Nicht immer ist auf die gängige Berechnung per Vollmond Verlass. Die Problematik des Ostertermins liegt unter anderem an den begrenzten wissenschaftlichen Möglichkeiten zur Berechnung von Frühlingsanfang und Vollmond zur Zeit des frühen Christentums. Im Konzil von Nicäa, das Kaiser Konstantin im Jahr 325 einberufen hatte, wurde der lange Streit der Theologen zum Ostertermin beendet. | © Anne Burgmer

Ostertermin 2019 fällt aus der Norm

Anne Burgmer, 2.3.19

In diesem Jahr kommt es zum höchst seltenen «Oster-Paradoxon», wie auf der Seite von Vaticannews nachzulesen ist. Während Ostern in diesem Jahr astronomisch gesehen auf den 24. März fallen müsste, wird das Fest erst später gefeiert. Der Frühlingsanfang datiert prinzipiell auf die Tag-Nacht-Gleiche, die zwischen dem 19. März vormittags und dem 21. März abends stattfinden kann. Auch die Mondphasen werden nach einer einfachen Formel berechnet. Allerdings führt das Modell gelegentlich dazu, dass das kalendarische Ostern von den astronomischen Vorgaben abweicht. So wird der Vollmond am Morgen des diesjährigen 21. März noch als Wintervollmond gewertet. Der erste Frühlingsvollmond erscheint somit erst im April, und Ostern feiern wir am 21. April.

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