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Weil die Gottesdienste ausfallen, fehlt viel Geld in den Kollektenkörben. | © Christian Breitschmid
Weil die Gottesdienste ausfallen, fehlt viel Geld in den Kollektenkörben. | © Christian Breitschmid

Gegen den Absturz der Kollekteneinnahmen

09.04.2020, 23:42

Weil die Eucharistiefeiern über Ostern ausfallen, fehlen die Kollekteneinnahmen. Speziell davon betroffen sind das Fastenopfer, das Karwochenopfer für die Christinnen und Christen im Heiligen Land sowie die Medienkollekte.Nun hat die Schweizer Bischofskonferenz SBK Weisungen zum Umgang mit diesen Kollekten veröffentlicht. In einer Mitteilung mit dem Titel «Kollekteneinnahmen stürzen schlimmer ab als Aktienkurse» schreibt die Marketing und Kommunikationsabteilung der Schweizer Bischofskonferenz,  dass sie die Pfarreien schriftlich dazu motivieren werde, die in den Weisungen vorgesehenen Massnahmen möglichst grosszügig umzusetzen. Mit der ebenfalls betroffenen Kollekte zum Mediensonntag werden die drei sprachregionalen katholischen Medienzentren kath.ch; cath.ch und catt.ch vorrangig begünstigt.
«Forum», das katholische Pfarrblatt Zürich, lädt mit der Aktion «#osternathome» dazu ein, trotz Coronakrise Ostern zu feiern. | © SCREENSHOT www.forum-pfarrblatt.ch
«Forum», das katholische Pfarrblatt Zürich, lädt mit der Aktion «#osternathome» dazu ein, trotz Coronakrise Ostern zu feiern. | © SCREENSHOT www.forum-pfarrblatt.ch

#osternathome: Gemeinsam Ostern feiern

07.04.2020, 11:05

Das Zürcher Pfarrblatt «forum» lädt mit der Aktion #osternathome dazu ein, Ostern trotz Coronakrise als Gemeinschaft zu feiern - verbunden via soziale Medien. «Ostern wird 2020 ein Fest im ganz kleinen Rahmen. Wir wollen gerade als Pfarrblatt ein Zeichen setzen, dass wir auch in diesem Jahr miteinander Ostern feiern», schreibt die Redaktion auf ihrer Webseite. Auf der Social Wall www.ostern-at-home.ch werden ab Karsamstag, 11. April, alle Postings gelistet, die in den sozialen Medien unter dem Hashtag #osternathome abgesetzt werden. Die Pfarrblatt-Redaktion lädt alle Menschen ein, die sich gegenseitig frohe Ostern wünschen wollen, dies auf diese Weise auch zu tun. Dabei sollen Konfessionen und Religionen keine Rolle spielen, sondern ganz allein der Wunsch, sich gegenseitig eine freudige und Mut machende Botschaft zu schenken. Eine kurze Anleitung wie man an der Aktion mitmachen kann, findet sich hier.
Schweizer Ordensfrauen engagieren sich für Frauen in der Kirche. | zvg
Schweizer Ordensfrauen engagieren sich für Frauen in der Kirche. | zvg

Spezielle Osterfeier für Frauen

05.04.2020, 13:03

Der Frauenrat Catholic Women’s Council ruft zu einer weltweiten Osterliturgie von Frauen und zum gegenseitigen Ostergruss auf. Prominent mit dabei: das Kloster Fahr. So wird am Ostersonntagmorgen ab 10 Uhr nach einer Einführung zur Geschichte Maria Magdalenas auch ein Text der Benediktinerinnen des Klosters Fahr bei Zürich gesprochen – von den Ordensfrauen selbst, aber auch von Frauen in ihren Sprachen auf der ganzen Welt, wie es in der Ankündigung heisst. Eine Predigt und immer wieder Live-Gesang und Live-Musik umrahmen die von Frauen gestaltete Osterliturgie. Die Osterliturgie soll virtuell über die Konferenz-App Zoom stattfinden.
Seit 40 Jahren ist die Propstei Wislikofen das Bildungshaus der römisch-katholischen Kirche im Aargau. | © Werner Rolli
Seit 40 Jahren ist die Propstei Wislikofen das Bildungshaus der römisch-katholischen Kirche im Aargau. | © Werner Rolli

Propstei bietet Home Office-Plätze

03.04.2020, 09:43

Dass auch Hotelerie-Betriebe aus der aktuellen Corona-Not versuchen, eine Tugend zu machen, war unlängst bereits Gegenstand der SRF-Berichterstattung. Immer mehr Hotels bieten ihre Zimmer als Home Office-Plätze für all jene an, denen es nicht möglich ist, zuhause in Ruhe zu arbeiten. So auch die Propstei Wislikofen. Im Gegensatz zu vielen bekannten City-Hotels zu sehr günstigen Preisen, dafür allerdings ohne warme Küche. «Getränke sind zu haben, darüber hinaus versorgen wir unsere Gäste gern über Mittag mit Sandwiches oder anderen Snacks auf individuellen Wunsch hin, erklärt Hotelleiter Stefan Bischof.
Claudia Nothelfer ist Theologin, Mitarbeiterin bei der Fachstelle Bildung und Propstei sowie seit mehreren Jahren Kontemplationslehrerin «via Integralis».© Felix Wey
Claudia Nothelfer ist Theologin, Mitarbeiterin bei der Fachstelle Bildung und Propstei sowie seit mehreren Jahren Kontemplationslehrerin «via Integralis».© Felix Wey

«via integralis» mit Meditationsnetz gegen Corona

01.04.2020, 18:58

Die Kontemplationsschule «via integralis» hat ein Meditationsnetz gegründet. «Mit täglichen Impulsen laden wir ein zu einer stillen Zeit, die mit einem Gebetsanliegen verbunden ist», erklärt Claudia Nothelfer namens der spirituellen Leitung. So wolle man einen Betrag leisten zur individuellen und kollektiven Heilung in der gegenwärtig dramatischen Weltsituation, heisst es weiter. Das Angebot besteht bereits die zweite Woche. «Wir spüren ein wachsendes Bedürfnis von Menschen, sich anzuschliessen», heisst es von Seiten der Verantwortlichen.
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK).  | © Werner Rolli
Felix Gmür, Bischof von Basel, präsidiert derzeit die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). | © Werner Rolli

Bischof Felix geleitet durch die Karwoche

30.03.2020, 15:19

Da keine Gottesdienste stattfinden können und sich die Situation auch für Seelsorgende angesichts der Corona-Pandemie in vielerlei Hinsicht als herausfordernd erweist, will der Basler Bischof Felix Gmür mit stillen geistlichen Impulsen durch die Karwoche begleiten. Von Palmsonntag bis Ostermontag erhalten Seelsorgende eine digitale «Karte» mit einem persönlichen Meditations- und Gebetsimpuls. Die bildtextlichen Karten können digital weiterverteilt oder in ausgedruckter Form an Menschen überbracht werden, die über keinen Online-Zugang verfügen. Bischof Felix Gmür wird hierfür sehr zeitnah schreiben.    
2019 gab es soviele Austritte wie noch nie in der Reformierten Kirche Aargau | © Roger Wehrli
2019 gab es soviele Austritte wie noch nie in der Reformierten Kirche Aargau | © Roger Wehrli

Rückgang von Taufen und Trauungen – mehr Austritte in der Reformierten Kirche Aargau

28.03.2020, 01:36

Die Zahl der Austritte hat in den 75 Kirchgemeinden der Reformierten Kirche Aargau 2019 um 13 Prozent zugenommen. 3‘716 Personen sind im letzten Jahr ausgetreten. Damit liegt die Quote der Austritte zum ersten Mal überhaupt über 2 Prozent. Dies ist die höchste Zahl bisher. Lediglich 6 Prozent der Ausgetretenen hat eine Begründung abgegeben. Die Zahlen der Taufen und Trauungen sind ebenfalls zurückgegangen, während Konfirmationen und Abdankungen in etwa gleich geblieben sind.
Papst Franziskus ruft zum Gebet gegen Corona auf | © Luca Zennaro/Reuters
Papst Franziskus ruft zum Gebet gegen Corona auf | © Luca Zennaro/Reuters

Papst Franziskus ruft zum Gebet gegen Coronavirus auf

27.03.2020, 01:03

Heute Abend um 18.00 Uhr, ruft Papst Franziskus zu einem weltweiten Gebet gegen das Coronavirus auf. Er wird zum Abschluss des Gebetes auf dem Petersplatz in Rom den Segen «Urbi et Orbi» spenden. «Jede und jeder betet zu Hause auf  seine eigene Weise. Lassen wir so eine sichtbare Gebetskette entstehen, die Hoffnung vermittelt», zitiert vaticannews.va den Papst.
Josef Stübi wird den ersten Aargauer TV-Gottesdienst der Römisch-Katholischen Landeskirche halten  | © Roger Wehrli
Josef Stübi wird den ersten Aargauer TV-Gottesdienst der Römisch-Katholischen Landeskirche halten | © Roger Wehrli

TV-Gottesdienst mit Domherr Josef Stübi

26.03.2020, 17:48

Weil die Kirchgemeinden zurzeit keine Gottesdienste mit der Gemeinde feiern dürfen, übernehmen abwechslungsweise die Reformierte und die Römisch-Katholische Landeskirche im Aargau die Produktion eines TV-Gottesdienstes, der auf dem Aargauer Lokalsender Tele M1 ausgestrahlt wird. Für kommenden Sonntag, 29. März, um 10 Uhr, ist nochmals die Ausstrahlung eines reformierten Gottesdienstes aus der Aarauer Stadtkirche geplant, weil der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche erst diese Woche die Zusammenarbeit beschlossen hat. Der erste Römisch-Katholische TV-Gottesdienst aus dem Aargau wird somit am 5. April zu sehen sein – aus der Badener Stadtkirche mit Domherr Josef Stübi. Es folgt dann am 19. April eine Übertragung aus Windisch mit Maria Dättwiler.
Das Parlament der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau verschiebt ihre Frühlingssynode nicht. | © Andreas C. Müller
Das Parlament der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau verschiebt ihre Frühlingssynode nicht. | © Andreas C. Müller

Römisch-Katholische Landeskirche hält am Synodetermin fest

25.03.2020, 07:55

Anders als die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau, verschiebt die Reformierte Landeskirche Aargau den Synodetermin bereits frühzeitig. Aufgrund des bis auf weiteres geltenden Veranstaltungsverbots im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat das Präsidium der Synode, dem Parlament der Reformierten Landeskirche Aargau, in Absprache mit dem Synodebüro und dem Kirchenrat entschieden, die Versammlung der Synode, die auf den 3. Juni anberaumt war, auf einen späteren Termin zu verschieben. Sie findet nun am Mittwoch, 23. September, im Grossratssaal in Aarau statt. Ausschlaggebend für die Verschiebung war die Tatsache, dass durch das zurzeit geltende Veranstaltungs- und Versammlungsverbot der Meinungsbildungsprozess in Kommissionen und Synodefraktionen bis Anfang Juni nicht im üblichen und wünschbaren Mass stattfinden kann. Die Frühlingssynode der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau findet wie geplant statt, am 10 Juni im Grossratssaal in Aarau.
Papst Franziskus ruft zu einem Sturmgebet wegen Corona-Virus auf.  | © Oliver Sittel
Papst Franziskus ruft zu einem Sturmgebet wegen Corona-Virus auf. | © Oliver Sittel

Papst ruft zu Sturmgebet gegen Corona auf – Sondersegen angekündigt

23.03.2020, 08:40

Papst Franziskus ruft alle Christen weltweit für nächsten Mittwoch zu einem Sturmgebet gegen das Corona-Virus auf. Um 12 Uhr sollen alle einen Moment innehalten und ein Vaterunser beten. Dies schlug Papst Franziskus bei seinem Angelusgebet am letzten Sonntag vor. Ausserdem kündigte er an, einen Gebetsgottesdienst gegen das Corona-Virus zu machen, schreibt vaticannews.va. Dabei will der Papst am kommenden Freitagabend auch einen speziellen Segen «Urbi et Orbi» erteilen. Papst Franziskus spricht weiterhin über einen Live-Stream zu den Leuten nach draussen, aus der Privatbibliothek des Apostolischen Palastes.
Seit Ausbruch der Corona-Krise verzeichnen auch die Caritas-Läden, in denen Armutsbetroffene vergünstigt einkaufen können, einen deutlichen Umsatzzuwachs. | © Roger Wehrli
Seit Ausbruch der Corona-Krise verzeichnen auch die Caritas-Läden, in denen Armutsbetroffene vergünstigt einkaufen können, einen deutlichen Umsatzzuwachs. | © Roger Wehrli

Coronavirus bringt Armut: Caritas schlägt Alarm!

22.03.2020, 13:45

«Die Lage ist dramatisch. Die Folgen der Corona-Krise sind nicht nur gesundheits- und wirtschaftspolitisch schwerwiegend. Sie stürzen auch zahlreiche Familien und ältere Alleinstehende in eine akute Notsituation», erklärt das Hilfswerk Caritas auf seiner Webseite. Man habe bereits jetzt eine deutliche Zunahmen an Anfragen und Hilfegesuchen erhalten: «Viele Menschen sehen sich in ihrer Existenz bedroht, wie die bei uns eintreffenden Anfragen um Hilfe deutlich zeigen», erklärt das Hilfwerk und ruft zu Solidaritätsspenden auf.
Der erste auf Tele M1 in Zeiten des Corona-Veranstaltungsverbots ausgestrahlte Gottesdienst ohne Publikum wird in der Aarauer Stadtkirche aufgezeichnet. | © Andreas C. Müller
Der erste auf Tele M1 in Zeiten des Corona-Veranstaltungsverbots ausgestrahlte Gottesdienst ohne Publikum wird in der Aarauer Stadtkirche aufgezeichnet. | © Andreas C. Müller

Aargauer Gottesdienste auf Tele M1

20.03.2020, 06:26

Weil die Kirchgemeinden zurzeit keine Gottesdienste mit der Gemeinde feiern dürfen, hat sich Tele M1 freundlicherweise bereit erklärt, am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr, zum ersten Mal einen Gottesdienst aus einer Aargauer Kirche im Lokalfernsehen zu übertragen. Der Gottesdienst unter der Leitung des Aarauer Stadtpfarrers Stefan Blumer wird 30 Minuten dauern und findet ohne Gemeinde statt. Es gibt aber musikalische Unterhaltung. Bis zur Aufhebung der Sanktionen des öffentlichen Lebens durch den Bundesrat sollen sich Sonntag für Sonntag jeweils ein katholischer und ein reformierter Gottesdienst abwechseln.
Jeweils jeden Donnerstag um 20 Uhr sollen Kerzen ins Fenster gestellt und gebetet werden. | © Andreas C. Müller
Jeweils jeden Donnerstag um 20 Uhr sollen Kerzen ins Fenster gestellt und gebetet werden. | © Andreas C. Müller

Bischöflicher Aufruf: Kerzen vors Fenster

18.03.2020, 18:37

Die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Bis Gründonnerstag werden im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen. «Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen», erklärt Felix Gmür, Bischof von Basel und Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz. Gebetet werden soll für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.
Viele bunte Ballons zur letzten «Langen Nacht der Kirchen».| © Pastoralraum Region Brugg-Windisch
Viele bunte Ballons zur letzten «Langen Nacht der Kirchen».| © Pastoralraum Region Brugg-Windisch

Coronavirus: Lange Nacht der Kirchen auf der Kippe

17.03.2020, 06:47

Aufgrund der Corona-Krise wurden Veranstaltungen bis in die Sommermonate hinein abgesagt und verschoben. Gefährdet ist auch die Durchführung der «Langen Nacht der Kirchen», die am 5. Juni zum dritten Mal und erstmals in Zusammenarbeit mit den Landeskirchen in Bern, Jura, Solothurn, Nidwalden, Zürich und Österreich stattfinden soll. Die federführenden Organisatoren, die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau, gibt sich im Moment noch zuversichtlich: «Wir stehen in Kontakt mit Österreich und beraten, ob eine Durchführung in der geplanten Form zum ursprünglichen Termin möglich sein wird», erklärt die Medienverantwortliche Esther Kuster. «Wir hoffen, dass sich bis Anfang Juni die Lage etwas entspannt hat. Im Moment halten wir noch am Termin vom 5. Juni fest. Wir möchten nicht überstürzt alles absagen». Bis Anfang April soll ein Entscheid vorliegen.

Simon Meier, Pastoralraumleiter Pastoralraum Region Brugg-Windisch. | © zvg
Simon Meier, Pastoralraumleiter Pastoralraum Region Brugg-Windisch. | © zvg

Pastoralraum Brugg mit Hotline und Hüte-Angebot

16.03.2020, 15:04

Mit einer Hotline wollen die Mitwirkenden im Pastoralraum Brugg-Windisch konkrete Hilfe anbieten und spirituellen Halt im Glauben vermitteln. Als Sofortmassnahme wird für diese Anliegen und Unterstützungsangebote eine Hotline eingerichtet. Die Nummer lautet 056 462 56 54 und ist zu Bürozeiten auf Empfang. Weiter will man ein Kinderhüte-Angebot auf die Beine stellen und einen Einkaufsdienst für Menschen anbieten, die das Haus zu ihrer eigenen Sicherheit nicht mehr verlassen dürfen. «Wir erkennen in dieser Krise die Chance, dass die ganze Gesellschaft neu für die Werte der Nächstenliebe und der Solidarität sensibilisiert wird», erklärt Pastoralraumleiter Simon Meier in einer Medienmitteilung.
Der Mensch, der auf dem Plakat nur als Schraffur zur erkennen ist, soll durch die Ausstellung in der Kantonsschule Wohlen ein Gesicht bekommen. | © zvg
Der Mensch, der auf dem Plakat nur als Schraffur zur erkennen ist, soll durch die Ausstellung in der Kantonsschule Wohlen ein Gesicht bekommen. | © zvg

Vernissage zur Suidizausstellung findet statt

14.03.2020, 10:02

Die Vernissage von «Leben, was geht! Suizid im Gespräch» heute Samstag, 14. März, um 13 Uhr, in der Aula der Kantonsschule Wohlen findet unverändert statt. Heute Samstag und morgen Sonntag werden die Teilnehmer der «living books» persönlich anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Die Öffnungszeiten sind der Ausstellung sind: 14. und 15. März, von 14 bis 18 Uhr, und 16. bis 19. März, von 8 bis 20 Uhr. Am Donnerstagabend, um 17 Uhr, liest in der Mediothek der Kantonsschule eine «Überlebende» aus ihrem Skript vor und gewährt einem interessierten Publikum Einblicke in ihr Leben und in ernsthafte Krisen, die sie durchlaufen und überlebt hat.
St. Benedikt leben und lernen in Hermetschwil ist ein Sonderschulheim für normalbegabte, männliche Kinder und Jugendliche im Schulalter, welche sich in einer psychosozial belastenden Situation befinden.
St. Benedikt leben und lernen in Hermetschwil ist ein Sonderschulheim für normalbegabte, männliche Kinder und Jugendliche im Schulalter, welche sich in einer psychosozial belastenden Situation befinden.

Kinderheim St. Benedikt: Abschluss der Untersuchungen

12.03.2020, 17:52

Zum Abschluss der Untersuchungen betreffend Übergriffe in Form von sexueller Gewalt und Machtmissbrauch im Kinderheim St. Benedikt, Hermetschwil, in den Jahren 1946 bis 2006 (Horizonte berichtete), hat die zuständige Kommission heute Nachmittag ihren Bericht vorgestellt. Daraus geht hervor, dass sich neben Andreas Santoni, der seine Geschichte 2015 publik machte, noch fünf weitere ehemalige Bewohner des Kinderheims bei der Untersuchungskommission gemeldet haben. Eine Person bestätigte die sexuellen Übergriffe durch Pfarrer Thomas Hardegger, und alle fünf beschrieben Vorfälle mit einzelnen Lehrpersonen bzw. Erziehern, «die auf einen sehr autoritären Umgang bis hin zu körperlicher und psychischer Demütigung hinweisen», wie es in der Medienmitteilung zum Untersuchungsbericht heisst. Die Gesamtleiterin des Sonderschulheims St. Benedikt, Pia Iff, sagte dazu: «Auch mit der Aufarbeitung durch die Untersuchungskommission können wir die damaligen Ereignisse nicht rückgängig machen. Dies ist uns bewusst und ist belastend. Trotzdem ist der offensive Umgang mit den <dunklen> Seiten für die aktuelle pädagogische Arbeit sehr wichtig. Wir sind noch mehr sensibilisiert, wachsam, aufgerüttelt.» Die Medienmitteilung des Kinderheims St. Benedikt und des Klosters Muri-Gries sowie die Stellungnahme des Abts von Muri-Gries, Beda Szukics, hängen hier an. MM_Kinderheim StBenedikt_Hermetschwil_200312 Stellungnahme Abt Beda_Kinderheim StBenedikt_Hermetschwil_200312

Coronavirus: Preisverleihung verschoben

11.03.2020, 11:59

Wegen der raschen Verbreitung des Coronavirus' sieht sich der Stiftungsrat der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche gezwungen, die Preisverleihung vom 29. März 2020 auf Sonntag, den 7. März 2021 zu verschieben. In seiner Medienmitteilung von gestern schreibt der Stiftungsrat: «Da die Perspektiven für die nächsten Monate sehr unsicher sind, haben wir uns für eine Verschiebung um ein Jahr entschieden. Folgende Personen werden dann den Herbert Haag Preis 2020/21 erhalten: Dr. Hedwig Porsch aus Coburg, Pierre Stutz aus Osnabrück, Dr. Ondrej Prostredník aus Bratislava und die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK).» Das Präsidium der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche geht wie geplant am 1. Mai 2020 über an Dr. Odilo Noti. Die offizielle Verabschiedung des bisherigen Präsidenten, Dr. Erwin Koller, findet am 7. März 2021 statt.
Eine Gottesdienstbesucherin empfängt vom Pfarrer die Krankensalbung mit Chrisam. | © Harald Oppitz/KNA
Eine Gottesdienstbesucherin empfängt vom Pfarrer die Krankensalbung mit Chrisam. | © Harald Oppitz/KNA

Coronavirus: Keine kollektiven Krankensalbungen

10.03.2020, 18:37

Es klingt fast paradox, aber das Bistum Basel weist die Verantwortlichen in den Pfarreien an, zur Vermeidung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus auf kollektive Krankensalbungen zu verzichten. Dies ist die neuste von aktuell sieben Verhaltensmassnahmen, welche der bischöfliche Kanzler, Thomas Jann, auf der Website des Bistums auflistet.