mit über 50 Veranstaltungen alleine im Kanton Aargau haben Interessierte eine grosse Palette an Möglichkeiten zur Auswahl: Sei es beim Mitwirken bei einer Kinderweihnacht, bei der Gewinnung von seltenem Saatgut, im Brockenhaus, beim Kerzenziehen oder als Mentorin für Stellensuchende. Die Angebote gehen vom Kreativen («Flick-Kafi»), übers Praktische («Fahrdienst») zum Sportlichen («Wie werde ich Erwachsenensportleiter oder- leiterin?») und zeigen auf, wo und wie man sich in ganz unterschiedlichen Bereichen für die Gesellschaft engagieren kann.

Auf der Website generation-f.ch/aargau ist das gesamte Angebot im Aargau ersichtlich. Zum Start am Freitag, 5. November werden Organisationen und Vereine in ihren Regionen Flyer und Glückskekse an Passanten verteilen. Zum Abschluss der Aktion wird am 5. Dezember, dem internationalen Tag der Freiwilligenarbeit, im Atelierkino Tab in Reinach der Film «Volunteer» gezeigt, zusammen mit Impuls Zusammenleben aargauSüd wird benevol Aargau vor Ort zu freiwilligem Engagement und seinen Möglichkeiten Auskunft geben.

25.10.2021

Kreativität ohne Ende: Infinity-Jugendevent

Am Samstag, 23. Oktober 2021, fand in Brugg, Windisch, Riniken, Birr und Schinznach-Dorf der Infinity-Jugendevent statt, zu dem die katholische Kirche Jugendliche aus der ganzen Region eingeladen hatte. Mit sechs Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 19 Jahren fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten «5 Jahre Pastoralraum der katholischen Kirche Region Brugg-Windisch» einen vorläufigen Höhepunkt. 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten im Rahmen der angebotenen, professionell geleiteten Workshops, ihre Bewegungsfreude oder die Lust am Schauspielern so richtig ausleben. Jürgen Walzer, Verantwortlicher der offenen kirchlichen Jugendarbeit zieht eine positive Bilanz: «Die Jugendlichen haben in der kurzen Zeit Erstaunliches zustande gebracht und starke Momente erlebt, die sie in ihren Alltag mitnehmen und die ihnen helfen, ihre Identität zu entwickeln.» Damit sei ein wichtiges Ziel des Leitbilds erreicht worden, so Jürgen Walzer weiter.

Der Infinity-Jugendevent bot eine Gelegenheit, in die unterschiedlichsten Welten abzutauchen: von Graffiti-Kunst über Theater, Rap, Tanzchoreografien, Kunstausdruck bis hin zum Mixen alkoholfreier Cocktails. Mit der offenen Gestaltung an verschiedenen Standorten gelang eine attraktive Mischung, die ungewohnte Begegnungsmöglichkeit mit der katholischen Kirche ermöglichte. Für das Team der offenen kirchlichen Jugendarbeit bedeutete die Kooperation mit Künstlern und Mitarbeitenden des Pastoralraums ein weiteres Mosaiksteinchen der letztes Jahr gestarteten Aufbauarbeit.

22.10.2021

Vatikan-Statistik: Nur in Europa sinkt die Zahl der Katholiken

Die weltweite Zahl der Katholiken steigt, nur in Europa gibt es einen Abwärtstrend. Demnach zählte die Weltkirche Ende 2019 1,34 Milliarden Katholiken. Das waren 15,4 Millionen mehr als im Jahr zuvor, wie laut kath.ch aus der Jahresstatistik des vatikanischen Informationsdienstes Fides von Donnerstag hervorgeht. Anlass für die Veröffentlichung ist der bevorstehende Weltmissionstag am Sonntag. Der Anteil der römisch-katholischen Christen an der Weltbevölkerung stieg damit erneut leicht auf 17,7 Prozent. Einzig in Europa gab es ein deutliches Minus bei den Katholiken von 292’000. Ein ähnliches Bild ergab sich mit Stand Ende 2019 bei der Zahl katholischer Priester weltweit. Diese stieg im Vorjahresvergleich weltweit um 271 Priester auf insgesamt 414’336. Nur in Europa gab es ein deutliches Minus von 2608 Priestern. Den grössten Zuwachs verzeichnete indes der asiatische Kontinent. Genau anders herum sah es bei den ständigen Diakonen aus. Hier stieg die Zahl in Europa, während sie etwa in Asien sank. Durch den deutlich stärkeren Zuwachs an Katholiken war jeder Priester Ende 2019 jedoch für mehr Gläubige zuständig als noch im Jahr zuvor. Insgesamt entfielen auf einen katholischen Priester 3245 Mitglieder. Die Zahl der Bischöfe weltweit lag im Berichtszeitraum bei 5364, was ein leichtes zweistelliges Minus im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

20.10.2021

Leidenschaftliche Predigt des Churer Bischofs Bonnemain

Der Bischof des Bistums Chur, Joseph Bonnemain, warnte zum Start des synodalen Prozesses in Einsiedeln vor einer peinlichen, unfruchtbaren und überflüssigen Kirche. Auf der Seite des katholischen Nachrichtenportals kath.ch gibt es Bonnemains Predigt in voller Länge als Text und als Video.

18.10.2021

Kirchenmusikschule Aargau: Abschlüsse trotz Pandemie

Die kirchenmusikalische Ausbildung wurde 2020/21 besonders hart von der Pandemie getroffen. Gruppenunterricht in Fächern wie Musiktheorie, Liturgik oder Orgelbau konnte zwar ins Internet verlegt werden, Einzellektionen wie Orgel- und Gesangsunterricht waren mit den nötigen Hygienemassnahmen  möglich. Doch der Präsenzunterricht in Chorleitung und Gregorianik blieb in Zeiten von Corona verboten. So konnte der Unterricht zuerst nur als Hausaufgaben und ab Pfingsten in Kleingruppen stattfinden. Erst kurz vor den Sommerferien durfte der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden. Um die Diplomprüfungen zeitnah ablegen zu können, wurde der Chorleitungs- und Gregorianikunterricht in den August und September verlegt. Die Abschlussprüfungen konnten schlussendlich mit grossem Erfolg für alle Studierenden durchgeführt werden.

Am 29. September 2021 fand eine kleine, aber feine Diplomfeier in Aarau statt. Das Diplom erhielten insgesamt sechs Studierende: Das Chorleitungsdiplom erwarb Salvea Friedrich, das Orgeldiplom Mirjam Beyeler und – das erste Mal in der Geschichte der KMSA mit dem Hauptfach Klavier anstatt Orgel – Susanne Eggenberger. Mit dem Volldiplom in die Kirchgemeinden entlassen wurden Gabi Kern, Andreas Lakner und Ulrich Schaber.

Der Kurs «Begleitpraxis Popularmusik» konnte mit seinen fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern leider keinen Abschlussanlass durchführen. Das gemeinsame Singen in einem «offenen Singen» blieb zu lange verboten.

17.10.2021

«Beichtgeheimnis ist mehr als Schweigepflicht»

Nach der Veröffentlichung eines Berichts über Missbrauch in der katholischen Kirche in Frankreich ist eine Diskussion ums Beichtgeheimnis entstanden. Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin hatte kürzlich erklärt, dass Priester, die durch eine Beichte Kenntnisse über Sexualdelikte gegenüber Minderjährigen erhalten hätten, verpflichtet seien, diese «vor Gericht zu bringen». Auch Justizminister Eric Dupond-Moretti sagte, jeder Priester habe die «zwingende Verpflichtung», derartige Straftaten anzuzeigen, auch wenn er davon bei einer Beichte erfahre. Ansonsten sei auch eine Anzeige wegen Strafvereitelung gegen den Geistlichen denkbar. Nun hat sich der Vatikan dagegen verwahrt, das Beichtgeheimnis aufzuweichen. Das Sakrament der Versöhnung dürfe «nicht mit einer psychologischen Sitzung oder einer Art Beratung verwechselt werden», sagte Kurienkardinal Mauro Piacenza in einem Interview mit dem privaten katholischen Mediennetzwerk ACI Stampa am Freitag, 15. Oktober 2021. Deswegen unterscheide sich das Beichtgeheimnis auch von der Schweigepflicht, zu der etwa Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte verpflichtet sind. Das Beichtgeheimnis sei «keine von aussen auferlegte Verpflichtung», sondern «eine intrinsische Anforderung des Sakramentes». Als solches könne es nicht einmal vom Beichtenden selbst gelöst werden, erklärte Piacenza. «Der Beichtende redet nicht mit dem Beichtvater, sondern mit Gott. Sich das anzueignen, was Gott gehört, wäre ein Sakrileg.» Dies bedeute aber nicht, so Piacenza weiter, «dass ein Beichtseelsorger etwa einen Minderjährigen nicht dringend ermahnt, selbst den Missbrauch bei den Eltern, Erziehern und der Polizei anzuzeigen.»