Doris Fiala wünscht sich  bei den katholischen Stiftungen mehr Transparenz. Ihr grösstes Augenmerk liegt dabei auf den sogenannten Legaten. Sie befürchtet, dass ohne Aufsicht bei den kirchlichen Stiftungen via Legate auch unversteuertes Geld lande. | © Andreas C. Müller

Kein Transparenzzwang für Kirchenstiftungen

Andreas C. Müller, 30.5.18

Mehr Transparenz bei kirchlichen Stiftungen schaffen – dazu will die Motion der FDP-Nationalrätin Doris Fiala den Bundesrat verpflichten. Der Ständerat hat am Dienstag darüber diskutiert und bei einer Gegenstimme abgelehnt. Doris Fiala kritisiert am aktuellen System, dass bei «kirchliche Stiftungen gegenüber den gemeinnützigen Stiftungen keine Aufsicht besteht». Aufsicht gebe es nur kirchenintern, «wenn überhaupt», so Fiala. Der Geschäftsführer des schweizerischen Dachverbandes gemeinnütziger Stiftungen und Vereine, Christoph Degen sieht ähnlich wie Abate keine Schwierigkeiten beim aktuellen System: «Die meisten Stiftungen sind im Umfeld von öffentlich anerkannten Landeskirchen. Diese Stiftungen unterstehen somit der Aufsicht der Landeskirchen».

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