RKZ-Präsident Luc Humbel bezog sich an der Versammlung auf die folgenden Aussagen der Schweizer Bischöfe: «Die Sorgen der Gläubigen sind auch die Sorgen der Bischöfe!» Und weiter: «Bei der Frage der zu wählenden Methode spielt das synodale Vorgehen eine wichtige Rolle.» Laut Humbel müssten den Worten nun noch Taten folgen. | © Andreas C. Müller

RKZ will Bischöfe beim Wort nehmen

Andreas C. Müller, 28.6.19

An der Plenarversammlung der Schweizerischen Zentralkonferenz RKZ (Zentralorgan der Schweizer Landekirchen)  in La Chaux-de-Fonds äusserte sich Präsident Luc Humbel erfreut über den Entschluss der Schweizer Bischofskonferenz SBK, einen synodalen Prozess einzuleiten: «Wir haben wenige Tage vor der letzten Vollversammlung der Schweizer Bischöfe mit deren Vertretern im Kooperationsrat auf Augenhöhe über die Krise der katholischen Kirche und über die Chancen eines synodalen Weges gesprochen.» Er sei deshalb erfreut und vor allem beruhigt, dass die Bischofskonferenz sich der schwierigen Situation bewusst sei und sie unter Einbezug der Gläubigen angehen wolle. Er danke den Bischöfen für ihr offenes Ohr und für die klaren und wichtigen Worte. Zugleich formulierte Luc Humbel eine zentrale Erwartung aus RKZ-Sicht: Rechtsverbindliche Mitentscheidung der Getauften an allem, was sie betrifft. Darunter falle nicht nur Mitentscheidung bei den Finanzen und bei Behördenwahlen, sondern auch bei der Bestellung von Seelsorgenden.

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