28.01.2022

Neues Projekt der Guido Fluri Stiftung

Vorerst als Pilotprojekt im Kanton Bern, aber mit guter Aussicht, auch in anderen Kantonen Schule zu machen, lancierte die Guido Fluri Stiftung heute ihr jüngstes Projekt «Caregivers» – Betroffene helfen Betroffenen. Speziell ausgebildete Betroffene, sogenannte «Caregiver», begleiten und unterstützen dabei andere Betroffene im Alltag, entweder vor Ort oder virtuell im Netz. Caregiver sind auch Ansprechpartner für Alters- und Pflegeheime und schulen dort die Pflegenden. Das Pilotprojekt wird vom Bundesamt für Justiz unterstützt.

Ob Verding- oder Heimkinder – die Betroffenen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen haben viel Leid und Unrecht erlebt. Die allermeisten von ihnen sind heute zwischen 70 und 90 Jahre alt. Sie sind je länger je mehr auf fremde Hilfe angewiesen, sei dies in den eigenen vier Wänden oder in einem Alters- oder Pflegeheim. Hinzu kommt die grassierende Altersarmut. Viele Betroffene befürchten darum, dass sie im Alter wieder fremdbestimmt werden und ihre speziellen Lebensgeschichten, die oftmals von Missbrauch- und Misshandlungen geprägt sind, auf den Behörden sowie in den Alters- und Pflegeheimen wenig Gehör finden. Hier setzt die Unterstützung durch die Caregivers an. Hören Sie dazu Guido Fluri selbst im Regionaljournal Bern-Freiburg-Wallis und lesen Sie hier, was die Guido Fluri Stiftung auf ihrer Website zum neuen Projekt schreibt.

26.01.2022

Heute Abend: «Tier und Mensch» – einloggen und mitreden

Das Institut für Sozialethik, ethik22, bietet neu sozialethische Gespräche an. Immer mittwochs, um 18.30 Uhr, vermittelt eine ausgewiesene Fachperson Einblicke in ein aktuelles Thema, das unsere Gesellschaft vor ethische Fragen stellt. Die Gespräche finden über die Social-Audio-Plattform Angle statt. Teilnehmen können alle, die eine Internetverbindung, Kopfhörer und ein Mikrophon haben.

Das Thema heute Abend heisst «Tier & Mensch: Beziehung und Macht». Darüber diskutieren die Teilnehmer mit dem Ethiker und Präsidenten des Arbeitskreises Kirche & Tiere Christoph Ammann. Im Gespräch geht es grundsätzlich um die Beziehung von Mensch und Tier, aber auch um die kommende Abstimmung über Tierversuche. Dabei geht es sicher auch um die Frage, was gemeint ist, wenn man von der «Würde der Tiere» spricht. Vieles wird sich im Gespräch erst ergeben, weil sich die Teilnehmer ja auch selber einbringen können, wenn sie wollen. Aber sie dürfen auch einfach nur zuhören. Angle Audio, ein junges Zürcher Start-up, ermöglicht, im Gegensatz zu anderen Social-Audio-Anbietern, ein anonymes Zuhören, ohne dass man Daten von sich preisgeben muss. Ein Schweineherz für einen Menschen; ein Gnadenhof für unerwünschte Tiere. Was bedeuten uns Tiere, wie gehen wir mit ihnen um, wie gestalten wir die Beziehung weiter? Diskutieren Sie mit!

24.01.2022

Simone Curau-Aepli zur synodalen Versammlung des Bistums Basel

Simone Curau-Aepli, die Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds SKF, äusserte sich gegenüber kath.ch zu ihren Eindrücken der synodalen Versammlung in Basel von Donnerstag bis Samstag vergangene Woche. Man sei nach breiter Diskussion übereingekommen, bis am Mittwoch, 26. Januar, nicht zu den behandelten Inhalten öffentlich Stellung zu nehmen. Am Mittwoch wird das Bistum über die Konferenz kommunizieren. Ihren Eindruck der synodalen Versammlung gibt Simone Curau-Aepli so wieder: «Ich bin mit der synodalen Versammlung mehrheitlich zufrieden. Wohlgemerkt: es heisst ‘synodale Versammlung’, nicht ‘vorsynodale Versammlung’, wie das Bistum die Konferenz zunächst bezeichnete. Die Tagung war nicht die Vorbereitung, sondern ein regulärer Teil des von Papst Franziskus angestossenen synodalen Prozesses. Einige Personen haben gegen die Bezeichnung ‘vorsynodale Versammlung’ interveniert. Ich war auch daran beteiligt. In den offiziellen Dokumenten lautete ab Oktober die Bezeichnung stets ‘synodale Versammlung’. Damit sind wir nun auch bereits beim Kern der Sache, worum es geht.» Es sei «mit grosser Ernsthaftigkeit» diskutiert und zugehört worden: «Meine Erwartungen sind zu einem schönen Teil erfüllt worden. Wir hatten thematisch ein beträchtliches Volumen zu bearbeiten. Angesichts der grossen Teilnehmendenzahl war es ein sehr sportlicher Fahrplan. Es war also sehr intensiv, wir hätten auch die doppelte Zeit füllen können. Gemessen an der eingesetzten Zeit, haben wir aber ein gutes Ergebnis erzielt», erklärte Simone Curau-Aepli.

Einen ausführlichen Bericht über die synodale Versammlung des Bistums Basel finden Sie hier ab Donnerstag, 27. Januar.

21.01.2022

Hauptsache Kind? Ein Podium der Paulus-Akademie

Eine Podiumsdiskussion der Paulus-Akademie am Donnerstag, 24. März 2022, widmet sich der Ethik der Reproduktionsmedizin. Die Möglichkeiten ungewollt kinderloser Paare, ihren Herzenswunsch zu erfüllen, haben sich während der vergangenen Jahrzehnte mit Blick auf reproduktionsmedizinische Fortschritte und rechtliche Entwicklungen enorm erweitert. So ist etwa auch die Beschaffenheit des Kindes potentiell Gegenstand technologischer Einflussnahme. Was den einen als Triumph der Freiheit erscheint, weckt bei anderen Besorgnis und Fragen: Sind nicht gerade unsere Kinder etwas, das wir annehmen sollten, so wie sie eben kommen – oder eben auch nicht? Wie sind Techniken wie das Egg Freezing, die Präimplantations-Diagnostik (PID), die Ei- und Samenspende und nicht zuletzt die Leihmutterschaft moralisch zu bewerten? Was bedeutet heutzutage «Familie» im Angesicht dieser Technologien? Und inwiefern ermöglichst die Reproduktionsmedizin auch gleichgeschlechtlichen Paaren Kinderwünsche? Die Veranstaltung der Paulus-Akademie geht diesen und weiteren Fragen der Reproduktionsmedizin nach.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem aki, der katholischen Hochschulgemeinde Zürich
Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich, 19.00 bis 20.30 Uhr

Referierende
Prof. Dr. Andrea Büchler, Universität Zürich, Präsidentin der Nationalen Ethik-Kommission
Dr. Stephanie Merckens, Referentin für Biopolitik, Institut für Ehe und Familie Wien 

Leitung
Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
Christian Schenker, aki katholische Hochschulgemeinde Zürich

Kosten (inkl. anschliessendem Umtrunk) 
CHF 30.— 
CHF 20.— für Mitglieder Gönnerverein, IV-Bezüger und mit KulturLegi
Studierende und Lernende gratis

Anmeldeschluss
Montag, 21.3.2022

17.01.2022

Weiterbildungen für freiwillig Engagierte

In der Schweiz engagieren sich 41% der Bevölkerung freiwillig. Damit bilden sie einen wichtigen Pfeiler der Gesellschaft. Bei freiwilligen Einsätzen entstehen immer wieder neue oder herausfordernde Situationen, so dass es Bedarf an Weiterbildungen gibt. benevol Aargau, die Fachstelle für Freiwilligenarbeit, bietet in diesem Bereich Workshops und Kurse an. So können sich Freiwillige beispielsweise in die Themen «Humor in der Begleitung älterer Menschen» und «Gesprächsführung und aktives Zuhören» vertiefen. Auch Workshops zu rechtlichen Grundlagen im Asylbereich oder dem Umgang mit Nähe und Distanz werden angeboten. Viele Freiwillige nutzen die Kurse, sie können sich dabei mit Gleichgesinnten austauschen und sich neue Kompetenzen aneignen.

Bei der formellen Freiwilligenarbeit von Organisationen oder öffentlichen Institutionen wie beispielsweise den Landeskirchen ist die Koordination und Begleitung der Freiwilligen essenziell. Attraktive und faire Bedingungen mit professioneller Unterstützung und wenig Bürokratie werden von den freiwillig Engagierten geschätzt. Gut betreute Freiwillige leisten motivierte und professionelle Arbeit, wovon wiederum die Gesamtbevölkerung profitiert. So bietet benevol Aargau auch für Koordinator:innen Weiterbildungen, zum Beispiel Austauschgruppen oder Workshops und einen mehrtägigen Lehrgang.

Freiwilligenarbeit steigert die Lebensqualität

Freiwillige Engagements gibt es für jedes Alter in vielfältigen Bereichen. Ein angenehmes Arbeitsklima und die Anerkennung der geleisteten Arbeit führen zu bereichernden Erfahrungen, erweitern den Horizont und steigern die Lebensqualität. Dies bestätigen viele langjährige Freiwillige. Damit ein Engagement Freude bereitet, gilt es sich zu überlegen, welche Tätigkeiten einem Spass machen oder welche Fähigkeiten man für freiwillige Projekte einsetzen möchte. Die Plattform benevol­jobs.ch vermittelt Einsätze in der ganzen Schweiz. Rund 3’000 Organisationen sind schweizweit registriert und bieten laufend neue Einsatzmöglichkeiten an. Auf der Website von benevol Aargau findet sich zudem eine Mitgliederliste. Fast alle dieser Organisationen bieten Einsätze an und sind offen für neue Freiwillige. 

14.01.2022

Ergebnisse der Umfrage «Wir sind Ohr» liegen vor

Knapp 5400 Menschen haben sich an der «Wir sind Ohr»-Umfrage zum synodalen Prozess im Bistum Basel beteiligt. Nun liegen die Ergebnisse vor, hier finden Sie eine Übersicht. Die Studie, welche die Diözesen Basel, Chur und St. Gallen gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstituts GFS Bern durchführte, ist gleichzeitig die Basis für die synodalen diözesanen Gespräche, die nächste Woche vom 20. bis 22. Januar in Basel stattfinden. Dort geht es darum, die Erkenntnisse aus der Gruppenphase zu reflektieren und zu einem Abschlussbericht des Bistums zu Handen der Schweizer Bischofskonferenz zu verdichten. Das Bistum wird den Schlussbericht am 26. Januar veröffentlichen.

Zum Start des synodalen Prozesses hatte das Bistum Basel von einer «einzigartigen Chance», gesprochen, «sich in den weltweiten Diskurs über die Kirchenentwicklung einzubringen». Und: «Nur mit einer aktiven Teilnahme können Sie sich Gehör schaffen und Ihre Anregungen und Überzeugungen in den Prozess einbringen.» 5400 Menschen sind im Bistum Basel dem Aufruf gefolgt und haben bis zu 27 Fragen beantwortet. Gemessen an den rund eine Million Katholiken im Bistum Basel entspricht das 0.54 Prozent – allerdings war durch das zum Teil mehrstündige Diskutieren in Gruppen der Prozess deutlich aufwändiger als bei klassischen Meinungsumfragen. Die Gruppen setzten sich laut GFS Bern aus 3202 Frauen und 2197 Männern zusammen – mit knapp 60 Prozent haben sich mehr Frauen an dem Umfrageprozess engagiert.

Rom hatte zum synodalen Prozess zehn Themenfelder vorgegeben, aus denen das Bistum Basel 27 Fragen und die «Wir sind Ohr»-Kampagne entwickelt hatte – zusammen mit den Bistümern Chur und St. Gallen. Die Ergebnisse aus den anderen zwei Bistümern werden in den nächsten Wochen veröffentlicht. Explizit wurde auch nach kirchenpolitischen Dauerbrennern gefragt. So lautete eine Frage: «Wo fühlen Sie sich in der Kirche (als Mann, Frau, Laie, Jugendlicher, queere Person etc.) nicht gehört?»

13.01.2022

Neue Stelle gegen Diskriminierung von LGBTIQ+-Menschen

Der Kanton Wallis will die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transmenschen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LGBTIQ+) bekämpfen, wie das Nachrichtenportal kath.ch berichtete. Neben einer Kampagne gegen Homophobie und Transphobie wird im Amt für Gleichstellung und Familie eine neue Stelle geschaffen, die sich der Thematik widmet. «Mit diesem ehrgeizigen Plan gehört das Wallis zu den Vorreiterkantonen im Bereich der Gesundheitsförderung und der Prävention von Diskriminierungen gegenüber LGBTIQ+-Menschen», sagte SP-Staatsrat Mathias Reynard, Vorsteher des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur, am Dienstag, 11. Januar, an einer Medienkonferenz in Sitten. Insgesamt werden 130’000 Franken in «dieses Thema der öffentlichen Gesundheit» investiert. Ein vom Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur in Auftrag gegebener Bericht zeigte, dass LGBTIQ+-Personen insgesamt weniger gesund sind als der Rest der Bevölkerung. Die Analyse stellte beispielsweise fest, dass in dieser Gruppe mehr Suchtverhalten und ein zwei- bis fünfmal höheres Risiko für Selbstmordversuche besteht. Auf der Grundlage der Schlussfolgerungen und Empfehlungen dieses Berichts hat der Kanton in Zusammenarbeit mit verschiedenen institutionellen und sozialen Partnern einen Aktionsplan für das Jahr 2022 ausgearbeitet. Laut der von Gesundheitsförderung Wallis durchgeführten Analyse sollen zwischen 7000 und 35’000 Personen im Wallis zur betroffenen Bevölkerungsgruppe zählen. Diese Zahl sei jedoch schwer zu schätzen.

10.01.2022

Kostenlose Beratung bei Pro Senectute Aargau

Bei der Herbstsammlung 2021 von Pro Senectute Aargau wurden rund 550’000 Franken gespendet. Der Hauptteil der Spendengelder fliesst wie üblich direkt in die Beratung sowie in finanzielle Hilfeleistungen. Dank dieser Spenden profitieren Menschen ab 60 Jahren von kostenloser Beratung zu vielen Altersfragen wie Ergänzungsleistungen, finanzieller Hilfe, Wohnen, Heimeintritt oder Demenz. Armut im Alter kann sich sehr vielfältig zeigen: zum Beispiel, wenn sich jemand Hilfsmittel wie eine Brille nicht mehr leisten oder die Zugfahrt zu den Enkeln im Berner Oberland nicht bezahlen kann. Ebenso vielseitig sind die Ursachen für Armut: Arbeitslosigkeit oder gesundheitliche Probleme kurz vor der Pensionierung können Gründe sein. Viele, die jetzt im Pensionsalter sind, verfügen noch immer nicht über eine berufliche Vorsorge, dazu gehören vor allem Frauen.

Beratung und finanzielle Hilfe

Die Fachpersonen unterstützen beim Beantragen von Ergänzungsleitungen oder Prämienverbilligungen, beim Gesuch um Erlass von Radio- und Fernsehgebühren oder beim Antrag für die KulturLegi – einem Ausweis, welcher vergünstigen Zugang in Museen, Schwimmbäder, Konzerte, Theater etc. möglich macht. Pro Senectute Aargau hilft armutsbetroffenen Personen im AHV-Alter auch finanziell. Beispielsweise für eine neue Brille, für Mietnebenkosten, ein Halbtax-Abo, eine Tierarztrechnung oder neue Schuhe. Pro Senectute Aargau hat zudem ein breites Beratungsangebot zu Themen wie Demenz, Wohnsituation, Einsamkeit oder Sozialversicherungen. Zudem bietet sie eine Vielzahl an Kursen und Bewegungsangeboten.

07.01.2022

Missio sagt nein zu schwarzen Gesichtern

Alle Jahre wieder, ist man versucht zu denken, wenn man die Beiträge auf allen möglichen und unmöglichen Kanälen liest, hört und sieht, in denen sich mehr oder weniger berufene Geister darüber äussern, ob es zulässig ist, einen Weisen aus dem Morgenland mit geschwärztem Gesicht darzustellen. Morgen und übermorgen, und auf Grund der coronabedingten Verlängerung noch bis 2. Februar, laufen sie wieder, die Sternsinger. Kinder und Jugendliche, die Regen, Schnee und Kälte trotzen, um für andere Kinder Gutes zu tun und dabei einen schönen Brauch zu pflegen. Auf den Spuren ihrer biblischen Vorbilder ziehen sie von Haus zu Haus, verkünden die Ankunft des Herrn, bringen als Geschenke ihre Gedichte, Lieder und Geschichten, segnen die Häuser und sammeln für die Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Je nach Aufwand, den eine Pfarrei betreiben kann, sind diese Sternsinger unterschiedlich gekleidet und geschminkt. Da einer der drei Weisen aus Afrika gestammt haben soll, war es lange Zeit Mode, seinen Stellvertreter in der Sängergruppe dunkel zu schminken. Das stösst einigen Menschen sauer auf und ist anderen eine Meldung wert. Das Internationale Katholische Missionswerk Missio empfiehlt, politisch korrekt, auf die dunkle Schminke für Kaspar oder, je nach Lesart, Melchior zu verzichten. Wer es trotzdem tut, macht nichts falsch, denn Kaspar (oder Melchior), der seit den Mysterienspielen des 9. Jahrhunderts als «Mohr» bezeichnet wurde, galt gleichzeitig als der Vornehmste der drei. Diese Art des Rollenspiels mit dem amerikanischen «Blackfacing» gleichzusetzen, ist falsch und zeugt von mangelnder historisch-kultureller Kenntnis.

05.01.2022

«Frauenpriestertum ist nicht mein Kampf»

Das achtköpfige Team der SRF-Radioprediger ist um eine starke Stimme reicher. Ab Februar predigt, im Wechsel mit ihren Kollegen der römisch-katholischen, der evangelisch-reformierten und der christkatholischen Landeskirchen sowie der evangelisch-freikirchlichen Denomination, die Berner Theologin Andrea Meier jeweils um 10 Uhr zu den Sonn- und Feiertagen auf Radio SRF2 Kultur und auf Radio SRF Musikwelle. Im Portrait von Eva Meienberg auf kath.ch präsentiert sich eine aufgeschlossene junge Frau, die sich für eine Kirche einsetzt, die von der Gemeinde getragen und nicht einfach von oben herab bestimmt wird. Im Zentrum steht für die 37-jährige Mutter zweier Kinder nicht das vielgeforderte Frauenpriestertum, sondern vielmehr die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf.

03.01.2022

Jesus erkennen in seinem Namen

Am 3. Januar feiert die römisch-katholische Kirche das Fest des Allerheiligsten Namens Jesu. Vor allem in der Ostkirche wurde und wird die Anrufung des Gottessohnes im Jesusgebet von jeher gepflegt. In der Westkirche reicht die Verehrung des Namens Jesu zurück ins 15. Jahrhundert, wo sich Bernhardin von Siena und Johannes von Capestrano besonders dafür einsetzten. Papst Clemens VII. erlaubte 1530 dem Franziskanerorden, das Fest des Allerheiligsten Namens Jesu zu feiern. 1721 wurde es in der ganzen lateinischen Kirche eingeführt. Dabei wechselte der Tag immer wieder. Nach dem 2. Vatikanischen Konlzil wurde auf ein eigenes Fest verzichtet. Erst 2002 legte Papst Johannes Paul II. den Gedenktag «Heiligster Name Jesu» für den Allgemeinen Römischen Kalender definitiv auf den 3. Januar fest.

Papst Franziskus hat in seinem Angelus zum 2. Sonntag nach Weihnachten, in Auslegung des Evangeliums, ebenfalls Jesus ins Zentrum gestellt. So rief der heilige Vater dazu auf, Jesus in unser Leben einzuladen und «erzählen wir ihm auch furchtlos von den sozialen und kirchlichen Problemen unserer Zeit, denn Gott liebt es, unter uns zu wohnen.» Die ganze Katechese zum Angelus können Sie auf der Website von Vatican News nachlesen und anschauen.

01.01.2022

Neuer Vizekommandant der Schweizergarde ernannt

Papst Franziskus hat Loic Marc Rossier zum neuen Vizekommandanten der Päpstlichen Schweizergarde ernannt. Der 31-Jährige folgt als neuer Vizekommandant auf Oberstleutnant Philippe Morard, der zum Jahresende von der Garde verabschiedet worden war. Wie der Vatikan am Samstag weiter mitteilte, wurde Rossier gleichzeitig zum Oberstleutnant der Garde befördert. Rossier stammt aus dem Kanton Waadt und leistete von 2012 bis 2014 als Hellebardier Dienst bei der Garde. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Vereinigung «Lemania», in der sich ehemalige Schweizergardisten aus der Romandie zusammengeschlossen haben. Nach dem Dienst bei der Garde im Vatikan war Rossier bei der Schweizer Armee im Dienst, zuletzt als Kompaniekommandant. Nach einer Tätigkeit bei einem privaten Sicherheitsdienst wechselte er zur Kantonspolizei Waadt, wo er zuletzt als Kriminalpolizeiinspektor tätig war.

Als Vizekommandant ist Rossier unmittelbarer Mitarbeiter des Kommandanten, Oberst Christoph Graf, und übernimmt bei dessen Abwesenheit das Kommando. Er fungiert als Stabschef, führt das Disziplinarwesen und begleitet den Papst als Personenschützer im Vatikan, in Italien und auf den Apostolischen Reisen. Der Deutschschweizer Graf ist 60 Jahre alt und gehört der Garde seit 1987 an. 2015 hatte ihn der Papst zum Kommandanten der Truppe ernannt.

27.12.2021

Valentine Koledoye: «Desmond Tutu hat mich tief geprägt»

Valentine Koledoye ist Bischofsvikar im Bistum Basel. Der 53-Jährige stammt aus Nigeria und ist der erste Afrikaner in einer Schweizer Bistumsleitung. Im Gespräch mit kath.ch äussert er sich zum Tod des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu, der an Weihnachten im Alter von 90 Jahren starb. «Desmond Tutu hat mich tief geprägt. Er hat gesagt: ‘Der weisse Missionar, der nach Südafrika kam, war gut zu meiner Mutter.’ Dieses Beispiel zeigt: Es ging ihm nicht um die Hautfarbe. Sondern um Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Er war gegen jegliche Form von Diskriminierung und wollte auch nicht, dass die Weissen diskriminiert werden. Es ging ihm um echten Frieden und echte Gerechtigkeit. Er wollte nicht nur den Rassismus bekämpfen, sondern eine freie Gesellschaft herstellen, in der sich jeder Mensch frei entfalten können – unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, sexueller Orientierung. Oder ob man aus einem reichen Elternhaus stammte oder einem armen.»

 

22.12.2021

Videobotschaft von Bischof Felix zu Weihnachten

Felix Gmür, der Bischof von Basel, spricht in seiner Weihnachtsbotschaft über den Aufbruch der Gläubigen und der Kirche im synodalen Prozess:

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19.12.2021

Auch Ungeimpfte dürfen Gottesdienste feiern

Ab morgen, 20. Dezember, gilt für Anlässe in Innenräumen 2G plus Maskenpflicht. Wie erwartet, hat der Bundesrat am 17. Dezember die Coronaschutzmassnahmen verschärft. Wo ein Zertifikat Pflicht ist, haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Dies gilt auch für Gottesdienste mit mehr als 50 Personen. Die Ansteckungszahlen stagnieren auf sehr hohem Niveau, die Belastung in den Spitälern ist hoch, und die Auswirkungen der neuen Virusvariante Omikron sind noch ungewiss. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat erneut die Schrauben angezogen. Darum erhält für alle Veranstaltungen im Innern sowie zu den Innenräumen von Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben nur noch Zutritt, wer sich mit einem Zertifikat als geimpft oder genesen (2G) ausweisen kann.

Ungeimpfte, denen via Tests im Rahmen von 3G die gleichen Türen offen standen wie den Geimpften und Genesenen, sind nun in einem grossen Bereich vom sozialen Leben ausgeschlossen. Dazu gehören auch die zertifikatspflichtigen Gottesdienste. Religiöse Anlässe in Innenräumen mit mehr als 50 Personen sind ab 20. Dezember und damit natürlich auch über die Weihnachtstage nur noch geimpften und genesenen Personen zugänglich.

Ganz auf Gottesdienste verzichten müssen Ungeimpfte allerdings nicht. Die besonderen Regeln im religiösen Bereich bleiben bestehen. Für religiöse Anlässe mit maximal 50 Personen braucht es weiterhin kein Zertifikat. Wesentlich weniger streng sind die Regeln für Anlässe im Freien. Erst bei mehr als 300 Personen ist ein Zertifikat erforderlich, es gilt aber weiterhin die 3G-Regel.

17.12.2021

Weihnachtsfeier daheim – hier ist die Anleitung

Weihnachten findet dieses Jahr im Wohnzimmer statt. Die Weihnachtsgottesdienste 2021 werden nur beschränkt öffentlich zugänglich sein. Deshalb hat die Römisch-Katholische Kirche im Aargau mit dem Projekt «15-Minuten-Weihnachtsfeier» Unterlagen erarbeitet, die vorwiegend jungen Familien helfen soll, Heiligabend zuhause festlich zu gestalten. Mit dabei sind die Weihnachtsgeschichte in leichter Sprache, Basteltips für Krippenfiguren und Weihnachtsschmuck, Gesprächsimpulse zu den Krippenfiguren, das Gebet «Gott, in diesem kleinen Kind» und natürlich die Weihnachtsliedklassiker «Stille Nacht» und «S grööschte Gschänk» von Andrew Bond. Die Feier kann den jeweils eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst werden. Alle Materialien lassen sich herunterladen auf der eigens dafür eingerichteten Website der Aargauer Landeskirche.

15.12.2021

«Habt keine Angst vor der Stille!»

In seiner vierten Katechese zum heiligen Josef hat Papst Franziskus dazu eingeladen, mit dem Ziehvater Jesu die kontemplative Dimension des Lebens zu entdecken, die sich in der Stille auftut. Gerade in unserer schnellebigen und hektischen Zeit sei es wichtig, sich manchmal «lieber auf die Zunge zu beissen», bevor man etwas Dummes sage, das andere verletzt, betonte der Papst bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch. «Die Evangelien überliefern kein einziges Wort aus dem Mund Josefs von Nazareth. Nichts – er hat nie gesprochen! Das bedeutet aber nicht, dass er wortkarg gewesen wäre, nein, es gibt einen tieferen Grund. Durch sein Schweigen bestätigt Josef das, was der heilige Augustinus wie folgt formulierte: ‹Wenn das Wort Gottes wächst, werden die Menschenworte weniger›», leitete der Papst seine Ansprache in der vorweihnachtlich geschmückten Audienzhalle ein. Den ganzen Beitrag, inkl. Podcast zum Anhören, finden Sie auf der Website der Vatican News.

12.12.2021

Das gilt für Weihnachten unter Corona

Weihnachten steht vor der Tür. In zwölf Tagen ist Heiligabend. Vor zwei Jahren noch war es für die meisten Familien gar keine Frage, dass man diesen Abend und/oder den 25. Dezember im Kreis der Familie feiert, mit grosser Tafel, leckerem Essen, Bescherung und fröhlichem Beisammensein. Doch dann kam Corona. Mittlerweile breitet sich die vierte Infektionswelle in der Schweiz aus. Immer noch sind zuviele Menschen nicht gegen das Virus geimpft, was die Lage für die gesamte Bevölkerung erschwert und Leben gefährdet. Unter diesen Umständen gilt es, sich auch in Bezug auf das Fest der Liebe vernünftig zu verhalten und sich und andere durch entsprechende Massnahmen zu schützen. Laura Sibold, Redaktorin bei SRF 4 News, dem Nachrichtenportal von Schweizer Radio und Fernsehen, beantwortet in ihrem Beitrag auf der Website des Senders die wichtigsten Fragen, basierend auf den Empfehlungen des Bundesrates, des Bundesamtes für Gesundheit und der Kantonsärzte. Ebenso finden sich auf der Website Hinweise und Links zu Schutzmassnahmen in Gottesdiensten sowie zu Hotlines und Ratgebern rund um Corona.