Mit Botschaftern aus verschiedenen kirchlichen Berufen wirbt das Projekt Chance Kirchenberufe für die Institution Kirche als Arbeitgeber. | © Fotomontage aus Screenshots der Kampagnenseite Chance Kirchenberufe/abu

Neue Kampagne von «Chance Kirchenberufe»

Anne Burgmer, 10.12.18
  • Seit fünf Jahren wirbt das Projekt «Chance Kirchenberufe» mit Spots und Plakaten im öffentlichen Raum. Ziel ist, Menschen auf kirchliche Berufe und deren Attraktivität aufmerksam zu machen.
  • Dieses Jahr werden die Mitglieder der anderssprachigen Missionen angesprochen, denn in der Römisch-Katholische Kirche in der Schweiz ist der Anteil der Mitglieder mit Migrationshintergrund in den letzten Jahren infolge der Zuwanderung stark angestiegen.
  • Die Römisch-Katholische Landeskirche im Aargau unterstützt das Projekt mit einem namhaften Betrag.

 

Seit Ende Oktober läuft die neue Kampagne von «Chance Kirchenberufe». Über eine Webseite und in den sozialen Medien versucht das Projekt, Menschen für verschiedenste kirchliche Berufe zu begeistern. Ideell und finanziell wird das Projekt von einer Mehrheit der Deutschschweizer Landeskirchen und verschiedenen kirchlichen Institutionen unterstützt.

Offene Türen bei den Italienern

In bewährter Manier erzählen in der Kirche Tätige als Botschafter, warum sie die Kirche als Arbeitgeber überzeugt. Neu ist dieses Jahr die Zielgruppe. Wurden zu Beginn des Projektes vor allem Quereinsteiger angesprochen, liegt der Fokus jetzt auf den Mitgliedern der anderssprachigen Missionen. «Es war schon lange geplant, diese zahlenmässig grosse Gruppe anzusprechen», erklärt Thomas Leist, Projektleiter «Chance Kirchenberufe». Der Zugang zu den Missionen sei unterschiedlich einfach. «Wir sind mit dem Chancemobil jetzt unterwegs und treffen zum Beispiel bei den italienischen Missionen auf offene Türen», sagt Thomas Leist.

Kein Problem mit anderem Verständnis von «katholisch»

Gefragt, ob es nicht die Gefahr gebe, dass ein möglicherweise anderes Verständnis von «katholisch sein» in den Missionen zum Problem werden könne, differenziert Thomas Leist: «Zunächst kommt es auf den angestrebten Beruf an. Bei einem Sakristan oder einer Sekretärin ist ein anderes Kirchenverständnis nicht so wichtig, wie bei einem Seelsorger». Wichtige Inhalte der Kampagne seien zwar in verschiedene Sprachen übersetzt worden, doch «die Infoabende werden auf Deutsch gehalten und nicht in der jeweiligen Sprache der Mission, weil es um die Kirche in der Deutschschweiz geht».

Namhafter Betrag aus dem Aargau

Luc Humbel, Kirchenratspräsident der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, begrüsst die aktuelle Fokussierung auf die Mitglieder der Missionen sehr: «Das kirchliche Leben in den Missionen ist in allen Teilen eine Bereicherung für die Kirche in der Schweiz.» Die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau unterstütze das Projekt seit der Initiierung im Jahr 2013 mit jährlich 30 000 Franken, eine «namhafte Unterstützung, die von der Synode immer getragen wurde», so Luc Humbel.

www.chance-kirchenberufe.ch

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