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Auch dieses Jahr durften im Zürcher Mariott-Hotel wieder Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte gemeinsam Weihnachten feiern. | zvg
Auch dieses Jahr durften im Zürcher Mariott-Hotel wieder Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte gemeinsam Weihnachten feiern. | zvg

600 Randständige feiern Weihnachten

10.12.2019, 09:38

Zum 16. Mal waren am vergangenen Sonntag Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte an die grosse Adventsfeier ins Hotel Marriott eingeladen. Und sie kamen in Scharen. Rund 600 Personen fanden sich heute im Luxushotel ein und vergassen für einen Nachmittag ihren oft von Gewalt, Armut, Sorgen und Einsamkeit geprägten Alltag. Das Hotelpersonal um Direktor Daniel Lehmann, das diesen Grossanlass jeweils in seiner Freizeit stemmt, zeigte einmal mehr ein grosses Herz für Bedürftige und geizte nicht mit grossartiger Küche und gelebter Gastfreundschaft. Im Jahre 2004 hatte der vor bald zwei Jahren verstorbene Pfarrer Ernst Sieber zusammen mit dem Hotel Marriott diese besondere Adventsfeier ins Leben gerufen.  
Die seelsorgliche Begleitung von Menschen, die mit Sterbehilfe-Organisationen ihrem Leben ein Ende setzen wollen, ist innerhalb der Kirche umstritten. Immer mehr Seelsorgende wie auch Andreas Zimmermann wollen auch für diese Personen da sein. | © Andreas C. Müller
Die seelsorgliche Begleitung von Menschen, die mit Sterbehilfe-Organisationen ihrem Leben ein Ende setzen wollen, ist innerhalb der Kirche umstritten. Immer mehr Seelsorgende wie auch Andreas Zimmermann wollen auch für diese Personen da sein. | © Andreas C. Müller

Begleiteter Suizid: Bischöfe mit Instruktionen für Seelsorge

08.12.2019, 07:50

Rund 1000 Menschen scheiden in der Schweiz pro Jahr begleitet durch eine Sterbehilfeorganisation aus dem Leben. Einige wünschen dabei seelsorgerliche Begleitung. Die Schweizer Bischöfe haben dazu nun in einem Papier auf Französisch klare Handlungsempfehlungen für die Seelsorge formuliert. So sei es die Aufgabe der Seelsorge, alle Menschen, die einen Suizidwunsch äussern und sich an die Kirche wenden, zu begleiten. Das heisse aber nicht, dass dieser Wunsch einfach so hinzunehmen sei. Die Seelsorgenden werden angehalten, vor dem Moment der Einnahme des tödliche Produkts den Raum «physisch» zu verlassen. Das französischsprachige Originaldokument hält jedoch fest: «Wenn Seelsorgende zum Sterbenden berufen werden, nachdem dieser das tödliche Produkt eingenommen hat, ist es nicht unmöglich, dass er ihn in seinen letzten Momenten des Bewusstseins begleitet.» Die Sakramente, also die Krankensalbung oder die Eucharistie, seien jedoch Zeichen für einen lebensbejahenden Gott und könnten nicht ohne weiteres gespendet werden. Im Papier der Bischöfe wird deutlich gemacht, dass der Seelsorgende in einem solchen Fall den Sterbewilligen auf diesen Widerspruch hinweisen und versuchen muss, eine Einsicht oder Haltungsänderung zu erreichen. Wo diese nicht erfolge, könne der Priester das Spenden der Sakramente verweigern.
Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg
Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg

Ranftreffen rechnet mit über Tausend Teilnehmenden

06.12.2019, 09:43

Seit über 40 Jahren bietet das Ranfttreffen – organisiert von Jungwacht Blauring Schweiz – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Wochenende vor Weihnachten ein spirituelles Erlebnis mit Tiefgang (Horizonte berichtete). In diesem Jahr findet der traditionelle Anlass am 21./22. Dezember statt. Die Organisatoren erwarten um die 1'200 Teilnehmende. Das Motto dieses Jahr lautet:  «Tschüss Gewohnheit – Hoi Herausforderung». In Diskussionen und angeleiteten Spielen unterwegs in die Ranft können die Teilnehmenden erkenn, wo ihre ganz persönliche Komfortzone endet. Höhepunkt des Anlasses ist die Morgenfeier mit Jugendbischof Alain de Raemy in der Ranft um 3 Uhr.
Luc Humbel, Präsident der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ | © Andreas C. Müller
Luc Humbel, Präsident der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ | © Andreas C. Müller

Synodaler Prozess: RKZ fordert mehr Mitsprache

04.12.2019, 19:38

Die Römisch-katholische Zentralkonferenz RKZ möchte stärker in den synodalen Prozess der Schweizer Bischofskonferenz einbezogen werden, wie aus einer Mitteilung von Dienstag hervorgeht. Felix Gmür, Bischof von Basel und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, sei gewillt, der RKZ eine wichtige Rolle im Prozess der Erneuerung zuzugestehen, sagte RKZ-Präsident Luc Humbel laut Mitteilung in seinem Eingangsvotum zur Plenarversammlung. Dies gehe aus einem Schreiben von Felix Gmür an die RKZ hervor. Wichtige Beschlüsse sollen demnach im Einvernehmen im Kooperationsrat gefällt werden. «Stimmen die anderen Mitglieder der Bischofskonferenz diesem Vorschlag zu, wäre der Schluss zu ziehen, dass die SBK die wichtige Funktion des Kooperationsrates und indirekt auch der staatskirchenrechtlichen Körperschaften auf dem Weg der Erneuerung der Kirche erkannt hat», so Luc Humbel, der sein Amt als RKZ-Präsident per Ende Jahr abgibt.
Bei der «Ehe für alle» treffen verschiedene Weltbilder aufeinander. Reformierte in der Ostschweiz machen sich Sorgen um eine Kirchenspaltung. | © kna-bild
Bei der «Ehe für alle» treffen verschiedene Weltbilder aufeinander. Reformierte in der Ostschweiz machen sich Sorgen um eine Kirchenspaltung. | © kna-bild

Droht den Reformierten die Kirchenspaltung?

02.12.2019, 08:43

Bei der Debatte über die «Ehe für alle» haben sich in der reformierten Kirche zwei Lager gebildet. Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe argumentieren, dass sie nicht dem Schöpferwillen Gottes entspreche. Befürworter betonen, die Liebe Gottes gelte für alle Menschen gleichermassen. Pfarrpersonen in der Ostschweiz befürchten, dass sich die Kirche aufgrund dieser Frage spalten könnte. So jedenfalls schreibt das «St. Galler Tagblatt». Die Kirchenratspräsidenten teilen diese Angst jedoch nicht. Das Thema polarisiere stark, aber die Gefahr einer Spaltung bestehe nicht. Schon Luther habe gesagt, «die Ehe ist ein weltlich Ding», sagt beispielsweise Koni Bruderer, Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell. «Davon fällt die Kirche nicht auseinander.»
Gerade in der Vorweihnachtszeit erfahren arme Menschen besonders, dass sie von der Konsumgesellschaft ausgeschlossen sind. Dagegen will der Fair Friday ein Zeichen setzen: Im vergangenen Jahr flossen 35 000 Franken an Caritas Westschweiz. | © pixabay / Victoria Borodinova
Gerade in der Vorweihnachtszeit erfahren arme Menschen besonders, dass sie von der Konsumgesellschaft ausgeschlossen sind. Dagegen will der Fair Friday ein Zeichen setzen: Im vergangenen Jahr flossen 35 000 Franken an Caritas Westschweiz. | © pixabay / Victoria Borodinova

Westschweiz: Fair Friday anstatt Black Friday

29.11.2019, 06:50

Als Reaktion auf den «Black Friday» findet in der Westschweiz heute zum zweiten Mal ein Fair Friday statt. Ziel der Aktion, die auch morgen Samstag, den 30. November, noch laufen soll, ist ein Zeichen der Solidarität gegenüber all jenen, die sich am Konsum in der Vorweihnachtszeit nicht beteiligen können. Der Gewinn aus den Verkäufen von herabgesetzten Waren in über 120 Geschäften fliesst demnach am Fair Friday an die Caritas. Es laufen Gespräche, den Fair Friday für kommendes Jahr auch in der Deutschschweiz zu etablieren. Den Black Friday in einen Tag der Solidarität zu verwandeln, sei ein «vielversprechendes Konzept, das wir begrüssen», heisst es bei Caritas Westschweiz.
Immer mehr Katholiken treten laut der jüngsten Erhebung das Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts aus der Katholischen Kirche aus. | © Roger Wehrli
Immer mehr Katholiken treten laut der jüngsten Erhebung das Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts aus der Katholischen Kirche aus. | © Roger Wehrli

Kirchenstatistik: Ein Eintritt auf zwanzig Austritte

27.11.2019, 13:01

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut SPI hat die Kirchenstatistik fürs 2018 veröffentlicht. Demzufolge verliert die katholische Kirche auch in der Schweiz immer mehr Mitglieder. Auf einen Eintritt kämen laut Medienmitteilung zwanzig Austritte. Alles in allem seien letztes Jahr mehr als 25 000 Personen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Im Jahre 2017 seien es rund 20 000 Personen gewesen. Besorgniserregend sei überdies der Umstand, dass katholische Eltern ihre Kinder nicht mehr konsequent taufen liessen. Rund ein Drittel aller Kinder von katholischen Eltern würden nicht getauft. In der Schweiz leben drei Millionen Katholiken.
Blick durch ein Kreuz auf die Teilnehmer der
Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) im Sitzungssaal am 22. November 2019 in Bonn. Am Freitagnachmittag hatten die rund 200 Teilnehmer bei 17 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen ihre Zustimmung zur Satzung des Synodalen Weges gegeben. | zvg
Blick durch ein Kreuz auf die Teilnehmer der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) im Sitzungssaal am 22. November 2019 in Bonn. Am Freitagnachmittag hatten die rund 200 Teilnehmer bei 17 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen ihre Zustimmung zur Satzung des Synodalen Weges gegeben. | zvg

Deutschland: Reformdialog kann beginnen

25.11.2019, 09:03

Am Wochenende billigte die Herbstvollversammlung des sogenannten Zentralkomitee der deutschlen Katholiken (ZdK) die Satzung des Synodalen Wegs. Damit nahm der geplante kirchliche Reformdialog die letzte Hürde. Rund 200 Teilnehmer bei 17 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen gaben ihre Zustimmung. Damit kann der zunächst auf zwei Jahre angelegte Dialog zur Zukunft der Kirche in Deutschland wie geplant am 1. Dezember starten. Auch in der Schweiz planen die Bischöfe einen solchen Erneuerungsprozess (Horizonte berichtete). Mit dem Synodalen Weg wollen die deutschen Bischöfe und das ZdK unter anderem nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Zulassung von Frauen zur Diakonenweihe, Lockerungen bei der verpflichtenden Ehelosigkeit von Priestern, eine kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit sind nur einige der Forderungen, die im Vorfeld kursierten – obwohl alle Verantwortlichen unisono betonen, keine Ergebnisse der Gespräche vorwegnehmen zu wollen.
Die Jubla ist beliebt. Seit Jahren steigen die Mitgliederzahlen. | © Jungwacht Blauring Schweiz
Die Jubla ist beliebt. Seit Jahren steigen die Mitgliederzahlen. | © Jungwacht Blauring Schweiz

Jubla setzt auf Partizipation

23.11.2019, 07:07

Heute Samstag, 23. November, zeigt die Jubla (Jungwacht Blauring) eindrücklich, was es heisst, Entscheidungen von unten nach oben zu steuern. Über 200 Leitende kommen aus allen Ecken der Schweiz zusammen, um über die Grenzen der lokalen Vereine hinaus mitzudiskutieren. Konkret geht es an der heutigen Konferenz in Zürich um Themen, welche den Verband beschäftigen, und um Entscheidungen, die Jugendorganisation gut für die Zukunft aufzustellen.
Christoph Weber-Berg, Kirchenratspräsident der Reformierten Landeskirche Aargau. | © Reformierte Landeskirche Aargau
Christoph Weber-Berg, Kirchenratspräsident der Reformierten Landeskirche Aargau. | © Reformierte Landeskirche Aargau

Reformierte im Aargau: «Ehe für alle» gab zu reden

21.11.2019, 08:26

An der gestrigen Herbstsynode hat die Reformierte Kirche im Aargau ein Budget mit Defizit im sechsstelligen Bereich verabschiedet und über die «Ehe für alle» debatttiert (der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hatte sich explizit dafür ausgesprochen). Kirchenratspräsident Christoph Weber Berg betonte die Gewissensfreiheit der Pfarrerinnen und Pfarrer: «Wer homosexuelle Paare nicht trauen will, braucht keine Unterstützung, weil er in dieser Kirche weder bedroht noch benachteiligt wird.» Der Kirchenrat suche das Gespräch mit Personen, die anderer Meinung sind und sehe keinen Grund, dass diese Diskussion «dazu neigt, die Kirche zu spalten.» Die Synode würdigte die Antwort mit dem einzigen Applaus des Tages und hielt eine weitere Diskussion an dieser Stelle für nicht nötig.
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild

Mehr Asylanträge in der EU, weniger in der Schweiz

19.11.2019, 12:31

In der EU haben Flüchtlinge 2019 zehn Prozent mehr Asylanträge gestellt als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 sind eine halbe Million Asylanträge gestellt worden. Das seien zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr, teilte das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) am Dienstag in Maltas Hauptstadt Valletta mit. Wie im vergangenen Jahr wurden etwa ein Drittel der Asylbewerber anerkannt. Die meisten Asylanträge stellten Syrer, Afghanen und Venezolaner. In der Schweiz wurden bis Ende September rund 10'720 neue Asylgesuche gestellt. Hochgerechnet aufs Gesamtjahr ist bei gleichbleibender Entwicklung mit circa 14'300 Gesuchen zu rechnen. Das wären weniger als im Vorjahr. Seit dem Höchststand von 39'520 Gesuchen im Jahre 2015 ist die Zahl  in den letzten Jahren stetig zurückgegangen.
17 Benediktinerinnen aus dem Kloster Fahr haben der Autorin Susann Bosshard-Kälin aus ihrem Leben erzählt. | © Andreas C. Müller
17 Benediktinerinnen aus dem Kloster Fahr haben der Autorin Susann Bosshard-Kälin aus ihrem Leben erzählt. | © Andreas C. Müller

Medienpreis für Buch über Fahrer Schwestern

17.11.2019, 23:30

17 Ordensfrauen erzählen im Buch «Im Fahr» aus ihrem Leben (Horizonte berichtete). Das 300 Seiten starke Werk mit Text und Fotos erschien 2018 zum 888-Jahr-Jubiläum des Klosters Fahr. Nun werden Autorin und Fotograf mit dem katholischen Medienpreis der Schweizer Bischöfe ausgezeichnet. Susann Bosshard-Kälin ist die Autorin des Buchs «Im Fahr», das der Verlag «Hier und Jetzt» im vergangenen Jahr herausgegeben hat. Die Journalistin hat mit 17 Ordensfrauen des Klosters Fahr im Limmattal mehrstündige Interviews geführt und deren Erzählungen festgehalten. Die Schwarz-Weiss-Fotos im Buch stammen vom Fotografen Christoph Hammer. Nun gewinnen die beiden den katholischen Medienpreis der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), wie diese am Montag mitteilte. Der Preis ist mit 4'000 Franken dotiert.
In Fahrwangen soll es bald eine letzte Ruhestätte zwischen Bäumen geben. (Symbolbild) | © www.sakrallandschaft-innerschweiz.ch
In Fahrwangen soll es bald eine letzte Ruhestätte zwischen Bäumen geben. (Symbolbild) | © www.sakrallandschaft-innerschweiz.ch

Letzte Ruhe zwischen den Bäumen

15.11.2019, 14:26

In Fahrwangen soll ein Waldfriedhof entstehen, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Bis zu 30 Bäume sollen zu Ruhestätten werden – wenn die Ortsbürgerversammlung zustimmt. Zum Schutz der Natur sei eine stille Beisetzung im Familienkreis erwünscht.

Mit der Taufe wird ein Kind in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Glaubenden vermittelt Geborgenheit und kann eine Kraftquelle fürs Leben sein, aus der Getaufte ein Leben lang schöpfen können. | © Marie-Christine Andres
Mit der Taufe wird ein Kind in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Glaubenden vermittelt Geborgenheit und kann eine Kraftquelle fürs Leben sein, aus der Getaufte ein Leben lang schöpfen können. | © Marie-Christine Andres

Bistum Basel öffnet den Zugang zur Taufspende

13.11.2019, 15:53

Unlängst haben zwei Pfarreiseelsorgerinnen ohne Leitungsfunktion von Bischof Felix Gmür die Taufvollmacht erhalten. Sie sind nicht die ersten, heisst es seitens des Bistums Basel. Relativ neu ist aber eine entsprechende Regelung, die das festhält. Die beiden Seelsorgerinnen, die neu die Taufe spenden dürfen, arbeiten im Pastoralraum Leimental im Kanton Solothurn in der Vorbereitung zur Erstkommunion, in der Kinderkirche und der Familienpastoral, wie die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) schreibt.

Noch bis am Dienstag 12.11.2019 kann in die geplanten Moschee-Baupläne in Reinach (Symbolbild) eingesehen werden. | zvg
Noch bis am Dienstag 12.11.2019 kann in die geplanten Moschee-Baupläne in Reinach (Symbolbild) eingesehen werden. | zvg

Einsicht in Neubau-Pläne der Moschee Reinach

11.11.2019, 14:07

Am Tag der offenen Moscheen der Aargauer Muslime sprach der Imam in Reinach über Sorgen und Pläne der albanischen Gemeinschaft. Noch bis Dienstag liegt das Baugesuch für das Kulturzentrum Tulipan des Vereins Albanische Gemeinschaft Reinach mit rund 300 Mitgliedern auf. Das neue Zentrum ist noch Zukunftsmusik. «Es umfasst drei Teile», sagt Liridon Racaj, im Verein für die Medienarbeit zuständig: «Öffentliche Kindertagesstätte, wo Deutsch gesprochen wird, öffentliches Restaurant, Mehrzweckhalle.» Dieser letzte Teil wird als Gebetsraum genutzt, kann aber auch zu anderen Zusammenkünften wie Hochzeiten, Verlobungen oder bei Todesfällen gemietet werden. Am Tag der offenen Moschee-Türen konnte man die Pläne sehen.
Die Preisträgerin 2019, Daniela Fleischmann (Mitte) zusammen mit Pia Viel, Präsidentin des Aargauischen-Katholischen Frauenbunds (links) sowie Vroni Peterhans, Frauenpreis-Kommissions-Präsidentin. | © Marie-Christine Andres
Die Preisträgerin 2019, Daniela Fleischmann (Mitte) zusammen mit Pia Viel, Präsidentin des Aargauischen-Katholischen Frauenbunds (links) sowie Vroni Peterhans, Frauenpreis-Kommissions-Präsidentin. | © Marie-Christine Andres

AKF-Frauenpreis geht an Daniela Fleischmann

10.11.2019, 12:00

Am Freitagabend, 8. November, verlieh der Aargauische Katholische Frauenbund im reformierten Kirchgemeindehaus Baden den Frauenpreis 2019. Der mit 20'000 Franken dotierte AKF-Frauenpreis ging dieses Jahr an Daniela Fleischmann, die Geschäftsführerin des Sozialwerks HOPE und Mitbegründerin der kürzlich eröffneten Notschlafstelle Baden. Die frisch gewählte EVP-Nationalrätin Lilian Studer und die Badener Stadträtin Sandra Kohler überbrachten Grussworte. Danach  würdigte Vroni Peterhans, die Präsidentin der AKF-Frauenpreis-Kommission, das grosse und langjährige Engagement von Daniela Fleischmann zugunsten des christlichen Sozialwerks HOPE, das unter ihrer Leitung zu bedeutender Grösse gewachsen ist. Die Preisträgerin wandte sich mit den Worten ans Publikum: «Ich habe mit Spannung zugehört und gedacht: das ist eine tolle Person, über die hier gesprochen wird.» In einer bewegenden Rede erklärte sie, ihre Fähigkeiten seien ein Geschenk Gottes und ihr Lebenswerk die Menschen. Dank Gottes Hilfe, der Unterstützung ihrer Familie und der Mitarbeit ihrer Wegbegleiterinnen sei über die Jahre aus dem Sozialwerk ein Betrieb mit 22 Angestellten geworden. Auch die im vor zwei Monaten eröffnete Notschlafstelle in Baden - die einzige im Aargau - ist aus Daniela Fleischmanns Engagement heraus entstanden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Daniela Fleischmann bei Kurt Adler von der Fachstelle Diakonie der katholischen Landeskirche für die wertvolle Zusammenarbeit. Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom Bruder der Preisträgerin, Bruno Borner, mit Gitarre und Bluesharp.
Wer einmal wissen will, wie das staatliche Archivwesen (Symbolbild) funktioniert, dem bietet der «Tag des offenen Archivs» eine willkommene Gelegenheit. | © Marie-Christine Andres
Wer einmal wissen will, wie das staatliche Archivwesen (Symbolbild) funktioniert, dem bietet der «Tag des offenen Archivs» eine willkommene Gelegenheit. | © Marie-Christine Andres

Offenes Aargauer Staatsarchiv am 16. November

07.11.2019, 20:54

Am Samstag, 16. November von 13.30 bis 17.00 Uhr findet im Staatsarchiv Aargau an der Entfelderstrasse 22 in Aarau der «Tag des offenen Archivs» mit Ausstellung und Referaten statt. Die Referenten Dr. Ernst Guggisberg und Dr. Kevin Heiniger haben in der vom Bund eingesetzten Expertenkommission mitgewirkt, die kürzlich ihre Forschungsresultate zur Geschichte der administrativen Versorgung in der Schweiz publiziert hat. Bei Zehntausenden von Menschen waren in der Vergangenheit fürsorgerische Zwangsmassnahmen in verschiedenen Formen angeordnet oder Fremdplatzierungen vorgenommen worden. Ein detailliertes Programm zum Tag des offenen Archivs ist zu finden unter: www.ag.ch/staatsarchiv 
Vroni Peterhans ist eines der Mitglieder des neu gegründeten internationalen katholischen Frauennetzwerks. | © Vera Rüttimann
Vroni Peterhans ist eines der Mitglieder des neu gegründeten internationalen katholischen Frauennetzwerks. | © Vera Rüttimann

Internationales Netzwerk katholischer Frauen gegründet

05.11.2019, 11:28

In Stuttgart haben katholische Frauen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein ein internationales Frauen-Netzwerk gegründet, dies meldet das katholische Medienzentrum kath.ch. In diesem sind katholische Frauenorganisationen, politisch engagierte Katholikinnen und Frauenklöster verbunden, erklärte Martha Heizer von «Wir sind Kirche – Österreich» auf Anfrage. Als «Koordinatorin» des Netzwerks wirkt die Polin Zuzanna Flisowska von «Voices of Faith». Das Gründungstreffen fand vom 1. bis 3 November in Stuttgart statt. Bei dem Treffen in Stuttgart waren gemäss Heizer unter anderem aus der Schweiz die Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, die Präsidentin des Synodalrates der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Franziska Driessen-Reding, die Präsidentin des Verbandsvorstands des «Schweizerischen Katholischen Frauenbundes» (SKF), Simone Curau-Aepli, und die Co-Vorsitzende der «Europäischen Allianz Katholischer Frauenverbände» Andante, Vroni Peterhans-Suter, dabei. 

Am Samstag, 9. November, öffnen die Moscheen im Aargau ihre Türen für Interessierte. | © Marie-Christine Andres
Am Samstag, 9. November, öffnen die Moscheen im Aargau ihre Türen für Interessierte. | © Marie-Christine Andres

Tag der offenen Moschee am 9. November

31.10.2019, 10:23

Am Samstag, 9. November findet im Aargau der Tag der offenen Moscheen statt. Bereits seit dreizehn Jahren lädt der Verband Aargauer Muslime (VAM) zu diesem Tag ein. Mitbürgerinnen und Mitbürgern sollen die Gelegenheit haben, sich aus erster Hand über den Islam und die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. Der VAM leistet dadurch einen aktiven Beitrag zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen in der Bevölkerung und trägt zum friedlichen Zusammenleben bei. Am 9. November haben die Moscheen in Aarburg, Buchs, Gebenstorf, Lenzburg, Oberentfelden, Reinach, Rheinfelden und Wohlen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es jeweils zur vollen Stunde.
Am 7. November erscheint die interreligiöse Zeitung «zVisite» zum Thema «Mode und Religion». | © Nora Steffen und Dominic Wenger
Am 7. November erscheint die interreligiöse Zeitung «zVisite» zum Thema «Mode und Religion». | © Nora Steffen und Dominic Wenger

Vernissage im Haus der Religionen in Bern

29.10.2019, 10:55

Jeweils zur Woche der Religionen im November erarbeitet eine interreligiös zusammengesetzte Redaktion die Zeitung «zVisite». Auch das Aargauer Pfarrblatt Horizonte beteiligt sich seit vielen Jahren an der interreligiösen Publikation. Die diesjährige Ausgabe der «zVisite» erscheint im Aargau am 7. November. Die Fotos dieser Ausgabe wurden von den beiden Fotografen Nora Steffen und Dominic Wenger gemacht und sind im Haus der Religionen Bern in Grossformat zu sehen – ebenso ein Video. Die Vernissage findet am Mittwoch, 6. November um 19 Uhr statt. In einem Referat wird der Historiker und Religionswissenschaftler Valentino Leanza die Frage «Mode und Religion – alles eine Frage der Perspektive(n)?» zu beantworten versuchen. Die Finissage am 19. Januar 2020 bietet Workshops zum Thema Kleidung. www.haus-der-religionen.ch