22.01.2021

Der Papst will in den Irak

Trotz des neuerlichen schweren Bombenattentats und eines Wiederaufflammens der Gewalt will Papst Franziskus im März den Irak besuchen. Am Mittwoch verschickte das Presseamt des Vatikans entsprechende Akkreditierungsunterlagen für mitreisende Journalisten. Das genaue Programm der Reise vom 5. bis 8. März ist noch nicht bekannt. Als vorgesehene Stationen wurden bisher Bagdad, Erbil, Mossul, Karakosch und Ur genannt. Voraussetzung für alle Reiseteilnehmer ist eine Impfung gegen das Coronavirus. Vor Kurzem hatte der Papst noch eingeräumt, er wisse aktuell nicht, ob die Reise stattfinden werde. Angesichts der Corona-Pandemie wolle er keine Menschenansammlungen verursachen. Es wäre der erste Besuch eines Papstes im Irak. Neben der Pandemie stellt auch die Sicherheitslage die Organisatoren vor Herausforderungen.

20.01.2021

Oliver Dinichert wird Vize-Präsident der Landeskirche

Bei der Exekutive der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau kommt es zu einem Wechsel beim Vizepräsidium. Olivier Dinichert tritt die Nachfolge von Heinz Altorfer an. Die Mitglieder des Kirchenrates mit Luc Humbel an der Spitze haben an ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr die Ressorts neu verteilt. Olivier Dinichert als neuer Vizepräsident übernimmt das Ressort Bildung mit dem dazugehörenden Bildungshaus und Seminarhotel Propstei Wislikofen. Das an der Herbstsynode 2020 neu gewählte Mitglied im Kirchenrat, Michael Jablonowski aus Bergdietikon, übernimmt von Olivier Dinichert das Ressort und somit die Fachstelle Jugend und junge Erwachsene. Die anderen Mitglieder behalten ihre jeweiligen Ressorts. Olivier Dinichert, 45, wurde im November 2014 von der Synode in die Exekutive gewählt und führte ab Januar 2015 das Ressort Jugend und junge Erwachsene. Olivier Dinichert ist Leiter der Abteilung Hochschulen und Sport beim Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau und wohnt mit seiner Familie in Aarau.

18.01.2021

Pfarrer Eugen Vogel ist gestorben

Am vergangenen Freitag, 15. Januar, um 19.05 Uhr, hat Gott den treuen Verkünder seines Wortes, Pfarrer Eugen Vogel, zu sich heimgeholt. Noch im vergangenen Jahr hat der dienstälteste Priester im Kanton Aargau bei guter Gesundheit sein 70-Jahr-Priesterjubiläum gefeiert. Horizonte durfte dazu ein Interview mit dem 96-Jährigen führen, worin er mit viel Humor und Dankbarkeit auf sein reiches Leben als Seelsorger zurückgeblickt hat. Für seine vielen Freunde und Mitbrüder und für seine Familie ist es sicher ein Trost, dass er bis zum Schluss seiner Lebensberufung als Verkünder des Evangeliums folgen und dann seine Augen in der Geborgenheit seines eigenen Hauses und umgeben von Menschen, die ihn liebten für immer schliessen durfte. In der Geschichte des heutigen Pastoralraums Brugg-Windisch hat der «Kirchenbauer» Eugen Vogel seinen festen Platz. Die Gemeinde Windisch wird ihrem Ehrenbürger ein hohes Andenken bewahren. Die Todesanzeige für Pfarrer Eugen Vogel lesen Sie hier.

16.01.2021

Bundeskanzlei rügt Engagement der Landeskirchen zugunsten der Konzerninitiative

Auch wenn die KVI am Ständemehr gescheitert ist: Das Engagement der Kirchen gibt nach wie vor zu reden. Die Bundeskanzlei findet das Verhalten der Landeskirchen «grenzwertig», schreibt die «Schweiz am Wochenende». Bern nennt aber auch Gründe, warum die Kirchen politisch mitmischen sollten. Die Abstimmung über die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) liegt nun sieben Wochen zurück. Sie ist am Ständemehr gescheitert – hat aber ein politisches Nachspiel: nämlich die Frage, wie stark sich die Kirchen in die Tagespolitik einmischen sollten. Bundeskanzler Walter Thurnherr schreibt nun, das «Engagement der Landeskirchen und Kirchgemeinden» erscheine «zumindest als grenzwertig». Allerdings sei «der gesamte Abstimmungskampf sehr intensiv geführt» worden. Grundsätzlich dürften sich die Kirchen aber sehr wohl politisch einmischen, schreibt der Bundeskanzler: «Nach Auffassung der Bundeskanzlei dürfen sich die öffentlich-rechtlich anerkannten und verfassten Kirchen, bzw. Kirchgemeinden in die Meinungs- und Willensbildung vor eidgenössischen Volksabstimmungen einbringen.»

14.01.2021

Neue Corona-Massnahmen: Gottesdienste, aber keine Katechese und Mundkommunion

Geschlossene Läden ab Montag, im Privaten nur noch Treffen mit bis zu fünf Personen. Bis Ende Februar ist die Schweiz mit neuerlichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie konfrontiert. Die Gottesdienste sind jedoch nicht Teil der neuen Verordnung. Es dürfen somit unter Einhaltung von Schutzkonzepten und Maskentragpflicht maximal 50 Personen in der Kirche zu einem Gottesdienst zusammenkommen. In einer Info erklärt allerdings das Bistum, dass die ausserschulische Katechese bis Ende Februar ausgesetzt wird und auch die Mundkommunion bis mindestens zu diesem Zeitpunkt untersagt ist. Gottesdienste und Gemeindeversammlungen gehören aber zu den Veranstaltungen, die stattfinden dürfen. Allerdings obliegt es der Hoheit der Kantone, eigens noch Einschränkungen zu verfügen. 

11.01.2021

Papst lässt sich gegen Corona impfen

Papst Franziskus lässt sich nächste Woche gegen das Coronavirus impfen. Das sagte er im Interview des italienischen Senders Canale 5, das am Sonntagabend ausgestrahlt wird. Der Vatikan sei bereit, mit den Immunisierungen in den eigenen Reihen zu beginnen. «Ich habe mich angemeldet, es muss getan werden», so das Kirchenoberhaupt. Er glaube, dass aus ethischer Sicht jeder den Impfstoff nehmen sollte. Wer es nicht tue, setze nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel. Der 84-Jährige kritisierte in diesem Zusammenhang eine «selbstzerstörerische Verweigerungshaltung», für die er kein Verständnis habe. Er könne sich nicht erklären, wieso manche Skeptiker eine Impfung für gefährlich hielten. Wenn die Ärzte das Präparat für unbedenklich erachteten, spreche seiner Meinung nach nichts dagegen. Der Argentinier verwies auf seine Kindheitserfahrungen während der Polio-Krise: Nicht nur damals habe sich ein Impfstoff als segensreich erwiesen. Bereits vor einigen Tagen hatte der Vatikan mitgeteilt, dass man mit einem zügigen Start der Corona-Impfungen rechne. Es seien rund 10’000 Dosen des Mittels vom Mainzer Hersteller Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt worden.

08.01.2021

Allianz «Es reicht!» wird neu organisiert

Wie das Nachrichtenportal kath.ch berichtet, will sich die Allianz «Es reicht!» neu aufstellen. Die Allianz aus 14 verschiedenen kirchlichen Organisationen formierte sich im Jahr 2014 und setzte sich für eine «dialogfähige, befreiende und solidarische Kirche» ein. Die Zukunft der Allianz wesentlich mitgehalten wird Valentin Beck, der aktuelle Bundespräses von Jungwacht Blauring. Er gehört zu einer Steuerungsgruppe, die den Übergang zur neuen Organisation koordiniert. Valentin Beck sagte gegenüber kath.ch: «Es reicht nicht, gegen etwas zu sein. […] Wir wollen die Reformstimmen in der Kirche bündeln und zu einer kampagnenfähigen, relevanten Grösse werden.» Das neue Bündnis wird ein Verein sein – mit wenigen Mitgliedern. Beim eigentlichen Netzwerk sollen alle mitmachen können. Wer die Geschäftsstelle übernehmen wird und wo diese angesiedelt ist, stehe noch nicht fest. Alles sei noch im Fluss und werde am 25. Januar in einer Zoom-Konferenz diskutiert, erklärte Valentin Beck gegenüber kath.ch. Laut Valentin Beck verstehe sich die neue Organisation nicht als Fundamental-Opposition, sondern als Brückenbauer: «Wir wollen ein Ansprechpartner sein für eine zukunftsfähige und glaubwürdige Art von Kirche. Wir reichen den Bischöfen die Hand und möchten sie bei Reformen unterstützen.» Es stünden noch Treffen mit Vertretern der Kantonalkirchen und den Jugendorganisationen aus. Danach müsse der Weg der Erneuerung erst richtig losgehen, sagte Valentin Beck.

 
06.01.2021

Sternsingen bis 2. Februar verlängert

In diesen Tagen ist die Aktion Sternsingen in vollem Gang. Unter besonderen Bedingungen bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger den Segen zu den Menschen. Weil die Aktion vielfach nicht auf dem Weg eines herkömmlichen Besuchs durchgeführt werden kann, wird die Sternsingerzeit nun bis zum 2. Februar verlängert, erklärt das für die Koordination zuständige Hilfswerk Missio. In einer Video-Botschaft dankt Kathrin Staniul-Stucky, die bei Missio für die Aktion Sternsingen verantwortlich ist, den SternsingerInnen und den vielen Begleitpersonen: «Ihr sorgt dafür, dass der Segen zu den Menschen findet, habt Videos gedreht, über Zoom geprobt und statt zu singen mit Instrumenten Musik gemacht». 

04.01.2021

Freikirchen empfehlen Covid-Impfung

«Nachdem der Dachverband der Schweizer Freikirchen seit Anbeginn der Pandemie in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Schutzkonzept entwickelt und laufend den neuen Begebenheiten angepasst hat, ist eine Empfehlung bezüglich Covid-19-Impfung die natürliche Folge» schreibt der Verband in einer Medienmitteilung. Dies ist in der Schweiz die erste kirchliche Vereinigung mit einer Impfempfehlung. In Deutschland hat bereits der jüdische Dachverband eine Impfempfehlung gegeben. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen – die Behörden setzen auf Freiwilligkeit und Solidarität mit älteren Menschen und Risikogruppen. In der Schweiz hat nach den Behörden als erstes der Verband der Schweizer Alters- und Pflegeheime Curaviva eine Impfempfehlung für Seniorinnen und Senioren erlassen. 

01.01.2021

Neujahrsfeiern ohne Papst

Im Vatikan ist das neue Jahr ohne den Papst begrüsst worden – er sprach nur das Angelusgebet. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hielt den Gottesdienst stellvertretend für Papst Franziskus, der an einer Ischiasneuralgie leidet. In seiner verlesenen Predigt rief der Papst dazu auf, Zeit für die Mitmenschen zu finden. An der Feier im Petersdom nahmen aufgrund der Corona-Auflagen nur etwa 100 Gläubige und zwei Dutzend Kardinäle teil. In Rom und in ganz Italien gelten über Neujahr strikte Ausgangsbeschränkungen. Franziskus forderte in seiner Predigt die Sorge für Mitmenschen, für die Welt und für die Schöpfung. Er lies verlesen: «In diesem Jahr, in dem wir auf einen Neubeginn und neue Behandlungsmöglichkeiten hoffen, sollten wir die Sorge füreinander nicht vernachlässigen. Denn über den Impfstoff für den Körper hinaus brauchen wir auch einen Impfstoff für das Herz: die Sorge füreinander. Es wird ein gutes Jahr werden, wenn wir für andere sorgen».

30.12.2020

Caritas-Chef Hugo Fasel geht in Pension

Auf Ende Jahr hin geht Caritas-Chef Hugo Fasel in den wohlverdienten Ruhestand. In seiner 12-jährigen Amtszeit hat er das Engagement des kirchlichen Hilfswerks massiv ausgebaut und war immer wieder anwaltschaftlich für die Armen und Benachteiligten in der Öffentlichkeit aufgetreten. Anlässlich seines bevorstehenden Rücktritts ermahnte er auch jetzt wieder: Dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden, sei kein Mythos, liess er gegenüber Radio SRF durchblicken. Und auch wenn er jetzt beruflich ausscheide, seine engagierte Haltung gebe er nicht einfach an der Haustüre ab. Auf Hugo Fasel folgt Peter Marbet  war in seiner beruflichen Laufbahn als Informationsbeauftragter bei einer grossen Krankenversicherung  tätig und zuletzt Direktor des Berner Bildungszentrums Pflege.

28.12.2020

Schweizer Bischöfe planen Trauerfeier für Corona-Opfer

Über 6500 Menschen sind in der Schweiz bislang an den Folgen von Corona gestorben. Die Landeskirchen planen zusammen mit den Schweizer Bischöfen eine Trauerfeier in der Fastenzeit. «Bischof Felix Gmür und Pfarrerin Rita Famos haben über Idee einer Corona-Trauerfeier mündlich gesprochen», sagt Encarnación Berger-Lobato. Sie ist Sprecherin der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) . «Wir sind fest entschlossen, eine Trauerfeier zu machen», sagte Rita Famos der «Neuen Zürcher Zeitung». Famos ist die neue Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Auch vom Vertreter der Christkatholischen Kirche, Bischof Harald Rein, habe sie positive Signale erhalten. Auch werde über eine interreligiöse Feier nachgedacht, an der auch Juden, Muslime und Buddisten teilnehmen könnten. «Gerade wenn Vertreter des Staates an der Feier teilnehmen, ist auf eine breite Vertretung der Religionen zu achten. Famos würde es sehr begrüssen, wenn der Gesamtbundesrat an dem Anlass präsent wäre. 

25.12.2020

Weihnachten: Papst fordert Impfstoff für alle

Papst Franziskus hat den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» gespendet. In seiner Weihnachtsansprache forderte er einen Corona-Impfstoff für alle. Und er dankte jenen, die sich um Kranke und Einsame kümmern. Weiter hat Papst Franziskus zu mehr konkreter Geschwisterlichkeit aufgerufen. Dies bedeute auch eine gerechte Verteilung von Impfungen sowie Hilfen für die wirtschaftlichen Opfer der Pandemie, so das Kirchenoberhaupt am Freitag im Vatikan. «Abschottender Nationalismus» und «radikaler Individualismus» bedrohten die Tatsache, dass die Menschheit eine Familie sei, kritisierte der Papst. «Die Gesetze des Marktes und des Patentrechts dürfen nicht über den Gesetzen der Liebe und der Gesundheit aller stehen.» Zu Weihnachten und Ostern erteilt der Papst den Segen «Urbi et orbi». Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt «der Stadt und dem Erdkreis». In dieser Formel kommt der weltumfassende Anspruch der katholischen Kirche zum Ausdruck. Sie geht auf die römische Antike zurück. Damals galt Rom als Inbegriff der Stadt (urbs) schlechthin und als Mittelpunkt des Erdkreises (orbis).

23.12.2020

Triage im Spital: Erfolg für die Bischöfe

Am 30. November nahm die Schweizer Bischofskonferenz SBK Stellung zum Dokument der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW über die Triage von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit. Sie schlug eine Reihe inhaltlicher Änderungenvor, um eine Diskriminierung älterer Menschen sowie Menschen mit Behinderungen oder Demenz auszuschliessen. Am17. Dezember 2020 publizierte die SAMW eine aktualisierte Fassung ihres Dokuments, in der klargestellt wird, dass die Triage nicht auf der Grundlage von Alter, Behinderung oder Demenz basieren darf, sondern vielmehr auf dem Kriterium der kurzfristigen Prognose.

21.12.2020

Sternsinger befürchten Spendeneinbruch

Auf Distanz summen und spenden. Das Sternsingen darf dieses Jahr stattfinden. Vermutlich verzichten aber dennoch viele Gruppen darauf. Martin Bernet von «Missio Schweiz» erwartet darum wenig Spenden. «Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat uns am 11. Dezember mitgeteilt, dass das Sternsingen als religiöse Veranstaltung gilt und deshalb durchgeführt werden darf», sagt Martin Bernet. Er ist froh über diese vorläufige Nachricht. Sie gilt noch immer. Auf das Singen müssen die Kinder dennoch verzichten. Das ist gemäss den aktuellen Massnahmen ausserhalb der Familie und der Schule verboten. Gruppen, die am Dreikönigstag nicht von Tür zu Tür gehen möchten, haben Alternativen. Sie werfen Flyer mit einem Einzahlungsschein und dem Segenskleber in die Briefkästen. Solche können direkt bei «Missio Schweiz» bestellt werden. Den Gläubigen wird empfohlen, sich auf den lokalen Pfarrämtern zu informieren, ob das Sternsingen in ihrer Gemeinde stattfindet

19.12.2020

Corona-Massnahmen: Für Gottesdienste bleibt alles beim Alten

Der Bundesrat bleibt hart: Es gibt keine Lockerungen für die Weihnachtsgottesdienste. Den Brief der Bischöfe hat er noch nicht beantwortet. Es bleibt bei der Obergrenze von 50 Menschen pro Gottesdienst, so Bundesrat Alain Berset auf die Frage von «CH Media»-Journalist Kari Kälin an der gestrigen Medienkonferenz. Die fixe Obergrenze sei umstritten, denn sie gelte unabhängig von der Grösse des Gotteshauses. Egal ob kleine Bergkapelle oder grosse Kathedrale: Gottesdienste mit mehr als 50 Menschen dürfen auch künftig nicht stattfinden. Nach wie vor ignoriert der Bundesrat einen Appell der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), der Reformierten und der Christkatholiken. Die Bischöfe möchten, dass in grossen Kirchen mehr als 50 Personen den Gottesdienst besuchen dürfen. Auch der Kirchengesang ist Thema des Briefes. Die Bischöfe hatten angefragt, «ob es möglich ist, dass wir singen können. Mindestens im Aussenbereich und natürlich mit Maske und mit entsprechendem Abstand, wenn nicht auch im Innenbereich».

17.12.2020

Jupiter und Saturn treffen sich zur Wintersonnenwende

Ungefähr alle 20 Jahre begegnen sich die beiden Planeten Jupiter und Saturn am Himmel. In den vergangenen Wochen sind sich die beiden Planeten immer näher gekommen. Doch jetzt wird es richtig eng: Am Tag der Wintersonnenwende, am Montag, 21. Dezember, stehen die beiden Planeten in sogenannter «Grosser Konjunktion» – von der Erde aus gesehen in einer Linie. Jupiter überholt dabei Saturn auf der Innenbahn mit einem Abstand von 660 Millionen Kilometern. Von der Erde aus betrachtet, kommen sich die beiden Planeten extrem nahe und scheinen wie ein einziger Stern am Himmel zu stehen. Bei klarem Himmel erkennt man gegen 17 Uhr über dem Horizont im Südwesten den hellen Jupiter, direkt darüber den etwas schwächeren Ringplanet Saturn. Gegen 18 Uhr geht das Planetengespann wieder unter. Im Fernrohr ist es sogar möglich den Jupiter mit seinen Monden und Wolkenbändern zusammen mit dem spektakulären Ring des Saturns zu sehen. Auch wenn sich die beiden Planeten alle 20 Jahre treffen, so nahe wie am 21. Dezember 2020 kommen sie sich selten. Die nächste Gelegenheit, Jupiter und Saturn gemeinsam im Fernrohr zu sehen, wird es erst im Jahr 2080 geben.

Möglich wäre, dass die zwei Planeten aktuell ähnlich stehen wie zur Zeit Christi Geburt. Im Jahr 7 v. Chr. ereignete sich ebenfalls eine solche Grosse Konjunktion, sogar eine dreifache. Eine von Johannes Kepler (1571-1630) erstmals aufgebrachte Theorie vermutet hinter dem Phänomen des Sterns von Bethlehem das dreimalige «Treffen» von Jupiter und Saturn. Anlässlich der speziellen Planetenkonstellation besuchte Horizonte eine Aargauer Sternwarte. Über den Blick in die Sterne lesen Sie nächste Woche an dieser Stelle.

 

 

16.12.2020

Ranfttreffen 2020 abgesagt!

Im Lichte der jüngsten Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus sieht Jungwacht Blauring Schweiz sich gezwungen, das Ranfttreffen #woduwohnst abzusagen. Das Ranfttreffen lebt von unbeschwerten Begegnungen. Mit dem Ranfttreffen Erlebnisnacht #woduwohnst hätten diese besonderen gemeinschaftlichen Momente trotz Corona erhalten bleiben sollen – der digitalen Technik sei Dank. Über 500 Teilnehmende hatten sich angemeldet um zu Hause und in Kleingruppen ein interaktives spirituelles Programm zu erleben. Die traditionelle Feier sollte derweil auf ihre Bildschirme übertragen werden. Direkt aus Flüeli-Ranft. Nun kommt es anders: Angesichts der steigenden Infektionszahlen und der erwarteten Schutzmassnahmen hat die Projektgruppe Ranfttreffen von Jungwacht Blauring Schweiz beschlossen, dass auch das alternative Programm mit Kleingruppen zu Hause nicht vertretbar ist.