23.07.2021

Ordensfrauen starten Kampagne gegen Menschenhandel

Rund 3000 katholische Schwestern und Unterstützer starten eine weltweite Kampagne gegen Menschenhandel. Wie kath.ch berichtet, sind darunter auch Ordensschwestern aus der Schweiz. Alle Regierungen sollten den Opfern von Menschenhandel Zugang zu Bildung, Arbeit, Justiz und Gesundheitsversorgung ermöglichen, erklärte das Netzwerk «Talitha Kum» in Rom. Ziel sei es, die systemischen, oft wirtschaftlichen Gründe für Menschenhandel stärker und langfristiger zu bekämpfen. Anlass des Aufrufs ist der Internationale Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli. Das im Jahr 2010 gegründete internationale Netzwerk «Talitha Kum» umfasst nach eigenen Angaben 50 Organisationen in rund 90 Ländern. Im vergangenen Jahr seien über das Netzwerk etwa 17’000 Opfer von Menschenhandel betreut und versorgt worden. Zudem hätten 170’000 Menschen über die Risiken und Probleme aufgeklärt werden können. Laut dem im Frühjahr veröffentlichten UN-Bericht «Global Report on Trafficking in Persons 2020» wurden im Jahr 2018 weltweit rund 50’000 Fälle von Menschenhandel offiziell registriert. Die Vereinten Nationen gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Insbesondere Kinder würden immer öfter Opfer von Menschenhandel.

21.07.2021

Neuer Liturgie-Erlass kontrovers aufgenommen

Der päpstliche Erlass «Traditionis custodes» wurde von kirchlichen Exponenten unterschiedlich aufgenommen. Der Churer Bischof, Joseph Bonnemain, dankte Papst Franziskus für das  «Traditionis custodes», während Martin Grichting, ehemaliger Generalvikar des Bistums Chur, widerspricht und den Erlass als Ausdruck von Angst bezeichnet. Wie das katholische Medienzentrum kath.ch berichtete, kritisierte Martin Grichting die Einschränkung des ausserordentlichen Ritus harsch. In einem Beitrag für das Internetportal kath.net schrieb er, der Erlass von Papst Franziskus mache die Eucharistiefeier zu einem Kampfplatz und ziele damit in das Herz des christlichen Lebens. Der Gesetzestext sei für die Betroffenen «so verletzend und demütigend, dass er nur Widerstand hervorrufen kann».

Im Gegensatz dazu liess Bischof Bonnemain verlauten, er sei dankbar für die Klärung durch Papst Franziskus, die er sehr begrüsse: «Für die Gläubigen, die bis anhin die Heilige Messe in der ausserordentlichen Form vorgezogen haben, werden wir im Einklang mit den neuen Bestimmungen des Papstes weiterhin geeignete Möglichkeiten vorsehen.»

18.07.2021

Papst Franziskus regelt Feier der «Alten Messe» neu

Papst Franziskus hat neue Normen zur vorkonziliaren «Alten Messe» festgelegt, wie Vatican News am Freitag, 16. Juli, berichtete. Die neuen Regeln sprechen dem Bischof die Verantwortung für Erlaubnis, Gestaltung und Rolle dieser Messfeiern zu. Mit seinem Erlass «Traditionis custodes – Über den Gebrauch der römischen Liturgie vor der Reform von 1970» legt Papst Franziskus den ordentlichen Messritus als «einzige Ausdrucksweise» des Römischen Ritus fest. Der von seinem Vorgänger Benedikt XVI. im Jahr 2007 umfangreicher erlaubte vorkonziliare Ritus darf mit sofortiger Wirkung nur noch mit Erlaubnis des Ortsbischofs gefeiert werden. 

Seit der Zulassung durch Benedikt XVI hat der Vatikan zur Praxis der «Alten Messe» in Ortskirchen weltweit eine Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage von 2020 dienten Papst Franziskus als Basis seiner Entscheidung, engere Regeln für diese liturgische Praxis aufzustellen. Seine Beweggründe erläutert der Papst in einem Brief an alle Bischöfe weltweit. 

 

15.07.2021

Hochwasser bedroht auch kirchliche Gebäude

Die aktuelle Hochwassergefahr am Ufer von Flüssen und Seen bedroht mancherorts auch kirchliche Gebäude. Wie das katholische Medienzentrum kath.ch in einem Übersichtsartikel vom 13. Juli schreibt, musste die Jesuitenkirche in Luzern am Ufer der Reuss mit Sandsäcken und Bretterwänden gesichert werden. Entlang der Limmat sind die Gebiete jenseits der Zürcher Stadtgrenze besonders bedroht, darunter der Auenwald, wo das Kloster Fahr liegt. Gegenüber kath.ch erklärte Priorin Irene Gassmann: «Wenn das Wasser der Limmat weiter steigt, dann kann es schon bedrohlich werden.» Der Einsiedler Abt Urban Federer habe am Dienstagmorgen am Schluss der Messe im Kloster Fahr den Wettersegen gespendet. «Dieser wird bei uns vom 25. April bis im Herbst, bis alle Trauben im Keller sind, jeweils am Ende der Messe gespendet», sagte die Priorin. Und die Benediktinerinnen im Kloster Fahr beteten «in den Fürbitten für gedeihliches Wetter und insbesondere auch für die Menschen, die vom Unwetter – auch weltweit – betroffen sind».

Der Wettersegen, den die katholische Kirche seit Jahrhunderten kennt, ist noch immer aktuell. Mit Klick aufs Bild gelangen Sie auf den Horizonte-Artikel  «Hagel, Blitz und Bodenfrost» vom Mai 2016, welcher der Tradition des Wettersegens nachgeht.

 

 

13.07.2021

Jubla-Lager meistern schwierige Wetterlage gut

Der anhaltende Regen und die Gewitter in weiten Teilen der Schweiz machen den Sommerlagern von Jungwacht Blauring (Jubla) zu schaffen. Jubla Schweiz schreibt in einer Medienmitteilung vom 13. Juli 2021: «Nach eineinhalb Jahren Corona wünschten wir den Kindern und Jugendlichen vor allem eines: ein unbeschwertes Sommerlager voller Sonne, Spass und Abenteuer.» Doch obwohl die Sonne bisher weitgehend ausblieb, erleben die Lagerteilnehmenden unvergessliche Lagertage. Die Leitungspersonen seien zwar gefordert, doch sie meisterten die Situation hervorragend, hält Jubla Schweiz in ihrer Mitteilung fest. Jene Zeltlager, die in eine vorgängig organisierte Notunterkunft hätten ausweichen müssen, seien gut organisiert und erhielten Unterstützung durch Begleitpersonen im Hintergrund sowie helfende Hände vor Ort, zum Beispiel die lokale Feuerwehr. Vereinzelte Lager mussten aufgrund der schwierigen Wetterlage abgebrochen werden, so dass das Lagerprogramm nun zuhause weitergeführt wird. Das sei sehr schade, doch Sicherheit habe Priorität, betont Jubla Schweiz.

Jubla Schweiz bekräftigt aber auch, dass ein Extra-Notfallsystem aktuell nicht notwendig sei, weil jedes einzelne Lager grundsätzlich auf das Risiko «Unwetter» vorbereitet sei – das gehöre zum Sicherheitskonzept eines Lagers dazu. Auch ein Schlechtwetterprogramm gehört in den «Notfall»-Koffer eines jeden Lagers. Auch wüssten die verantwortlichen Leitungspersonen dank einem breiten Erfahrungsrucksack, qualitativer Aus- und Weiterbildung sowie einem stabilen Begleitnetzwerk im Rücken, was zu tun sei. Im Ernstfall hilft das Krisennetzwerk des Jubla-Verbandes weiter. «So können die rund 20’000 Kinder und Jugendlichen, die diesen Sommer im Lager sind oder bald gehen, trotz herausfordernder Wetterlage wunderbare Tage geniessen. Zwar nicht wie vorgesehen, aber genauso erinnerungswürdig wie bei Sonnenschein.»

12.07.2021

50 Jahre Frauenstimmrecht auf dem Rütli

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) kaufte die Rütliwiese im Jahr 1859 und schenkte das Gelände am See der Eidgenossenschaft. Seither verwaltet die SGG die Rütliwiese. Mit der jährlichen Bundesfeier vom 1. August will die SGG bewusst dem Zusammenhalt der modernen Schweiz dienen.  Sie sorgt jeweils das Festprogramm, das typische Schweizer Traditionen vermittelt. Höhepunkt ist die Festrede durch eine Schweizer Persönlichkeit, den Abschluss bildet das gemeinsame Singen der Nationalhymne. 

Die SGG lädt zum diesjährigen 1. August alle Frauen und Frauenverbände aufs Rütli ein, um dort 50 Jahre Wahl- und Stimmrecht der Frauen in der Schweiz zu feiern. alliance F – der Bund Schweizerischer Frauenorganisationen wird die Feier als Partnerorganisation der SGG leiten. Zum Fest eingeladen haben auch die weiteren Frauenverbänden und Frauenfachstellen. Zu ihnen gehören die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS), der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), der Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF), der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF), der Verein CH2021 und die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF). «Der Stil und das Programm der Feier werden von der bisherigen Tradition abweichen», schreibt die SGG auf ihrer Webseite. 

 

 

 

09.07.2021

Kostenloser Ratgeber für pflegende Angehörige

Im Jahr 2016 erschien die erste Auflage des Ratgebers «Nahe sein bis zuletzt. Ein Ratgeber für (pflegende) Angehörige und Freunde». Der Ratgeber, mit einem Vorwort von Bundesrat Alain Berset, wurde zu einer Erfolgsgeschichte und die weiteren Auflagen reihten sich nahtlos aneinander. Mittlerweile wurden 30’000 Bücher an Betroffene und Interessierte verteilt und die jüngste Ausgabe, welche Anfang Februar 2021 erschien, war nach zweieinhalb Monaten bereits wieder vergriffen. Aufgrund der grossen Nachfrage erscheint das Buch, mit vielen praktischen Tips, nun in einer sechsten Auflage. Es geht darin um Fragen der täglichen Pflege, der Sterbebegleitung, aber auch um Anregungen im Umgang mit der eigenen Trauer. Der Ratgeber zeigt, wie pflegende Angehörige sich selbst Sorge tragen und wo sie bei Bedarf um Unterstützung nachfragen können. Der Ratgeber wird gratis an Betroffene, Interessierte, beruflich/freiwillig Engagierte oder Personen in Ausbildung in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein abgegeben. Er kann direkt über die Website www.nahesein.ch bestellt werden.

Kontakt: Ratgeber «Nahe sein bis zuletzt», c/o Urs und Monika Winter-Pfändler, Dorf 32, CH-9042 Speicher, Mail: info@nahesein.ch, Web: www.nahesein.ch

Bibliographische Angaben: Winter-Pfändler, Urs (2021)6. Nahe sein bis zuletzt. Ein Ratgeber für (pflegende) Angehörige und Freunde (6. Auflage). St. Gallen: Edition SPI. ISBN: 978-3-906018-13-3.

07.07.2021

Wynentaler wird Leiter von benevol Aargau

Der gebürtige Wynentaler Samuel Steiner hat am 1. Juli die Geschäftsleitung von benevol Aargau übernommen. Das Kompetenzzentrum für Freiwilligenarbeit erhält damit einen erfahrenen Fachmann, der selbst vielfach freiwillig engagiert ist. Welchen Stellenwert die Freiwilligen für die Gesellschaft haben, kam während der Corona-Zeit ganz besonders zum Ausdruck. Freiwilliges Engagement als Pfeiler unserer Gesellschaft braucht Rahmenbedingungen, welche sie zum Gewinn für alle macht. Dafür will sich Samuel Steiner einsetzen. Benevol Aargau hat in der Coronazeit Organisationen mit Schutzkonzepten unterstützt und Freiwillige bei und für Einsatzmöglichkeiten beraten. Das Kompetenzzentrum begleitet und unterstützt Freiwillige und Organisationen seit elf Jahren. Der 33-jährige Samuel Steiner löst als Geschäftsleiter von benevol Aargau Ines Walter Grimm ab, die die Fachstelle für freiwilliges Engagement in den letzten acht Jahren erfolgreich zum Kompetenzzentrum für Freiwilligenarbeit weiterentwickelt hat. Sie macht sich nun auf in die nachberufliche Zukunft.

Der 33-jährige Wynentaler Samuel Steiner ist seit dem 1. Juli 2021 der neue Geschäftsleiter von benevol Aargau. | Foto: zvg
Samuel Steiner engagiert sich seit seinem sechzehnten Lebensjahr in der Pfadfinderbewegung auf lokaler, regionaler und kantonaler Ebene; bis vor kurzem war er Präsident der Pfadi Aargau. Mit dem Schweizerischen Zivildienstverband Civiva und dem Aargauer Regionalradio Kanal K ist er durch jahrelanges, freiwilliges Engagement eng verbunden. Aufgewachsen ist Samuel Steiner in Oberkulm. Er kennt die Vielfalt und die Herausforderungen freiwilligen Engagements also berstens und aus seiner eigener Erfahrung. Vor seinem Wechsel zu benevol Aargau war Samuel Steiner stellvertretender Geschäftsführer von insieme Schweiz. Bei benevol übernimmt er ein Team von vier Mitarbeiterinnen. Samuel Steiner freut sich darauf, die Freiwilligenarbeit im Aargau weiter zu entwickeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Freiwilligenarbeit zum Gewinn für die Freiwilligen, die Organisationen und die Gesellschaft machen.

05.07.2021

Gedenkfeier für Hans Küng in Luzern

Für den in Tübingen am 6. April dieses Jahres verstorbenen Schweizer Theologen Hans Küng wird am Freitag, 3. September 2021, eine ökumenische Gedenkfeier durchgeführt. Diese findet um 17.30 Uhr in der Jesuitenkirche in Luzern statt. Die vom Bundesrat beschlossenen Lockerungsschritte im Zusammenhang mit Covid-19 erlauben diesen Anlass. Die Stiftung Weltethos Schweiz und die Herbert Haag Stiftung, deren langjähriger Präsident Küng war, hatten die Durchführung einer Gedenkfeier unmittelbar nach dessen Tod angekündigt.

Hans Küng war ein weltweit beachteter und respektierter Theologe und Publizist, dessen gesellschaftliche Resonanz als einzigartig zu beurteilen ist. Unzählige Menschen aller Konfessionen und Religionen sahen in ihm einen unerschrockenen Wegbereiter, einen weitsichtigen Vordenker und einen unverzichtbaren Hoffnungsträger. Seine Weltoffenheit und Geradlinigkeit waren für viele Ermutigung und Verpflichtung zugleich. Der Geisteshaltung des Verstorbenen entsprechend, ist in Luzern eine heitere Dankesfeier in ökumenisch-interreligiöser Offenheit geplant. Das Vokalensemble Corund Luzern und das Capriccio Barockorchester bringen Musik zur Darbietung, die Hans Küng viel bedeutete. Zugleich rufen Texte aus seiner Feder sein theologisches und gesellschaftliches Engagement in Erinnerung. Und schliesslich würdigen die veranstaltenden Organisationen sein Wirken als Wissenschaftler und Publizist.

Die Gedenkfeier ist öffentlich. Weil die Veranstalter den geltenden Coronaschutzmassnahmen Rechnung tragen müssen, benötigen sie für die Teilnahme eine Anmeldung. Diese kann per Post (Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche, 6000 Luzern) oder über die Websites von www.weltethos.ch oder www.herberthaag-stiftung.ch erfolgen. Anschliessend erhalten die Angemeldeten ein Programm, das zugleich als Eintrittskarte und Platzreservation gilt.

02.07.2021

Bischof lädt Gläubige ein zum synodalen Weg

Papst Franziskus will möglichst viele der weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in die Kirchenentwicklung mit einbeziehen. Auch die 1,1 Millionen Gläubige des Bistums Basel. Am 17. Oktober dieses Jahres startet deshalb eine weltweite Befragung. Die Resultate werden an der Bischofssynode 2023 in Rom diskutiert.  Für den Bischof von Basel, Felix Gmür, kommt die Initiative des Papstes zum richtigen Zeitpunkt, denn viele Gläubige, Gemeinschaften und Gruppierungen suchen nach Wegen der Erneuerung. Bereits zuvor hatte Bischof Felix dafür eine Steuerungsgruppe mit dem Namen «Weg der Erneuerung» eingesetzt. Damit die Befragung professionell und möglichst unabhängig erfolgt, engagiert das Bistum das Forschungsinstitut gfs.bern. Eine Kampagne im Herbst soll möglichst viele Gläubige zur Teilnahme motivieren. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 kommuniziert und zusammen mit den Resultaten der anderen Diözesen durch die Schweizer Bischofskonferenz nach Rom geschickt. Horizonte wird fortlaufend über die Entwicklung und Ergebnisse dieser Aktion berichten.

30.06.2021

Gebetsanliegen im Juli: Soziale Freundschaft

Das Bibelwort «Wer einen Freund findet, findet einen Schatz» ist die Grundlage des Gebetsanliegens des Papstes im Monat Juli. In seiner Videobotschaft dazu hat Papst Franziskus auf die Bedeutung von Kameradschaft und Nähe hingewiesen: «Ich möchte jedem vorschlagen, über Freundesgruppen hinauszugehen und die für ein gutes Zusammenleben so notwendige soziale Freundschaft aufzubauen», sagt Papst Franziskus in seiner Botschaft. Und er betont die «konkrete, reale» Freundschaft, die sich von der «virtuellen» Freundschaft auf sozialen Medien wie Facebook oder Twitter unterscheidet: «Treffen wir uns erneut vor allem mit den Ärmsten und Schwächsten. Diejenigen, die sich an der Peripherie befinden. Distanzieren wir uns von Populismen, die die Ängste der Menschen ausnutzen, ohne Lösungen zu bieten, indem sie einen Mystizismus vorschlagen, der nichts löst.»

28.06.2021

Festwochenende im Kloster Kappel

Am Wochenende vom 10./11. Juli 2021 lohnt sich ein Abstecher ins Kloster Kappel am Albis. Es ist dies nämlich das Festwochenende zur Ausstellung «Glocken giessen – Glocken läuten», die seit dem 25. April und noch bis 23. Juli im Kloster Kapell gezeigt wird. Für Musikbegeisterte jeder Couleur, aber auch für Familien mit Kindern ein besonderes Erlebnis. Vor allem das mit 49 Glocken zweitgrösste mobile Carillon (Glockenspiel) der Welt sollte man nicht verpassen. Das Programm bietet viele Erlebnissen rund ums Thema «Glocken». Das traditionelle Glockenläuten «von Hand», welches bis heute täglich in der Klosterkirche geläutet wird, kann jeweils um 11 und um 15 Uhr erlebt werden. Am Samstag, um 16 Uhr, gibt’s ein «Fiire mit de Chliine» zum Thema «Glockenspiel» und am Sonntag, um 9.30 Uhr, einen Festgottesdienst «Alles ist Klang» zur Glockenausstellung.

Als besonderes Highlight ist das zweitgrösste mobile Carillon (Glockenspiel) der Welt an diesem Wochenende auf dem Amtshausplatz in Kappel zu Gast. Es erklingt mit einem konzertanten Auftritt am Sonntag, um 17.15 Uhr, in der Reihe «Musik und Wort». Unter dem Titel «Vom Urklang der Glocken» spielen und lesen Carilloneur Bastian Fuchs, Kirchenmusiker in München-Au und Pfarrer Volker Bleil, Theologischer Leiter des Klosters Kappel. Die Ausstellung in der Klosterkirche zu den uralten Traditionen Glocken giessen und Glocken läuten ist noch bis 23. Juli 2021 zu sehen. Sie ist täglich von 8–21 Uhr frei zugänglich. Der Eintritt zu all diesen Programmpunkten ist frei (Kollekte). Weitere Informationen unter www.klosterkappel.ch oder Tel. 044 764 88 10.

25.06.2021

Am 1. Juli geht religion.ch online

Am kommenden Donnerstag, 1. Juli 2021, lanciert der Verein Iras Cotis die Webseite religion.ch.

Iras Cotis, die Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz, fördert den Austausch, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund und trägt so zum sozialen Zusammenhalt in der Schweiz bei. Der Verein organsisiert interreligiöse Projekte in den Bereichen Bildung, Begegnung und Vernetzung. Er wird von rund 70 Religionsgemeinschaften und Organisationen getragen, die sich im interreligiösen und interkulturellen Dialog engagieren.

Die Webseite Religion.ch wird eine Plattform für Informationen und Impulse zum religiösen Leben und Zusammenleben in der Schweiz. Zum Start von religion.ch organisiert Iras Cotis ein Podiumsgespräch zum Thema «Wie grün sind Religionen in der Schweiz?» mit der Nationalrätin Sibel Aslan, der jüdischen Klimaaktivistin Sarah Bloch, Romana Büchel von Fastenopfer, Jens Köhrsen vom Forschungsprojekt «are Religions becoming green?» sowie Dort Strahm vom Interreligiöser Think-Tank. Moderiert wird die Runde von Amira Hafner-Al Jabari. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich: info@iras-cotis.ch

23.06.2021

Maislabyrinth beim Kloster Fahr ab 17. Juli

Spürsinn und Abenteuerlust sind gefragt! Beim Kloster Fahr wächst ein Maislabyrinth. Die Fahr Erlebnis AG, die mit Erlebnissen rund um Landwirtschaft und Tiere frischen Wind auf das Areal des Klosters bringt, eröffnet das Labyrinth am 17. Juli. Bis am 18. September können grosse und kleine Besucher den Weg durch die grünen Gassen suchen und versuchen, die versteckten Tiere zu finden. Wer alle entdeckt, nimmt an einer Verlosung teil. Geöffnet ist das Maislabyrinth Montag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 20 Uhr. Alle weiteren Informationen, Preise und Lageplan sind zu finden auf www.fahr-erleben.ch

21.06.2021

Sommersonnenwende und Johannistag

Kurz nach dem längsten Tag des Jahres feiert die katholische Kirche die Geburt Johannes des Täufers. Der Johannistag am 24. Juni ist ein Hochfest, das in enger Verbindung steht zur Sommersonnenwende, die zwischen dem 20. und dem 22. Juni stattfindet. Unter dem Titel «Sonnenwende – Zeitenwende» fasste Horizonte Ursprung und Brauchtum zum Johannnistag zusammen. Das Christentum hat die Wintersonnenwende zum Christusfest gemacht und gedenkt zur Sommersonnenwende Johannes des Täufers. In der Sendung «Kontext» auf Radio SRF 2 gibt Judith Wipfler einen spannenden Einblick in Vorgänge und Brauchtum rund um den längsten Tag. Hier geht es zum Beitrag mit dem Titel «Zwischen christlicher Johannisnacht und neuheidnischen Feuerkulten».

19.06.2021

Engagement der Kirchen bei Abstimmungen

Das Engagement der Kirchen für die Konzernverantwortungsinitiative im Herbst 2020 hat politisch hohe Wellen geworfen und zu einer Reihe politischer Vorstösse geführt. Moniert wurde besonders, dass die öffentlich-anerkannten Kirchen öffentliche Mittel für ihre Kampagnen eingesetzt hätten. Auch die Vorlagen der Abstimmung vom 13. Juni 2021 (Initiativen für sauberes Trinkwasser, gegen synthetische Pestizide und CO2-Gesetz) haben wieder zu ähnlichen Diskussionen geführt. Das Bundesgericht ist auf die eingereichten Stimmrechtsbeschwerden nicht eingetreten, sodass eine diesbezügliche höchstrichterliche Klärung unterblieben ist.

Nun liegt eine Studie vor, die von Dr. Lorenz Engi, freier Mitarbeiter am Institut für Religionsrecht der Universität Freiburg und Privatdozent an der Universität St. Gallen, verfasst wurde. Sie legt aus rechtlicher Optik und mit Blick auf die Zukunft dar, welche Spielregeln zu beachten sind, wenn sich anerkannte Kirchen in Abstimmungskämpfen politisch engagieren. Darin gelangt der Verfasser zum Schluss, dass sich die anerkannten Kirchen in Abstimmungskämpfen engagieren dürfen. Dabei haben sie die Grundsätze der Transparenz, der Verhältnismässigkeit und der Sachlichkeit zu beachten.

17.06.2021

Propstei Wislikofen ist «Ausgezeichnet»

Die Propstei Wislikofen gehört nun offiziell zu den schönsten Seminarhotels der Schweiz. Beim «Swiss Location Award» erreichte die Zurzibieter Tagungslocation mit 8,9 von 10 Punktenden den fünften Rang in ihrer Kategorie. Damit erhält die Propstei das Gütesiegel «Ausgezeichnet». Der Swiss Location Award ist die massgebliche Bewertung der Schweizer Eventbranche und wird von der Plattform eventlokale.ch verliehen. Fast 28’000 Veranstalter und Besucher bewerteten zusammen mit einer Fachjury 195 Lokale in der Kategorie «Tagungslocations und Seminarhotels». Dass die Propstei so gut abgeschnitten hat, freut Hotelleiter Stefan Bischoff. Im Interview mit dem Badener Tagblatt sagte er: «Wir sind sehr stolz auf die gute Bewertung. Sie zeigt, dass wir mit unserem Team, unserem Hotel und unserem Angebot auf dem richtigen Weg sind.»

Für die Propstei ist die Auszeichnung nicht unbedeutend. So ausgezeichnete Hotels können den Award auf Portalen wie Tripadvisor oder Booking.com vermerken. Das hat einen grossen Werbeeffekt. Rund 900 Lokale waren in diesem Jahr nominiert. Nur wenig fehlte dem Wislikofer Seminarhotel für die beste Auszeichnung: Insgesamt 19 Lokale erreichten 9 Punkte oder mehr und somit das Gütesiegel «Herausragend». Dass das Seminarhotel Propstei dies knapp verfehlte, stört Stefan Bischoff nicht: «Wir waren in diesem Jahr das erste Mal dabei und konnten uns schon so weit oben platzieren – darüber können wir uns freuen.»

14.06.2021

Aargauer Teil des Hugenottenwegs ist eröffnet

Der internationale «Hugenottenweg» von Frankreich nach Deutschland erinnert an die Geschichte und das Schicksal der Hugenotten. Als «Hugenotten» (frz. huguenots) wurden die reformierten Christen Frankreichs, die sich zur Lehre des Reformators Jean Calvins bekannten, in der Zeit von etwa 1560 bis zur Revolution 1789 bezeichnet. Über Jahrhunderte wurden Reformierte in Frankreich als Ketzer verfolgt, vor allem nach der Aufhebung des Toleranzedikts von Nantes, 1685, das die Reformierten in Frankreich der Verfolgung preisgab. Viele von ihnen sind in die Schweiz geflüchtet und wurden von reformierten Kantonen aufgenommen.

Am vergangenen Wochenende wurde in Aarau die Eröffnung des Aargauer Teils des internationalen Hugenottenwegs von Murgenthal bis Bergdietikon gefeiert. Im Aargau führt der Hugenottenweg von Aarburg, wo viele Flüchtlinge von Bern auf der Aare herkommend, ausstiegen, über Zofingen, Aarau, Suhr, Schafisheim, Lenzburg, Brugg, Mellingen nach Spreitenbach und Zürich, von wo er weiter in Richtung Schaffhausen und Deutschland geht. «Der Aargauer Abschnitt hat die europäische Kulturroute einige Kilometer vorwärtsgebracht» sagte Doris Brodbeck gegenüber der Aargauer Zeitung. Doris Brodbeck ist Präsidentin des Vereins Hugenotten- und Waldenserweg Aargau-Zürich-Schaffhausen.

Der Schweizer Abschnitt des Hugenottenwegs wird dereinst von Genf bis nach Schaffhausen führen. Den Aufbau des internationalen Hugenotten- Kulturwanderwegs in der Schweiz betreut die Stiftung «Via – auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser».