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Donata Tassone und Andreas Brun übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung im Bistum Basel  | © Bistum Basel
Donata Tassone und Andreas Brun übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung im Bistum Basel | © Bistum Basel

Neue Personalverantwortliche Bistum Basel

20.01.2020, 12:09

Donata Tassone-Mantellini und Diakon Andreas Brun-Federer übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung des Bistums Basel. Zusammen  treten sie die Nachfolge von Dr. Fabian Berz an, welcher sich nach 15-jähriger Tätigkeit als Personalverantwortlicher in den Ruhestand begibt. Donata Tassone wohnt in Wünnewil, ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Nach einer kaufmännischen Lehre bildete sie sich in Personalmanagement weiter bis zum Executive Master in Business Administration mit Schwerpunkt HR. Zuletzt arbeitete Donata Tassone als Leiterin im Bereich Personal bei der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung. Diakon Andreas Brun wohnt in Winznau, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Nach dem Theologiestudium und Weiterbildungen in Psychologie und Nonprofit-Management war er in den Kantonen Solothurn und Bern in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Seit dem 1. Januar 2019 arbeitet er als Pastoralverantwortlicher in der Abteilung Pastoral und Bildung des Bistums Basel. 
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von 72 Stunden setzen die Jugendgruppen ein gemeinnütziges Projekt in die Tat um.  | © zvg SAJV/CSAJ
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von 72 Stunden setzen die Jugendgruppen ein gemeinnütziges Projekt in die Tat um. | © zvg SAJV/CSAJ

Heute startet die «Aktion 72 Stunden»

15.01.2020, 21:59

Heute Donnerstag, 16. Januar, fällt der Startschuss für die Aktion 72 Stunden, das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz. Von Genf bis zum Bodensee, von Basel bis Chiasso werden von Donnerstag, 16. bis Sonntag, 19. Januar, mehr als 20'000 Kinder und Jugendliche in nur 72 Stunden 350 nachhaltige und gemeinnützige Projekte umsetzen. Die Aktion 72 Stunden ist ein Projekt der Schweizer Jugendorganisationen und wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) koordiniert. Auch im Aargau beteiligen sich diverse Jublascharen, Pfadiabteilungen und Jugendgruppen an der Aktion und renovieren Unterführungen, bauen Insektenhotels oder organisieren einen Kleidertausch. Eine Übersicht über die Projekte findet sich online.  www.72h.ch  
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt  die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres

Solidaritätsaktion von Jungwacht Blauring

14.01.2020, 13:32

jubla.infanta ist die grosse Solidaritätsaktion von Jungwacht Blauring zugunsten philippinischer Kinder. Jubla-Scharen aus der ganzen Schweiz verkaufen bei diversen Gelegenheiten symbolische Gegenstände. Der Erlös fliesst in ein Jubla-Partnerschaftsprojekt in der Fischerregion Infanta, wo eine Vorschule unterstützt wird. Rund 120 philippinischen Kindern wird dadurch ein richtungsweisender Einstieg in die Schuldbildung, eine ausgewogene Ernährung und hygienische und gesundheitliche Grundversorgung ermöglicht. Die Solidaritätsaktion bedeutet echte Hilfe vor Ort – die vom Hilfswerk Fastenopfer professionell betreut wird. Jedes Jahr steht einer der Schwerpunkte Bildung, Nahrung oder Hygiene & Gesundheit im Zentrum der Aktion. Für die Aktion 2020 / 2021 kommt jubla.infanta mit einem neuen Verkaufsgegenstand daher. Die grossen Zündholzschachteln mit eingelegten Spielideen, Zaubertricks und Logikrätseln passen zum Jubla-Jahresthema 2020 «Feuer und Flamme».

www.jubla.ch
Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann
Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann

Mit neuem Namen ins neue Jahr

12.01.2020, 08:36

Seit dem 1. Januar heisst der Schweizerische Evangelische Kirchenbund offiziell Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS). Ziel sei ein enger Austausch unter den Kirchen. Ebenfalls hat sich die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz eine neue Verfassung gegeben und einen neuem Image-Film veröffentlicht und das Logo «Kreuz im Licht» lanciert. «In Zeiten, in denen konfessionelle Unterschiede in der Öffentlichkeit nur noch unscharf wahrgenommen werden, setzt das originale Kreuz-Logo auf Verbindendes», heisst es in einer Mitteilung vom 9. Januar. Hauptaufgabe der EKS ist laut Mitteilung «die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Wort und Tat,» wird Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, zitiert.
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild

Schweiz soll bei Seenotrettung von Flüchtlingen mitmachen

09.01.2020, 11:09

Das Mittelmeer soll nicht mehr zum Grab für Bootsflüchtlinge werden. Dafür soll sich die Schweiz einsetzen, indem sie sich am Aufbau eines zivilen Seenotrettungssystems beteiligt. Dies fordert eine Petition, die am Dienstag mit rund 24’400 Unterschriften eingereicht wurde. Auch die Kirchen sollen in die Pflicht genommen werden. Die Petition fordert, dass sich die Schweiz am Aufbau eines europäisch organisierten und finanzierten zivilen Seenotrettungssystems beteiligt. An die Schweizer Bischofskonferenz sowie auch an den evangelischen Kirchenrat gelangte zudem ein Brief, sich dem von der evangelischen Kirche Deutschlands initiierten Bündnis «United4Rescue Gemeinsam Retten e.V.» anzuschliessen. Dieses will ein eigenes Rettungsschiff für Flüchtlinge ins Mittelmeer schicken.
Traditionelle Darstellung der drei Könige mit Weihrauch, Gold und Myrrhe.  | © Roger Wehrli
Traditionelle Darstellung der drei Könige mit Weihrauch, Gold und Myrrhe. | © Roger Wehrli

Könige aus Krippen gestohlen

07.01.2020, 10:59

Zum Dreikönigstag am gestrigen Montag haben Aktivisten aus mehreren Kirchen Deutschlands Krippenfiguren entfernt, um auf die «gravierende humanitäre Notlage in den Flüchtlingslagern an den europäischen Aussengrenzen und innerhalb Europas» sowie auf die «menschenunwürdige Unterbringung» in den Ankerzentren aufmerksam zu machen, hiess es von Seiten einer Aktivistengruppe, die sich ad hoc für die Aktion formiert hatte. Betroffen von den Diebstählen waren rund 15 Krippen in Berlin, Bielefeld, Darmstadt, Köln und Münster. Entfernt worden seien jeweils zwei der Heiligen Drei Könige, so Thorsten Meinholdt, einer der Sprecher der Aktion «Ausgegrenzt – Dreikönige vor den Toren Europas». Die «europäische Abschottungspolitik» habe verhindert, dass die beiden Könige «das neugeborene Flüchtlingskind Jesus von Nazareth begrüssen», ergänzte Sprecherin Rosa Frahm: «Ein König sitzt im Lager Moria auf Lesbos fest.» Ein anderer werde «im Ankerzentrum Deggendorf festgehalten. Sein Ersuchen, den Messias mit Geschenken zu begrüssen, wird als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Zur effektiveren Durchsetzung seiner Abschiebung darf er den Landkreis nicht verlassen.»
Kündigte an, eine neue Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe zu lancieren: CVP-Präsident Gerhard Pfister. | © Andreas C. Müller
Kündigte an, eine neue Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe zu lancieren: CVP-Präsident Gerhard Pfister. | © Andreas C. Müller

CVP mit neuer Heiratsstrafe-Initiative

05.01.2020, 17:56

Das CVP-Präsidium hat entschieden, die Initiative gegen die sogenannte «Heiratsstrafe» zurückzuziehen. Die Partei will aber im gleichen Zug eine neue, gleichartige Initiative lancieren, die auch Homosexuelle mit eingetragener Partnerschaft berücksichtigt. Die neue Volksinitiative sei laut Parteipräsident Gerhard Pfister an die bisherige Initiative angelehnt. Neu sei aber, dass nun auch Homosexuelle mit eingetragener Partnerschaft profitieren könnten. Wenn ein Paar heiratet oder sich zu einer eingetragenen Partnerschaft entschliesst, werden die Einkommen beider Personen für die Steuerberechnung zusammengezählt, was dazu führt, dass diese Paare höhere Steuern bezahlen. Auch erhalten sie nach der Pensionierung lediglich maximal 1,5 AHV-Renten.
Brach in seiner Neujahrsansprache eine Lanze für die Würde der Frau: Papst Franziskus. In der katholischen Kirche sind Frauen nach wie vor benachteiligt. | © Oliver Sittel
Brach in seiner Neujahrsansprache eine Lanze für die Würde der Frau: Papst Franziskus. In der katholischen Kirche sind Frauen nach wie vor benachteiligt. | © Oliver Sittel

Papst fordert Einsatz für die Würde der Frau

03.01.2020, 10:18

Papst Franziskus hat zu Beginn des neuen Jahres einen stärkeren Einsatz für die Würde von Frauen angemahnt. In seiner Predigt im Neujahrsgottesdienst sagte er, Frauen müssten an allen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. «Wenn wir eine bessere Welt wollen, die ein Haus des Friedens und nicht Schauplatz für Krieg ist, möge uns die Würde jeder Frau am Herzen liegen», sagte das Kirchenoberhaupt am Neujahrstag bei einer Messe im Petersdom. Eine Errungenschaft für die Frau ist eine Errungenschaft für die ganze Menschheit», so Franziskus in seiner Predigt zum katholischen Fest der Gottesmutter Maria. Frauen müssten an den Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden.
Lea (11), Rebekka (12), Jana (13) und Enrico (10) aus Leibstadt (von links) vor dem Petersdom in Rom. Die Gruppe durfte letztes Jahr die Schweizergarde besuchen und an der Papstmesse teilnehmen. | © Missio/Martin Brunner-Artho
Lea (11), Rebekka (12), Jana (13) und Enrico (10) aus Leibstadt (von links) vor dem Petersdom in Rom. Die Gruppe durfte letztes Jahr die Schweizergarde besuchen und an der Papstmesse teilnehmen. | © Missio/Martin Brunner-Artho

Schweizer Sternsinger in Rom

01.01.2020, 12:52

Ständchen und Segen haben Sternsingergruppen aus mehreren europäischen Ländern der Schweizergarde gebracht. Gruppen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Südtirol und der Slowakei statteten der päpstlichen Schutztruppe am Montagabend einen Besuch ab. Aus der Schweiz sind derzeit die Sternsingerkinder Lilly (13), Leonard (10), Gioia (11) und Olivia (13) aus der Pfarrei St. Josef, Horgen in Rom. Die Schweizer Sternsingergruppe sang den Segen für die Garde und ihre Kaserne: «Caspar, Melchior und Balthasar, wir bringen den Segen für ein gutes neues Jahr.»
Das Europäische Jugendtreffen von Taizé findet jedes Jahr über Silvester an wechselnden Orten statt. Vor zwei Jahren (im Bild Ankunft von Jugendlichen in St. Louis) fand das Treffen im Raum Basel statt. | © Andreas C. Müller
Das Europäische Jugendtreffen von Taizé findet jedes Jahr über Silvester an wechselnden Orten statt. Vor zwei Jahren (im Bild Ankunft von Jugendlichen in St. Louis) fand das Treffen im Raum Basel statt. | © Andreas C. Müller

Taizé-Jugendtreffen in Breslau

30.12.2019, 07:43

In Breslau hat am Samstagabend das 42. Europäische Jugendtreffen der christlichen Gemeinschaft von Taizé begonnen. Die Begegnung stehe im Zeichen der Völkerverständigung und der Versöhnung, betonte der Prior der ökumenischen Gemeinschaft, Frère Alois, in einem Grusswort an die Teilnehmer. Über Silvester und Neujahr feiern rund 14’000 Jugendliche aus ganz Europa in der polnischen Metropole – darunter auch Schweizerinnen und Schweizer. Die Begegnung mit Gebeten, Gesprächen und Gottesdiensten steht im Zeichen von Frieden, Offenheit und Solidarität. Laut Programmheft geht es um «30 verschiedene aktuelle Themen aus den Bereichen Spiritualität, Kirche, Solidarität und Gesellschaft, Kunst und Glauben». Täglich um 19 Uhr findet ein gemeinsames Abendgebet in einem Saal im Breslauer Stadtzentrum und in sechs weiteren Kirchen statt.
Durch den Sturz des Turmes aufs Dach des Kirchenschiffes ist auch das Innere der Kirche schwer beschädigt worden. Wie lange der Wiederaufbau dauern wird, ist noch nicht abzuschätzen. | zvg
Durch den Sturz des Turmes aufs Dach des Kirchenschiffes ist auch das Innere der Kirche schwer beschädigt worden. Wie lange der Wiederaufbau dauern wird, ist noch nicht abzuschätzen. | zvg

Herzogenbuchsee: Rascher Wiederaufbau geplant

28.12.2019, 08:29

Nach dem Brand an Heiligabend soll die reformierte Kirche von Herzogenbuchsee so schnell wie möglich wieder aufgebaut werden. Dies hat der Kirchgemeinderat von Herzogenbuchsee an einer ausserordentlichen Sitzung am Freitag beschlossen. Wie lange dies dauere und wann die Kirche wieder genutzt werden könne, stehe derzeit nicht fest. Auch der Sachschaden könne noch nicht beziffert werden. Die Kirche ist nach wie vor gesperrt, die Gottesdienste finden im Kirchgemeindehaus statt. Von Seiten der katholischen Kirchgemeinde sei inzwischen das Angebot erfolgt, dass die Evangelisch-Reformierten in der katholischen Kirche ihre Gottesdienste abhalten, solange die Aufbauarbeiten in ihrer eigenen Kirche andauern.
An seiner diesjährigen Weihnachtsansprache äusserte sich Papst Franziskus besorgt. | © Andrea Krogmann
An seiner diesjährigen Weihnachtsansprache äusserte sich Papst Franziskus besorgt. | © Andrea Krogmann

Weihnachtsansprache: Papst bittet für Flüchtlinge

25.12.2019, 17:37

Papst Franziskus hat am Weihnachtstag der Opfer von Gewalt und Verfolgungen weltweit gedacht. Er rief verschiedene Konflikte in Erinnerung, die dazu führten, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssten oder vor Ort unwürdigen Lebensbedingungen ausgesetzt seien: Syrien, die Ukraine, Jemen, Irak, Venezuela oder verschiedene Staaten in Afrika. Nachdrücklich bat Franziskus um Schutz für Migranten. Sie erlebten «unsagbare Misshandlungen» und Folter in Auffanglagern. Es sei «Ungerechtigkeit», die Menschen zwinge, Wüsten und Meere zu durchqueren, die zu «Friedhöfen» würden. Ebenso sei es eine Ungerechtigkeit, wenn Migranten mit ihrer Hoffnung auf ein würdiges Leben abgewiesen würden und auf «Mauern der Gleichgültigkeit» stießen. Dies sei besonders schlimm für Kinder.    
Seit über 40 Jahren ist das Ranfttreffen das grösste kirchliche Jugendtreffen der Schweiz.
Seit über 40 Jahren ist das Ranfttreffen das grösste kirchliche Jugendtreffen der Schweiz.

Ranftreffen: 1’300 Teilnehmende trotz Regen

23.12.2019, 09:22

Über 1‘300 Jugendliche, junge Erwachsene und Familien begaben sich am vergangenen Wochenende vom 21. Dezember von Sarnen und Sachseln nach Flüeli-Ranft. Bereits zum 42. Mal fand das Innerschweizer Ranfttreffen statt (mehr Infos im Video). Besuchten die Jubiläumsausgabe vor zwei Jahren etwa 1'000 Jugendliche, junge Erwachsene und Familien, so waren es dieses Jahr trotz schlechtem Wetters 300 Personen mehr. Inmitten von Spiel, Gespräch und Bewegung setzten sie sich mit dem «Ausbrechen aus der Komfortzone» auseinander. Als Höhepunkt feierten sie um 3 Uhr morgens in der Ranftschlucht ein Weihnachtsfest der ganz besonderen Art: Angeleitet durch die Worte von Jugendbischof Alain de Raemy reichten sie sich das Friedenslicht weiter. Umgeben von Licht und Wärme wurde vielen darunter bewusst: Sich auf Herausforderungen einlassen, lohnt sich. Gewohnheiten sind dennoch gut.
Am 1. September 2020 tritt Stephan Stadler seine neue Stelle als Pastoralraumpfarrer im Pastoralraum Muri AG und Umgebung an. | © Christian Breitschmid
Am 1. September 2020 tritt Stephan Stadler seine neue Stelle als Pastoralraumpfarrer im Pastoralraum Muri AG und Umgebung an. | © Christian Breitschmid

Neuer Pfarrer für Pastoralraum Muri AG

20.12.2019, 01:00

Der Pastoralraum Muri AG und Umgebung hat einen neuen Pfarrer. Am 1. September 2020 wird Stephan Stadler im Oberfreiamt seine Stelle als Pastoralraumpfarrer antreten. Der 52-Jährige stammt aus Passau in Bayern. Der staatlich anerkannte Erzieher und Sozialpädagoge studierte an der Universität Eichstätt Theologie und bildete sich dann weiter zum Diplom-Caritaswissenschaftler. Seit 1999 arbeitet Stephan Stadler als Seelsorger in der Schweiz. Zuerst als Pastoralassistent, Diakon und Vikar in St. Anton, Basel. Nach seiner Priesterweihe, 2003, wurde er mitarbeitender Priester in Oberdorf und Sissach, Pfarrer und Gemeindeleiter in Brislach und Wahlen, dann leitender Priester im Pastoralraum Laufental-Lützeltal. Der neue Pastoralraumpfarrer liebt den direkten Kontakt mit den Menschen. Er sagt von sich: «Ich bin ein traditioneller Mensch, aber nicht ein konservativer. Traditionen sind wichtig, weil sie einen mit der eigenen Kultur verbinden. Aber man muss sie immer wieder mit neuem Leben füllen.» Der Installationsgottesdienst findet am 6. September 2020 in der Pfarrkirche Muri statt.
Papst Franziskus geht entschieden gegen die Vertuschung von sexuellen Straftaten mit Minderjährigen vor. | © REUTERS/Luca Zennaro
Papst Franziskus geht entschieden gegen die Vertuschung von sexuellen Straftaten mit Minderjährigen vor. | © REUTERS/Luca Zennaro

Papst schafft «Päpstliches Geheimnis» ab

18.12.2019, 07:17

Papst Franziskus hat im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern ein deutliches Zeichen gesetzt. Seine gestern vom Vatikan veröffentlichte Instruktion nimmt kirchliche Strafverfahren zu sexuellen Handlungen unter Gewalt, Drohung oder Amtsmissbrauch, sexuelle Handlungen mit Minderjährigen, Besitz und Verbreitung von kinderpornografischem Material sowie Vertuschung von dem Siegel der besonderen Geheimhaltung aus. Das sogenannte «päpstliche Geheimnis» hat bisher vor allem Vorgänge bezüglich der Ernennung neuer Bischöfe sowie die juristischen Verfahren nach Anzeigen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen geschützt. Es wurde von Kritikern wiederholt als eine Ursache für Vertuschung oder ungenügende Behandlung von Missbrauchsfällen bezeichnet. Durch die neue Instruktion, die ab sofort gültig ist, gehen nun Aussagen in Prozessen der Kirche zu Kindsmissbrauch auch an zivile Behörden. Die Entscheidung ist eine Folge des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan im Februar, zu dem der Papst alle Bischöfe der Welt geladen hatte. 
Kinder geben einander das Friedenslicht weiter. | © Verein Friedenslicht Schweiz
Kinder geben einander das Friedenslicht weiter. | © Verein Friedenslicht Schweiz

Friedenslicht in der Schweiz angekommen

16.12.2019, 21:19

Wie alle Jahre wieder ist auch dieses Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem in der Schweiz angekommen. Am frühen Sonntagabend, 15. Dezember 2019, versammelten sich Tausende Menschen in Zürich, Basel, Fribourg und Luzern zur feierlichen Friedenslicht-Ankunft. Flächendeckend wird nun das leuchtende Symbol für Frieden und Gerechtigkeit in allen Landesteilen leuchten, wo es als Hoffnungsträger für ein respektvolles Miteinander von Mensch zu Mensch weitergeschenkt wird.
Für über die Hälfte der Menschen in Deutschland und der Schweiz hat Religion nach wie vor einen hohen Stellenwert. | © kna-bild.de
Für über die Hälfte der Menschen in Deutschland und der Schweiz hat Religion nach wie vor einen hohen Stellenwert. | © kna-bild.de

Religion nach wie vor wichtig

12.12.2019, 13:30

Religion als soziale Identität ist für 50 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz und für 57 Prozent in Deutschland wichtig. Dies zeigen erste Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Forschenden der Universitäten Luzern und Leipzig. In der Schweiz bewerten 13 Prozent Religion als «äusserst wichtig», 20 Prozent als «wichtig» und 17 Prozent als «eher wichtig», wie die Forscher in ihrer Mitteilung vom Mittwoch schreiben. Für 15 Prozent der befragten ist Religion «völlig unwichtig», je 17 Prozent bewerten sie als «unwichtig» und «eher unwichtig». Insgesamt wurden in beiden Länder zu diesem Thema je 3000 Menschen befragt.
Auch dieses Jahr durften im Zürcher Mariott-Hotel wieder Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte gemeinsam Weihnachten feiern. | zvg
Auch dieses Jahr durften im Zürcher Mariott-Hotel wieder Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte gemeinsam Weihnachten feiern. | zvg

600 Randständige feiern Weihnachten

10.12.2019, 09:38

Zum 16. Mal waren am vergangenen Sonntag Suchtkranke, Arme, Obdachlose und Vereinsamte an die grosse Adventsfeier ins Hotel Marriott eingeladen. Und sie kamen in Scharen. Rund 600 Personen fanden sich heute im Luxushotel ein und vergassen für einen Nachmittag ihren oft von Gewalt, Armut, Sorgen und Einsamkeit geprägten Alltag. Das Hotelpersonal um Direktor Daniel Lehmann, das diesen Grossanlass jeweils in seiner Freizeit stemmt, zeigte einmal mehr ein grosses Herz für Bedürftige und geizte nicht mit grossartiger Küche und gelebter Gastfreundschaft. Im Jahre 2004 hatte der vor bald zwei Jahren verstorbene Pfarrer Ernst Sieber zusammen mit dem Hotel Marriott diese besondere Adventsfeier ins Leben gerufen.  
Die seelsorgliche Begleitung von Menschen, die mit Sterbehilfe-Organisationen ihrem Leben ein Ende setzen wollen, ist innerhalb der Kirche umstritten. Immer mehr Seelsorgende wie auch Andreas Zimmermann wollen auch für diese Personen da sein. | © Andreas C. Müller
Die seelsorgliche Begleitung von Menschen, die mit Sterbehilfe-Organisationen ihrem Leben ein Ende setzen wollen, ist innerhalb der Kirche umstritten. Immer mehr Seelsorgende wie auch Andreas Zimmermann wollen auch für diese Personen da sein. | © Andreas C. Müller

Begleiteter Suizid: Bischöfe mit Instruktionen für Seelsorge

08.12.2019, 07:50

Rund 1000 Menschen scheiden in der Schweiz pro Jahr begleitet durch eine Sterbehilfeorganisation aus dem Leben. Einige wünschen dabei seelsorgerliche Begleitung. Die Schweizer Bischöfe haben dazu nun in einem Papier auf Französisch klare Handlungsempfehlungen für die Seelsorge formuliert. So sei es die Aufgabe der Seelsorge, alle Menschen, die einen Suizidwunsch äussern und sich an die Kirche wenden, zu begleiten. Das heisse aber nicht, dass dieser Wunsch einfach so hinzunehmen sei. Die Seelsorgenden werden angehalten, vor dem Moment der Einnahme des tödliche Produkts den Raum «physisch» zu verlassen. Das französischsprachige Originaldokument hält jedoch fest: «Wenn Seelsorgende zum Sterbenden berufen werden, nachdem dieser das tödliche Produkt eingenommen hat, ist es nicht unmöglich, dass er ihn in seinen letzten Momenten des Bewusstseins begleitet.» Die Sakramente, also die Krankensalbung oder die Eucharistie, seien jedoch Zeichen für einen lebensbejahenden Gott und könnten nicht ohne weiteres gespendet werden. Im Papier der Bischöfe wird deutlich gemacht, dass der Seelsorgende in einem solchen Fall den Sterbewilligen auf diesen Widerspruch hinweisen und versuchen muss, eine Einsicht oder Haltungsänderung zu erreichen. Wo diese nicht erfolge, könne der Priester das Spenden der Sakramente verweigern.
Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg
Teilnehmergruppe am Ranftreffen 2018. | zvg

Ranftreffen rechnet mit über Tausend Teilnehmenden

06.12.2019, 09:43

Seit über 40 Jahren bietet das Ranfttreffen – organisiert von Jungwacht Blauring Schweiz – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Wochenende vor Weihnachten ein spirituelles Erlebnis mit Tiefgang (Horizonte berichtete). In diesem Jahr findet der traditionelle Anlass am 21./22. Dezember statt. Die Organisatoren erwarten um die 1'200 Teilnehmende. Das Motto dieses Jahr lautet:  «Tschüss Gewohnheit – Hoi Herausforderung». In Diskussionen und angeleiteten Spielen unterwegs in die Ranft können die Teilnehmenden erkenn, wo ihre ganz persönliche Komfortzone endet. Höhepunkt des Anlasses ist die Morgenfeier mit Jugendbischof Alain de Raemy in der Ranft um 3 Uhr.