27.09.2021

Gegen den Ausschluss von Mitgläubigen

Papst Franziskus hat alle Katholiken davor gewarnt, wegen selbst empfundener Rechtgläubigkeit andere auszuschließen. «Möge Gott uns vor der ‹Nest›-Mentalität bewahren, die darin besteht, sich eifersüchtig zur kleinen Gruppe derer zu zählen, die sich für gut hält», sagte der Papst beim Angelus am gestrigen Sonntag, dem Welttag der Migranten. Franziskus bezog sich auf das Evangelium (Mk 9,38-48), in dem die Jünger einem Mann das Handwerk legen wollen, der in Jesu Namen Dämonen austreibt, aber nicht zu ihrem Kreis gehört. «Hindert ihn nicht», sagt Jesus, «denn wir nicht gegen uns ist, der ist für uns.» Dieselbe Versuchung der Jünger, die Jesus nahestehen und gleichsam unter urheberrechtlichen Aspekten sein Wirken verteidigen wollen, befalle Gläubige auch heute: «Manchmal können auch wir, anstatt demütige und offene Gemeinschaften zu sein, den Eindruck erwecken, ‹Klassenbester› zu sein und andere auf Distanz zu halten», vermerkte der Papst. «Ich bin gläubig, ich bin katholisch, ich gehöre zu dieser oder jener Vereinigung, die anderen, naja… aber das ist eine Sünde. Statt zu versuchen, alle mitzunehmen, stellen wir uns eine ‹Lizenz zum Glauben› aus, um zu urteilen und auszuschließen.»

24.09.2021

Katholisches Medienzentrum hat neuen Präsidenten

Die Mitglieder des Vereins Katholisches Medienzentrum haben einen neuen Vorstand gewählt. Das hat kath.ch heute in einer Medienmitteilung publiziert. Neuer Präsident ist Adrian Müller. Der Kapuzinerbruder aus Schwyz folgt auf Odilo Noti, der sich seit 2014 als Präsident erfolgreich für die Neuausrichtung der katholischen Medienarbeit eingesetzt hat. Mit Esther Kuster, Kommunikationsbeauftrage der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, und Sarah Paciarelli, Kommunikationsbeauftragte des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes, sind künftig auch zwei Frauen im Vorstand vertreten. Zudem verlässt Urban Fink-Wagner den Vorstand. Die strategische Führung des Vereins Katholisches Medienzentrum geht nun über in die Hände von Adrian Müller. Er wurde an der gestrigen Generalversammlung in Zürich zum neuen Präsidenten gewählt. Adrian Müller ist Kapuziner mit Wohnsitz im Kapuziner-Kloster Schwyz. Er war Guardian des Klosters Rapperswil. In der Medienarbeit der katholischen Kirche kennt er sich ausgezeichnet aus. Als Vorstandsmitglied der früheren Presseagentur Kipa und seit 2014 als Vorstandsmitglied des Katholischen Medienzentrums hat er sich für die strategische Führung der Publizistik bei kath.ch eingesetzt. Müller ist zudem Journalist und gibt die Kapuzinerzeitschrift ITE heraus.

22.09.2021

Akorel besorgt über Lage in Afghanistan

Die Aargauer Konferenz der Religionen, kurz Akorel, hat sich letzte Woche in Aarau getroffen. Die Akorel fördert das Vertrauen und das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen im Aargau. In ihrer heute veröffentlichten Medienmitteilung zeigt sich die Akorel sehr besorgt über die aktuelle Lage in Afghanistan. Sie unterstützt die Forderung des Schweizerischen Rates der Religionen. Dieser appelliert an den Bundesrat und bittet, die Einreise von gefährdeten Personen aus Afghanistan zu erleichtern sowie Frauen und Mädchen, die allein unterwegs sind, ein unkompliziertes Aufenthaltsrecht zu gewähren. Der Rat begrüsst die rasche humanitäre Hilfe der Schweiz sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf. Es gehe um konkrete Schritte, um die Not zu lindern und Menschenrechte zu schützen. Eine schnelle Ausreise und unkompliziert Asyl zu ermöglichen sei nun eminent wichtig. Die Kirchen bieten an verschiedenen Orten Hilfe an und tragen die Sorgen von bereits in der Schweiz lebenden Menschen aus Afghanistan mit.

20.09.2021

Friedhöfe als grüne Inseln der Ruhe

Am vergangenen Wochenende, 18./19. September, wurden in Deutschland und in der Schweiz wieder die Tage des Friedhofs gefeiert. Der Tag des Friedhofs wurde 2001 in Deutschland ins Leben gerufen und findet seit 2014 auch in der Schweiz immer mehr Anklang. Ziel dieser Gedenktage ist es, die Friedhöfe als kulturelle Güter, als Orte der letzten Ruhe und des Abschiednehmens, aber auch als grüne Oasen zur Erholung bewusster zu machen und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Leben, Tod und Trauer anzuregen. Der Tag des Friedhofs findet jeweils am dritten Wochenende im September statt. Zahlreiche Friedhöfe in der Schweiz und in Deutschland laden dann jeweils zu vielfältigen Veranstaltungen ein.

Das Schweizer Radio SRF 1 hat sich aus diesem Anlass auf verschiedenen Friedhöfen umgesehen, unter anderem auch auf dem Stadtfriedhof Liebefels in Baden. Hier wird getrauert, der Verstorbenen gedacht, die Ruhe gesucht. Aber es gibt auf dem Friedhof Liebefels auch Joggerinnen, Spaziergänger und sogar ein Theater ist geplant – im Krematorium auf dem Friedhofsgelände. Wie aus den stillen Orten der letzten Ruhestätten zunehmend grüne Inseln der Ruhe und Erholung werden, hören und lesen Sie hier in der SRF-Reportage von Ramon Hegi.

17.09.2021

Auftakt zur Weltsynode 2023

Im Oktober macht sich die römisch-katholische Weltkirche auf den Weg zur Synode 2023. Papst Franziskus will eine synodale Kirche – eine Kirche, in der Menschen miteinander sprechen und aufeinander hören. Deshalb sollen möglichst viele der weltweit 1,3 Milliarden Mitglieder in die Kirchenentwicklung einbezogen werden. Im Zentrum stehen Fragen zu «Gemeinschaft, Mitwirkung und Auftrag» der Kirche. Das Bistum Basel hat diese Woche mit der Information seiner 1,1 Millionen Mitglieder begonnen. Zum Bistum Basel gehören die zehn Kantone Bern, Solothurn, Jura, Luzern, Zug, Schaffhausen, Aargau, Basel-Stadt, Baselland und Thurgau.

Der weltweite synodale Prozess von Papst Franziskus ist dreistufig und beginnt am 17. Oktober 2021 mit der Befragung der Kirchenmitglieder auf Bistumsebene, gefolgt von Gesprächen auf kontinentaler Ebene im Jahr 2022 sowie auf Ebene der Weltkirche in Rom im Jahr 2023. Der Aufwand für diesen weltweiten Prozess ist gross und soll den Zusammenhalt in der Kirche stärken.

Im Bistum Basel findet der synodale Prozess wie folgt statt:

  • Vom 17. Oktober bis 30. November 2021 werden Gruppen mit mindestens fünf Personen die Fragen diskutieren und ihre Antworten in die Umfrageplattform des Forschungsinstituts gfs.bern eingeben.
  • Am 13. Januar 2022 werden die von gfs.bern ermittelten Resultate veröffentlicht und anschliessend vom 20. bis 22. Januar 2022 an der vorsynodalen Versammlung des Bistums diskutiert und verdichtet. Zu dieser Versammlung eingeladen sind alle diözesanen Räte, Kommissionen und Gäste. 
  • Am 28. Januar 2022 wird das Schlussergebnis des Bistums veröffentlicht und an die Schweizer Bischofskonferenz weitergeleitet. Diese diskutiert die Ergebnisse der Diözesen und sendet die Eingabe der Schweiz nach Rom.

Damit möglichst viele Kirchenmitglieder und Interessierte an den Gesprächen mitwirken, lanciert das Bistum eine Motivationskampagne. Bischof Felix Gmür lädt Pfarreien, Kirchgemeinden, Landeskirchen, Organisationen, Gremien und Glaubensgemeinschaften ein, als Botschafter/-innen für den synodalen Prozess zu werben und Gesprächsmöglichkeiten zu organisieren. Auf der Webseite wir-sind-ohr.ch wird über Synode und Teilnahme informiert.

14.09.2021

Fastenopfer wird «Fastenaktion»

Am letzten Freitag, 10. September, feierte das Hilfswerk Fastenopfer in Luzern mit rund 170 Gästen sein 60-jähriges Bestehen. Der Festakt wurde mit einem Jubiläumsgottesdienst eröffnet. Anschliessend fand eine Podiumsdiskussion statt mit Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, Botschafterin Ruth Huber von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Stiftungsratspräsident Bischof Felix Gmür und dem Geschäftsleiter von Fastenopfer, Bernd Nilles, über die Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit in Zeiten der Klimakrise. Es wurde klar, dass Fastenopfer seiner Grundidee, die Ursachen zu bekämpfen und nicht Pflästerlipolitik zu betreiben, seit 60 Jahren treu geblieben ist.

Als inoffizieller Höhepunkt des Anlasses wurden das neue Logo und der neue Name von Fastenopfer vorgestellt. Per 1. Januar 2022 wird das Hilfswerk «Fastenaktion» heissen. Das angepasste Logo betont die Menschlichkeit und symbolisiert gleichzeitig die ungerechte Welt. Das Logo der Fastenaktion ruft zum gemeinsamen Handeln für mehr Gerechtigkeit auf.

13.09.2021

Zwei Möglichkeiten für Gottesdienste

Seit heute Montag, 13. September, gibt es zwei mögliche Typen von Gottesdienst: mit Zertifikats-, dafür ohne Maskenpflicht. Oder ohne Covid-Zertifikat, dafür mit Maske und einer Obergrenze von 50 Menschen pro Gottesdienst. Das katholische Medienzentrum kath.ch hat die neuen Regeln der Schweizer Bischofskonferenz zusammengefasst:

Gottesdienst ohne Zertifikatspflicht: Wenn kein Zertifikat kontrolliert wird, gilt eine Obergrenze von 50 Leuten – Pfarrer, Ministrantinnen und Organist eingeschlossen. Dabei dürfen höchstens zwei Drittel der räumlichen Kapazität besetzt werden. Es gilt Maskenpflicht und die Aufforderung, den Mindestabstand von 1,5 Meter «bestmöglich» einzuhalten. Neu müssen die Anwesenden ihre Kontaktdaten hinterlassen. Ein anonymer Gottesdienstbesuch ist somit nicht möglich.

Gottesdienst mit Zertifikatspflicht: Pfarreien, die nur Personen mit Covid-Zertifikat zum Gottesdienst zulassen, können bis zu 1000 Personen teilnehmen lassen. Sie müssen ein vereinfachtes Konzept erarbeiten, wie sie die Zugangskontrolle organisieren wollen und welche Hygienemassnahmen getroffen werden. Somit ist es den Pfarreien überlassen, ob sie das Maskentragen verlangen oder nicht. Gottesdienste ohne Masken sind künftig also wieder möglich. Kinder unter 16 Jahren müssen kein Zertifikat zeigen.

Aktuelle Informationen zu den einzelnen Gottesdiensten finden Sie auf www.horizonte-aargau.ch/gottesdienste-und-veranstaltungen

09.09.2021

Landeskirchen gegen Zertifikatspflicht für Abdankungsfeiern

Die vom Bundesrat gestern Mittwoch, 8. September, vorgestellten weiterführenden Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Pandemie werden von der Evangelisch-reformierten Kirche (EKS) und der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) unterstützt. Dies berichtet das katholische Medienzentrum kath.ch. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht tritt ab Montag, 13. September, in Kraft und ist bis zum 24. Januar nächsten Jahres vorgesehen. Die beiden Landeskirchen begrüssen es, dass der Zugang zu Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen erst ab einer Anzahl von fünfzig Personen der Zertifikatspflicht unterliegt und betrachten die Anhebung der zertifikatsfreien Grenze als Ergebnis der Einwirkung der Landeskirchen im Rahmen der Vernehmlassung. Sie würden alles Mögliche unternehmen, damit sich die Teilnehmenden an Gottesdiensten nicht anstecken. Die Landeskirchen kritisieren jedoch, dass Abdankungen und andere, auch nicht-kirchliche Bestattungsrituale, nicht generell vom Zertifikatserfordernis ausgenommen sind. Die Möglichkeit, gemeinsam zu trauern und Abschied zu nehmen sei ein wesentliches Element der persönlichen und gesellschaftlichen Bewältigung von Krisensituationen. Weiterhin würden sie sich aktiv beim Bundesrat dafür einsetzen, dass Abdankungen von der Zertifikatspflicht ausgenommen werden.

07.09.2021

Gelungener Auftakt zur SchöpfungsZeit

Am 1. September hat die ökumenische SchöpfungsZeit begonnen. Die Auftaktveranstaltung fand zum fünften Mal in Rheinfelden statt. Dieses Jahr passte der Ort thematisch besonders gut, denn im Mittelpunkt der SchöpfungsZeit 2021 steht das Wasser. «Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen» lautet die Überschrift. Die poetischen Worte stammen aus dem Johannesevangelium im Neuen Testament. Ein Stationenweg führte von der römisch-katholischen Kirche am Rhein entlang bis hoch zum Kraftwerk. Rolf Bürgi, Präsident des Fischereivereins Bezirk Rheinfelden, führte die dreissig Frauen und Männer vom Städtli flussaufwärts und erzählte über das Leben am und im Wasser. Von der sensiblen Äsche, die in den heissen Sommern 2003 und 2018 fast ausgestorben wäre, vom Aal, der unter den Turbinen der Kraftwerke leidet, vom Lachs, der darauf wartet, dass bei drei Kraftwerken im Elsass endlich auch Fischtreppen eingebaut werden, damit er wieder wie früher seine Reise vom Meer den Fluss hoch antreten kann. Bürgi schilderte, wie bei den Treppen Fische gezählt, gewogen und mit Sendern versehen werden, wies darauf hin, dass die Flüsse in Bezug auf Plankton oft zu sauber, in Bezug auf chemische Substanzen zu schmutzig seien und dass die Rückstände von Antibiotika und Antibabypille die Fische unfruchtbar mache.

Bei der abschliessenden liturgischen Feier beim Kraftwerk erzählte Daniel Frei vom Pfarramt für weltweite Kirche beider Basel die Geschichte von Mara, dem «Bitterbrunnen» in der Wüste, wie sie im Buch Exodus im Alten Testament überliefert ist. Mose wirft ein Stück Holz ins Wasser, worauf dieses trinkbar wird. Frei setzte die Geschichte in Beziehung zum Unfall von Schweizerhalle 1986, als Fische bis hinunter nach Mannheim starben, das Wasser sich rot färbte und eine dunkle Wolke über Basel hing. Dass das Rheinwasser heute trinkbar ist und Fische im Fluss schwimmen, sei keine Selbstverständlichkeit. Der Auftakt in die SchöpfungsZeit wurde musikalisch begleitet von Tamar Eskenian, einer international erfolgreichen Querflötistin, die auf der armenischen Hirtenflöte Shvi spielte. Ein eigens für diesen Anlass geschriebener Kanon von Jutta Wurm von der reformierten Kirche Region Rheinfelden sowie ein Ritual mit guten Wünschen fürs Wasser von Claudia Nothelfer von der römisch-katholischen Landeskirche Aargau schlossen die Feier ab. 

Vom 1. September (Schöpfungstag der orthodoxen Kirchen) bis zum 4. Oktober (Gedenktag des Schöpfungsheiligen Franz von Assisi) feiern die Kirchen schweiz- und weltweit die SchöpfungsZeit. Sie ist dem Gebet für die Erde und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet. Der Verein «oeku – Kirchen für die Umwelt» erarbeitet jeweils Informationsmaterial und liturgische Unterlagen. Seit 2017 findet der Anlass der Landeskirchen Aargau und beider Basel zur Eröffnung der SchöpfungsZeit jeweils in Rheinfelden statt.

05.09.2021

Vorbeugen ist besser als trauern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Association for Suicide Prevention (IASP) haben 2003 erstmals den 10. September als Welttag der Suizidprävention ausgerufen. Seitdem finden jährlich an diesem Datum Veranstaltungen statt, die vorwiegend von Organisationen aus dem Gesundheitsbereich bzw. der Suizidprävention veranstaltet werden. Im Kanton Aargau engagieren sich Tel 143 – Die Dargebotene Hand zusammen mit der Fachstelle Suizid-Netz Aargau, der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau und dem Verband Aargauer Psychologinnen und Psychologen VAP in diesem Jahr mit einer Strassenaktion und einer Abendveranstaltung am Welttag der Suizidprävention. Dabei stellen alle beteiligten Organisationen die psychische Gesundheit in den Fokus.

Unter dem Titel «Alltagsfarbentauglich – eine Strassenaktion­» werden am Freitag, 10. September 2021, von 11 – 13 Uhr, auf der Igelweid in Aarau die Passanten vor Ort dazu ermutigt, im persönlichen Umfeld die psychische Gesundheit ins Sichtfeld zu rücken. Bei dieser Aktion kommt Farbe ins Spiel und ein unbeschriebenes Blatt wartet auf Farbtupfer. Zusammengefügt entsteht ein einmaliges Kunstwerk. Dazu liegen Informationen verschiedener Fachstellen bereit, um im grauen Alltag zu wissen, wo Hilfe zu holen ist.

Die Veranstaltung «Aufeinander zugehen – Können wir’s noch?» lädt ein zur physischen oder auch virtuellen Teilnahme. Dabei geht es um die Frage, wie man das Aufeinander-Zugehen üben kann und wie es trotz Abstandhalten gelingt. Ungewissheit, schlechtes Gewissen oder Unsicherheit lassen Menschen einer Begegnung entgegenfiebern oder diese eben auch vermeiden. Welche Steine legen sich der Begegnung in unserer heutigen Welt in den Weg? Die Reaktionen der Teilnehmer nimmt das Playbacktheater gehdicht.ch entgegen und spielt diese ad hoc zurück, am 10. September, von 19.30 – 21.30 Uhr, entweder live im Reformierten Kirchengemeindehaus, Oelrainstrasse 21, in Baden oder via Livestream. Hier geht’s zum Trailer der Veranstaltung. Mehr Informationen und die Möglichkeit, sich direkt anzumelden gibt’s auf der Website von Tel 143 – Die dargebotene Hand.

Ausserdem finden aktuell und noch bis am 1. November 2021 die Aktionstage psychische Gesundheit statt. Mehr als 30 Institutionen sensibilisieren für das Thema, vermitteln Informationen und schaffen ein Bewusstsein für den Umgang mit psychischer Gesundheit.

01.09.2021

SRF info überträgt Gedenkfeier für Hans Küng live

Zum Andenken an Hans Küng findet in der Jesuitenkirche in Luzern am 3. September um 17.30 Uhr eine Gedenkfeier statt. Der international bekannte römisch-katholische Theologe, Kirchenkritiker und Gründer der Friedensinitiative «Weltethos» ist am 6. April 2021 an seinem Wohnort Tübingen gestorben. «Ein besinnliches und heiteres Gedenken» hatte sich der 1928 geborene Hans Küng gewünscht. Diesem Wunsch kommen die Stiftungen «Herbert Haag – für Freiheit in der Kirche» und «Weltethos Schweiz» mit dieser Gedenkfeier nach. Der Priester, Professor und Weltbürger Hans Küng rief seine Kirche zu radikalem Umdenken auf. Er provozierte und hinterfragte die Unfehlbarkeit des Papstes. Die Freiheit des Glaubens und die Verantwortung für ein globales und interreligiöses Ethos waren Eckpfeiler seines Christseins. Während der Gedenkfeier in Luzern werden Würdigungen und Texte aus dem Werk von Hans Küng vorgetragen. Der Basler Bischof Felix Gmür spricht zusammen mit dem Rottenburger Bischof Gebhard Fürst ein Gebet für Hans Küng. Musikalisch gestalten die Feier das Basler Capriccio Barockorchester und die Sängerinnen und Sänger des Ensemble Corund Luzern unter der Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer. Schweizer Radio und Fernsehen SRF überträgt die Gedenkfeier live auf dem Kanal SRF info. Mehr über Leben und Werk von Hans Küng lesen Sie hier.

30.08.2021

Die Jubla wächst weiter

Der Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring (Jubla) verzeichnet für das Jahr 2020 trotz vieler Herausforderungen einen erfreulichen Mitgliederzuwachs von 342 Personen. Das entspricht einem Plus von 1.06 Prozent. Wie Jubla Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt, trage die hohe Motivation der rund 32’500 Jubla-Mitglieder dazu bei, dass der Verband auch in schwierigen Zeiten stark bleibe. Die Jubla sei nicht allein: «Leitende, Begleitpersonen, Ehemalige und Kursleitende nähren sie. Pfarreien, Partnerorganisationen, Geldgebende stützen sie.»
 
Das Jahr 2020 auferlegte dem Jugendverband mit der Corona-Pandemie eine schwierige Aufgabe. Um das Vereinsleben aufrecht zu erhalten, wurde der Hashtag #jublazuhause ins Leben gerufen – ein Symbol für die vielen kreativen Ideen, mit denen die Jubla der Krise trotzten. Diesen Sommer folgte die nächste Herausforderung: Heftige Regenfällen und Unwetter erschütterten die Schweiz während der Sommerferien und trafen auch viele Gruppen auf ihrem Lagerplatz. Die Leiterinnen und Leiter stellten ihre Risikokompetenz unter Beweis, indem sie Wassergraben ausschaufelten, Hochbauten aufstellten oder in gefährlichen Situationen die Gruppe sicher in die zuvor organisierte Notunterkunft brachten. Konnten die Gruppen das Lager trotz allem Effort nicht weiterführen, stellten die Scharen auf ein Tageslager im eigenen Dorf um. Christoph Ratz, Co- Präsident der Verbandsleitung Jubla Schweiz, stellt fest: «Der Umgang der Leitenden mit dem Unwetter und der Corona-Situation hat wieder einmal gezeigt, dass sie durch ihre Ausbildung bei der Jubla verantwortungsvoll mit Risiken umgehen und kreative Lösungen entwickeln können.»
 
Mit einem neuen Werbefilm zeigt die Jubla, was sie ausmacht, dankt allen Mitwirkenden und freut sich auf zukünftige tolle Erlebnisse.

 

 

26.08.2021

Am Sonntag, 29. August, eröffnet das Museum Gnadenthal

Diesen Sonntag, 29. August 2021, öffnet das Museum Gnadenthal seine Tore. Bereits im Jahr 2017 hatte der Verein Gnadenthal  beschlossen, die Kloster- und Pflegegeschichte aufzuarbeiten und neu zu vermitteln. Nun ist das neue Museum bereit für die Besucherinnen und Besucher. Facettenreich wird  die bewegte Geschichte des Ortes an der Reuss erzählt. So erhalten Besucher im ehemaligen Refektorium (Speisesaal) Einblick in die Schätze des Klosters. Die Originalobjekte erzählen vom Alltag der Nonnen, der geprägt war vom Gebet, der Arbeit und der Lesung. Ein kurzer Einführungsfilm im ehemaligen Entenhaus gibt einen Überblick über die Kloster- und Pflegegeschichte im Gnadenthal. Zudem bietet ein Audiospaziergang auf dem Klosterareal vertiefte Informationen zum Hören. Die Eröffnung wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet.

 

Eröffnungs-Programm vom 29. August 2021  

10 bis 11 Uhr Gottesdienst
11.30 bis 12.30 Uhr Öffentliche Museumsführung
13.30 bis 14.30 Uhr Szenischer Rundgang
15 bis 15.45 Uhr Konzert von Romanesca (Barocke Musik)
16 Uhr Szenischer Rundgang
Der Tag wird begleitet von historischen Darstellerinnen und Darstellern.

Ein Grillstand mit Getränken steht zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.museum-gnadenthal.ch

25.08.2021

Wieviel Religion braucht die Schweiz?

Die interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz, Iras Cotis, betreibt eine neue Informationsplattform, deren Inhalte zur freien Lektüre zur Verfügung stehen. Unter der Webadresse www.religion.ch sind diesen August und September Artikel von renommierten Autoren zu finden, die sich alle mit der Frage beschäftigen: Wieviel Religion braucht die Schweiz? Iras Cotis schreibt dazu: «Die Internetplattform religion.ch will die Bedeutung religiöser Traditionen als Teil unserer Kultur in breiten Kreisen ins Gespräch bringen mit dem Ziel, Ängste abzubauen, Verständnis zu fördern und den Weg zu gegenseitigem Respekt und friedlichem Zusammenarbeiten der Religionsgemeinschaften zu ebnen.» In welcher Beziehung sollen Staat und Religion stehen? Welchen Platz dürfen Religionen in unserer Gesellschaft und dem öffentlichen Raum heute noch einnehmen? Eine Debatte, die insbesondere im Kontext von zugewanderten Religionen wie dem Islam sehr kontrovers geführt wird. Braucht es eine vollständige Trennung zwischen Kirche und Staat? Oder ist eine Anerkennung der bessere Weg? Die neue Artikelserie auf religion.ch beleuchtet diese und viele weitere Themen rund um die Frage «Wieviel Religion braucht die Schweiz?» aus verschiedenen Perspektiven.

23.08.2021

Europäische Tage des Denkmals am 11. /12. September

Am Wochenende vom 11./12. September 2021 findet die 28. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals statt. Unter dem Motto «Gewusst wie» bieten die Kantonale Denkmalpflege und zahlreiche weitere Kulturinstitutionen an 41 Standorten – 18 davon in der Kantonshauptstadt – kostenlose Führungen an. Die Kantonale Denkmalpflege, die Kantonsarchäologie, diverse Standorte des Museums Aargau, aber auch lokale Kulturinstitutionen in Aarau, Baden, Lenzburg, Muri, Rheinfelden und Zofingen beteiligen sich mit Workshops und Führungen. 

Aufgrund der letztjährigen Reduzierung des Angebots setzt die Kantonale Denkmalpflege Aargau ihren Schwerpunkt nochmals auf die Kantonshauptstadt. Als kantonale Koordinatorin der Denkmaltage lädt sie die Öffentlichkeit am Sonntag, 12. September ins Säulenhaus an der Laurenzenvorstadt 107 in Aarau ein. Um 11 Uhr begrüssen der Landstatthalter Alex Hürzeler, der Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker und der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer das Publikum vor dem Säulenhaus. Verpflegungs- und Informationsstände laden zum Verweilen ein. Die Kantonsarchäologie präsentiert verschiedene Handwerkstechniken und dazugehörige Originalfunde aus 5000 Jahren.

Die Kantonsarchäologie setzt weitere Schwerpunkte im Kloster Königsfelden und beim Pfahlbauhaus Seengen. Ausserdem nimmt sie am Sonntag um 13 Uhr archäologisch Interessierte mit auf eine Wanderung zum keltischen Aarau auf dem Eppenberg. Das detaillierte Programm mit allen Angeboten und Führun- gen ist zu finden unter: www.ag.ch/denkmalpflege und www.hereinspaziert.ch.

Aufgrund der beschränkten Plätze ist für die meisten Führungen eine Anmeldung erforderlich. Für die Sicherheit der Besuchenden sorgt ein Schutzkonzept mit diversen Massnahmen wie Einhaltung von Abständen, Maskentragpflicht in Innenräumen, Aufnahme der Kontaktdaten sowie ausrei- chend Desinfektionsmittel.

20.08.2021

Facebook entdeckt Religion als Geschäftsfeld

Wie die katholische Nachrichtenagentur kna berichtet, hat die Social-Media-Plattform Facebook Religion als Geschäftsmodell entdeckt. Vor vier Jahren schrieb Mark Zuckerberg ein langes Manifest über die Rolle von Facebook in einer vernetzten Welt. Darin entdeckte er die Religion – genauer gesagt «Partnerschaften mit Glaubensgemeinschaften» – als Wachstumsfeld. Er beauftragte die christliche Autorin Nona Jones, diesen neuen Geschäftsbereich für Facebook zu entwickeln. Die Evangelikale verstehe sich darauf, Religion über elektronische Medien zu vermarkten und habe dafür hat den Begriff der «Social Ministries» geprägt, der ausdrücke, die Sozialen Medien in den Dienst der Evangelisierung zu stellen.

Wie kna berichtet, besteht für Glaubensgemeinschaften neuerdings etwa die Möglichkeit, Gottesdienste über die Plattform live zu streamen, Spenden zu sammeln und Fürbitten ins Cyberspace zu schicken. Jones beschreibt die Stossrichtung der Religions-Initiative des Internetriesen als selbstloses Angebot. Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, auf Profit abzuzielen – mehr Nutzer bedeuteten für Facebook mehr Daten und ein potenziell grösseres Stück vom Werbekuchen. Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre lägen nahe, schreibt kna, zumal in den Gebetsanliegen sehr persönliche Dinge geäussert würden: die Bitte um Heilung von einer schweren Krankheit, Sorgen am Arbeitsplatz, Probleme in Ehe und Familie. Unter den jeweiligen Gebetsanliegen haben andere Nutzer die Möglichkeit, statt wie üblich «gefällt mir» nun «I prayed», ich habe gebetet, zu klicken.

18.08.2021

Priorin Irene Gassmann wiedergewählt

In einer Medienmitteilung vom Dienstag, 17. August 2021, geben die Benediktinerinnen vom Kloster Fahr bekannt, dass Schwester Irene Gassmann für weitere sechs Jahre als Priorin wiedergewählt ist. Die Wahl erfolgte unter dem Vorsitz von Abt Urban Federer, Abt der Klöster Einsiedeln und Fahr sowie Schwester Simone Buchs, Priorin im Kloster Heiligkreuz in Cham. Abt Urban Federer hat die Wahl bestätigt. Schwester Irene Gassmann ist seit 2003 Priorin des Benediktinerinnenklosters Fahr. Im Kloster Fahr leben zur Zeit 19 Schwestern und eine Novizin.

16.08.2021

Klimapilgerweg gestartet

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist am Wochenende mit einem Gottesdienst im polnischen Zielona Gora gestartet. Dies berichtete die Katholische Nachrichtenagentur kna. Der Pilgerweg führt über 1450 Kilometer durch Polen, Deutschland, die Niederlande und England bis nach Glasgow in Schottland. Dort beginnt am 31. Oktober die Weltklimakonferenz. 30 Pilger brachen am Samstag mit dem Segen der polnischen katholischen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Polen und des Bischofs der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg, Christian Stäblein, auf. Die Dauerpilger aus Polen und Deutschland wollen Glasgow in 77 Tagen erreichen.

Der Umweltbischof der evangelischen Kirche Polens, Waldemar Pytel, und der Umweltbischof der katholischen Kirche in Polen, Tadeusz Litynski, erklärten in einem gemeinsamen Brief an Papst Franziskus, die Weltklimakonferenz in Glasgow müsse ein entscheidender Schritt zur Bewahrung der Schöpfung werden. Die Organisatoren betonten, auch nach der Corona-Pandemie sei keine Rückkehr in ein unbeschwertes Leben möglich. Denn diese Normalität sei gekennzeichnet durch einen exzessiven Ressourcenverbrauch, ein dramatisches, wenngleich stilles, millionenfaches Aussterben von Pflanzen und Tieren, sowie eine drastische Klimakrise. Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird von Evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und kirchlichen Hilfswerken getragen. Ausgerichtet wird er vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen.