Priesterseminare und Orden müssten Kandidaten strenger auf homosexuelle Neigungen prüfen, so der Papst. Wenn bei Kandidaten für geistliche Berufe keine sorgfältige Prüfung der affektiven Reife und der sexuellen Ausrichtung erfolge, gebe es später Probleme, so heisst es zu den Aussagen von Franziskus in einer Meldung des Medienzentrums kath.ch | © Andrea Krogmann

Papst äussert sich zu homosexuellen Priester

Anne Burgmer, 3.12.18

Erneut hat es Papst Franziskus mit umstrittenen Äusserungen in die Medien geschafft. Die Deutschen Presseagentur dpa zitiert aus einem spanischen Interview mit dem Papst, welches in einem Buch erscheinen soll. Darin heisst es gemäss dpa: «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche». Weiter betont der Papst mit Blick auf die Ausbildung von Priester und Ordensleuten, dass diese Art von Zuneigung im geweihten Leben und im priesterlichen Leben keinen Platz habe. Im Buch, das der dpa vorliegt, geht es vor allem um die Berufung und das geweihte Leben. Vom Priester- oder Ordensleben abgesehen spricht sich Papst Franziskus immer wieder dafür aus, homosexuelle Menschen nicht zu diskriminieren.

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