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Aus der Schweiz wird der Bischof von Basel, Felix Gmür, als Präsident der Schweizer Bischofskonferenz in Rom anwesend sein. | © Roger Wehrli
Aus der Schweiz wird der Bischof von Basel, Felix Gmür, als Präsident der Schweizer Bischofskonferenz in Rom anwesend sein. | © Roger Wehrli

Missbrauchsgipfel im Vatikan

20.02.2019, 11:05

Morgen Donnerstag, 21. Februar, startet der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan. Dieser soll die Führung der katholischen Kirche umfassend mit dem Thema Missbrauch und der Verantwortlichkeit der Hierarchie konfrontieren. Das erklärte der Moderator des Gipfels, Pater Federico Lombardi,  bei einer Pressekonferenz im Vatikan. Auf dem Programm stehen bis Sonntag, 24. Februar, täglich drei Referate mit Fragerunden sowie Gespräche in elf Kleingruppen. Zeugnisse von Missbrauchsopfern haben ebenfalls einen grossen Stellenwert. Abstimmungen oder Beschlüsse über Papiere sind nicht vorgesehen. Erwartet werden 190  Teilnehmer - Vertreter der 114 katholischen Bischofskonferenzen weltweit sowie Führungspersonen von 20 weiteren mit Rom unierten katholischen Ostkirchen. Weiter sind 30 Vertreter und Vertreterinnen von Ordensgemeinschaften vertreten. Beteiligt sind auch Mitarbeiter der vatikanischen Kurienbehörden und Experten.  
Sieht die Situation der Römisch-Katholischen Kirche noch längst nicht so schwarz: Arnd Bünker. | © Anne Burgmer
Sieht die Situation der Römisch-Katholischen Kirche noch längst nicht so schwarz: Arnd Bünker. | © Anne Burgmer

«Katholische Kirche ist stabile Institution»

18.02.2019, 10:38

Nach der Dauerpräsenz der Themen Missbrauch und Diskriminierung in der Römisch-Katholischen Kirche im vergangenen Jahr rechnen viele mit einem frappanten Anstieg der Kirchenaustritte. Arnd Bünker, Leiter des Schweizerischen pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen, zeichnet dennoch ein positives Bild zur Situation der Römisch-Katholischen Kirche: «Selbst wenn man sehen muss, dass die Austrittszahlen – sehr langsam aber wohl auch sehr sicher – steigen, so darf man festhalten, dass die katholische Kirche dennoch zu den mitgliederstabilsten grossen Institutionen der Schweiz zählt», so Arnd Bünker an einer Jubiläumsveranstaltung seines Instituts. «Mit ca. 3 Millionen Kirchenmitgliedern verfügt die katholische Kirche aktuell über einen nie gekannten Höchststand an Mitgliedern». Das Schweizerische pastoralsoziologische Institut feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen und dokumentiert jeweils auch die Zahlen zur Mitgliederentwicklung der Kirchen.
Die Nachfrage nach einem temporären Unterschlupf für Männer als Opfer von häuslicher Gewalt im Aargau besteht (im Bild eine Aufnahme aus dem ehemaligen Männerhaus im Aargau), erklärt Oliver Hunziker vom Verein «Zwüschehalt». | © Roger Wehrli
Die Nachfrage nach einem temporären Unterschlupf für Männer als Opfer von häuslicher Gewalt im Aargau besteht (im Bild eine Aufnahme aus dem ehemaligen Männerhaus im Aargau), erklärt Oliver Hunziker vom Verein «Zwüschehalt». | © Roger Wehrli

Aargauer Männerhaus: Gespräche mit Kanton

15.02.2019, 09:44

Auf Ende 2018 musste der «Zwüschehalt» im Aargau aufgegeben werden – das Haus, in welchem männliche Opfer von häuslicher Gewalt vorübergehend Aufnahme fanden. Auch die Aargauer Landeskirchen hatten das Projekt finanziell unterstützt. «Das an uns vermietete Objekt wurde verkauft», so Oliver Hunziker vom Verein «Zwüschehalt». Aktuell unterhalte man ein Provisorium mit zwei Plätzen im Aargau und leite bei zusätzlichem Bedarf die Männer in die beiden Häuser in Bern und Luzern weiter. «Aktuell sprechen wir mit dem Kanton Aargau und schauen, ob wir in der Standortfrage einen gemeinsamen Weg finden», erklärt Oliver Hunziker. Erste Signale seien positiv. In den kommenden Wochen könnte sich eine Lösung abzeichnen. Ziel sei es, dass die Institution Männerhaus auch im Kanton Aargau bestehen bleibt. Allerdings könne der Verein das nicht aus eigener Kraft stemmen.
Mit einem Recyclingprojekt finanziert der Weltgebetstag Schulunterricht für Mädchen (Bild aus Syrien) im Libanon. | © Alexandra Wey/Caritas Schweiz
Mit einem Recyclingprojekt finanziert der Weltgebetstag Schulunterricht für Mädchen (Bild aus Syrien) im Libanon. | © Alexandra Wey/Caritas Schweiz

Stifte machen Mädchen stark

13.02.2019, 09:52

Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen: Das war das Ziel der Aktion «Stifte machen Mädchen stark», welche im Rahmen des Projekts Weltgebetstags vor eineinhalb Jahren lanciert wurde. Alte und kaputte Stifte (Kugelschreiber, Filzstifte, Eddingstifte, Textmarker, etc.) wurden gesammelt und von einer Firma aufbereitet. Pro Stift erhielt der Weltgebetstag 1 Cent. Auch die katholischen Pfarreien und reformierten Kirchgemeinden Neuenhof, Wettingen und Würenlos hatten sich an der Aktion beteiligt - zusammen mit weiteren Frauengruppen aus ganz Europa. Insgesamt konnten 23 Tonnen Schreibstifte aufbereitet und ein Betrag von 33 000 Euro erwirtschaftet werden. Mit dem Geld kann nun ein Team aus Lehrerinnen und Psychologinnen im Libanon finanziert werden.

Eine Aussage des Basler Bischofs Felix Gmür habe den Anstoss für die Initiative gegeben, so Irene Gassmann, Prorin des KLosters Fahr. «Der Bischof wies auf die Wichtigkeit der Kontemplation hin. Diese Anregung hat Resonanz bei mir ausgelöst». | © Roger Wehrli
Eine Aussage des Basler Bischofs Felix Gmür habe den Anstoss für die Initiative gegeben, so Irene Gassmann, Prorin des KLosters Fahr. «Der Bischof wies auf die Wichtigkeit der Kontemplation hin. Diese Anregung hat Resonanz bei mir ausgelöst». | © Roger Wehrli

Gebet für Veränderung in der Kirche

10.02.2019, 22:03

Nach den nicht abreissenden Meldungen über Missbrauch und andere Missstände in der katholischen Kirche setzt das Kloster Fahr ein Zeichen: Ab kommendem Donnerstag, 14. Februar 2019, soll bis auf Weiteres jeden Donnerstag für Veränderung in der katholischen Kirche gebetet werden. Das von einer Initiantinnengruppe um Priorin Irene Gassmann eigens verfasste Gebet «Schritt für Schritt: Gebet am Donnerstag» kann auch in bereits bestehende Liturgien und Gebete aufgenommen werden. Gemäss einer heute verschickten Medienmitteilung hofft die Gruppe, dass das Gebet auch andernorts Verbreitung findet und jeweils am Donnerstagabend gebetet wird sich aus der Initiative ein «weltumspannendes Gebetsnetz» entwickelt «und langsam Kraft entfaltet. Das wöchentliche Gebet soll Mut und Zuversicht schenken, eine weitere Woche den Weg in und mit der Kirche zu gehen.»
Das Problem bestehe nicht überall, aber doch hier und dort, erklärte Papst Franziskus. Seine Aussagen zum Thema sexueller Missbrauch von Ordensfrauen blieben noch sehr schwammig.© REUTERS/Luca Zennaro
Das Problem bestehe nicht überall, aber doch hier und dort, erklärte Papst Franziskus. Seine Aussagen zum Thema sexueller Missbrauch von Ordensfrauen blieben noch sehr schwammig.© REUTERS/Luca Zennaro

Papst räumt Missbrauch an Ordensfrauen ein

08.02.2019, 05:51

Papst Franziskus hat eingeräumt, dass es in der katholischen Kirche auch Missbrauch von Ordensfrauen durch Kleriker gibt. Er wolle dagegen angehen, erklärte der Pontifex. Konkrete Massnahmen nannte er jedoch (noch) nicht. Der Papst sprach das Thema nicht von sich aus an, sondern reagierte auf dem Rückflug seiner Arabienreise auf die Frage einer Journalistin, die sich auf die jüngste Monatsbeilage der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» bezog. Diese hatte das Thema in mehreren Beiträgen aufgegriffen.  
Caritas Schweiz setzte beispielsweise für Nothilfe-Projekte in Syrien EU-Gelder ein. DIe humanitäre Arbeit von Caritas Schweiz sei durch den Entscheid aus Brüssel aber nicht beeinträchtigt, erklärte Kommunikationsleiters Stefan Gribi gegenüber Horizonte. | Alexandra Wey, Caritas
Caritas Schweiz setzte beispielsweise für Nothilfe-Projekte in Syrien EU-Gelder ein. DIe humanitäre Arbeit von Caritas Schweiz sei durch den Entscheid aus Brüssel aber nicht beeinträchtigt, erklärte Kommunikationsleiters Stefan Gribi gegenüber Horizonte. | Alexandra Wey, Caritas

EU-Geldstop tangiert kirchliche Hilfswerke kaum

06.02.2019, 09:56

Schweizer Hilfswerke erhalten künftig keine EU-Gelder mehr für Nothilfe-Projekte. Dies gemäss Beschluss der EU-Kommission. Gleichwohl tangiert dieser Beschluss kirchliche Hilfswerke kaum. Fastenopfer beispielsweise habe nie EU-Gelder bezogen, erklärt Mediensprecherin Madlaina Lippuner auf Anfrage. «Unsere Projekte leisten ja keine Nothilfe. EU-Gelder hätten wir nur beantragen dürfen, wenn die Projektarbeit in einem bestimmten Land aufgrund eines besonderen Ereignisses wie beispielsweise einer Naturkatastrophe gefährdet gewesen wäre.» Caritas Schweiz hingegen leistet weltweit viel Nothilfe. Für Projekte in Syrien und Tadschikistan erhielt das Hilfswerk 2018 von der EU 2 Millionen Franken. Stefan Gribi, Leiter Kommunikation, bedauert den Entscheid, denn diese Unterstützung hatte grosses Potenzial. Das humanitäre Engagement der Caritas würde aber durch den EU-Entscheid nicht beeinträchtig, denn man sei bei der Finanzierung breit abgestützt. Und bei Kooperationen mit anderen Caritas-Organisationen müsse halt die Federführung künftig in einem EU-Land liegen.
Allein in Basel marschierten gegen 4'000 Personen für effektivere Klimaschutzmassnahmen durch die Stadt. | zvg
Allein in Basel marschierten gegen 4'000 Personen für effektivere Klimaschutzmassnahmen durch die Stadt. | zvg

Klima-Demos mit katholischem Support

04.02.2019, 16:04

In 13 Schweizer Städten haben am Samstag neben Tausenden Schülerinnen und Schülern auch Eltern, Grosseltern und andere Sympathisanten für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Nach Angaben der Polizei und Schätzungen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beteiligten sich landesweit mehr als 38’000 Personen an den Demonstrationen. Laut den Organisatoren waren es 65’000. Zu den Demonstrationen hatten auch etablierte Organisationen wie das katholische Hilfswerk Fastenopfer aufgerufen. «Wir setzen uns seit Jahren für den Klimaschutz ein, weil er direkt die Lebensbedingungen der Menschen im Süden bestimmt», erklärt Madlaina Lippuner von Fastenopfer auf Anfrage. Die bisherigen Klima-Demos fanden jeweils am Freitag statt und wurden vorwiegend von Schülerinnen und Schülern bestritten. Dieses Wochenende fanden die Manifestationen erstmals an einem Wochenende statt. Als Grund gab Miriam Rizvi, Sprecherin des Kollektivs Klimastreik Ostschweiz, gegenüber Keystone-SDA an: «Wir wollten, dass auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowieLehrerinnen und Lehrer teilnehmen können».
Zu den kirchlichen Unterstützern der Konzernverantwortungsinitiative gehört auch die Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF), Simone Curau-Aepli. | © SKF
Zu den kirchlichen Unterstützern der Konzernverantwortungsinitiative gehört auch die Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF), Simone Curau-Aepli. | © SKF

Abwasser reinigen und Luft filtern

01.02.2019, 22:13

Simone Curau-Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds SKF, erläutert in einem Meinungsbeitrag vom 31. Januar 2019 das Engagement für die Konzernverantwortungsinitiative (KoVI). Sowohl in Bolivien wie in Südafrika habe sie persönlich erlebt, wie Minenbetreiber und politisch Verantwortliche selbstsüchtig wirtschaften. Kontaminiertes Wasser vergifte Bäche, Felder und Gärten mit Chemikalien. Wären diese Minen in der Schweiz, so Simone Curau-Aepli, wären Menschenrechte und Umweltstandards durch eine Vielzahl von Gesetzen geschützt, doch für die Produktion im Ausland griffen unsere Gesetze nicht. Aus Sicht des SKF widerspreche es unseren Grundwerten, wenn Schweizer Konzerne soziale und ökologische Standards im Ausland nicht einhielten. Da setze die Konzernverantwortungsinitiative (KoVI) an. Die Sorgfaltsprüfungspflicht fordert, dass Konzerne sich so verhalten, wie sie es auch in der Schweiz tun müssten: Abwasser reinigen, Luft filtern und Menschen nicht ausbeuten. Missachten die Konzerne ihre Sorgfalts­prüfungs­pflicht, müssen sie vor einem Schweizer Gericht für ihre Handlungen geradestehen. Der Verbandsvorstand des SKF unterstützt zusammen mit über 100 anderen Organisationen die KoVI. Zusammen mit den Evangelischen Frauen Schweiz EFS engagiert er sich bei «Kirche für Konzernverantwortung»

Claudia Bandixen übergibt per August 2019 die Leitung des Basler Missionswerks mission21 an Jochen Kirsch. | © mission-21.org
Claudia Bandixen übergibt per August 2019 die Leitung des Basler Missionswerks mission21 an Jochen Kirsch. | © mission-21.org

Mission 21: Claudia Bandixen übergibt an Jochen Kirsch

30.01.2019, 23:06

Claudia Bandixen, Direktorin von Mission 21 evangelisches Missionswerk Basel, dem ältesten christlich-humanitären Werk der Schweiz, geht Ende August 2019 in Pension. Als Nachfolger hat der Vorstand Jochen Kirsch gewählt. Er ist seit 2004 bei Mission 21 und leitet seit 2014 die Abteilung Internationale Beziehungen. Claudia Bandixen arbeitete in den 1990er-Jahren im Einsatz der Mission in Chile, später als Kirchenerneuerin der reformierten Landeskirche Aargau und zehn Jahre lang als deren Präsidentin. Seit ihrem Antritt 2012 hat die Theologin das Werk stabilisiert und massgeblich geprägt. Nachfolger Jochen Kirsch, Theologe und diplomierter NPO-Manager, entwickelte zuletzt in Nigeria, dem Südsudan und in Kamerun Nothilfe- und Wiederaufbauprogramme. Die Verabschiedung von Claudia Bandixen und die Amtseinsetzung von Jochen Kirsch finden während der internationalen Synode von Mission 21 am 29. und 30. Juni 2019 in Basel statt.
«Die reformierte Kirche hat Bullinger mehr zu verdanken als Zwingli, der nur den Anstoss gegeben hat», so der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici. | © Christoph Wider
«Die reformierte Kirche hat Bullinger mehr zu verdanken als Zwingli, der nur den Anstoss gegeben hat», so der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici. | © Christoph Wider

«Bullinger war wichtiger als Zwingli»

25.01.2019, 07:28

Dieses Jahr finden die Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Jubiläum der Zürcher Reformation statt. In einem Interview mit dem katholischen Medienzentrum erklärt der emeritierte Churer Weihbischof Peter Henrici, dass die Bedeutung des Aargauer Reformators Heinrich Bullinger für den Verlauf der Zürcher Reformation ungleich wichtiger war als jener von Zwingli. «Heinrich Bullinger war ein grosser Theologe. Er hat die Zürcher Reformation in die Welt hinausgetragen», so Peter Henrici. «Zwingli hat im Kleinen politisch etwas bewirkt. Ausser seiner Zürcher Bibel hat er aber nicht viel geschaffen. Bullinger war hingegen der Promoter, der als reformierter Theologe sehr lange gewirkt hat».
Papst Franziskus am Weltjugendtag in Krakau vor zwei Jahren. Als Höhepunkte am diesjährigen Weltjugendtag wird das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche am Samstagabend eine Vigil und am Sonntagmorgen die grosse Abschlussmesse abhalten. | © flickr/mazur/episkopat.pl
Papst Franziskus am Weltjugendtag in Krakau vor zwei Jahren. Als Höhepunkte am diesjährigen Weltjugendtag wird das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche am Samstagabend eine Vigil und am Sonntagmorgen die grosse Abschlussmesse abhalten. | © flickr/mazur/episkopat.pl

Weltjugendtag in Panama eröffnet

23.01.2019, 08:59

Vom 22. – 27. Januar 2019 findet der Internationale Weltjugendtag in Panama statt. Es handelt sich um das weltweit grösste Jugendfestival und wird von der katholischen Kirche organisiert. Papst Franziskus bricht heute Mittwoch nach Panama-Stadt auf. Bis zum Sonntag nimmt das Kirchenoberhaupt an den Hauptveranstaltungen des internationalen Jugendtreffens in der zentralamerikanischen Handels- und Bankenmetropole teil. Die Organisatoren vor Ort rechnen mit 150 000 Teilnehmenden aus aller Welt. Aus der Schweiz sind insgesamt um die 160 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahre angereist; davon knapp 100 aus der Deutschschweiz.
«Wenn es das SPI nicht gäbe, hätten die Verantwortlichen für die Zukunft der Kirche vor 50 Jahren etwas falsch gemacht», sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Festakt. Dass es das SPI noch immer gebe, sei ein Zeichen für die Überzeugungskraft und den Durchhaltewillen, «eine als notwendig erkannte Aufgabe durchzuhalten», so der SBK-Vizepräsident.| © Barbara Ludwig
«Wenn es das SPI nicht gäbe, hätten die Verantwortlichen für die Zukunft der Kirche vor 50 Jahren etwas falsch gemacht», sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Festakt. Dass es das SPI noch immer gebe, sei ein Zeichen für die Überzeugungskraft und den Durchhaltewillen, «eine als notwendig erkannte Aufgabe durchzuhalten», so der SBK-Vizepräsident.| © Barbara Ludwig

50 Jahre Pastoralsoziologie

21.01.2019, 10:58

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) hat am Freitag seinen 50. Geburtstag gefeiert. Die Tagung mit Vorträgen und Ateliers zu kirchlichen «Baustellen» stiess auf grosses Interesse. Der St. Galler Bischof Markus Büchel und RKZ-Generalsekretär Daniel Kosch würdigten das Forschungsinstitut beim abendlichen Festakt im St. Galler Pfalzkeller. Das SPI untersurcht das Zusammenwirken von Seelsorge und sich wandelnder Gesellschaft. Fragen, die aus Sicht von SPI-Leiter Arnd Bünker (49) immer noch aktuell sind.
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Das Ziel? Mit der eigenen Gruppe innerhalb von 72 Stunden ein etwas verrücktes Projekt umsetzen und damit zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen. | © zvg SAJV/CSAJ
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Das Ziel? Mit der eigenen Gruppe innerhalb von 72 Stunden ein etwas verrücktes Projekt umsetzen und damit zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen. | © zvg SAJV/CSAJ

Aktion 72 Stunden im Jahr 2020

16.01.2019, 15:06

Gemäss Medienmitteilung wird in genau einem Jahr der Startschuss für die Aktion 72 Stunden 2020 gegeben, das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz. Von Genf bis zum Bodensee, von Basel bis Chiasso werden vom 16. bis am 19. Januar 2020 über 20’000 Kinder und Jugendliche in nur 72 Stunden ungefähr 350 nachhaltige und gemeinnützige Projekte umsetzen. Die Aktion 72 Stunden ist ein Projekt der Schweizer Jugendorganisationen und wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) koordiniert. Bereits 2005, 2010 und 2015 gab es die Aktion. 2020 wird sie allerdings erstmals im Winter durchgeführt.
Die Kirche äussere sich zu oft und zu moralisierend zu politischen Themen, so die Kritik des neu gegründeten Thinktank «Kirche/Politik» an pointierten Positionierungen von Kirchenleuten zu Abstimmungsthemen. Wo Kernthemen der Kirchen berührt seien, solle sie auch nach wie vor eine Meinung verteten. | © Symbolbild Anne Burgmer
Die Kirche äussere sich zu oft und zu moralisierend zu politischen Themen, so die Kritik des neu gegründeten Thinktank «Kirche/Politik» an pointierten Positionierungen von Kirchenleuten zu Abstimmungsthemen. Wo Kernthemen der Kirchen berührt seien, solle sie auch nach wie vor eine Meinung verteten. | © Symbolbild Anne Burgmer

«Kirche/Politik» – Neuer Thinktank übt Kritik

14.01.2019, 16:04

Seitdem die Gründung eines Thinktank «Kirche/Politik» durch den CVP-Präsidenten Gerhard Pfister und die Theologin und FDP-Politikerin Beatrice Acklin publik wurde, flammt die Diskussion um die Einmischung der Kirchen in das politische Tagesgeschäft wieder auf. Dem Thinktank gehören verschiedene Persönlichkeiten aus Kirche und Politik an, wie das katholische Nachrichtenportal kath.ch in einem Bericht schreibt. Nach teils scharfen Äusserungen Gerhard Pfisters gegen die politische Positionierung der Kirchen und ihrer Vertreter sprachen Kritiker von einem Maulkorb für die Kirchen. Demgegenüber betonen die Mitglieder des Thinktank, dass es ihnen um das wann und wie der kirchlichen Positionierung gehe.
Dreissig Jahre nach dem Ende der Spaltung Europas warnt Papst Franziskus vor «neuen Zentrifugalkräften und der Versuchung zur Errichtung neuer Eiserner Vorhänge». Europa dürfe nicht vergessen, welchen Nutzen es von der wachsenden Freundschaft und Annäherung seit dem Zweiten Weltkrieg gewonnen habe, sagte er beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps.| © REUTERS/Luca Zennaro
Dreissig Jahre nach dem Ende der Spaltung Europas warnt Papst Franziskus vor «neuen Zentrifugalkräften und der Versuchung zur Errichtung neuer Eiserner Vorhänge». Europa dürfe nicht vergessen, welchen Nutzen es von der wachsenden Freundschaft und Annäherung seit dem Zweiten Weltkrieg gewonnen habe, sagte er beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps.| © REUTERS/Luca Zennaro

Papst warnt vor Nationalismus

11.01.2019, 16:40

Papst Franziskus bereiten wieder erstarkende nationalistische Tendenzen auf der Welt Sorge. Als Grund nannte er in seiner Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps «eine gewisse Unfähigkeit des multilateralen Systems, wirksame Lösungen für verschiedene seit langer Zeit ungelöste Situationen sowie einige ‘eingefrorene’ Konflikte zu finden». Das Kirchenoberhaupt machte vor den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern auch eine stellenweise zu schnell und chaotisch erfolgte Globalisierung als Ursache aktueller Probleme aus. Wo Globalisierung nur als Gleichmachung mit Verlust örtlicher Eigenheiten gesehen werde, erstarke Nationalismus schnell.
Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. | © kna-bild
Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. | © kna-bild

Wahlen: «Kirchen sollen sich engagieren»

09.01.2019, 23:09

Im aktuellen Wahljahr müssen die Kirchen für die Benachteiligten reden, die ohne Lobby sind, forderte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Montag bei seinem Neujahrsempfang. Am kommenden 20. Oktober wählt das Schweizer Stimmvolk ein neues Parlament. Unlängst haben CVP-Präsident Gerhard Pfister und die Freiburger FDP-Politikerin und Theologin Béatrice Acklin Zimmermann  einen Thinktank «Kirche/Politik» gegründet. Diesem gehören verschiedene Persönlichkeiten aus Kirche und Politik an. Bis jetzt haben die FDP-Lokalpolitikerin und der CVP-Präsident in diesem Zusammenhang allerdings lediglich mit Breitseiten gegen Kirchenvertreter auf sich aufmerksam gemacht - und erneteten dafür Kritik.
Kam von Bern nach Muri und hat die Bildung des Pastoralraums «Muri AG und Umgebung» in zwei Jahren durchgebracht: Pfarrer Georges Schwickerath. | © Werner Rolli
Kam von Bern nach Muri und hat die Bildung des Pastoralraums «Muri AG und Umgebung» in zwei Jahren durchgebracht: Pfarrer Georges Schwickerath. | © Werner Rolli

Georges Schwickerath wird Bischofsvikar

07.01.2019, 23:27

Bischof Felix Gmür hat den zweisprachigen Priester Georges Schwickerath zum Nachfolger von Arno Stadelmann als Bischofsvikar für die zweisprachige Bistumsregion St. Verena mit Sitz in Biel ernannt. Arno Stadelmann erreicht das Pensionsalter und tritt am 31. Juli als Bischofsvikar zurück. Georges Schwickerath ist in Luxemburg aufgewachsen. Er studierte in Luzern und Paris Theologie. Gegenwärtig ist er als Pfarrer des Pastoralraumes Muri im Kanton Aargau tätig. Mit Antritt der neuen Stelle auf 1. August 2019 wird Georges Schwickerath den Aargau verlassen. Das Bistum Basel ist in die drei Bistumsregionen St. Urs (Kantone Aargau und beide Basel), St. Verena (Kantone Bern, Jura und Solothurn) und St. Viktor (Luzern, Schaffhausen, Thurgau und Zug) unterteilt. Für jede Bistumsregion ist ein Bischofsvikariat zuständig. Der Bischofsvikar und die Regionalverantwortlichen vertreten den Bischof in der jeweiligen Bistumsregion.
Immer wieder äussern sich die Schwestern vom Fahr pointiert und gehen eigene, neue Wege in der Gestaltung ihres benediktinischen Alltags. Im Artikel im Osservatore Romano von Anfang Januar 2019 wird eine Schwester mit den Worten zitiert, dass es Veränderung in der Kirche geben müsse, sonst wüsste sie nicht, wohin es die Kirche führe. Damit diese Veränderung gelinge, brauche es notwendig die Frauen. Im Bild sind die Fahrer Schwestern am Startanlass zum Pilgerprojekt «Für eine Kirche mit* den Frauen» im Mai 2016 zu sehen. | © Anne Burgmer
Immer wieder äussern sich die Schwestern vom Fahr pointiert und gehen eigene, neue Wege in der Gestaltung ihres benediktinischen Alltags. Im Artikel im Osservatore Romano von Anfang Januar 2019 wird eine Schwester mit den Worten zitiert, dass es Veränderung in der Kirche geben müsse, sonst wüsste sie nicht, wohin es die Kirche führe. Damit diese Veränderung gelinge, brauche es notwendig die Frauen. Im Bild sind die Fahrer Schwestern am Startanlass zum Pilgerprojekt «Für eine Kirche mit* den Frauen» im Mai 2016 zu sehen. | © Anne Burgmer

Fahrer Schwestern im Osservatore Romano

04.01.2019, 09:18

Aus Tradition zur Prophezeiung, so könnte grob übersetzt der Titel lauten. Die Schwestern aus dem Fahr sind im Osservatore Romano gelandet. Anlass war ein Foto, welches die Fahrer Schwestern im Rahmen der Aktion «Votes for catholic women» im Oktober mit Flyern demonstrierend vor dem Fahr zeigte. Der Kontext war eine Bewegung von Ordensfrauen, die für Mitbestimmung von Frauen an den Bischofssynoden im Rom kämpft. Nicht ordinierte Ordensbrüder können mittlerweile teilnehmen und stimmen. Für Ordensfrauen gilt das nicht. Im Beitrag kommt Priorin Irene Gassemann zu Wort und erklärt von der langen Beschäftigung der Fahrer Schwestern mit dem Thema Gleichstellung der Frauen beispielsweise im Projekt «Für eine Kirche mit* den Frauen», bei welchem Pilgerinnen von St. Gallen bis Rom liefen, um Papst Franzsikus ihr Anliegen zu unterbreiten.
Ein Job, um den man nicht beneidet wird: Mediensprecher des Vatikan. Seinen überraschenden Rücktritt kommentierte Greg Burke auf twitter mit den Worten: «An diesem Punkt des Übergangs in der Vatikan-Kommunikation meinen wir, es ist am besten, wenn der Heilige Vater völlig frei ist, ein neues Team zusammenzustellen». | © Michael Jablonowski
Ein Job, um den man nicht beneidet wird: Mediensprecher des Vatikan. Seinen überraschenden Rücktritt kommentierte Greg Burke auf twitter mit den Worten: «An diesem Punkt des Übergangs in der Vatikan-Kommunikation meinen wir, es ist am besten, wenn der Heilige Vater völlig frei ist, ein neues Team zusammenzustellen». | © Michael Jablonowski

Trubel im Vatikan

01.01.2019, 16:31

Das neue Jahr beginnt für den Vatikan mit Turbulenzen. Vatikansprecher Greg Burke, Direktor des Presseamts, und seine Vize-Direktorin Paloma Garcia Ovejero, die erste Frau, die auf diesem Posten arbeitete, traten zurück. Gemäss dem katholischen Nachrichtenportal katholisch.de erwische die Kündigung  den Vatikan nach einem schweren Jahr 2018 und nur wenige Wochen vor dem Bischofs-Gipfeltreffen zu Missbrauch und Prävention, von dessen Verlauf und Präsentation viel für die katholische Kirche abhängt. Selbst Journalisten, die mit dem Innenleben des vatikanischen Medienapparats gut vertraut sind, seien überrascht über den Rücktritt am Silvestertag gewesen. Papst Franziskus hat den Rücktritt angenommen. Interimistisch versieht nun der Soical-Media-Koordinator des Vatikan die Kommunikation.