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Laut Simone Curau Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes, unterstützt der SKF Frauen, die eine Abtreibung vorgenommen haben - etwa mit dem «Solidaritätsfonds für Mutter und Kind». Die SKF-Präsidentin sieht für die Kirche bei den Betroffenen ein «grosses Potenzial», weitere Unterstützungsarbeit zu leisten, zumal diese Frauen oft allein gelassen würden. | © SKF
Laut Simone Curau Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes, unterstützt der SKF Frauen, die eine Abtreibung vorgenommen haben - etwa mit dem «Solidaritätsfonds für Mutter und Kind». Die SKF-Präsidentin sieht für die Kirche bei den Betroffenen ein «grosses Potenzial», weitere Unterstützungsarbeit zu leisten, zumal diese Frauen oft allein gelassen würden. | © SKF

Frauenbund gegen Abtreibungsvergleich

15.10.2018, 08:25

Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) wehrt sich gegen die Kriminalisierung von Frauen, die ein Kind abtreiben. Er unterstützt daher die Petition des Katholischen Deutschen Frauenbundes an Papst Franziskus. Dieser hatte diese Woche Abtreibung mit Auftragsmord verglichen. Der Berliner Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes, wendete sich daraufhin mit einer Online-Petition an den Papst. Der SKF unterstützt die Petition und fordert auf seiner Website dazu auf, diese zu unterzeichnen. «Wir wehren uns ganz entschieden gegen diese Kriminalisierung», sagte SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli gegenüber Schweizer Radio SRF (Blickpunkt Religion, 14. Oktober). Die betroffenen Frauen seien in einer Notlage, «in der sie aus wirtschaftlichen, sozialen oder psychischen Gründen sich nicht fähig fühlen, dieses Kind auszutragen».
In der hellen und gemütlichen Kirche sollen die Kinder Gott mit allen Sinnen erleben und begreifen. «Es ist wichtig, dass Kinder Gott kennen lernen, aber eben nicht in dem normalen Erwachsenenraum, in dem sie kaum über die Kirchenbank gucken können», heisst es von Seiten der Projektverantwortlichen. | © Karin Pfister
In der hellen und gemütlichen Kirche sollen die Kinder Gott mit allen Sinnen erleben und begreifen. «Es ist wichtig, dass Kinder Gott kennen lernen, aber eben nicht in dem normalen Erwachsenenraum, in dem sie kaum über die Kirchenbank gucken können», heisst es von Seiten der Projektverantwortlichen. | © Karin Pfister

In Deutschland eröffnet erste Kinderkirche

05.10.2018, 09:40

Am Samstag wird im Bistum Essen eine Kinderkirche eröffnen – den Angaben zufolge ein in Deutschland einzigartiges Projekt. Die Kirche Sankt Peter in Bottrop soll an zwei Tagen in der Woche den 15 Bottroper Kitas aus dem Zweckverband im Bistum Essen zur Verfügung stehen. Das Gotteshaus wurde dafür kindgerecht umgestaltet. Die Kinderkirche trägt den Namen «kikeriki». Ziel sei es, dass die Kinder Gott mit allen Sinnen erleben und begreifen, sagte die Leiterin des Familienzentrums Sankt Peter, Petra Eberhardt. Das Projekt ist den Angaben zufolge zunächst für drei Jahre bewilligt. Das Bistum fördert die Kinderkirche mit Geld und Material aus einem Innovationsfonds.
Abt Urban Federer würde es sehr begrüssen, wenn in der Kirche vermehrt mit Humor kommuniziert würde. | © Roger Wehrli
Abt Urban Federer würde es sehr begrüssen, wenn in der Kirche vermehrt mit Humor kommuniziert würde. | © Roger Wehrli

Bischöfe in Kontakt mit Jugendlichen

01.10.2018, 19:17

Die Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Schweizer Bischofskonferenz hat am 29. September unter dem Namen ANAVON in Bern erstmals eine neue Dialog-Plattform erprobt. Die Tagung mit dem Fokus Jugend versammelte über 100 Jugendliche, Verantwortliche aus Kirche und Jugendarbeit sowie Medien- und Kommunikationsarbeitende aus allen Sprachregionen. Als Referenten traten auf: Martin Schmidt, Bundesliga-Fussballtrainer, Sarah Maria Graber, Journalistin und Texterin, sowie Abt Urban Federer vom Kloster Engelberg.        
Für die Vereinten Nationen hat die Anerkennung und Stärkung der Bauernrechte zentrale Bedeutung. In Afrika, Asien und Lateinamerika (im Bild ein kolumbianischer Bauer) werden tagtäglich Bauern und Bäuerinnen bedroht oder gar ermordet. | © Fastenopfer/Patricio Frei
Für die Vereinten Nationen hat die Anerkennung und Stärkung der Bauernrechte zentrale Bedeutung. In Afrika, Asien und Lateinamerika (im Bild ein kolumbianischer Bauer) werden tagtäglich Bauern und Bäuerinnen bedroht oder gar ermordet. | © Fastenopfer/Patricio Frei

Fastenopfer feiert UN-Bauern-Entscheid

28.09.2018, 14:08

Von einem «historischen Tag für den Schutz der Rechte von Bäuerinnen und Bauern» spricht das Hilfswerk Fastenopfer in einer Medienmitteilung. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen habe  mit grosser Mehrheit eine Deklaration verabschiedet, die die Rechte von Bauernfamilien und anderer Menschen, die auf dem Land arbeiten, schützt. Weiter erkenne die Uno-Deklaration das Recht auf Land und Saatgut an. Diese Rechte, so Fastenopfer, seien für die Bauernfamilien weltweit von zentraler Bedeutung, denn:  «Das Saatgut der Bauernfamilien muss zunehmend patentiertem und zum Teil genmanipuliertem Saatgut weichen. Dieses ist nicht nur teurer, es schadet auch der Artenvielfalt und den Böden, da dabei Pestizide verwendet werden müssen.» Bis Jahresende soll die Deklaration noch von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet werden.
Simone Curau Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. | © SKF
Simone Curau Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. | © SKF

Frauenbund verlangt Umbau der Kirche

26.09.2018, 09:09

Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) sieht im «Patriarchat der katholischen Kirche» eine der Ursachen für die vielerorts zutage gekommenen Missbrauchsfälle. Die katholischen Frauen hätten schon lange unter diesem Patriarchat gelitten, schreibt die Frauenorganisation in einer Mitteilung. Als Reaktion verlangen die katholischen Frauen der Schweiz «tiefgreifende Veränderungen der römisch-katholischen Kirche.» Sie fordern, dass «konkrete Projekte und Prozesse angestossen werden für ein neues Verständnis des Priestertums, zur Gleichberechtigung der Frauen und zur Machtverteilung in der Kirche». All diese Änderungen sind laut SKF notwendig, «damit die Institution Kirche wieder mehr zu dem werden kann, wozu sie vom Evangelium her berufen ist.»
Kämpfte als Präsidentin von oeku, dem Verein Kirche und Umwelt, für die Annahme der Fairfood-Initiative. Die Aargauerin Vroni Peterhans. | © Roger Wehrli
Kämpfte als Präsidentin von oeku, dem Verein Kirche und Umwelt, für die Annahme der Fairfood-Initiative. Die Aargauerin Vroni Peterhans. | © Roger Wehrli

Fairfood: Trotz Scheitern Zuversicht

24.09.2018, 18:49

Die Abstimmung vom Wochenende zur Fairfood-Initiative ist kläglich gescheitert. Befürworter wie Fastenopfer und Oeku sind enttäuscht. Hoffnung gebe es trotzdem. Immer mehr Menschen würden sich bewusst werden, dass ein Umdenken stattfinden müsse, so Oeku-Präsidentin Vroni Peterhans. «Ich meine sind wir mal ehrlich: Ich kenne niemanden, der sich für Produkte entscheiden würde, wären die Hintergründe deren Produktion bekannt. Oder wollen Sie etwas aus Kinderarbeit kaufen?», fragt sie. Die Menschen müssten einfach konsequenter handeln. «Würden wir alle so handeln, wie wir denken, bräuchten wir keine solchen Initiativen.»
Auslöser des Projekts waren Berichte und Bilder über Menschen auf der Flucht. «Ich sah, dass nicht nur starke Männer ihre Heimat verliessen, sondern auch Frauen mit kleinen Kindern», erzählt Simone Maurer, wie sie 2014 die Initiaitve für ihr Projekt ergriff. | © Reto Schlatter
Auslöser des Projekts waren Berichte und Bilder über Menschen auf der Flucht. «Ich sah, dass nicht nur starke Männer ihre Heimat verliessen, sondern auch Frauen mit kleinen Kindern», erzählt Simone Maurer, wie sie 2014 die Initiaitve für ihr Projekt ergriff. | © Reto Schlatter

Flüchtlingsprojekt bekommt Frauenpreis

21.09.2018, 07:22

Vor bald vier Jahren hat Simone Maurer das Projekt «Mini Decki» gestartet. Seither sind nach Angaben der Aargauerin geschätzte 17’000 bis 18’000 Decken an Flüchtlingskinder in der Schweiz verteilt worden.  Nun würdigt der Aargauische Katholische Frauenbund das Engagement der Familienfrau. Am 25. Oktober erhält Simone Maurer aus Rütihof-Baden den Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes (AKF), wie dieser am Mittwoch mitteilte. Gestartet hat Maurer das Projekt «Mini Decki» im Dezember 2014. Die Preisverleihung findet am 25. Oktober in Rütihof-Baden statt. Der AKF-Frauenpreis wird dieses Jahr zum 22. Mal verliehen. Die Auszeichnung gehe jeweils an Einzelpersonen oder Institutionen, die sich ganz besonders für das Wohl von Frauen und Kindern engagieren. Die Preissumme beträgt 20’000 Franken.
Die Initiative für Ernährungssouveränität will eine «einheimische bäuerliche Landwirtschaft», die «einträglich und vielfältig» ist, «gesunde» Lebensmittel produziert und den gesellschaftlichen und ökologischen Erwartungen der Bevölkerung gerecht wird, heisst es im Initiativtext. | © Anne Burgmer
Die Initiative für Ernährungssouveränität will eine «einheimische bäuerliche Landwirtschaft», die «einträglich und vielfältig» ist, «gesunde» Lebensmittel produziert und den gesellschaftlichen und ökologischen Erwartungen der Bevölkerung gerecht wird, heisst es im Initiativtext. | © Anne Burgmer

Fastenopfer: Für Ernährungssouveränität

18.09.2018, 13:24

Fastenopfer unterstützt das Anliegen der Initiative «Für Ernährungssouveränität», die eine kleinbäuerliche, auf die regionale Versorgung ausgerichtete Landwirtschaft und damit eine Wende in der Schweizer Agrarpolitik fordert. Den Gegnern, die höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte befürchten, wirft Fastenopfer Schwarzmalerei vor. Über die Initiative wird am kommenden Sonntag abgestimmt.
Nach Pennsylvania nun Deutschland. Und - so heisst es in einem Kommentar - die Ortskirchen anderer Länder haben mit der Aufklärung noch nicht begonnen. | © screenshot/katholisch.de
Nach Pennsylvania nun Deutschland. Und - so heisst es in einem Kommentar - die Ortskirchen anderer Länder haben mit der Aufklärung noch nicht begonnen. | © screenshot/katholisch.de

Nach Pennsylvania nun Deutschland

15.09.2018, 15:47

Die Nachrichten um Missbrauchsfälle in der Römisch-Katholischen Kirche reissen nicht ab. In Deutschland sickerten nun erste Zahlen durch, die im Magazin Der Spiegel veröffentlicht wurden. Die Zahlen, die aus einer Zusamenfassung einer Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz stammen, beziffert insgesamt 3677 Opfer, die von mindestens 1670 Priestern und Ordensleuten in den Jahren von 1946 bis 2014 Opfer von Missbrauch geworden seien, so das Nachrichtenportal katholisch.de. Erste Reaktionen der Bischöfe thematisierten vor allem Erschrecken und Scham über das Ausmass des Missbrauchs. Gleichzeitig kritisierten die Bischöfe die Indiskretion, durch die die Zahlen vor dem 26. September 2018 bekannt wurden. Dann sollte die Studie an der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe in Fulde vorgestellt werden.
Der Verein Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer wird von einem Co-Präsidium aus neun Personen geleitet. Dabei ist auch Thomas Wallimann, Vorsitzender a. i. der Schweizerischen Nationalkommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz. Mit einem gemeinsamen Brief haben Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, sowie Harald Rein, Bischof der Christkatholischen Kirche Schweiz, bei drei Mitgliedern des Bundesrates gegen die beabsichtigte Lockerung der Waffenexporte in Bürgerkriegsländer interveniert. | © Screenshot Initativ-Website
Der Verein Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer wird von einem Co-Präsidium aus neun Personen geleitet. Dabei ist auch Thomas Wallimann, Vorsitzender a. i. der Schweizerischen Nationalkommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz. Mit einem gemeinsamen Brief haben Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, sowie Harald Rein, Bischof der Christkatholischen Kirche Schweiz, bei drei Mitgliedern des Bundesrates gegen die beabsichtigte Lockerung der Waffenexporte in Bürgerkriegsländer interveniert. | © Screenshot Initativ-Website

Korrektur-Initiative lanciert

12.09.2018, 09:08

Die Initiative gegen den Export von Waffen in Bürgerkriegsländer ist lanciert. Das berichtete SRF am Montag, 10. September 2018. Auf der Website der Korrektur-Initiative heisst es, «für die Lancierung der Initiative gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer suchen wir 25’000 Menschen, die je 4 Unterschriften sammeln». Der Zahl der Unterstützer lag am Mittwochvormittag (12. September) bereits bei über 32‘000. Der Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer, einem unabhängigen Verein, gehören verschiedene Einzelpersonen aus Politik, Hilfswerken und kirchlichen Organisationen als Mitglieder an. Bereits an der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz hatte sich deren Präsident Charles Morerod kritisch zur Lockerung der Exportregeln geäussert.