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Modell der in Andeer geplanten Autobahnkirche. Den Rohbau wollen die Initianten bis Ende 2022 fertiggestellt haben. | © Herzog & De Meuron
Modell der in Andeer geplanten Autobahnkirche. Den Rohbau wollen die Initianten bis Ende 2022 fertiggestellt haben. | © Herzog & De Meuron

Erste Autobahnkirche für die Schweiz

21.02.2020, 06:23

Die erste Autobahnkirche in der Schweiz soll an der Autostrasse A13 in Andeer im Kanton Graubünden zu stehen kommen. Bauen will sie das renommierte Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron. Geplant ist eine von weitem sichtbare, überirdische Kirche, welche «mit einer unterirdischen Raumsequenz verbunden ist», hiess es von Seiten der verantwortlichen Interessengemeinschaft Autobahnkirche Andeer. Die geplante Kirche soll «konfessionell verortet» sein, nämlich mit einer klaren christlichen Ausrichtung. So jedenfalls definierte es Jens Köhre, reformierter Pfarrer in Andeer und Mitglied der erwähnten Interessengemeinschaft. Erkennbar sein soll dies durch eine Bibel, die aufliegen wird, und ein gut sichtbares Kreuz, das dereinst in der Kirche hängen soll.
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK).  | © Werner Rolli
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). | © Werner Rolli

Amazonas-Papier: Bischof Felix Gmür sieht Chancen

19.02.2020, 17:36

Der Basler Bischof Felix Gmür sieht im Amazonas-Papier des Papstes durchaus Chancen. Zur Frage des Zölibats sagt er: «Der Papst erwähnt sie nicht, weil er – so interpretiere ich das – nicht einfach von oben entscheiden will. Er sagt ausdrücklich, man solle das Schlussdokument lesen. Dort wird in Punkt 111 ausführlich das Zölibat und sogar die mögliche Weihe von Frauen zu Diakoninnen angesprochen. Er selbst sagt nichts dazu. Für mich bedeutet das, dass wir weitersuchen und einen Konsens finden müssen».
Pierre Stutz erhält dieses Jahr den Herbert Haag-Preis. | © Sylvia Stam
Pierre Stutz erhält dieses Jahr den Herbert Haag-Preis. | © Sylvia Stam

Herbert Haag-Preis an Pierre Stutz

17.02.2020, 09:38

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben am 9. Februar 2020 beschlossen, dass sich künftig strafbar macht, wer Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Auch die Herbert Haag Stiftung bezieht nun in dieser Frage bewusst Position und zeichnet mit ihrem Preis Menschen aus, die von religiöser Diskriminierung betroffen oder gar von einem intoleranten Dogmatismus ausgesondert worden sind. Neben Hedwig Porsch und Ondrej Prostredník erhält den Herbert Haag-Preis 2020 auch der bekannte Schweizer Buchautor Pierre Stutz. Der bis 2002 in der Diözese Basel tätige Priester ist ein bekannter spiritueller Begleiter, der im ganzen deutschen Sprachraum Kurse und Meditationswochen gestaltet. In seinen vielen erfolgreichen Büchern plädiert er für eine lebensbejahende Religiosität und eine erotische Spiritualität. Pierre Stutz lebt heute mit seinem Partner Harald Weß in Osnabrück.
Das Nachsynodale Apostolische Schreiben "Querida Amazonia" von Papst Franziskus zur Amazonas-Synode in den Sprachen Italienisch, Spanisch und Englisch am 12. Februar 2020 im Vatikan.  | © kath.ch
Das Nachsynodale Apostolische Schreiben "Querida Amazonia" von Papst Franziskus zur Amazonas-Synode in den Sprachen Italienisch, Spanisch und Englisch am 12. Februar 2020 im Vatikan. | © kath.ch

Keine Lockerung des Zölibats und keine Weihe für Frauen

13.02.2020, 20:19

Papst Franziskus befürwortet einstweilen keine Lockerung der Zölibatspflicht für katholische Priester. Auch lehnt er Weiheämter für Frauen vorerst ab. Dies geht aus dem nachsynodalen Schreiben zur Amazonas-Synode hervor, das gestern veröffentlicht wurde. Wie kath.ch berichtet, ist die Enttäuschung über die fehlende Deutlichkeit beim Zölibat und bei den Weiheämtern von Frauen, der Tenor der Schweizer Stimmen. Als erstes in der Schweiz meldete sich jedoch das Bistum Chur zu Wort: Franziskus betone in seinem Schreiben «die Unersetzbarkeit des sakramentalen Priestertums, dem innerlich verbunden und auch weiterhin der Zölibat zugehört,» heisst es in der Mitteilung, welche kath.ch vorliegt. Das Bistum weist aber auch auf die Aussage des Papstes hin, dennoch «neues Leben in den Gemeinden zu wecken», etwa durch Laiendienste.

Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula  | © kath.ch
Papst Franziskus und Synodenteilnehmer in der Synodenaula | © kath.ch

Gespannte Erwartungen an Synode-Papier des Papstes

11.02.2020, 19:45

Wird er oder wird er nicht? Die Frage beschäftigt Katholiken weltweit seit Ende Oktober. Damals schlug die Bischofssynode dem Papst Lockerungen bei der Ehelosigkeit von Priestern vor. Morgen Mittwoch gibt es Klarheit. Wie kath.ch berichtet, überlagerten vor allem in Westeuropa die häufig genannten kirchlichen Reformerwartungen  tatsächlich bisweilen das, worüber rund 180 Synodale sowie etwa 100 Experten drei Wochen lang berieten. Dem Papst steht es grundsätzlich frei, die Regelung aufzuheben, nach der die Ehe ein kirchenrechtliches Weihehindernis für das Priesteramt darstellt. Im für morgen Mittwoch angekündigten Schlussdokument zur Amazonas-Synode erhoffen sich viele weiterführende Perspektiven in dieser Frage. Gut möglich, dass Franziskus es ähnlich handhaben wird wie 2015, als eine relativ knappe Mehrheit der Weltbischofssynode vorgeschlagen hatte, dass künftig wiederverheiratete Geschiedene unter Umständen wieder zur Kommunion gehen könnten, fand Franziskus eine halbwegs salomonische Lösung: In seinem nachsynodalen Text «Amoris laetitia» verlegte er die umstrittene «liberale» Entscheidung in eine Fussnote.
Wie die Katholiken verzeichneten auch die Reformierten im Aargau im vergangenen Jahr eine Zunahme an Austritten. | © kna-bild
Wie die Katholiken verzeichneten auch die Reformierten im Aargau im vergangenen Jahr eine Zunahme an Austritten. | © kna-bild

Christenschwund im Kanton Zürich

09.02.2020, 07:49

Laut einem Bericht der NZZ sind die Konfessionslosen im Kanton Zürich weiter auf dem Vormarsch. 27,1 Prozent der Bevölkerung seien noch evangelisch-reformiert, 24,8 Prozent römisch-katholisch. Beide Konfessionen hätten im vergangenen Jahr trotz dem allgemeinen Bevölkerungszuwachs viele Mitglieder verloren: 8600  es bei den Reformierten, 5600 bei den Katholiken. Die Reformierten verloren demnach mehr Mitglieder als die Katholiken. Die übrigen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften – die Christkatholiken und die beiden jüdischen Gemeinden – stünden stabil bei 0,3 Prozent der Bevölkerung.
Sechs junge Frauen und Männer verschiedener Religionen zeigen, wie sie sich im Alltag und für religiöse Feiern kleiden. | © Nora Steffen, Dominic Wenger
Sechs junge Frauen und Männer verschiedener Religionen zeigen, wie sie sich im Alltag und für religiöse Feiern kleiden. | © Nora Steffen, Dominic Wenger

Vernissage «Mode und Religion» in Zürich

05.02.2020, 07:00

 Jeweils im November erscheint die interreligiöse Zeitung «zVisite», an der auch Horizonte mitwirkt. Die Fotos der aktuellen Ausgabe «Mode und Religion» wurden von den beiden Fotografen Nora Steffen und Dominic Wenger gemacht. Aus den Bildern ist eine Ausstellung entstanden, die nun in Zürich zu sehen sein wird: «Glaube, Stil und Identität», Porträts und Texte von sechs jungen Menschen mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Hintergründen. Sie zeigen und erzählen, ob und wie sich ihr Glaube auf ihre Art sich zu kleiden auswirkt. Die Vernissage – mit Musik und Apéro – findet am Donnerstag, 13. Februar 2020, um 18 Uhr im aki am Hirschengraben 86 in Zürich statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Binotto, Chefredaktor des «forum», dem katholischen Pfarrblatt des Kantons Zürich. Am Donnerstag, 27. Februar 2020, findet um 20 Uhr eine aki-Veranstaltung für Studentinnen und Studenten statt, bei der Studierende berichten, wie die Ausstellung sie für ihren eigenen Kleidungsstil sensibilisiert.
Menschen tragen Atemschutzmasken während des Angelusgebets mit Papst Franziskus am 2. Februar 2020 auf dem Petersplatz im Vatikan.  | © kath.ch
Menschen tragen Atemschutzmasken während des Angelusgebets mit Papst Franziskus am 2. Februar 2020 auf dem Petersplatz im Vatikan. | © kath.ch

Vatikan spendet Schutzmasken für China

03.02.2020, 18:26

Der Vatikan will die chinesischen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen. Er hat rund 700’000 Schutzmasken nach China geschickt. Das berichtet die chinesische Zeitung «Global Times» und kath.ch. Der chinesische Geistliche, Vincenzo Han Duo, ist Vizerektor des Priesterseminars der Urbania in Rom und soll für den Transport der Masken nach China sorgen. Gespendet wurden die Masken vom Heiligen Stuhl und von chinesischen Christen in Italien. Zusammengestellt wurden die Lieferungen von der vatikanischen Apotheke, die die Masken in ganz Italien beschaffte. In China sollen sie in der besonders betroffenen Provinz Hubei verteilt werden.
Millionen gläubiger Menschen weltweit können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Konfessionslosen in der Schweiz stetig steigt. | © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
Millionen gläubiger Menschen weltweit können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Konfessionslosen in der Schweiz stetig steigt. | © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

Immer mehr «Konfessionslose»

31.01.2020, 11:21

Das Bundesamt für Statistik hält in seiner neusten Studie zur Religion und den Religionsgemeinschaften fest: Am stärksten wächst die Gruppe der Religionslosen. So berichtet das Katholische Medienzentrum in einem aktuellen Beitrag. 1970 gehörten annähernd 100 Prozent der Schweizer Bevölkerung einer der Landeskirchen an – die eine Hälfte war römisch-katholisch, die andere evangelisch-reformiert. Danach verloren diese beiden Konfessionen kontinuierlich an Zulauf – die Protestanten etwas schneller als die Katholiken. Heute gehören 24,4 Prozent der Einwohner der evangelisch-reformierten Landeskirche an, 36,5 Prozent der römisch-katholischen. Von 2010 bis 2018 ging die Anzahl Katholiken um 3, die der Protestanten um 5 Prozent zurück.
Immer wieder gut zu erkennen: Katholische Frauen, denen es reicht, und die das mit der pinken Mitra zeigten. Ämter sollen nicht länger nur zölibatär lebenden Männern vorbehalten sein, die Zugangsbedingungen zur Weihe und die Gestaltung der Kirche sollen für alle Geschlechter möglich sein. | © Anne Burgmer
Immer wieder gut zu erkennen: Katholische Frauen, denen es reicht, und die das mit der pinken Mitra zeigten. Ämter sollen nicht länger nur zölibatär lebenden Männern vorbehalten sein, die Zugangsbedingungen zur Weihe und die Gestaltung der Kirche sollen für alle Geschlechter möglich sein. | © Anne Burgmer

Neuer Anlauf gegen Pflichtzölibat

29.01.2020, 12:00

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller, Direktor des Instituts für Kanonisches Recht an der Universität Münster, hat die Bedeutung von Papst Franziskus für Reformen in der katholischen Kirche in Deutschland hervorgehoben. Und er fordert dringend eine Stärkung der Rechte der Frau. Wenn der Papst keine Ausnahmen zum Zölibat zulassen würde, stünde der Reformdialog «schon zu Beginn vor seinem Aus», erklärte Schüller zum morgigen Start der Synodalversammlung in Frankfurt am Main gegenüber der «Rheinischen Post». Die Themen Zölibat sowie Weihe für Frauen und Sexualmoral würden am Ende im Vatikan entschieden, sagt Schüller. «Darum gilt es, vernünftig Argumente zu sammeln, die dann als Votum nach Rom geschickt und möglicherweise in der Weltkirche wahrgenommen werden können.» Die Zusammenfassung des Interviews ist im Artikel des Katholischen Medienzentrums nachzulesen.
Kirchenratspräsident Luc Humbel und Projektleiterin Regula Kuhn erklären den Kickoffteilnehmern die Ziele des Projekts «Zukunft Migrationspastoral im Aargau». | © Christian Breitschmid
Kirchenratspräsident Luc Humbel und Projektleiterin Regula Kuhn erklären den Kickoffteilnehmern die Ziele des Projekts «Zukunft Migrationspastoral im Aargau». | © Christian Breitschmid

Migrationspastoral: mit- statt nebeneinander

27.01.2020, 16:19

Die Migrationspastoral im Kanton Aargau soll, nach Jahrzehnten des Nebeneinanders, zum katholischen Miteinander in den neuen Pastoralraumstrukturen des Bistums Basel werden. Den Startschuss zum Projekt «Zukunft der Migrationspastoral im Aargau» machte am vergangenen Samstag, 25. Januar, eine Kickoffveranstaltung im Bullingerhaus Aarau. Dabei nahmen 45 Vertreter der am Projekt beteiligten Organisationen teil: das Bistum, insbesondere die Bistumsregion St. Urs, der Kirchenrat der Katholischen Kirche im Aargau, die Missionen und die Pastoralräume. Als erstes soll nun eine Entwicklungsgruppe zusammengestellt werden, die ein Konzept zur Integration der Migrationspastoral in bestehende oder neu entstehende Pastoralräume zuhanden des Kirchenrats und der Bistumsregionalleitung erarbeitet. Horizonte berichtet online am 6. Februar und in der Printausgabe Nr. 9/10 vom 16. Februar über die Hintergründe des Projekts und das weitere Vorgehen.
Kinder malen und zeichnen fürs Christkind.
Kinder malen und zeichnen fürs Christkind.

Christkind bekam so viele Briefe wie noch nie

23.01.2020, 11:03

Sie wurden regelrecht mit Weihnachtspost überschwemmt, das Christkind, Père Noël und Babbo Natale. 30'175 Kinderbriefe aus der ganzen Schweiz trafen zwischen Ende November und Weihnachten 2019 bei der Post ein. Dies meldet uns kath.ch. Immer wieder sind auch Süssigkeiten in den Briefen und Paketen ans Christkind. Bei den Helferinnen und Helfern stapeln sich aber vor allem eins: «Nuggis». Kinder verschicken ihre «Nuggis» und versprechen dem Christkind so, nie mehr zu «nuggele».
Donata Tassone und Andreas Brun übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung im Bistum Basel  | © Bistum Basel
Donata Tassone und Andreas Brun übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung im Bistum Basel | © Bistum Basel

Neue Personalverantwortliche Bistum Basel

20.01.2020, 12:09

Donata Tassone-Mantellini und Diakon Andreas Brun-Federer übernehmen ab dem 1. Juli 2020 die Personalverantwortung des Bistums Basel. Zusammen  treten sie die Nachfolge von Dr. Fabian Berz an, welcher sich nach 15-jähriger Tätigkeit als Personalverantwortlicher in den Ruhestand begibt. Donata Tassone wohnt in Wünnewil, ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Nach einer kaufmännischen Lehre bildete sie sich in Personalmanagement weiter bis zum Executive Master in Business Administration mit Schwerpunkt HR. Zuletzt arbeitete Donata Tassone als Leiterin im Bereich Personal bei der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung. Diakon Andreas Brun wohnt in Winznau, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Nach dem Theologiestudium und Weiterbildungen in Psychologie und Nonprofit-Management war er in den Kantonen Solothurn und Bern in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Seit dem 1. Januar 2019 arbeitet er als Pastoralverantwortlicher in der Abteilung Pastoral und Bildung des Bistums Basel. 
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von 72 Stunden setzen die Jugendgruppen ein gemeinnütziges Projekt in die Tat um.  | © zvg SAJV/CSAJ
Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von 72 Stunden setzen die Jugendgruppen ein gemeinnütziges Projekt in die Tat um. | © zvg SAJV/CSAJ

Heute startet die «Aktion 72 Stunden»

15.01.2020, 21:59

Heute Donnerstag, 16. Januar, fällt der Startschuss für die Aktion 72 Stunden, das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz. Von Genf bis zum Bodensee, von Basel bis Chiasso werden von Donnerstag, 16. bis Sonntag, 19. Januar, mehr als 20'000 Kinder und Jugendliche in nur 72 Stunden 350 nachhaltige und gemeinnützige Projekte umsetzen. Die Aktion 72 Stunden ist ein Projekt der Schweizer Jugendorganisationen und wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) koordiniert. Auch im Aargau beteiligen sich diverse Jublascharen, Pfadiabteilungen und Jugendgruppen an der Aktion und renovieren Unterführungen, bauen Insektenhotels oder organisieren einen Kleidertausch. Eine Übersicht über die Projekte findet sich online.  www.72h.ch  
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt  die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres
Jungwacht und Blauring ist der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Schweizweit zählt die «Jubla» rund 30'000 Mitglieder. | © Marie-Christine Andres

Solidaritätsaktion von Jungwacht Blauring

14.01.2020, 13:32

jubla.infanta ist die grosse Solidaritätsaktion von Jungwacht Blauring zugunsten philippinischer Kinder. Jubla-Scharen aus der ganzen Schweiz verkaufen bei diversen Gelegenheiten symbolische Gegenstände. Der Erlös fliesst in ein Jubla-Partnerschaftsprojekt in der Fischerregion Infanta, wo eine Vorschule unterstützt wird. Rund 120 philippinischen Kindern wird dadurch ein richtungsweisender Einstieg in die Schuldbildung, eine ausgewogene Ernährung und hygienische und gesundheitliche Grundversorgung ermöglicht. Die Solidaritätsaktion bedeutet echte Hilfe vor Ort – die vom Hilfswerk Fastenopfer professionell betreut wird. Jedes Jahr steht einer der Schwerpunkte Bildung, Nahrung oder Hygiene & Gesundheit im Zentrum der Aktion. Für die Aktion 2020 / 2021 kommt jubla.infanta mit einem neuen Verkaufsgegenstand daher. Die grossen Zündholzschachteln mit eingelegten Spielideen, Zaubertricks und Logikrätseln passen zum Jubla-Jahresthema 2020 «Feuer und Flamme».

www.jubla.ch
Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann
Gottfried Locher. Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. | © Vera Rüttimann

Mit neuem Namen ins neue Jahr

12.01.2020, 08:36

Seit dem 1. Januar heisst der Schweizerische Evangelische Kirchenbund offiziell Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS). Ziel sei ein enger Austausch unter den Kirchen. Ebenfalls hat sich die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz eine neue Verfassung gegeben und einen neuem Image-Film veröffentlicht und das Logo «Kreuz im Licht» lanciert. «In Zeiten, in denen konfessionelle Unterschiede in der Öffentlichkeit nur noch unscharf wahrgenommen werden, setzt das originale Kreuz-Logo auf Verbindendes», heisst es in einer Mitteilung vom 9. Januar. Hauptaufgabe der EKS ist laut Mitteilung «die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Wort und Tat,» wird Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, zitiert.
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild
Bootsflüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia auf einem Marine-Schiff in Palermo. | © kna-bild

Schweiz soll bei Seenotrettung von Flüchtlingen mitmachen

09.01.2020, 11:09

Das Mittelmeer soll nicht mehr zum Grab für Bootsflüchtlinge werden. Dafür soll sich die Schweiz einsetzen, indem sie sich am Aufbau eines zivilen Seenotrettungssystems beteiligt. Dies fordert eine Petition, die am Dienstag mit rund 24’400 Unterschriften eingereicht wurde. Auch die Kirchen sollen in die Pflicht genommen werden. Die Petition fordert, dass sich die Schweiz am Aufbau eines europäisch organisierten und finanzierten zivilen Seenotrettungssystems beteiligt. An die Schweizer Bischofskonferenz sowie auch an den evangelischen Kirchenrat gelangte zudem ein Brief, sich dem von der evangelischen Kirche Deutschlands initiierten Bündnis «United4Rescue Gemeinsam Retten e.V.» anzuschliessen. Dieses will ein eigenes Rettungsschiff für Flüchtlinge ins Mittelmeer schicken.
Traditionelle Darstellung der drei Könige mit Weihrauch, Gold und Myrrhe.  | © Roger Wehrli
Traditionelle Darstellung der drei Könige mit Weihrauch, Gold und Myrrhe. | © Roger Wehrli

Könige aus Krippen gestohlen

07.01.2020, 10:59

Zum Dreikönigstag am gestrigen Montag haben Aktivisten aus mehreren Kirchen Deutschlands Krippenfiguren entfernt, um auf die «gravierende humanitäre Notlage in den Flüchtlingslagern an den europäischen Aussengrenzen und innerhalb Europas» sowie auf die «menschenunwürdige Unterbringung» in den Ankerzentren aufmerksam zu machen, hiess es von Seiten einer Aktivistengruppe, die sich ad hoc für die Aktion formiert hatte. Betroffen von den Diebstählen waren rund 15 Krippen in Berlin, Bielefeld, Darmstadt, Köln und Münster. Entfernt worden seien jeweils zwei der Heiligen Drei Könige, so Thorsten Meinholdt, einer der Sprecher der Aktion «Ausgegrenzt – Dreikönige vor den Toren Europas». Die «europäische Abschottungspolitik» habe verhindert, dass die beiden Könige «das neugeborene Flüchtlingskind Jesus von Nazareth begrüssen», ergänzte Sprecherin Rosa Frahm: «Ein König sitzt im Lager Moria auf Lesbos fest.» Ein anderer werde «im Ankerzentrum Deggendorf festgehalten. Sein Ersuchen, den Messias mit Geschenken zu begrüssen, wird als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Zur effektiveren Durchsetzung seiner Abschiebung darf er den Landkreis nicht verlassen.»
Kündigte an, eine neue Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe zu lancieren: CVP-Präsident Gerhard Pfister. | © Andreas C. Müller
Kündigte an, eine neue Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe zu lancieren: CVP-Präsident Gerhard Pfister. | © Andreas C. Müller

CVP mit neuer Heiratsstrafe-Initiative

05.01.2020, 17:56

Das CVP-Präsidium hat entschieden, die Initiative gegen die sogenannte «Heiratsstrafe» zurückzuziehen. Die Partei will aber im gleichen Zug eine neue, gleichartige Initiative lancieren, die auch Homosexuelle mit eingetragener Partnerschaft berücksichtigt. Die neue Volksinitiative sei laut Parteipräsident Gerhard Pfister an die bisherige Initiative angelehnt. Neu sei aber, dass nun auch Homosexuelle mit eingetragener Partnerschaft profitieren könnten. Wenn ein Paar heiratet oder sich zu einer eingetragenen Partnerschaft entschliesst, werden die Einkommen beider Personen für die Steuerberechnung zusammengezählt, was dazu führt, dass diese Paare höhere Steuern bezahlen. Auch erhalten sie nach der Pensionierung lediglich maximal 1,5 AHV-Renten.
Brach in seiner Neujahrsansprache eine Lanze für die Würde der Frau: Papst Franziskus. In der katholischen Kirche sind Frauen nach wie vor benachteiligt. | © Oliver Sittel
Brach in seiner Neujahrsansprache eine Lanze für die Würde der Frau: Papst Franziskus. In der katholischen Kirche sind Frauen nach wie vor benachteiligt. | © Oliver Sittel

Papst fordert Einsatz für die Würde der Frau

03.01.2020, 10:18

Papst Franziskus hat zu Beginn des neuen Jahres einen stärkeren Einsatz für die Würde von Frauen angemahnt. In seiner Predigt im Neujahrsgottesdienst sagte er, Frauen müssten an allen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. «Wenn wir eine bessere Welt wollen, die ein Haus des Friedens und nicht Schauplatz für Krieg ist, möge uns die Würde jeder Frau am Herzen liegen», sagte das Kirchenoberhaupt am Neujahrstag bei einer Messe im Petersdom. Eine Errungenschaft für die Frau ist eine Errungenschaft für die ganze Menschheit», so Franziskus in seiner Predigt zum katholischen Fest der Gottesmutter Maria. Frauen müssten an den Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden.