Gemäss den Organisatoren der Kundgebung in Bern blieben alle Anstrenungen gegen Missbrauch in der Kirche lediglich Symptombekämpfung, wenn man nicht auch auf struktureller Ebene ansetze. So seien Änderungen beim Amtsverständnis und den Zulassungsbedingungen zum Priesteramt nötig. | © Roger Wehrli

Zeichen gegen Missbrauch in der Kirche

Andreas C. Müller, 1.7.19

An einer Kundgebung in Bern setzten Katholikinnen und Katholiken ein «Zeichen gegen Missbrauch». Rund 150 Personen hatten sich an diesem heissen und sonnigen Samstag auf dem Berner Helvetiaplatz eingefunden. Bernd Siemes vom organisierenden Aktionsbündnis erklärte, Auslöser für die Kundgebung sei die nach wie vor empfundene Gleichgültigkeit gewesen, die man seitens von Rom erlebe. Die Kundgebung richtete sich primär an den Vatikan, weniger an die Schweizer Bischöfe. Denn zum Thema Missbrauchsprävention werde in der Schweiz schon viel gemacht, heisst es von Seiten des Aktionsbündnisses. Den Ort der Kundgebung auf dem Berner Helvetiaplatz wählten die Veranstalter nach eigenen Angaben bewusst in nächster Nähe zur Nuntiatur, also der diplomatischen Vertretung des Papstes in der Schweiz. Nuntius Thomas E. Gullickson wollen die Organisatoren denn auch die von Unterstützern unterzeichneten Forderungen übergeben. 

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er erscheint alternierend zur Printausgabe alle zwei Wochen – immer mit den aktuellsten Horizonte-Geschichten und oftmals spannenden Verlosungen.